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Fristlose Kündigung

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Nicht offen für weitere Antworten.

Acxx

Elo-User/in
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#1
Schönen guten Tag,

es geht um ein Problem in der Arbeitswelt.

Person A ist seit 3Monaten bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, und hat letzte Woche einen tag unentschuldigt gefehlt(auch nicht angerufen) dafür kassierte Person A zurecht eine Abmahnung. Gestern hatte die PErson Schmerzen im Handgelenk was auf einen Sehnenscheidenentzündung hideutete, Person A hatte Spätschicht und kühlte die Hand in der Hoffnung noch pünktlich zur Spätschicht zu kommen. Da die Schmerzen allerdings nicht besser wurden, verständigte Person A die Firma gegen 12:00 Uhr das er nicht zur Arbeit erschienen kann. Die Person rief dann auch beim Arzt an welcher aber schon geschlossen hatte. Am heutigen Morgen rief Person A bei der Firma und sagte das er immer noch Schmerzen hat und zum Arzt geht. Die Person ging gegen 11 Uhr zum Arzt und wurde dort bis Samstag krank geschrieben. Gegen 15:45 teilte die Person der Firma mit das sie bis Samstag krank geschrieben sei, worauf die Firma antwortete das die fristlose Kündigung raus ist.
Krankmeldung wurde heute verschickt.
Meiner Meinung nach ist das ungerechtfertigt, da die Person sich jeweils vor Arbeitsbeginn gemeldet hat.

Welche Möglichkeiten hat die Person nun?
Wird das Arbeitslosengeld gesperrt?
Lohnt sich der Weg zum Arbeitsgerichtz?

Was kann die Person tun?

Vielen Dank für ihre Mühe.

Gruß
 

Kerstin_K

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#2
DIe fristlose Kündigung müßte ja begründet werden. Wäre interessant, den Grund zu kennen.

Dann wäre es auch hilfreich, mal in den Arbeitsvertrag zu schauen. In der Regel ist es üblich, dass die AU dem Arbeitgeber am dritten Fehltag vorliegen muß. da kann aber auch etwas anderes stehen, z. B. am ersten Tag.
 

a f a

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#3
In der Probezeit, ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses, von einem Tag auf den andern möglich. Sperre ist Ermessenssache des Arbeitsamtes
(bei Sperre Widerspruch) und der Weg zum Arbeitsgericht lohnt in dem Fall nicht.

Gruss
Norbert

alles für alle
 

Kerstin_K

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#4
EIne Sperrzeit halte ich nicht für reine Ermessenssache des Arbeitsamtes. Wenn man sich gegen eine ungerechtfertigte verhaltensbedingte Kündigung nicht wehrt, wird für das AA der verdacht naheliegen, dass die Kündigung mutwillig herbeigeführt wurde. Wird die fristlose Kündigung in eine fristgerechte gewandelt, weil das vertrauensverhältnis zerstört ist, wird man eine Sperrzeit wohl eher abwehren können. Dann hätte sich der Weg zum Gericht gelohnt.

Wenn die fristlose Kündigung nicht gerechtfertigt ist, wird sie ja nicht zwingend durch eine fristgerechte ersetzt.

Die Kündigungsfrist in der Probezeit kann auch zum Beispiel 14 Tage betragen, auch hier müßte man wieder in den Arbeitsvertrag schauen.

Auch wäre zu klären, ob sich der Betroffene noch in der Probezeit befand. Üblich sind 6 Monate, aber das kann im Arbeitsvertrag auch anders vereinbart sein.
 

Borgi

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#5
Wer für einen Sklaventreiber arbeitet darf sich nicht wundern, wenn er wie ein Sklave behandelt wird.
Person A soll sich auf jeden fall erst einmal beim Arbeitsamt arbeitslos melden. Wenn der Sachbearbeiter fragt wie die Kündigung zustande kam, dann nichts anderes sagen als "Es war eine einseitige Willenserklärung von seiten des Arbeitgebers". Das sollte vorerst ausreichen. Erst wenn das Arbeitsamt danach Schwierigkeiten macht, kann mit allen Kanonen gefeuert werden. Hiebei bitte auch das Feuer auf die ZAF nicht vergessen, da sie ja der Verursacher ist. Eine fristlose Kündigung - und schon gar nicht durch eine ZAF - führt nicht automatisch zur Sperre.

Person A hätte bis in alle Ewigkeit einen Grund jegliche Arbeitsangebote von ZAF (im Vorstellungsgespräch) abzulehnen. Immerhin ist Person A durch Leiharbeit schon einmal Existenzangst und finanzieller schaden entstanden.
Person A soll schon jetzt erst einmal den gesamten Vorgang schriftlich niederlegen. Alles aufschreiben, wie es aus seiner Sicht gewesen ist. Das kann dan später als Anlage zum Widerspruch verwendet werden.
 

Musterfrau

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#6
Ups, sollte man nicht schnellstens seinen NAMEN unter´m Grußwort löschen?

