FSJ und H4-Bezug (1 Betrachter)

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Ironie des Schicksals

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Wie ich gerade erfahren habe, rührt der BFD (Bundesfreiwilligendienst) kräftig die Werbetrommel um den Bedarf an Hilfskräften nach dem Wegfall des Wehr- bzw.Zivildienstes zu decken.

Es sollen auch junge Leistungsempfänger unter 25 Jahren animiert werden, so etwas zu tun.

Wie es mir scheint ist das derzeit wohl auch eine Katze im Sack!!!

Mein Kind hat sich für so etwas entschieden. Ist sie für die Pflegeschulen noch zu jung (16 Jahre alt, Schulabgängerin) und ohne praktische Erfahrung, wie uns die hiesigen Schulen zurückgeschrieben haben, wäre die Absolvierung eines FSJ ein wichtiger Türöffner blabala

Soweit so gut.

Unterlagen eingereicht und siehe da!!!!!

Während ein "gewöhnlicher" 400 € einen Freibetrag von 100€ vorsieht, von den restlichen 300 € dann 20% = 160 € hat das FSJ einen verdammt großen Haken.

Heißt es so schön:

Bedarfsgemeinschaft

Wie sieht es bei jugendlichen Kindern in der Bedarfsgemeinschaft aus? Dürfen sie den Bundesfreiwilligendienst absolvieren? Werden die Leitungen aus dem BFD, also Taschengeld und Abgeltung für Unterkunft und Verpflegung, auf den Hartz IV Regelsatz angerechnet?
Grundsätzlich steht es Jugendlichen frei, den Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren, jedenfalls, wenn sie unter 25 Jahre alt sind und noch zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören. Das liegt schon deshalb nahe, weil der BFD den Zivildienst ersetzen soll. Allerdings werden Leistungen aus dem Bundesfreiwilligendienst - jedenfalls zum Teil - als Einkommen gewertet. So besagen etwa die Fachlichen Hinweise der Arbeitsagentur zu § 11 SGB II Nr. 11.114b, dass 60 Euro des Taschengeldes nicht angerechnet werden. Diese interne BA Richtlinie bezieht sich zwar auf das FsJ, dürfte aber entsprechend auch für den BFD herangezogen werden.
Das Taschengeld wird also lediglich zum Teil angerechnet. Die Abgeltung für Unterkunft und Verpflegung muss hingegen vollständig als eigenes Einkommen des Mitglieds der Bedarfsgemeinschaft gewertet werden. Die Hartz IV Leistung, das Sozialgeld, wird ja gerade hierfür (Unterkunft, Verpflegung) gezahlt.
Quelle: Arbeitslosengeld II - Hartz IV

Mit anderen Worten: Gehe arbeiten wie ein Zivi aber habe am Ende weniger Geld als ein 400€-Jobber????

In diese Richtung geht auch die Gesetzesbegründung der Bundesregierung, die zur Schaffung des Bundesfreiwilligendienstgesetzes die ALG 2 Verordnung mit Artikel 17 BFDG Gesetzentwurf anpassen will: "Mit der Regelung soll die Motivation von Personen, die Arbeitslosengeld II beziehen, gestärkt werden, an einem Bundesfreiwilligendienst teilzunehmen. Analog der bisher geltenden Regelung für Jugendfreiwilligendienste werden von dem Taschengeld nach § 2 Nummer 4 BFDG 60 Euro nicht auf die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende angerechnet. Hinzu kommen die weiteren Absetzbeträge vom Einkommen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch." (BR-Drucksache 849/10)
Eine Motivation sieht bestimmt nicht so aus, oder????

Ich fühle mich ein wenig ..........!!!!!!

Ich bekomme Schnappatmung!!!
 

Mario Nette

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Da hilft nur klagen. Mir ist das bereits ebenfalls aufgefallen. Dabei ist klar, dass sowohl der notwendige Widerspruch abgelehnt wird als auch ggf. mindestens die untere gerichtliche Ebene negativ entscheiden dürfte. Langer Atem notwendig.

Mario Nette
 
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Oder eine Stelle mit auswärtiger Unterbringung suchen. Dann ist man raus von Zuahuse und raus aus der BG.

