Frist Widerspruch zur Entbindung von der Schweigepflicht /Psycholog. Untersuchung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Annkathrin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Januar 2013
Beiträge
162
Bewertungen
45
Kann mir jemand sagen, ob es eine Frist gibt in der man Widerspruch zur Entbindung von der Schweigepflicht einlegen kann?

In meinem Fall hätte ich gerne davon Gebrauch gemacht bevor der Bericht des Psychologen (der gegen die Absprache mit dem Maßnahmeträger BfZ-Essen) an die Rentenversicherung rausgegangen ist. Schon während der Maßnahme kam mir der Psychologe alles andere als Professionell, Vertrauenswürdig und Fähig vor. Wie sich nach der Einsichtnahme in den 1. Bericht waren die Zweifel durchaus berechtigt. Der 2.te Bericht ging nun ohne (gegen die Absprache verstoßend) meine Einsichtnahme an den Kostenträger/Auftraggeber DRV ( Deutsche Rentenversicherung) raus.
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
12.622
Bewertungen
15.902
Ich schubse das mal hoch - denn mir scheint das aufgrund der vielen Ärgernisse und Datenschlampereien doch wichtig.

Ich persönlich meine mal, dass man von einer gegebenen Schweigepflichtsentbindung JEDERZEIT auch wieder Abstand nehmen kann,
man kann sie sogar meines Wissens zeitlich begrenzt abgeben.

Gut wäre mal eine klarere Schilderung, worum es geht ...
wer wann was wohin und wieso? :biggrin:
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
12.622
Bewertungen
15.902
*schluck* ich hab mal gewühlt, ob es von dir schon Beiträge gibt, die sich auf dein Problem beziehen.
Irgendwie scheint das untergegangen hier in der Menge - aber ich finde es HÖCHST interessant wie auch sehr prekär und bin der Meinung, das darf SO nicht hingenommen werden.

Daher für diejenigen, die sich mal einlesen sollen der Link zu @Annkathrins Thema: https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/104765-merkwuerdige-ablaeufe-massnahme.html

Info zum Inhalt des Seminars: https://www.bfz-essen.de/beratung-service/Profil/profil-basis.pdf

Bist du Rehabilitant oder warum warst du dort?
Wurdest du vorher ausreichend informiert darüber, dass u.U. arbeitsmedizinisches Gutachten gemacht wird ... und dann auch der DRV eine Rückmeldung gegeben wird?

Wie ist denn die Qualifikation des "Begutachtenden"???

Die Umstände, wie das zustande gekommen ist und hier anscheinend falsche Inhalte weiter gegeben wurden, würde ICH massivst anprangern! Notfalls mit Androhung von Strafverfolgung.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.550
Bewertungen
1.965
Ich bin auch mal vom Amt zu einem angeblichen Psychologen geschickt worden, der keiner war. Es ging um ein Coaching und das kann jeder machen.
Aber es ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, wenn so einer ein Bericht an die RV sendet.
Eine Einwilligung kann immer und jederzeit widerrufen werden.
 

Annkathrin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Januar 2013
Beiträge
162
Bewertungen
45
Hallo gila,
vielen Dank für deinen Kommentar.( Ich habe ihn erst eben entdeckt)

Ich habe heute einen Termin bei der Rehaberaterin und bin mal gespannt wie der zweite Bericht (den ich ja vor!!! Sendung an die Rentenversicherung einsehen sollte, dies aber nicht geschehen ist)ausgefallen ist. Sollte der erneut vor Unwahrheiten strotzen würde ich das hier nochmals reinsetzen und um weitere konkretere Tipps, wie damit dann adäquat umzugehen ist bitten. Aber ansich ist die Sache schon skandalös!!!
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.799
Bewertungen
5.418
auf jeden fall solltest du sofort, ohne überhaupt zu warten, eine Gegendarstellung an die DRV senden und den Maßnahmeträger informieren, dass du deine Schweigepflichtentbindungen mit sofortiger Wirkung..11.03 Uhr..aufhebst..
ab sofort keinerlei Weiterleitung deiner Sozialdaten an irgendjemanden..schon gar nicht falsche Daten an die DRV..

es ist nicht zu fassen...

die Abschlußnote von dem Psychologen möchte ich mir mal ansehen..
 

