Freundin Einwohnermeldeamt

EMO999

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Hallo ans Forum,

ich bin seit einiger Zeit arbeitslos und erhalte Hartz4. Meine Freundin kommt aus Bolivien und sie war bis vor kurzem als Aupair tätig. Sie ist jetzt von von der Familie weg und lebt bei einer Freundin. Da die Freundin - aus welchen Gründen auch immer - nicht will dass sie beim Einwohnermeldeamt ihre Adresse angibt, will sie ihren Wohnsitz jetzt auf meinen Namen anmelden.

Es liegt objektiv betrachtet gar keine Bedarfsgemeinschaft vor, sie ist nicht so oft bei mir, allerdings braucht meine Freundin jetzt eine Bürgschaft über einige tausend euro gegenüber der Ausländerbehörde damit sie hierbleiben kann - dies wird mein Vater tun. Das führt aber wohl dazu, dass die Agentur sagt, sie leben in einer Eheähnlichen gemeinschaft, wenn schon ihre Eltern für x-tausend euro für sie bürgen.

Bei mir kam dann der Gedanke, ob die Arge das vom Einwohnermeldeamt mitbekommt, und vor allem wie viel Geld meine Freundin dann verdienen darf bevor ich weniger Hartz4 bekomme.

Grüße an euch alle - hoffe ihr könnt bald antworten, die Zeit drängt etwas

Edit: fehler korrigiert.
 

EMO999

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Hallo Frettchen,

Sorry! Ich habe mich vertippt meine Freundin kommt aus Bolivien, keine Ahnung wieso ich Spanien geschrieben haben. Sorry dass Du Dir jetzt so viel Mühe mit den Links gemacht..:icon_confused:
 

EMO999

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Hi Frettchen,

ja spanisch spricht Sie - daher kam das wohl ;)
danke für die Links. Aber die sind nicht benötigt. Sie ist ja schon in Deutschland seit einigen Jahren. Zuerst war sie ja Aupair. Wie das mit der Ausländerbehörde läuft ist uns schon klar.

Mein Problem ist der Komplex Meldeadresse, Bedarfsgemeinschaft bzw. ab wieviel verdienst ich weniger Hartz4 bekomme.. Also wie das für mich mit der ARGE wird.

Grüße!
 
D

Don Vittorio

Gast
Hi Frettchen,

ja spanisch spricht Sie - daher kam das wohl ;)
danke für die Links. Aber die sind nicht benötigt. Sie ist ja schon in Deutschland seit einigen Jahren. Zuerst war sie ja Aupair. Wie das mit der Ausländerbehörde läuft ist uns schon klar.

Mein Problem ist der Komplex Meldeadresse, Bedarfsgemeinschaft bzw. ab wieviel verdienst ich weniger Hartz4 bekomme.. Also wie das für mich mit der ARGE wird.

Grüße!
Zuerst einmal bekommst Du nur noch die halben KdU,wenn sie bei Dir gemeldet ist.
 

EMO999

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was heißt Kdu..

O.K. ich habe das mittlerweile rausgefunden. Ist das wirklich wahr, dass ich dann nur noch die 1/2 Miete erhalte :icon_cry:

Denn Sie ist ja nicht anspruchsberechtigt (Bolivien)...
 

HartzerIst

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Es gibt halt einen Ausschluss aus der BG, die Haushaltsgemeinschaft besteht. Warum sollte das JC einen Mietanteil für NLE (Nichtleistungsempfänger) übernehmen?
 

EMO999

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Hi,

könnte das einer von den Experten mal aufklären?

1. Sie wohnt eigentlich nicht bei mir sondern bei einer Cousine
2. Es steht an einigen Stellen im Internet, dass erst nach einem Jahr eine Bedarfsgemeinschaft entsteht, vorher kann sie verdienen was sie will. Das wäre dann ja irgendwie dahin, wenn das JC die Kosten der Unterkunft mir halbiert.
 

gelibeh

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Und wie willst Du dem JC klar machen, dass sie nicht bei Dir wohnt, aber bei Dir gemeldet ist? Das stelle ich mir schwer vor. Und auch wenn das mit dem einem Jahr greifen würde, bekommst Du nur die halbe Miete.
 
E

ExitUser

Gast
Hier greift § 30 Abs. 3 SGB I:
(3) Einen Wohnsitz hat jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, daß er die Wohnung beibehalten und benutzen wird. Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, daß er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt.
Die amtliche Meldung hat also nichts mit dem Wohnsitz zu tun.
Der TE kann 10 Bolivianerinen auf seine Adresse melden lassen. So lange sie nicht bei ihm wohnen, tangiert das nicht seine Leistungen nach SGB II. Soweit die Gesetzeslage.

Aber:
Ein großes Problem könnte es geben. der geschulte und motivierte Sachbearbeiter im Jobcenter wird bei Bekanntwerden erstmal auf WG oder BG entscheiden.

Der Rechtsweg steht dem TE dann natürlich offen. Ich würde mir das aber ersparen.
Der Anruf des SB beim Einwohnermeldeamt dürfte auch negative Konsequenzen für die Freundin haben - Stichwort Meldeverstoß.

Ich würde die Finger davon lassen!
Man muss sich nicht unnötig mit der Krake Jobcenter anlegen.
 

EMO999

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Hi ich danke Dir für die Gesetzesstelle. Ich kam für mich auch zu dem gleichen Ergebnis, dass es besser ist es nicht drauf ankommen zu lassen...


Grüße!
 