Soviel Geld wie im FSJ hätt ich gern mal wieder.... *seufz*
 

Erolena

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Analog der bisher geltenden Regelung für Jugendfreiwilligendienste werden von dem Taschengeld nach § 2 Nummer 4 BFDG 60 Euro nicht auf die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende angerechnet. Hinzu kommen die weiteren Absetzbeträge vom Einkommen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch." (BR-Drucksache 849/10)
Ich habe noch nie gehört, das zusätzlich zum nichtanrechenbaren Taschengeldbetrag von 60 Euro
weitere Absetzbeträge nach SGB II hinzukommen.

Muss ich erstmal drüber nachlesen und grübeln.
 

Hamburgeryn1

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Ich habe noch nie gehört, das zusätzlich zum nichtanrechenbaren Taschengeldbetrag von 60 Euro
weitere Absetzbeträge nach SGB II hinzukommen.

Muss ich erstmal drüber nachlesen und grübeln.
Bezieher von ALG II (Arbeitslosengeld II) können am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen, jedenfalls vom Grundsatz her. Der Bezug von Hartz IV ist somit kein generelles Ausschlusskriterium. Die Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung (ALG II-V) wird mit dem Gesetzes zur Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes angepasst.
Der Neuentwurf von § 1 Absatz 1 Nummer 13 Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung (ALG II-V ) sieht vor, dass ein Teilnehmer am BFD von seinem Taschengeld 60 Euro als nicht auf die Hartz IV Leistung anrechenbaren Zuverdienst behalten darf. Entsprechendes gilt bereits aktuell für das FSJ bzw. FÖJ. Die 60 Euro werden also nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet. Damit will der Gesetzgeber die Motivation von ALG-II-Beziehern, an einem BFD teilzunehmen, stärken.
Darüber hinaus bestimmt § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 SGB II i.V.m. § 6 der ALG II-V, dass ein volljähriger Hartz IV Bezieher vom Einkommen in der Regel 30 Euro monatlich für die Beiträge zu privaten Versicherungen sowie ggf.Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung vom Zuverdienst absetzen kann. Gleiches gilt für notwendige Ausgaben wie zum Beispiel Fahrtkosten. (Eine Quittungsvorlage ist dann erforderlich.)
Wie sieht es bei jugendlichen Kindern in der Bedarfsgemeinschaft aus? Dürfen sie den Bundesfreiwilligendienst absolvieren? Werden die Leitungen aus dem BFD, also Taschengeld und Abgeltung für Unterkunft und Verpflegung, auf den Hartz IV Regelsatz angerechnet?
(...)
Das Taschengeld wird also lediglich zum Teil angerechnet. Die Abgeltung für Unterkunft und Verpflegung muss hingegen vollständig als eigenes Einkommen des Mitglieds der Bedarfsgemeinschaft gewertet werden. Die Hartz IV Leistung, das Sozialgeld, wird ja gerade hierfür (Unterkunft, Verpflegung) gezahlt.
Der BFD wird im Hinblick auf Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV / Arbeitslosengeld II) per Gesetz dem FSJ/FÖJ gleichgestellt.
Quelle

Mein persönliches Fazit:

Ausbeutung pur.
Hier ist nicht mal mehr von Mehraufwandsentschädigung (die ja noch höher ist) die Rede, oder fragwürdigen Tariflöhnen wie bei der Bürgerarbeit, sondern nur noch von einem Taschengeld.
Der Staat spart die Besoldung der Zivis ein, und versucht nun übers BFD die vakanten Plätze mit Freiwilligen zu besetzen, natürlich auch mit AlgII-Beziehern, die dann sicherlich wie auch die Ein-Euro-Jobber, Bürgerarbeiter, Maßnahmeteilnehmer, AU-Geschriebenen und andere Statistikbereinigte aus besagter Statstik herausfallen.
Allen voran die U25er, die angesichts knapper Lehrstellen jetzt die Leerstellen im Sozialbereich der Kommunen ausfüllen sollen, um so zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit beizutragen. Deshalb wird ihnen ja auch die Teilnahme am BFD so generös ohne besondere Zustimmung ihrer pAp-Nase gestattet.
Die Abgeltung für Unterkunft und Verpflegung muss hingegen vollständig als eigenes Einkommen des Mitglieds der Bedarfsgemeinschaft gewertet werden. Die Hartz IV Leistung, das Sozialgeld, wird ja gerade hierfür (Unterkunft, Verpflegung) gezahlt.
Ein weiterer Schritt zum allumfassenden Workfare.
Im wahrsten Sinne für ein Taschengeld arbeitet man das AlgII regelrecht ab.
Da bereits für Unterkunft und Verpflegung gezahlt wird, hat man seinen Anspruch verwirkt, für seine A r b e i t s l e i s t u n g bezahlt zu werden. :icon_neutral:
 