Abgesehen davon, daß es doch ein relativ anonymes Forum ist, liest der Feind doch offenbar gleich mit...
 
E

ExitUser

Gast
#7
hier muß man gemäß der Vorgeschichte unterscheiden

Hallo renek85,

Schönen guten Tag,
es geht um ein Problem in der Arbeitswelt.
Person A ist seit 3Monaten bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, und hat letzte Woche einen tag unentschuldigt gefehlt(auch nicht angerufen) dafür kassierte Person A zurecht eine Abmahnung. Gestern hatte die PErson Schmerzen im Handgelenk was auf einen Sehnenscheidenentzündung hideutete, Person A hatte Spätschicht und kühlte die Hand in der Hoffnung noch pünktlich zur Spätschicht zu kommen. Da die Schmerzen allerdings nicht besser wurden, verständigte Person A die Firma gegen 12:00 Uhr das er nicht zur Arbeit erschienen kann. Die Person rief dann auch beim Arzt an welcher aber schon geschlossen hatte. Am heutigen Morgen rief Person A bei der Firma und sagte das er immer noch Schmerzen hat und zum Arzt geht. Die Person ging gegen 11 Uhr zum Arzt und wurde dort bis Samstag krank geschrieben. Gegen 15:45 teilte die Person der Firma mit das sie bis Samstag krank geschrieben sei, worauf die Firma antwortete das die fristlose Kündigung raus ist.
Krankmeldung wurde heute verschickt.
Meiner Meinung nach ist das ungerechtfertigt, da die Person sich jeweils vor Arbeitsbeginn gemeldet hat.

Welche Möglichkeiten hat die Person nun?
Wird das Arbeitslosengeld gesperrt?
Lohnt sich der Weg zum Arbeitsgerichtz?
Was kann die Person tun?
Vielen Dank für ihre Mühe.
Gruß Rene

... falls du als Hartzopfer in die ZAF vermittelst wurdest (also ALG2 beziehst), dann wäre das Sozialgericht zuständig.
Andernfalls, falls du ein Werktätiger warst, dann ist das Arbeitsgericht für die Kündigung zuständig.

Arbeitslosengeld (ALG1) kann nur gesperrt werden, wenn du die Kündigung zu verantworten hast. Entweder selbst gekündigt oder aus einem schwerwiegenden Grund entlassen. Letzteres müßte dann aber in der Kündigung genannt werden! Falls nicht, dann liegt eine Willensentscheidung vor die der (ex-)Arbeitgeber zu verantworten hat. Dann stände dir ALG1 zu. Stände, sofern du 15 (?) Monate in den letzten 36 (?) Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt warst. (Die genauen aktuellen Zahlen kenne ich leider nicht mehr, aber derlei steht im Antrag vom Arbeitsamt drin.)
Innerhalb der Probezeit kann der Arbeitgeber jederzeit eine grundlose Kündigung aussprechen. Insofern hast du keine Möglichkeit gerichtlich gegen die Kündigung vorzugehen.
 

waldau

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#8
In der Probezeit, ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses, von einem Tag auf den andern möglich. Sperre ist Ermessenssache des Arbeitsamtes
(bei Sperre Widerspruch) und der Weg zum Arbeitsgericht lohnt in dem Fall nicht.

Gruss
Norbert

alles für alle
... alle 3 Antworten FALSCH !!

>> wenn noch in der Probezeit = gesetzliche Kündigungsfrist 14 Tage (ordentliche Kündigung) - ohne Angaben von Gründen

>> bei einer gerechtfertigten fristlosen Kündigung gibt es zu 99 % eine Sanktion

>> der Weg zum Arbeitsgericht (Kündigungsschutzklage innerhalb von 3 Wochen) ist wegen AA/Arge zwingend nötig (Sanktion) und/auch bei einer fristlosen Kündigung !!
Auch wenn noch in der Probezeit muß hier eine Kündigungsschutzklage eingereicht werden !!

.....................

Also ab zum Anwalt (hoffentlich Gewerkschaftsmitglied oder Rechtsschutzversicherung).....
 

Kerstin_K

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#9
... alle 3 Antworten FALSCH !!

>> wenn noch in der Probezeit = gesetzliche Kündigungsfrist 14 Tage (ordentliche Kündigung) - ohne Angaben von Gründen

>> bei einer gerechtfertigten fristlosen Kündigung gibt es zu 99 % eine Sanktion

>> der Weg zum Arbeitsgericht (Kündigungsschutzklage innerhalb von 3 Wochen) ist wegen AA/Arge zwingend nötig (Sanktion) und/auch bei einer fristlosen Kündigung !!
Auch wenn noch in der Probezeit muß hier eine Kündigungsschutzklage eingereicht werden !!

.....................

Also ab zum Anwalt (hoffentlich Gewerkschaftsmitglied oder Rechtsschutzversicherung).....
Danke Waldau! So sehe ich das auch.
 
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