frisch arbeitslos, 50 % GdB und Rente ???

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Jumpi2305

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Hallo und erstmal herzlichen Glückwunsch Euch allen hier zu diesem tollen Forum :icon_daumen:,

vorsicht, etwas länger:

es ist für mich im Moment ein sehr langer Strohhalm, da ich fix und alle bin und nicht weiß, wie ich richtig vorgehe und mir qualmt der Kopf und bin gar nicht mehr so aufnahmefähig. Tippe daher mal kurz meine Lage und hoffe, dass hier Erfahrene sind, die evtl. mit meiner Lage Erfahrungen haben - ich wäre wahnsinnig erleichtert:

Ich habe seit 21 Jahren Morbus Crohn und zwar einen von der hartnäckigen Sorte, habe derzeit 50 % GdB und bin seit er festegestellt wurde nie wirklich voll belastbar gewesen. Habe mich aber trotz allem durch Schule, Ausbildung und Jobs gekämpft. Überall glänzte ich durch Fehlen, mir war es einfach nicht anders möglich. Immer wieder Rückschläge, dann eine große OP 1996, wo mir auch 40 cm Darm entnommen wurden, Fisteln und Konglom.-Tumore. Seitdem habe ich immer noch enge Stenosen und bin halt sehr anfällig und verfalle schnell den Schüben. Richtig ausheilen tut es bei mir nicht, dazu nehme ich Immundrückende Medis, um damit etwas handhabe zu haben. Dafür fange ich mir zusätzlich reichlich Atemwegsinfekte und hänge deswegen noch zusätzlich in den Seilen. Ich darf nicht alles nehmen, entweder verträgt es der MC nicht oder die Medikamente wirken gegen etc. Ich bin absolut ratlos und habe mich lange gegen die Krankheit gewehrt, aber habe diese jetzt schon lange angenommen. Im letzten Job hatte ich schon nur eine Teilzeitstelle und wurde dort gekündigt, im Auflösungsvertrag hieß es, nicht einsetzbar aus gesundheitlichen Gründen und auch anderweitig nicht zumutbar einsetzbar - wie nett :confused:.

Da bin ich dann wieder zusammen gebrochen und war fast ein Jahr krankgeschrieben und wurde dann schwanger bzw. dann auch bald Mutter. 3 Jahre habe ich mir dann die Elternzeit genommen und dachte, dann müsste ich ja wieder gewaffnet sein. Aber nein, ich bin immer weiterhin mit dem Darm zu gange und durch die Immunsachen weiter Schwierigkeiten und bin ständig krank, Knochenbeschwerden wegen der Langzeittherapiepien mit kortison und außerdem bei den MC Schüben hat man eben auch Knochenprobleme (Schmerzen) Ich kann einfach nicht mehr. Dachte dann nach der Elternzeit, ok, versuchst du es über die Selbständigkeit. wenn du dann nciht kannst oder nicht vom Örtchen kommst, egal, dann kannst Du ja von zu Hause aus arbeiten. Tja, leider war ich dem auch nciht gewachsen. Reklamationen von Kunden und Druck konnte ich nicht stand halten, somit habe ich es direkt platt gemacht, obwohl ich noch ein paar Monte hätte probieren können.

Jetzt bin ich frisch arbeitlos, war schon so ehrlich und habe max. 20 Stunden pro Woche angegeben. Jetzt muss ich zur Reha Beraterin, was bitte soll ich da sagen ?

Ich wäre schon auf ein wenig Geld im Monat angewiesen und würde mir zur Not auch nen Minijob suchen, aber das schaffe ich leider nicht. Stehe also jetzt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, aber eigentlich weiß ich, dass ich das nicht lange schaffe.

Mein Ziel ist jetzt, ob ich das mit der Rente versuchen soll. Wenn ja, wie geht jetzt die Reihenfolge. Was kann mein Arzt dazu tun, was für Sachen müsste er ausfüllen. Ich werde versuchen all meine Dokumente von den letzten 10-15 Jahren zusammen zu suchen, um die bei einem Antrag mit abgegeben zu können. Eine Reha würde ich im Zweifel zwar machen, aber mit der crohnischen Sache wird das nicht viel besser, zumal ichunter der Trennung meiner Familie sehr leiden würde.

Muss ich mich direkt jetzt beim Arbeitsamt wieder abmelden, krank melden, oder ehrlich sagen, dass ich Rente beantragen möchte ? Ich weiß nicht, ob sie mir zusteht, wenn vielleicht Teilrente ???

Aber im Moment habe ich den Anspruch und möchte ihn nicht verfallen lassen. Zulange kämpfe ich schon mit der Krankheit und möchte weiterhin nicht noch mehr Entzündungsprozesse durchleben. Im Zweifel würde ich auf Geld verzichten, bevor ich wieder ganz runter falle, aber wie gesagt, die Rente wäre ein Versuch.

Kann mir einer sagen, jetzt aktuell Arge, Reha Termin bei der Sachbearbeiterin, da schwerbehindert steht an, was und wie muss ich vorgehen, wer würde einen Antrag stellen, muss ich zu Gutachtern, inwieweit kann ich da was mit einbringen etc.

Sorry, dass es so lang wurde. Aber ich bin echt hin und her und überlege, was richtig ist oder ob ich es einfach lassen soll und die paar Monate Arbeitslosengeld und gut ist. Aber meine Situation wird sich ja nicht wirklich ändern, dafür habe ich das ja schon zu lange

Lieben Dank

Heike
 
E

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Gast
Hallo Heike,

klar kannst Du versuchen, Rente zu beantragen. Ich wurde von der AfA sogar dazu aufgefordert (GdB 60, mehrere chron. Krankheiten). Gebracht hat es allerdings nichts. :icon_evil:

Du kannst den Rentenantrag z.B. in Deiner ortsansässigen DRV-Stelle erledigen oder Dir die Antragspapiere mitgeben lassen. Irgendwann nach Abgabe des Antrags bekommst Du eine Einladung zur ärztl. Begutachtung. Bis dahin solltest Du alle med. Unterlagen, die Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen usw. von Dir haben, anfordern. Ich habe z.B. Krankenhausunterlagen per E-Mail angefordert u. auch bekommen, soweit noch verfügbar.

Spätestens zum Termin beim Arzt der Rentenversicherung wirst Du Deinen Hausarzt u. ggf. Fachärzte ohnehin von der Schweigepflicht entbinden müssen.

Ach so, Deine Krankenkasse hat natürlich auch umfangreiche Unterlagen!

Die ganze Prozedur kann ewig dauern, man muß wirklich Nerven u. Geduld haben.

Leider hab ich daheim keinen Internetanschluss mehr :eek: (sitze im Internetcafe), daher keine sofortigen Antworten möglich.

Vielleicht bekommst Du am Ende auch keine volle Erwerbsminderung, sondern nur eine teilweise. Da steckt man eben nicht drin.

Gruß aus Frankfurt... :icon_smile:
 

Jumpi2305

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oh je, habe ich Euch erschlagen mit dem ganzen Text oder ist es zu spezifisch ? Ich würde mich sehr über weitere Antworten noch freuen.

dankeeeeeeeee

viele Grüße jumpi
 
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