Annkathrin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Januar 2013
Beiträge
162
Bewertungen
45
Dieser Psychologe ist laut eigenen Aussagen lange im Verkehrsbereich tätig gewesen. MPU /irgendsoein Institut wo man hingeht um sich darauf vorzubereiten... Auf jeden Fall machte der keinen professionellen Eindruck (wer mit Fäkalsprache nur so um sich schmeißt, nicht zuhört und in Abschlußberichten Dinge schreibt die definitiv nicht stimmen, Probanden die Worte im Munde verdreht, mit Kritik nicht umgehen kann und derartige Maßnahmen erst das 2.te Mal abhält, Aussagen über Testungen macht die nicht!!! statgefunden haben, Gespräche völlig grundlos und aus dem Stand heraus abbricht, etc.) ist m.E. absolut ungeeignet diese verantwortungsvolle Tätigkeit auszuüben.
Da der Abschlußberichts ( gegen die Zusage des Vorgesetzten dieses PsychoLOGEN) an den Rentenversicherungsträger rausgegangen ist, ist es nun zu spät für den Widerruf von der Entbindung der Schweigepflicht. Das Kind ist nun in den Brunnen gefallen und heute Nachmittag "darf" ich dann den 2.ten Bericht im Beisein der Rehaberaterin einsehen.....
 

Annkathrin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Januar 2013
Beiträge
162
Bewertungen
45
Hallo gila,
vielen Dank für deine "Schützenhilfe" bzgl. der völlig merkwürdigen Maßnahme und der damit für mich verbundenen Unannehmlichkeiten.
Solltes du Interesse an mehr Informationen diesbezgl. haben kannst du mich gerne mal kontaktieren. Mit weiteren Details gehe ich im Forum lieber mal sparsam um, da es gut sein kann , daß ich noch rechtliche Schritte gegen dies PsychoLOGEN einleiten werde.

Grüße
Ak
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
12.622
Bewertungen
15.902
Bin sehr gespannt, was dieses Gespräch heute ergibt.
Ich würde dem Rat von Anna dennoch folgen - und die Schweigepflichtsentbindungen zurück ziehen. Damit ist auch die Weiterleitung von irgendwelchen Daten zu einem späteren Zeitpunkt und an andere unterbunden.
Außerdem wühlt das mal auf :biggrin:

Ich würde dem bfz dies einreichen und auch all die Kritikpunkte, die du hast, der Geschäftsleitung schriftlich zur Kenntnis bringen. Kopie an die BA - die diesen Mist vermittelt. Erwähne ruhig, dass du MOTIVIERT an die Sache heraus gegangen bist - jedoch unter derartigen Umständen ist das inakzeptabel.

Vor allem würde ich versuchen, VERBÜNDETE aufzutreiben. Kann ja nicht sein, dass alle Schafe in der Herde nur tump waren und das kritiklos hinnehmen? :eek:
 

Annkathrin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Januar 2013
Beiträge
162
Bewertungen
45
Hallo gila,
das Gespräch bei der Reha-Beraterin ( die Deutsche Rentenversicherung war der Auftrag/Kostenträger für dieses Gutachten) ergab vorerst folgendes Resultat: Die Reha-Beraterin ist NACH der von mir bereits beschriebenen Maßnahme nun nicht mehr überzeugt, daß eine Umschulung zu befürworten ist.Ihre Aussage vor dieser Maßnahme klang da laut gedacht ganz anders ( An dieser Stelle, schönen Dank auch an den PsychoLOGEN, Herrn R. L.....ky!) Der Bericht der der Reha-Berater vorlag war ebenfalls mit Nichtwahrheiten gespickt. Das führt vorraussichtlich dazu, daß ich bei der Rentenversicherung mit psychichen Einschränkungen gebrandmarkt werde, und die Empfehlung/ den Rat bekam mir doch mal zu überlegen über einen geschützten Rahmen ( 9-Monatige Maßnahme mit Dingen wie EDV-Schulung, Bewerbungstraining, Arbeitserprobung, und 11 wöchigen Praktika, alles Dinge mit denen ich eher Kurse geben könnte, als das ich sie brauche) nachzudenken.
Mir wird übel wenn ich darüber nachdenke wie ich nun dermaßen pathologisiert wurde obwohl es ursprünglich um ein orthopädisches Handicap ging.
Da ich diesen zweiten Bericht nicht ausgehändigt bekam, setze ich nun ein Schreiben an die Rentenversicherung auf mit der Bitte um Zusendung des Berichts.