BadHarzburgerin

Neu hier...
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Hallo ans Forum,

ich bin seit einiger Zeit arbeitslos und erhalte Hartz4. Meine Freundin kommt aus Bolivien und sie war bis vor kurzem als Aupair tätig. Sie ist jetzt von von der Familie weg und lebt bei einer Freundin. Da die Freundin - aus welchen Gründen auch immer - nicht will dass sie beim Einwohnermeldeamt ihre Adresse angibt, will sie ihren Wohnsitz jetzt auf meinen Namen anmelden.

Es liegt objektiv betrachtet gar keine Bedarfsgemeinschaft vor, sie ist nicht so oft bei mir, allerdings braucht meine Freundin jetzt eine Bürgschaft über einige tausend euro gegenüber der Ausländerbehörde damit sie hierbleiben kann - dies wird mein Vater tun. Das führt aber wohl dazu, dass die Agentur sagt, sie leben in einer Eheähnlichen gemeinschaft, wenn schon ihre Eltern für x-tausend euro für sie bürgen.

Bei mir kam dann der Gedanke, ob die Arge das vom Einwohnermeldeamt mitbekommt, und vor allem wie viel Geld meine Freundin dann verdienen darf bevor ich weniger Hartz4 bekomme.

Grüße an euch alle - hoffe ihr könnt bald antworten, die Zeit drängt etwas

Edit: fehler korrigiert.
Um Gottes Willen bloss nicht anmelden lassen.

Bei uns in Bad Harzburg arbeitet das Einwohnermeldeamt mit dem Arbeitsamt / Jobcenter ganz eng zusammen, und ich denke, in anderen Städten, Kummunen und Gemeinden wird das auch nicht anders sein.

Sobald die Freundin angemeldet ist, wird das "Hartz-4" sofort gekürzt.

Ich habe gerade selber viel Ärger mit dem Einwohnermeldeamt Bad Harzburg, die sogar Zwangsanmeldungen durchführen.
https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/125815-zwangsanmeldung-einwohnermeldeamt-bad-harzburg.html#post1633863

Je weniger die Behörde weiss, je besser.
 
R

Rübennase

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Interessant wäre zu wissen warum die Freundin bei der deine Freundin wohnt nicht möchte das Sie sich da anmeldet. Kriegt die vielleicht auch H4?
 

Nimschö

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Nur mal, ehm, am Rande.... Bin ich der Einzige, dem die Konstellation komisch vorkommt?
Insbesondere das "allerdings braucht meine Freundin jetzt eine Bürgschaft über einige tausend euro gegenüber der Ausländerbehörde damit sie hierbleiben kann", die dann der Vater des TE übernehmen will? Weiß jemand, ob es solche Bürgschaften überhaupt im Rahmen des Ausländergesetzgedöhns gibt? Und falls ja, wozu?

Man weiß jetzt von der tatsächlichen Situation nichts, kennt keinen Beteiligten, aber bei mir klingeln da alle Alarmglocken Sturm...
 

Claus.

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Bei uns ist viel zu viel viel zu klein organisiert. Dadurch macht jede Witzbehörde was sie will. Über 400 JC´s, über 5300 Einwohnermeldeämter ... und die Ausländerbehörden fügen sich da anscheinend nahtlos in den Behördenwahnsinn mit ein.

Weiß jemand, ob es solche Bürgschaften überhaupt im Rahmen des Ausländergesetzgedöhns gibt? Und falls ja, wozu?
Einladung von visumspflichtigen Auslndern
Verpflichtungserklrung

Das Ding ist schlicht, daß sie Visumspflichtig ist. Durch die Beendigung/Abbruch des Aupair-Jobs ist dieses Aupairvisum erloschen und sie müsste eigentlich unverzüglich das Land verlassen. Und jetzt sind wir bei dem Problem, daß eine Visumsbeantragung/-änderung eigentlich nur möglich ist, solange man sich nicht in D aufhält. Visum und Aufenthaltstitel hängen eng zusammen.

Und jetzt wird versucht, ihr irgendeinen anderen Aufenthaltstitel zu beschaffen. Allerdings glaube ich nicht so recht, daß der einfachste (?) Weg auch der richtige ist. Zum einen fliegt einem so eine Bürgschaft ziemlich schnell um die Ohren - immerhin ist sie nicht AlgII-berechtigt und hat auch keine Arbeitserlaubnis, dafür aber die Krankenversicherungspflicht und die (Über-) Lebenskosten. Und dann gilt das evtl. auch nur für 3 Monate. Dann gehts von vorne los; mit einer nochmal deutlich schlechteren Ausgangslage. Aus einem Touristenvisum wieder rauszukommen ist absichtlich ein erst recht nahezu unmögliches vorhaben.

Der TE könnte dazu vielleicht auch noch auf Au-Pair-Box - Au Pair Vermittlungen, Solution for aupair and host family schauen.
 
H

hass4

Gast
Hi ich danke Dir für die Gesetzesstelle. Ich kam für mich auch zu dem gleichen Ergebnis, dass es besser ist es nicht drauf ankommen zu lassen...


Grüße!
das ist eine weise entscheidung!! glaub ja nicht das die angelegenheit nur im JC anecken könnte. auch die ausländerbehörde ist wie wild hinter fingierten aufenthaltserlaubnissen her.

ich hab da erfahrungen gemacht, auf die ich nicht näher eingehen möchte, nur so einen ärger würde ich mir freiwillig nie mehr ans bein hängen!
 
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