Freundin soll laut EGV monatlich zwei Bewerbungen schreiben, obwohl es für sie (GdB 60) keine passenden Stellen gibt - ist das überhaupt zulässig?

  • Starter*in Gelöschtes Mitglied 65755
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G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Hi!
Meine Freundin soll laut EGV (bitte keine Vorhaltungen, dass sie die unterschrieben hat, sie wusste es nicht besser und dass hilft ihr jetzt auch nicht weiter) jeden Monat zwei Bewerbungen schreiben. Sie hat einen GdB von 60 wegen einer psychischen Erkrankung und ihr wurde von der Reha-Abteilung der AfA gesagt, dass die ihr nicht helfen können und es so einen Arbeitsplatz, wie sie ihn braucht, gar nicht gibt. Jetzt frag ich mich: Wenn die ihr doch schon sagen, dass es so einen Arbeitsplatz gar nicht gibt, wieso soll sie dann jeden Monat zwei Bewerbungen schreiben? Ist sowas überhaupt rechtens?

MfG
Celtic Warrior
 
G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Das übliche "was das JC nicht alles Tolles macht" (nämlich nichts) und dann, dass sie sich im Rahmen der Eigenbemühungen verpflichtet, zwei Bewerbungen pro Monat zu schreiben. Genauer kann ich es jetzt leider nicht sagen, ich hab ihre EGV nicht hier.
 

apfelkuchen

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Bewerbung schreiben heißt noch lange nicht eingeladen werden heißt noch lange nicht die Stelle bekommen. Das erst mal vorweg.
Hat sie die Aussage schriftlich? Bzw. ist das in der tollen "Potentialanalyse" irgendwie festgelegt bzw. ist in der EGV festgelegt, auf welche Art von Stellen sie sich bewerben soll?
 
G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Nein, in der EGV ist nicht festgelegt, auf was für Stellen sie sich bewerben soll.

Dumme Frage vielleicht, aber was ist eine Potentialanalyse? Ich kenn sowas nicht (bin schon länger EM-Rentner) und weiß jetzt auch gar nicht, ob sie sowas hat.
 

apfelkuchen

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Vor dem Abschluss einer EGV muss eigentlich eine Art Profiling gemacht werden, auf welche Stellen man sich bewerben kann und sollte, gemäß der Fähigkeiten. Da sollte auch so ne "Potentialanalyse" gemacht werden. Sprich, bei der Art der Stellen muss auf das, was man kann, eingegangen werden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Aber würde es denn nicht reichen, wenn sie sich auf leidensgerechte Arbeitsstellen (wenn denn mal vorhanden) bewirbt? Warum muss sie sich auf Stellen bewerben, die eh nicht leidensgerecht sind? Das ist doch mal wieder Amtsirrsinn hoch drei. Hauptsache, die können die Leute irgendwie gängeln und unter Druck setzen. Und dann wundern, wenn die Leute auch noch Angststörungen kriegen. :icon_motz:

Da kann man doch echt froh sein, wenn man mit dem JC nix mehr zu tun hat. Wird Zeit, dass der Arzt beim ÄD endlich in Rente geht, damit meine Freundin erneut begutachtet werden kann und dann endlich EM-Rente beantragen kann. Keine Ahnung, wie der überhaupt auf die Idee gekommen ist, dass sie voll erwerbsfähig sei. Naja, sowas kommt halt bei einem Gutachten nach Aktenlage raus. Schöner Mist. :icon_motz:
 
G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Nö, aber leider wird schon im Antrag gefragt, ob man Hartzer ist und ob da schon Gutachten vorliegen. Und wenn die das Gutachten des ÄD sehen, dann ade EM-Rente. Denn laut Gutachten gilt sie als vollschichtig erwerbsfähig; zwar mit Einschränkungen ohne Ende, aber das wird die DRV nicht interessieren, die nehmen doch nur das her, was in ihrem Sinne ist. Und das ist eben leider der Teil mit "vollschichtig erwerbsfähig".
 

