Freundin(18), möchte aus Ihrem Elternhaus ausziehen, und bei mir einziehen, der ALG2 Empfängt.

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Strawberry1337

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Hallo an alle!
Ich versuche die Geschichte kurz zu halten, in der Hoffnung, dass da eventuell jemand Erfahrung mit hat.

Ich bin 29 Jahre alt, habe einen 5 Jährigen Sohn bei mir, und bin dementsprechend Allein-Erziehend, da die Mama seit 3 Jahren weg ist. Ich habe einen Job, der reicht jedoch nicht zum Leben, deshalb bekomme ich aufstockend ALG2 dazu.
Ich habe seit einigen Monaten eine Beziehung mit einer 18 Jährigen, die noch zur Schule geht, und bei Ihrem Bruder und der gemeinsamem Mutter zu Hause lebt. Die Mutter geht Arbeiten, und bezieht Witwenrente, was insgesamt für den Lebensunterhalt dort reicht. Nun gibt es aber echte Probleme dort zu Hause, so, dass meine Freundin dort gerne weg möchte. Da lag es natürlich nahe, dass Sie bei mir unterkommt. Jedoch habe ich gelesen das es einige Probleme gibt für junge Leute unter 25, überhaupt ALG2 beziehen zu dürfen, geschweige denn überhaupt ausziehen zu dürfen. Aber wie sieht es aus, wenn Sie, so wie in meinem Fall schon bestehende Bedarfsgemeinschaft dazu-zieht? Kann ich einfach eine Änderung mitteilen über den Zuzug, und es wird ohne Probleme funktionieren? Sie ist natürlich bestrebt nach dem Abschluss eine Ausbildung zu beginnen. Mit Unterhalt von der Mutter können wir wohl nicht rechnen, da Sie selber nicht so viel verdient.
Also gut..das wäre im Prinzip die Hauptfrage. Falls noch Fragen offen sind, werde ich diese gerne beantworten, damit wir eine Lösung finden. Vielen lieben dank ans Forum!
 

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Ein angespanntes Wohn- bzw. Familienverhältnis kann als Grund dienen, trotz U25 eine eigene Unterkunft zu beziehen. Sollte sie mit dem JC absprechen. Eine Veränderungsmitteilung über den Zuzug einer weiteren Person würde deiner Mitwirkungspflicht genüge tun, da du dann ja der Haushaltsvorstand bist.
 

Strawberry1337

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Danke für deine Antwort, Proletarier!
Die Sache ist auch noch, dass sie im Benachbarten Bundesland wohnt. Also müsste ich im Prinzip beim JC hier bei mir Anfragen, korrekt? Warum weiß ich nur, dass diese sowieso Abgelehnt wird? Daher hatte ich so die Devise, wenn Sie halt hier ist, ist Sie hier, und ich reiche das dann ein. Rausschmeißen kann man Sie ja wohl schlecht..
Liebe Grüße
 

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Danke für deine Antwort, Proletarier!
Die Sache ist auch noch, dass sie im Benachbarten Bundesland wohnt
Das ist egal, wo sie wohnt. Die Freizügigkeit ist ein Grundrecht und gilt auch im SGB II.
Also müsste ich im Prinzip beim JC hier bei mir Anfragen, korrekt?
Falsch! Du musst garnichts machen, sondern deine Freundin muss sich darum bemühen, mit ihrem JC zu sprechen, dass ihr Auszug als U25 aufgrund der angespannten Wohnverhältnisse als notwendig anerkannt wird.
Warum weiß ich nur, dass diese sowieso Abgelehnt wird?
Kann man dann ja juristisch überprüfen lassen.
Daher hatte ich so die Devise, wenn Sie halt hier ist, ist Sie hier, und ich reiche das dann ein.
Genau, dass wäre das einzige, was du tun müsstest.
Rausschmeißen kann man Sie ja wohl schlecht..
Liebe Grüße
Nein, aber wenn sie es ohne Absprache und Zustimmung des JC macht, kann das JC zunächst darauf bestehen, dass sie zurück muss.
 

KaffeTrinker

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Ich sehe das so, auch aus eigener Erfahrung.

1. Freizügigkeit Art. 11 Grundgesetz

Im juristischen Sprachgebrauch ist Freizügigkeit das Recht einer Person zur freien Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes, d. h. die Möglichkeit der Wechslung des Wohn- bzw. Aufenthaltsortes

Defacto bedeutet das dass Jobcenter nicht daran hindern kann in einen anderen Bezirk umzuziehen unabhängig ob Ü25 oder U25.

Das Jobcenter kann aber Leistung verweigern da ein Umzug aus der Sicht des JC nicht notwendig ist, in der Regel wird immer damit argumentiert. Wenn deine "Freundin" über ein überschaubares Mobiliar verfügt und ohne finanzielle Zuhilfenahme des JC diesen Umzug vollzieht, kann Sie sich anschließend ganz normal im zuständigen Jobcenter mit Erstantrag melden. Sie wohnt vorübergehend bei dir und ihr könnt euch in der Phase der nicht unterstellten BG nach eine Lösung umsehen.
 

AsbachUralt

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Larsson

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Deine Freundin ist volljährig und bezieht ja derzeit vom JC keine Leistungen. Sie kann also grundsätzlich hinziehen, wo sie möchte. Bleibt die Frage, wie sie ihren Lebensunterhalt finanziert. Um Leistungen vom JC zu beziehen, muss die triftige Gründe haben, warum sie bei Muttern ausgezogen ist und auch da gilt letztlich zuerst, die Mutter ist unterhaltspflichtig, ob sie will oder nicht. Also erster Ansprechpartner ist sowieso die Mutter und nicht das JC.
Was das für deinen Leistungsbezug bedeutet, würde ich beim JC erfragen. Möglicherweise seit ihr dann Bedarfsgemeinschaft und dein Regelsatz wird angepasst. Zahlt deine Freundin einen Mietanteil, dann wird das auf deinen KdU wohl ebenso angerechnet.
Deine Freundin selbst wird wohl nix vom JC bekommen, wie gesagt, die Mutter ist unterhaltspflichtig.
 
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