Herr L: Sie können sich schonmal warm anziehen!
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
12.622
Bewertungen
15.902
:eek: HAMMER! Ich ahnte es, dass die Sache gewaltig stinken wird!

ICH würde dir raten: ANWALT und Auf-die-Plätze-fertig-los!

Als erstes auch mal die generelle Qualifikation des Psycho hinterfragen - ob der überhaupt in der Lage ist, aus einem orthopädischen Befund einen psychologischen zu "stricken". Schließich ist er gewiss kein Mediziner - und "Therapie" hast du bei ihm ja nicht gemacht.

Ich würde hier knallhart diesem Bfz drohen, hier Strafanzeige gegen ihren "Mitarbeiter" zu erstatten, sofern nicht umgehend ein bereinigendes Gespräch stattfindet und deine Einwände Gehör bekommen. Auch mit der örtlichen Presse drohen - das würde denen sicher nicht bekommen :icon_twisted:

Und nochmal: versuche andere Teilnehmer zu kontaktieren, sonst wirst du ganz zackig als einziger "Querulant" hingestellt werden!
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.799
Bewertungen
5.418
Hallo,

mir ist auch gerade eingefallen: wenn du keine Schweigepflichentbindung für den 2. Bericht abgegeben hast, dann ist ja eine "unerlaubte" Sozialdatenweitergabe erfolgt...

darf dann dieser Bericht überhaupt bei der DRV Verwendung finden?

Du hast doch mit dem Maßnahmeleiter vereinbart, dass du den Bericht erst lesen darfst..und dann ggf. darf er weitergeleitet werden...
das hast du doch von dem Maßnahmeleiter sogar noch ein 2. mal gehört, als er meinte, die DRV hätte so gedrängt...
also weiß er doch davon, dass dieses "Gutachten" weitergeleitet wurde, ohne dein Einverständnis...könnte man denn nicht darauf rumreiten?

also den bfdi mit ins Boot holen? ....unerlaubte Weitergabe von Gesundheitsdaten?...????
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
12.622
Bewertungen
15.902
:icon_daumen: gute Idee! Müsste man nun genau wissen, wie die 1. Schweigepflichtsentbindung vom Wortlaut war und viell. gibt es Zeugen, dass du den 2.Bericht VORHER einsehen wolltest?
Manmüsste explizit mal raussuchen können, ob man nicht darauf einen ANSPRUCH hat, dass Daten erst weitergegeben werden, wenn man sie eingesehen hat :icon_kinn:
 

Annkathrin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Januar 2013
Beiträge
162
Bewertungen
45
:icon_daumen: gute Idee! Müsste man nun genau wissen, wie die 1. Schweigepflichtsentbindung vom Wortlaut war und viell. gibt es Zeugen, dass du den 2.Bericht VORHER einsehen wolltest?
Manmüsste explizit mal raussuchen können, ob man nicht darauf einen ANSPRUCH hat, dass Daten erst weitergegeben werden, wenn man sie eingesehen hat :icon_kinn:

Hallo ihr Lieben,
ich kopiere das mal in den letzten Thread von heute rüber.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.550
Bewertungen
1.965
Eine Schweigepflichtentbindungserklärung ist eine einseitige Willenserklärung und die sind grundsätzlich bedingungsfeindlich.
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.614
Bewertungen
2.631
(freiwillige) Schweigepflichtsentbindungserklärung:

Ist das ein VA ?

Nein

Somit auch kein Rechtsbehelf (Widerspruch) möglich (noch nötig).
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.614
Bewertungen
2.631
Entschuldige bitte, aber was soll/ kann mir das jetzt ganz konkret sagen?
Beitrag16:

Eine Schweigepflichtentbindungserklärung ist eine einseitige Willenserklärung und die sind grundsätzlich bedingungsfeindlich.

Der Zusammenhang erschliesst sich mir auch nicht...

Auf eine einseitige Willenserklärung hat man folgenden Einfluss:

ggf. und/oder

1. Unterschreiben

2. Nicht unterschreiben

3. Ergänzen

4. Streichen


.....

eine gesetzliche Regelung im gesamten SGB, die einen verpflichtet eine SE unterschreiben zu müssen, ist mir bis dato nicht bekannt.
 
Oben Unten