Helga40

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Ein GdB sagt ja nunmal gar nichts über die Erwerbsfähigkeit aus. Was genau hat sie denn, dass 2 Bewerbungen (was ja nun nicht gerade viel ist) unzumutbar erscheinen? Erwerbsunfähig ist sie ja anscheinend nicht, sonst wäre sie nicht im SGB II, sondern Rentner, ggf. Arbeitsmarktrente...
 

Sowhat

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Wenn sie schon etliche Jahre arbeitslos ist, dann dürfte ihr doch sowieso keine EM Rente zustehen. Würde ich erst mal prüfen, ob die drei in fünf Jahres Regel erfüllt ist und auch die anderen Vorgaben. Ich bekomme nämlich keine und habe auch schon fast 15 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet und bin Gdb50.
Wenn nicht, dann ist es doch gut wenn das JC einen behält. Solange man nicht von einer Maßnahme in die nächste gesteckt wird, ist doch alles gut. Die zwei Bewerbungen im Monat kann man doch rausjagen, per Email ist das doch gar kein Akt und auch schriftlich schnell gedruckt.
Ausserdem wurde mir damals beim JC gesagt, dass andere den Schwerbehindertenausweis wegwerfen würden oder zumindest in den Bewerbungen nicht erwähnen.o_O
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Ein GdB sagt ja nunmal gar nichts über die Erwerbsfähigkeit aus. Was genau hat sie denn, dass 2 Bewerbungen (was ja nun nicht gerade viel ist) unzumutbar erscheinen?

Auf jeden Fall hat sie, wie oben beschrieben, etliche Einschränkungen.
Und auch Du solltest eigentlich wissen, dass mit etlichen Einschränkungen schlecht passende Arbeit zu finden ist.
Was genau sie hat kann doch egal sein.

Mich kotzt an, dass SB´s vom JC immer versuchen alles schönzureden.
 
M

Märzenbecher

Gast
Ich hatte mal so einen Fall von SB, der meinte, ich müsse mich 20 mal bewerben. Denn hab ich dann so lange gefragt, wo ich mich denn bewerben soll, ich wüßte nicht, wo, denn lange stehen, lange sitzen, lange gehen, heben, bücken etc pp, könne ich nicht mehr, da kam das dann irgendwie vom Tisch.

Also einfach fragen wo man sich bewerben soll. Profiling wurde bei mir auch nie gemacht. Es ist nicht gesagt, wenn man lange arbeitslos ist, daß das dann auch gemacht wird.

Fragen ist immer das Beste. Und mit Antworten nicht einfach so zufrieden geben. Wobei ich zwei Bewerbungen pro Monat, die hat man schnell gemacht, nicht viel finde. Deshalb auch der Vergleich zu meinen 20, oben. Das muß jeder für sich abwägen.

Bezüglich Rente braucht man halt die richtigen Atteste von Fachärzten. Ich würd mich da mal beraten lassen und keinesfalls auf einen Arzt vom jobcenter verlassen, für die ist jeder arbeitsfähig.
 

Helga40

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Auf jeden Fall hat sie, wie oben beschrieben, etliche Einschränkungen.
Und auch Du solltest eigentlich wissen, dass mit etlichen Einschränkungen schlecht passende Arbeit zu finden ist.
Was genau sie hat kann doch egal sein.

Mich kotzt an, dass SB´s vom JC immer versuchen alles schönzureden.

Was ist schön geredet? Die Frau ist im SGB II, also erwerbsfähig. Und viel weniger als 2 Bewerbungen im Monat geht ja wohl fast nicht. Da wird man doch die Fakten, die dahinter stehen, erfragen dürfen, denn mit "GdB von 60 und psychische Probleme" kann man ja wohl reichlich wenig anfangen.

"Schlecht passende Arbeit zu finden", deshalb ja wohl auch nur 2 Bewerbungen. Der Normalfall ist 8 bis 10.

