Früherer Ladenschluss gefordert - Jobs, aber kein Auskommen (1 Betrachter)

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Kaleika

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Früherer Ladenschluss gefordert
Jobs, aber kein Auskommen
Im Einzelhandel gibt es nur noch wenige existenzsichernde Stellen. Der DGB fordert deshalb eine Begrenzung der Ladenschlusszeiten.

BREMEN taz | Rund um die Uhr Einkaufen und dadurch Arbeitsstellen im Einzelhandel generieren: Als im Jahr 2006 das Ladenschlussgesetz gekippt wurde und die Länder fortan selbst über ihre Geschäftsöffnungszeiten entscheiden konnten, war der Optimismus groß. Fast alle Bundesländer beschlossen, dem Einzelhandel freie Hand zu gewähren – auch Bremen.
Die Prognosen haben sich freilich nur auf den ersten Blick bewahrheitet, das hat die Arbeitnehmerkammer schon vor Jahren moniert. Nun fordern sie und der DGB erneut eine Begrenzung der bremischen Ladenöffnungszeiten.
(...)
Früherer Ladenschluss gefordert: Jobs, aber kein Auskommen - taz.de
 

Zeitkind

Super-Moderation
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Das Thema Ladenschlusszeiten, sagt auf taz-Anfrage der Sprecher des Senators für Arbeit und Wirtschaft, sei Sache der Gesundheitsbehörde.
:icon_lol: Dümmer geht´s nimmer.
Naja, bis 20 Uhr sind Öffnungszeiten ja gerade noch sinnvoll, zumindest innerstädtisch.
Alles darüber ist sinnfreie Arbeit und dient nur der Gier.
Am Grundproblem, die Arbeit richtig zu verteilen und zu entlohnen, wird eine Kürzung von Öffnungszeiten nichts ändern.
Davon abgesehen kommt der DGB gegen die Handelslobby nicht an. Da geht es um zuviel Geld.
Früher haben wir Witze darüber gemacht, daß die Menschen in den USA nur mit vielen, kleinen Jobs überleben können.
 

iSlave

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Die sollen lieber die Zwangsvermittlung statt der Ladenschlusszeiten begrenzen. Dann wird es auch mehr bezahlte Vollzeit Stellen geben.
 

flandry

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:i ...Früher haben wir Witze darüber gemacht, daß die Menschen in den USA nur mit vielen, kleinen Jobs überleben können.
Schon zu Zeiten als hier so etwas wie "Vollbeschäftigung" herrschte gab es Berichte aus Italien, nach denen die Leute 2 oder 3 Jobs hatten, um zu überleben.
Hierzulande habe ich den Eindruck, dass die Steuer- und Sozialgesetzgebung mit ihren Unmengen an Vorschriften, Anmeldungen, Abmeldungen, Statistiken viele dieser Zweitjobs vernichtet.
Das Pikante: Die Gesetzgebung soll ein menschenwürdiges Leben fördern. :wink:
 
E

ExitUser

Gast
Interessanterweise haben sich kurz nach der Liberalisierung der Ladenschlußzeiten in Hessen viele Einzelhändler erstmal ihre Verkaufsstatistiken angeschaut und dann eine Stunde früher zugemacht als vorher. :icon_hihi:

Nur die Lebensmittelketten machten da eine Ausnahme. Da sie sich am Preis kaum noch unterbieten konnten, zogen sie eben die Öffnungszeiten in die Länge.
Seltsamerweise ist das gerade die Branche, bei der dem Erzengel die Monopolisierung immer noch nicht weit genug fortgeschritten ist. Der wird nicht eher Ruhe geben, bis sich bundesweit nur noch zwei Spieler gegenüberstehen. In der DDR reichte das ja auch: Da gab es die HO https://de.wikipedia.org/wiki/Handelsorganisation und die Konsumgenossenschaften https://de.wikipedia.org/wiki/Konsum_(Handelskette)
Und da will Siggi wieder hin. Mit dem Blick auf die Arbeitnehmerrechte, versteht sich.
 
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