Mario Nette

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Allen voran die U25er, die angesichts knapper Lehrstellen jetzt die Leerstellen im Sozialbereich der Kommunen ausfüllen sollen, um so zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit beizutragen.
Das mag an einem Ort so sein - am anderen Ort finden sie nicht genug Leute für ihre Lehrstellen. Mir fallen da einige Berichte aus MV der letzten Wochen ein über Ausbildungsbetriebe, die klagen, dass sich keiner bewerbe. (Was zugegeben wohl auch damit zusammenhängen könnte, dass das Ausbildungsgeld in weiten Teilen unterirdisches Niveau hat.) Nun sagt man zwar, Lehrjahre seien keine Herrenjahre (warum eigentlich nicht?), aber bei Ausbildungsvergütungen von 200 bis 300 € ist man jenseits von Gut und Böse. Und das ist ja dann noch nicht mal das Ende der Geschichte: Besagtes MV hat eine Niedriglohnquote unter den U25er, die einfach nur abartig ist. Ich las was von 45 %, die Linke sprach - ggf. bezüglich des Gastro-Gewerbes - jüngst von bis zu 75 %. Ich hab in MV eine Bekannte, die sich momentan tierisch 'n Keks freut, dass sie eine FSJ-Stelle bekommen hat - natürlich nicht in ihrer Stadt, sondern "nebenan", sprich: Jeden Tag mit dem Zug -> Fahrtkosten. Und warum nimmt sie die Stelle: 1. sie will was tun, weil sie 2. die Jahre des Rumsitzens sowas von satt hat. Sie wird jetzt aber weiterhin auf Armutsniveau sein, nur eben arbeitend. Ist zum Bröckeln, ehrlich. Das, was sie leistet, verdient eine überdurchschnittliche Entlohnung, denn das ist nicht 08/15, sondern wirklich gute Arbeit.

Mario Nette
 

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Gesagt getan.

Wer Bezieher von Sozialleistungen ist, gibt seine freie Handlungsentscheidung gleich an der Türe zur ARGE ab.

Nur mit Genehmigung der ARGE darf das Kind ausziehen, es sei denn es ist 25 Jahre alt.

Das Mädel ist aber erst knapp 17 Jahre jung.

Seit wann darf man über sein Kind entscheiden?! *Ironie aus
 

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M. Twain schrieb:

Mein persönliches Fazit:

Ausbeutung pur.
Hier ist nicht mal mehr von Mehraufwandsentschädigung (die ja noch höher ist) die Rede, oder fragwürdigen Tariflöhnen wie bei der Bürgerarbeit, sondern nur noch von einem Taschengeld.
Der Staat spart die Besoldung der Zivis ein, und versucht nun übers BFD die vakanten Plätze mit Freiwilligen zu besetzen, natürlich auch mit AlgII-Beziehern, die dann sicherlich wie auch die Ein-Euro-Jobber, Bürgerarbeiter, Maßnahmeteilnehmer, AU-Geschriebenen und andere Statistikbereinigte aus besagter Statstik herausfallen.
Allen voran die U25er, die angesichts knapper Lehrstellen jetzt die Leerstellen im Sozialbereich der Kommunen ausfüllen sollen, um so zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit beizutragen. Deshalb wird ihnen ja auch die Teilnahme am BFD so generös ohne besondere Zustimmung ihrer pAp-Nase gestattet.
Zitat:
Die Abgeltung für Unterkunft und Verpflegung muss hingegen vollständig als eigenes Einkommen des Mitglieds der Bedarfsgemeinschaft gewertet werden. Die Hartz IV Leistung, das Sozialgeld, wird ja gerade hierfür (Unterkunft, Verpflegung) gezahlt.
Ein weiterer Schritt zum allumfassenden Workfare.
Im wahrsten Sinne für ein Taschengeld arbeitet man das AlgII regelrecht ab.
Da bereits für Unterkunft und Verpflegung gezahlt wird, hat man seinen Anspruch verwirkt, für seine A r b e i t s l e i s t u n g bezahlt zu werden. :icon_neutral:
Man(n) muss sich auf der Zunge zergehen lassen, dass 400€-Jobber sich besser gestellt sind, als ein Kind auf dem Weg in einen Lehrberuf.