Mich kotzt es an, wenn so getan wird, als wäre alles sonnenklar, dabei liegen noch nicht mal 25% der Fakten auf dem Tisch.

Wenn es keinen Arbeitsplatz für sie gibt, müsste sie (zumindest) Arbeitsmarktrentner sein. Ist sie aber nicht und dafür gibt es sicher einen Grund. Da der TE selbst Erwerbsminderungsrentner bist, wird er uns den bestimmt nennen können, wieso er als erwerbsunfähig gilt und sie nicht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Es geht um die erheblichen Einschränkungen und die damit verbundene Schwierigkeit überhaupt passende Stellen zu finden. Und genau dieses wird von den JC als scheißegal empfunden. Hauptsache bewerben. Aber anstatt vernünftige Hilfe anzubieten, nein, dieses wäre ja zu einfach und wahrscheinlich auch zu kostspielig.

Weißt Du Helga was mich so aufregt, dass man hier immer und immer wieder lesen muss, wie arrogant die JC mit Kranken umgehen.

Und warum muss sie die Arbeitsmarktrente bekommen?
Wenn die Vorraussetzungen dafür nicht erfüllt sind, dann gibt es sie nicht.
Und mit Vorraussetzungen ,meine ich jetzt nicht die teilweise Erwerbsunfähigkeit. Dazu gehört noch anderes.
 

gila

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zwar mit Einschränkungen ohne Ende, aber das wird die DRV nicht interessieren, die nehmen doch nur das her, was in ihrem Sinne ist

Doch, dies KÖNNTE die DRV interessieren - man kann aus gesundheitlichen Gründen eine EM-Rente beantragen - aber auch, wenn einem der Arbeitsmarkt dauerhaft verschlossen ist.
Stichwort Arbeitsmarktrente - wie Helga40 es bereits erwähnte.

Wenn sie schon etliche Jahre arbeitslos ist, dann dürfte ihr doch sowieso keine EM Rente zustehen. Würde ich erst mal prüfen, ob die drei in fünf Jahres Regel erfüllt ist und auch die anderen Vorgaben. Ich bekomme nämlich keine und habe auch schon fast 15 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet und bin Gdb50.

Woher du das wolle wisse?
Man kennt hier doch keine Vorgeschichte - oder wie alt die Person ist!

Ich hab ein Töchterlein mit psych. Erkrankungen (wobei sich meist noch weitere chronische Geschichten dazu gesellen, allein durch die jahrelange Verabreichung von div. Medikamentencocktails) - die war schon vor dem 30. EM-Rentnerin - und warum auch immer (abgebrochene Ausbildung und kurzen Arbeitsplatz) bekommt sie fast 300 Eu EM-Rente und stockt nun mit SGB XII auf ... wo ich auch immer dachte: sicher kein Rentenanspruch da - aber da gibt es noch verschiedene Kriterien, die weniger bekannt sind und in die man sich reinarbeiten müsste (hatte ich bisher keine große Veranlassung zu).

Ein Gutachten vom ÄD ist ja nicht in Stein gemeißelt - sie könnte jederzeit einen Antrag bei der DRV stellen - wir mussten das damals auch selbst, da die vielen Einschränkungen durch den ÄD festgestellt wurden und sich die Erkrankungen aber weiter verschlimmerten.
Der VDK oder ein anderer Sozialverband könnten hier helfen.

Weißt Du Helga was mich so aufregt, dass man hier immer und immer wieder lesen muss, wie arrogant die JC mit Kranken umgehen.

Das mag alles sein - HIER im Forum halt verstärkt präsent - aber ob und wie das in DIESEM Fall gelaufen ist, wissen wir doch gar nicht!
 

