Fristgerechte Kündigung, AG unterstellt mir vertragswidriges Verhalten, 12 Wochen Sperrzeit, Arbeitsbescheinigung, Stellungnahme geschrieben

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Matze2019

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Liebe Leute, ich brauche dringend Eure Unterstützung da ich am verzweifeln bin (viel Lesestoff, da der Vorfall auch extremst umfangreich ist)

am 19.12.2018 wurde ich überraschenderweise von meinem letzten Arbeitsgeber (ich nennen ihn ER oder IHN) fristgerecht, zum 31.01.2019, gekündigt. Ich war ab dem 07.06.2017 als Lagerist angestellt.
Die Kündigung erreichte mich während ich mich von einem Arbeitsunfall, der gemeldet wurde, erholt habe (angebrochene Rippe). Krankgeschrieben vom 13.12. - 21.12.2018.
Da ich weiß, das die Kündigung ungerechtfertigt war, habe ich mich dann danach zwecks einer Kündigungsschutzklage sofort anwaltlich helfen lassen wollen, wurde dort nur leider schlecht beraten und so ist das ganze nach 3 Wochen im Sande verlaufen. Hat mich ehrlicherweise zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht gestört, da ich 1. froh war dort weg zu sein und 2. ich zu der Zeit noch nicht wusste was auf mich zukommen wird.

Wieso ich froh war dort weg zu sein:
- Frust von Anfang an bei den Lagerleuten.
- Büromitarbeiter bzw. Führungsstab > Lager.
- Kaum bis keine Kommunikation zwischen Büromitarbeiter bzw. Führungsstab und uns Lagerleuten.
- Im Lager von Anfang an Personalmangel und das heftig.
- Die Personalstruktur im Unternehmen änderte sich fast täglich.
- Viele von uns haben oft Führungspositionsarbeiten übernehmen müssen weil keiner zuständig war oder kein Zuständiger angestellt war. Haben demzufolge auch den Ärger kassiert wenn was nicht gepasst hat.
- Ständiges Gefühl als Marionette benutzt zu werden.
- Willkürliche Lohnzahlungen (neuer ungelernter MA verdient mehr als ein schon 4 Jahre dort tätiger gelernter MA).
- ständig Überstunden (zwischen Anfang August 2018 und Ende September 2018 habe ich über 40 Überstunden gemacht, nur als Beispiel)
- Unternehmen verstieß quasi täglich gegen Gesundheitsvorschriften bzw. Fürsorge- und Sorgfaltspflichten. Hier weiß ich, das es sich bis heute nicht geändert hat.
- Es passierten verhältnismäßig viele Arbeitsunfälle.
- Mitarbeiter kamen fast ständig krank zur Arbeit. Ich war in meiner Zeit kaum wirklich gesund.
- Es wurden Kundenaufträge angenommen ohne vorher zu prüfen ob genug Mitarbeiter vorhanden sind um die Masse zu stemmen oder sogar die Materialien vorhanden sind. So haben wir nach Feierabend sehr oft noch auf Ware warten müssen, die wir dann verpacken und verschicken mussten.
(Bei Kununu kann man über den AG noch viel mehr unfeines lesen)

Antrag wurde alles zeitlich beantragt.
Nun ist mein Arbeitslosengeld 1-Antrag schon seit über 3 Wochen am schweben weil ER die Arbeitsbescheinigung dafür genutzt hat mein Leben zu verunglimpfen indem ER Unwahrheiten in eben diese schrieb (er teilte darin mit das ich mich vertragswidrig verhalten haben soll - eine Unterstellung). Sperrzeit von 12 Wochen!
Ich wurde allerdings am 24.08.2018 einmal abgemahnt weil ich 4 Tage im Monat Juli unentschuldigt ferngeblieben bin ohne einen Arzt aufzusuchen. Ich habe mich allerdings an allen Tagen bei meinem damalig für mich zuständigen Mitarbeiter im Lager gemeldet (nur ein Mitarbeiter dem die Verantwortung zugesteckt wurde).
Ab da an gabs keine Beanstandungen mehr zu vermelden.

Diese Verzögerung hat zur Folge das ich jetzt, auch wenn ich mir nichts vorzuwerfen habe, nun schon den kompletten März bankrott bin und keinerlei Rechnungen bezahlt habe und ehrlicherweise am verzweifeln bin, da ich leider auch - auch auf Grund von IHM -, an schweren Depressionen leide und obendrein bin ich seit ein paar Jahren in der Privatinsolvenz, was diese Ganze Misere noch unerträglicher macht.