Ich betone an dieser Stelle ausdrücklich, die Pflegeschulen verwiesen auf praktische Erfahrungen und Alter (zu jung) und baten um eine Neubewerbung für das darauf folgende Jahr.

Arbeit wird bestraft ganz klar.
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Gesagt getan.

Wer Bezieher von Sozialleistungen ist, gibt seine freie Handlungsentscheidung gleich an der Türe zur ARGE ab.

Nur mit Genehmigung der ARGE darf das Kind ausziehen, es sei denn es ist 25 Jahre alt.

Das Mädel ist aber erst knapp 17 Jahre jung.

Seit wann darf man über sein Kind entscheiden?! *Ironie aus
Natürlich darf man mit U25 ausziehen, wenn man sich dann auch selbst finanzieren kann. Wenn man ein FSJ mit vom Träger zur Verfügung gestellter Unterkunft antritt, ist dies der Fall. Das Kind benötigt dann kein H4 mehr und die ARGE darf fein die Klappe halten.


Was die Ausbeutung betrifft - je nach Einsatzstelle ist ein FSJ / BFD ohnehin schon Ausbeutung. Der Lohn ist nicht der tollste (aber, wie gesagt, ich hatte damals freie Unterkunft inkl. Nebenkosten plus fast 300€ Verpflegungsgeld plus 130€ Taschengeld plus 150€ Kindergeld, nach der Schule ist das erstmal ne Menge) und arbeiten darf man wie die Kollegen auch.

Allerdings hat das FSJ (ich weiß jetzt nicht genau was sich da zum BFD ändert, ich kenne nur das FSJ) auch Vorteile: Abgesehen von der Berufserfahrung kann man das erste Mal auf eigenen Füßen stehen, aber trotzdem noch in enem geschützterem Umfeld.
Die Unterkunft wird gestellt, man muss sich nicht mit Wohnungssuche, Mietvertrag, Nebenkostenabrechnungen usw. herumschlagen. Keine Steuererklärungen. Der Träger hilft beim Abschluss der KV. Man hat Ansprechpartner beim Träger und in der Einsatzstelle, die auch bei Problemen abseits der Arbeit helfen. Es gibt Seminare mit anderen FSJ'lern. Man ist fast unkündbar.

So schlecht finde ich das Konzept nicht, da hier einfach ein paar Stolpersteine genommen werden, über die junge Menschen beim Schritt in die Selbstständigkeit oft fallen. Und gerade wenn man beruflich in den sozialen Bereich will, kann man so Berufserfahrung sammeln bzw. herausfinden, ob man das wirklich will. Immer noch besser als unbezahlte Praktika im Rahmen irgendwelcher Maßnahmen.
 

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Natürlich darf man mit U25 ausziehen, wenn man sich dann auch selbst finanzieren kann. Wenn man ein FSJ mit vom Träger zur Verfügung gestellter Unterkunft antritt, ist dies der Fall. Das Kind benötigt dann kein H4 mehr und die ARGE darf fein die Klappe halten.


Was die Ausbeutung betrifft - je nach Einsatzstelle ist ein FSJ / BFD ohnehin schon Ausbeutung. Der Lohn ist nicht der tollste (aber, wie gesagt, ich hatte damals freie Unterkunft inkl. Nebenkosten plus fast 300€ Verpflegungsgeld plus 130€ Taschengeld plus 150€ Kindergeld, nach der Schule ist das erstmal ne Menge) und arbeiten darf man wie die Kollegen auch.

Allerdings hat das FSJ (ich weiß jetzt nicht genau was sich da zum BFD ändert, ich kenne nur das FSJ) auch Vorteile: Abgesehen von der Berufserfahrung kann man das erste Mal auf eigenen Füßen stehen, aber trotzdem noch in enem geschützterem Umfeld.
Die Unterkunft wird gestellt, man muss sich nicht mit Wohnungssuche, Mietvertrag, Nebenkostenabrechnungen usw. herumschlagen. Keine Steuererklärungen. Der Träger hilft beim Abschluss der KV. Man hat Ansprechpartner beim Träger und in der Einsatzstelle, die auch bei Problemen abseits der Arbeit helfen. Es gibt Seminare mit anderen FSJ'lern. Man ist fast unkündbar.