Sowhat

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Sorry @gila, habe von mir auf Andere geschlossen. Bin ja JG 62, und da steht einem nichts zu, nach 15 Jahren sozialversicherungspflichtiger Arbeit, Berufsausbildung und zwei Kinder (die sind im Alter zu nah beieinander und zählen daher nur 12 Jahre bei der DRV) und GdB50 nach Schlaganfall und von dem ganzen Theater der letzten Jahre sehr angeschlagener Psyche (kaum mehr belastbar). Kann auch nichts Schweres Heben, mein rechter Arm ist eingeschränkt, lange laufen und stehen ist auch nicht mehr seit dem Hirninfarkt, aber Arbeitsmarktrente, sowas gibts in Bayern auch nicht und für Schwerbehindertenrente fehlen mir auch ein paar Jahre.

Die 10 Jahre Mini-Job bei meinem geschiedenen Mann in der Firma zählen auch nicht, weil ich in völliger Blauäugigkeit nicht für die Rente drauf gezahlt habe. Dachte einfach nicht, dass ich mal so krank werde. Er wollte es machen, weil Finanzdinge sein Beruf sind, aber er hat es halt nicht getan.

Mir wurde jegliche EMR Rente abgelehnt, auch nach Widerspruch (VdK hat mich unterstützt). Ich werde demnächst in Sozialhilfe abgeschoben, weil schon lange AU und laut ÄD nicht mehr erwerbsfähig und mir steht Rente erst mit 65 Jahren und 8 Monaten zu, kann auch sein mit 66,8, aber das macht das "Kraut" ja auch nicht fett. Bin jetzt 57 und es sind so und so noch fast 10 Jahre. Bin aber ganz froh, denn die Alternative wäre gewesen Maßnahme bis ich 65 Jahre alt bin und das würde ich nicht überleben.

Es ist halt so, dass man ab Geburtsjahr 1960 durch fast jedes Raster fällt.
Mein Exmann ist selbstständig und muss auch nicht für mich zahlen, nach 20 Jahren Ehe.
Also daher glaubte ich zu wissen, @gila, aber
ich bin nur eine dieser Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Vermutlich ein Einzelfall.
 

gila

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Da kann ich leider zu wenig sagen - Thema Rente und Rechnen ... nix für mich. Kann dir nur raten, alles nochmal überprüfen zu lassen - ich wunderte mich auch, dass mein Töchterlein so jung und nix wirklich eingezahlt überhaupt einen Cent bekommt!
Bei 15 Jahren ? Lass dir eine Rentenauskunft schicken - geht online!
Aber ich will jetzt hier nicht allzusehr vom Thema weg ... ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Meine Freundin ist keine EM-Rentnerin, weil sie noch keinen Antrag gestellt hat. Das sollte sie damals eigentlich, aber dann kam der tolle Arzt vom ÄD daher und hat sie nach Aktenlage als vollschichtig erwerbsfähig eingestuft (was weder ihr Arzt, noch ihre Fachkraft vom ambulant betreuten Wohnen so sehen). Da die DRV schon im Antrag wissen will, ob sie beim JC ist und da bereits ein Gutachten vorliegt, hatte sich das Thema EM-Renten-Antrag dann erledigt. Ihr wurde nämlich gesagt, dass die dann das Gutachten vom ÄD hernehmen, um den Antrag abzuweisen. Den (unbefristeten) SBA mit einem GdB von 60 hat sie rein aufgrund psychischer Erkrankungen. Einen Anspruch auf EM-Rente hat sie, allerdings müsste sie zusätzlich GruSi beantragen.

Darum ging es aber eigentlich gar nicht. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es rechtens ist, dass sie zwei Bewerbungen pro Monat schreiben muss, wenn doch schon die Reha-Abteilung der AfA sagt, dass es so einen Job, wie sie ihn bräuchte, gar nicht gibt.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es rechtens ist, dass sie zwei Bewerbungen pro Monat schreiben muss
Ich würde da einfach schlicht sagen...da deine Freundin die EGV unterschrieben hat, ist es auch rechtens und bei der nächsten EGV soll sie etweder die nicht gleich unterschreiben, sondern das Thema ansprechen und dazu ggf. Gegenvorschläge machen und dann den EGV VA abwarten.
Solange sie die EGV unterschrieben hat, muss sie halt mit Sanktionen rechnen, wenn sie das nicht macht.

