Fünf Jahre Hartz IV - Krisenkreis Recklinghausen

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Ein Kreis als Bedarfsgemeinschaft

Von Christoph Schurian
Hartz IV ist im Kreis Recklinghausen das große Thema: Den Aufwendungen für 70.000 Leistungsempfänger ist der Kreishaushalt nicht mehr gewachsen. Das vor fünf Jahren beschlossene Reformgesetz bringt vor allem neue Sorge

In den Kommunen ist Hartz IV eine Rechenaufgabe: In der Regionalpresse wurde der Kreis Recklinghausen zu Deutschlands Krisenregion Nummer Eins erklärt. Der mit 660.000 Bewohnern bevölkerungsstärkste sei auch der sozial schwächste Kreis der Republik, ist im Lokalteil Vest der Zeitung zu lesen. Neun Prozent der bundesdeutschen Empfänger von Hartz-IV lebten zwischen Dorsten und Castrop-Rauxel.
"Blödsinn", kommentiert Martin Peetzen von der "Vestischen Arbeit", der zuständigen Arbeitsagentur. Von bundesweit 6,5 Millionen Menschen, die Leistungen nach Hartz IV beziehen, lebten knapp 70.000 im Kreis Recklinghausen: "Etwas mehr als ein Prozent". Doch, das räumt der Bereichsleiter ein, im Kreis gebe es überproportional viele Hartz-IV-Empfänger. Jeder neunte Einwohner lebe in einer "Bedarfsgemeinschaft", beziehe soziale Hilfen. Tendenz steigend.
Es brennt im KreishaushaltEin Kreis als Bedarfsgemeinschaft - Politik - WDR.de
 
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