So schlecht finde ich das Konzept nicht, da hier einfach ein paar Stolpersteine genommen werden, über die junge Menschen beim Schritt in die Selbstständigkeit oft fallen. Und gerade wenn man beruflich in den sozialen Bereich will, kann man so Berufserfahrung sammeln bzw. herausfinden, ob man das wirklich will. Immer noch besser als unbezahlte Praktika im Rahmen irgendwelcher Maßnahmen.
Ich gebe Dir in Bezug der praktischen Erfahrung und die daraus vlt. anschließende Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpfleger mit einer Empfehlung durchaus recht.

Aber:

Der Träger ist das DRK (Deusche Rote Kreuz) welches für die FSJler keine Unterkunft bereit stellt. Hatte diesbezüglich bereits angefragt.

Das Einkommen setzt sich zusammen wie folgt:
Taschengeld 97,15 €,
Geldleistung für die Verpflegung und nicht gestellte Unterkunft 199,40 €

macht zusammen 296,55 €

Hinzu kommen dann noch Kindergeld 184,00 € = 480,55 € gesamt.

Davon kann man soweit ich das beurteilen kann keine kleine Wohnung oder möbl. Zimmer nehmen. Bleibt noch etwaiges Wohngeld, was man ggf. bewilligt bekommt.
 

Erolena

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= 480,55 € gesamt.

Davon kann man soweit ich das beurteilen kann keine kleine Wohnung oder möbl. Zimmer nehmen. Bleibt noch etwaiges Wohngeld, was man ggf. bewilligt bekommt
Das ist vom Ort abhängig. Hier gibt es WG-Zimmer für 130-200, in Hamburg eher 300-400.

Jetzt wäre ein günstiger Zeitpunkt für die Suche.
https://www.studenten-wg.de
studentenseite.de > Schwarzes Brett > Wohnungsmarkt

Und wegen 400 Euro-Job: Meine Tochter arbeitet neben dem Studium in einem Altenheim. Das macht ihr Spaß. Aber sie hat den Job nur bekommen, weil sie eine passende Ausbildung hat.
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Das ist wenig - da hab ich ja selbst für die Verpflegung schon mehr bekommen... Und wenn ihr einen anderen Träger sucht?

Es gab zumindest zu meiner Zeit genügend Träger, die Stellen mit Unterkunft angeboten haben.

Kommt natürlich auch drauf an, wo ihr wohnt und wie weit die Tochter bereit wäre von Zuhause wegzuziehen, aber Altenheime gibts ja wie Sand am Meer, jedes hat FSJ'ler und es gibt x verschiedene Träger.
 

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Das ist wenig - da hab ich ja selbst für die Verpflegung schon mehr bekommen... Und wenn ihr einen anderen Träger sucht?

Es gab zumindest zu meiner Zeit genügend Träger, die Stellen mit Unterkunft angeboten haben.

Kommt natürlich auch drauf an, wo ihr wohnt und wie weit die Tochter bereit wäre von Zuhause wegzuziehen, aber Altenheime gibts ja wie Sand am Meer, jedes hat FSJ'ler und es gibt x verschiedene Träger.
Dafür ist es jetzt leider zu spät.

Wir wohnen in einer Großstadt, ein Umzug kommt für das Kind nicht in Frage, ist ohnehin eh noch zu jung.
 

Ironie des Schicksals

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Wir haben jetzt hier, mit dem neuen Änderungsbescheid, eine drastische Versorgungslücke, die erst am Ende des Monats, wenn alle festen Kosten schon gezahlt werden sollten, ausgeglichen ist.

Ich rede hier von rund 600€. Das Geld für das FSJ kommt aber erst zum Monatsende.

Hatte versucht einen Nottermin zu erwirken, zwecks Darlehn, wurde aber am Empfang abgewürgt. Ein paar Zeilen vom Empfangshund sollen das Problem jetzt beheben, wobei ich noch nicht mal die Gelegenheit hatte, zu sagen, wie groß die Lücke jetzt ist.

Was geschieht hier?? Was kann ich jetzt noch tun??
 
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