Freiwilliges unentgeltliches Praktikum anmelden

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schmolke

Elo-User*in
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Guten Abend,

ich habe einen 25 Stunden Job und beziehe aufstockend ALG 2. Ich wollte ein einwöchiges Freiwilliges Praktikum bei einem Arzt machen 5 Tage die Woche á 4 Stunden. Ich möchte einfach paar Informationen sammeln, da ich eventuell in einem halben-3/4 Jahr ein Studium in dieser Richtung beginne (bin aber nicht sicher).
Muss ich das Praktikum dem Jobcenter melden? Ich verdiene da Nix und bin froh, dass der Arzt mich mal reinschnuppern lässt.
 

Claus.

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Ja, "solltest" du melden; geht auch um den Unfallversicherungsschutz für diese Zeit und darum, sich und den Doc nicht einem unsinnigen eventuellen Vorwurf der Schwarzarbeit auszusetzen. Egal ob nach Malaria, Hepatitis oder einem schlichten Wegeunfall würden sonst die Geier zum Kreisen anfangen.

Allerdings würde ich die Meldung schön einfach und möglichst wenig aussagend halten; ein "weil ich eventuell in dieser Richtung ein Studium aufnehmen will" könnte dagegen vielleicht unerwünscht kreative Ideen beim JC auslösen.
 

HajoDF

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TE bekommt ALG2, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen ist da keine Bedingung. Unter ALG1 wäre das was anderes.

Ich würde die eine Woche nicht melden.

Ich empfehle mal den § 1 SGB II genau zu lesen, bevor hier solche Statements:icon_neutral: abgeliefert werden:
§ 1 (SGB II) Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende

(1) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.
(2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, stärken und dazu beitragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können. Sie soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit unterstützen und den Lebensunterhalt sichern, soweit sie ihn nicht auf andere Weise bestreiten können. Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist als durchgängiges Prinzip zu verfolgen. Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass 1.durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt, die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert wird,
2.die Erwerbsfähigkeit einer leistungsberechtigten Person erhalten, verbessert oder wieder hergestellt wird,
3.geschlechtsspezifischen Nachteilen von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten entgegengewirkt wird,
4.die familienspezifischen Lebensverhältnisse von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die Kinder erziehen oder pflegebedürftige Angehörige betreuen, berücksichtigt werden,
5.behindertenspezifische Nachteile überwunden werden,
6.Anreize zur Aufnahme und Ausübung einer Erwerbstätigkeit geschaffen und aufrechterhalten werden.

(3) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst Leistungen 1.zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit insbesondere durch Eingliederung in Arbeit und
2.zur Sicherung des Lebensunterhalts.

Deswegen erhält man auch VVs (Vermittlungsvorschläge) für die Aufnahme von Arbeit, denen man umgehend nachgehen muss, oder man erhält Maßnahmen zur Förderung der Erwerbsfähikeit. Auch diesen muss man prinzipiell zur Verfügung stehen.

Ein freiwilliges Praktikum ohne Bezahlung dient nicht dem Zweck, die Hilfebedürftigkeit zu mindern oder ganz zu beenden, verhindert aber die Verfügbarkeit und ist deshalb mit dem SB im JC abzusprechen.
 

Makale

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aufstockend ALG II ? Das bedeutet er hat ne EGV oder ein ersetzenden VA :biggrin:
Oder etwa nicht ? :icon_kinn:
Ich geh mal davon aus er hat eins von beiden und da steht steht doch alles drin :biggrin:
 

schmolke

Elo-User*in
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ich hatte mal eine EGV. Meine SB hat die aber für nichtig erklärt, als ich meine sozialversicherungspflichtige Stelle bekommen habe. Ich war auch für einen Monat aus dem Bezug raus, da nicht sicher war wie viel ich verdiene.
Also eigentlich habe ich vor, es der SB nicht zu melden. Ich möchte nicht, dass sie von meinem Arzt unnötig Formulare unterschrieben haben will. Oder was denkt ihr?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Ja, siehe #2 #3 #5.
Wenn das rauskommt, kommst du in Teufels Küche und kannst Alg zurückzahlen.
Und was spricht dagegen? Der Doc hat so oder so massig Verwaltungssachen, da machen deine paar Papiere den Kohl nicht fett. Und du erfährst ob er seriös ist oder nicht. Denn ohne irgendwelche Papiere jemanden ein Praktikum machen zu lassen deutet auf Ausbeutung und Schwarzarbeit hin.
 

Purzelina

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Wenn das rauskommt, kommst du in Teufels Küche und kannst Alg zurückzahlen.
Auf welcher Grundlage bitte? Es fließt keinerlei Einkommen und ein Ausschlußgrund vom ALG2 liegt auch nicht vor.

Beispiel, wenn ich einen Minijob nicht angemeldet habe, es kommt später heraus, dann fällt man auch nicht vollständig aus dem ALG2, ich muss lediglich das zu viel erhaltene ALG2 zurückzahlen.

Man könnte beim Jobcenter eine Trainingsmaßnahme bei einem AG beantragen und würde dann noch Fahrgeld erstattet bekommen.

Nur ob man für 5 Tage diesen Aufwand betreiben will?

Sicher ist das Verhalten nicht ganz korrekt, aber viel kann nicht passieren.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Das ist Schwarzarbeit!!
Was meinst du wohl warum Probearbeiten immer vorher mit dem JC abgesprochen werden muss. Wenn ihm da was passiert zahlt keine Berufsgenossenschaft.
 

nightangel

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Beispiel, wenn ich einen Minijob nicht angemeldet habe, es kommt später heraus, dann fällt man auch nicht vollständig aus dem ALG2, ich muss lediglich das zu viel erhaltene ALG2 zurückzahlen.

Und du hast eine Anzeige wegen Sozialleistungsbetrug am Hals, toll.

Übernimmst du die Verantwortung wenn TE was beim Praktikum passiert oder es so raus kommt und TE mächtig Ärger bekommt? :icon_evil:
 
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