Ich habe z.B. seit Mitte 2017 keine EGV mehr unterschrieben, und die mir vorgelegten EGVs nicht unterschrieben, EGV VA kamen aber auch bisher nicht.
Daher muss ich gar keine monatlichen Bewerbungen schreiben....
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es rechtens ist, dass sie zwei Bewerbungen pro Monat schreiben muss ...
Es ist rechtens, wenn es als verpflichtend in der EGV vereinbart wurde. Die Formulierung derer kennen wir nicht.
Vielleicht ist darin sogar festgelegt, daß sie sich einzig auf zumutbare Stellen bewerben muß?
§ 10 SGB II Zumutbarkeit
(1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist, ...
Der Inhalt des öffentlich rechtlichen Vertrages (EGV) ist begrenzt verhandelbar.
Bei der nächsten Fortschreibung sollte die Betroffene die Verpflichtung so begrenzen,
daß sie sich nur auf Stellen bewerben muß, welche ihre gesundheitlichen Einschänkungen berücksichtigen.
 

gila

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Meine Freundin ist keine EM-Rentnerin, weil sie noch keinen Antrag gestellt hat

Ja - schon klar, hab ich auch nicht geschrieben.

Da die DRV schon im Antrag wissen will, ob sie beim JC ist und da bereits ein Gutachten vorliegt, hatte sich das Thema EM-Renten-Antrag dann erledigt. Ihr wurde nämlich gesagt, dass die dann das Gutachten vom ÄD hernehmen, um den Antrag abzuweisen. Den (unbefristeten) SBA mit einem GdB von 60 hat sie rein aufgrund psychischer Erkrankungen. Einen Anspruch auf EM-Rente hat sie, allerdings müsste sie zusätzlich GruSi beantragen.

Das ist nicht richtig so - und die Aussage widerspricht sich auch: wenn sie einerseits einen Anspruch HAT - und andererseits der Renten-Antrag abgelehnt werden sollte, weil ein ÄD-Gutachten existiert.
Die DRV macht ihre eigenen Gutachten - man sollte beim Rentenantrag auch auf einer "Verschlechterung" bestehen.
KLAR: wenn sie Rente beantragt und nicht mehr "erwerbsfähig" ist, stockt sie mit Grusi auf - hat aber ihre Ruhe.
Bei Besserung kann sie immer noch wieder zurück ins Erwerbsleben - meine Tochter erprobt sich gerade auch mit Minijob.

Es bringt allein die Beantwortung deiner Frage nach einer "Rechtmäßigkeit" von 2 Bewerbungen - was sie durch die EGV-Unterschrift erstmal "zementiert" hat, aber wenig!
Das Gesamtpaket muss betrachtet werden!

Daher sollte sie sich durchaus mal fragen, ob es ÜBERHAUPT Sinn macht, sich zwanghaft um Jobs zu bemühen - oder ob sie einen Rentenantrag stellt und dann mit Grusi aufstockt.
Wenn schon die Reha-Abteilung nicht weiter weiß - macht das alles denn dann Sinn?

Ich würde vorschlagen, hier ein grundsätzliches Gespräch mit der Reha-Abteilung zu führen, ob der Übergang ins SGB XII nicht für sie ratsamer wäre - wenn es eh nichts gibt!
Dann auch über die EGV reden, dass sie das für nicht erfüllbar hält und dies geändert werden müsste, ggf. die EGV "kündigen" - weil sich neue, gravierende Sachverhalte ergeben haben, die den Vertrag SO nicht mehr rechtfertigen!

Eine Kündigung steht auch dem Erwerbslosen zu - Voraussetzungen hier ist der § 59 SGB X
§ 59 SGB X Anpassung und Kündigung in besonderen Fällen
 
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