Die Ansage das ich beim JobCenter Hartz4 beantragen soll hat sein übriges dazu beigetragen, was dazu führte das ich am Dienstag fast 4 Stunden eben dort in der Schlange stand und saß um mir eben das Geld zur Überweisung meiner Miete und zum Erwerb von Lebensmitteln zu organisieren.
Da mir das zu viel war habe ich diesen schrecklichen Ort dann wieder verlassen ohne mir anhören zu müssen das ich eh noch auf das Geld warten muss, was wohl sehr wahrscheinlich passiert wäre. Den Hartz-Antrag habe ich nun ebenfalls fertiggestellt und wollte gestern diesen abgegen und drückte mir eine Wartenummer zur "Abgabe von Unterlagen" und war sogar der Erste (dauerte aber trotzdem über 30 min.).
Als ich der Dame dort meine derzeitige Situation erklären wollte sagte sie nur "nope, nur abgeben und nicht reden". Seltsam, dachte dafür gibt es die Briefkästen. Die neue Wartenummer hätte mir eine Wartezeit von mindestens 2 Stunden eingebracht und bin mit gesenktem Kopf wieder geflohen. Fühlte mich auch echt beschissen wenn man sieht das einige sich mehrere Wartenummern ziehen und mit Dreistigkeit alles bekommen.

Nun mussten beide Parteien eine Stellungnahme abgeben was ich auch zum 28.02.19 tat. Diese habe ich sehr detailliert und umfangreich gestaltet und sie war gleichzeitig auch ein Widerspruch (zumindest der Text liest sich so).
Im Schreiben von der AfA stand außerdem das meine Stellungnahme/Widerspruch höchstwahrscheinlich noch vom Ex-Arbeitgeber zur Durchsicht geschickt wird.
Mir wurde zu diesem Zeitpunkt klar, das ER mich nur raus haben wollte weil ich mich irgendwann nur noch aufgeregt habe über die ganzen Machenschaften (und so ist es auch perfekt betitelt).
Habe mich auch mehrmals mit meinem Vorarbeiter angelegt da er mich während einer Krankheitsphase am Telefon einen Lügner genannt hat - ich also nicht krank bin, sondern nur keinen Bock habe auf den Chaos auf der Arbeitsstätte. Er behauptete außerdem das alle meinen Kollegen das gleiche denken, ich sei also ein Kollegenschwein was natürlich nicht stimmte - das war nur seine Meinung.

Ich bin fassungslos wie viel Macht ein ehemaliger Arbeitgeber auf das Leben eines Ex-Mitarbeiters hat indem ER Lügen erzählt nur um sich selbst als den Gott darzustellen, wie ER sich auch schon während meiner Zeit dort präsentierte. Arbeitsschutzrechtliche Verfehlungen ohne Ende. Sorgfaltspflicht gegenüber der Mitarbeiter wurde mit Füssen getreten und schwerst verletzt, im wahrsten Sinne des Wortes.

In dem Widerspruch habe ich all das hier auch reingeschrieben.

Jemand riet mir die Firma wegen Verleumdung und/oder Nötigung zu verklagen.

Was würdet Ihr jetzt tun?
Ich habe überlegt meine Stellungnahme nochmal auszudrucken, WIDERSPRUCH oben drüber zu schreiben und zum Anwalt zu gehen. Sinnvoll?

Lieben Dank im Voraus und allen ein feines Wochenende

PS:
Die Firma hat keinen Betriebsrat und es sind mehr als 120 Leute angestellt - noch heute.
 
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Warum ist noch keiner auf die idee gekommen,damal die BG vorbeizuschicken? Schon bei zahlreichen Arbeitsunfällen müssen die doch hellhörig werden.
 

Couchhartzer

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Jemand riet mir die Firma wegen Verleumdung und/oder Nötigung zu verklagen.
Und wenn du es beweisen kannst, dass es Unwahrheiten sind, dann macht das auch Sinn.
Allerdings verklagt man dann nicht, sondern macht deswegen eine Strafanzeige gegen die Firma, wegen Verdacht der Verleumdung / üblen Nachrede mittels Falschbeurkundung gegenüber einer Behörde aus persönlichen Gründen, um dir damit vorsätzlich weiter zu schaden. ;)
 

Matze2019

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Strafanzeige gegen die Firma, wegen Verdacht der Verleumdung / üblen Nachrede mittels Falschbeurkundung
Das werde ich dann jetzt in Angriff nehmen.

Warum ist noch keiner auf die idee gekommen,damal die BG vorbeizuschicken? Schon bei zahlreichen Arbeitsunfällen müssen die doch hellhörig werden.
Ich war mal kurz davor die zu benachrichtigen. Außerdem wollte ich auch, weil wir mit Lebensmitteln hantierten, das Gesundheitsamt bequatschen - aber da war es dann schon zu spät.

THX you two ^^
 
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