Freiwillige Vermittlerin meldet mich an meinen SB

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Jesaja

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Ich habe durch das Amt von einem Verein erfahren, der jüngeren Menschen bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche helfen soll.
Hingegangen bin ich dort aber freiwillig.
Nachdem die Begleitung durch einen Berater dieses Vereins eher mäßig ausgefallen ist und mich der Eindruck erschlich, dass ich in eine beliebige Richtung und sinnlose Praktika reingedrängt werden soll, habe ich bei der "Chefin" um einen Termin gebeten. Nach einem auch eher zähen Gesprächsverlauf endete das Ganze in der Aussage, dass die mir sowieso nicht helfen könnten. Dann meinte die Chefin noch sie würde sich an meinen SB wenden und ihm weitergeben, dass ich nicht mehr vom Verein betreut würde. Sie hätte ja auch mitgeteilt, dass ich zu ihnen kommen würde.
Ich war daraufhin total geschockt. Ich habe keinerlei Einverständnis dazu gegeben, dem Amt gegenüber zu erwähnen, dass ich dort hin gehe.
Es stellte sich auch heraus, dass die Dame die Arbeitskollegin von meinem SB ist (na toll).
Meine Frage : durfte sie meinem SB überhaupt mitteilen, dass ich dort betreut werde, liegt das noch im rechtlichen Rahmen, oder hat sie bereits gegen geltendes Recht verstossen, wenn sie ohne meine Einwilligung Daten über mich (und wenn es nur mein Name ist) herausgibt ???
 

Arania

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kommt auf den Vertrag an den Du geschlossen hast
 

Jesaja

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Auf der Homepage der Seite steht, dass der Verein mit dem Landkreis und dem AfA zusammenarbeitet. Die Statuten finde ich nicht.
Verträge habe ich keine unterschrieben.
Mir war nicht bewusst, dass die Vorsitzende des Vereins auch Mitarbeiterin der Optionskommune ist.
Ich habe den Sachverhalt per Mail dem Datenschutzbeautragten meines Landes geschildet. Ich werde ja dann sehen, was dabei rauskommt.
Meiner Meinung nach hat ein Verein keine Infos über mich an eine Behörde rauszugeben, ob der Verein mit denen zusammenarbeitet oder nicht.
Irgendwie habe ich mittlerweilen bei der ganzen Sache den Eindruck, dass der Verein eine Art verlängerter Arm vom Amt darstellt. Eine Vetrauensbasis wird damit nicht gerade geschaffen.
Aber vielleicht werde ich langsam auch schon paranoid.
Was mich auf jeden Fall gestört hat, war die Art mit der die Vermittlerin mit meinem Einwand umgegangen ist. Nach ihrer "Argumentation" habe ich ja vom Amt her erfahren, dass es den Verein gibt, ausserdem ist sie die Arbeitskollegin von meinem SB, also darf sie Informationen über mich weitergeben...
 

HajoDF

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Hi Jesaja,
diese "Konstruktion" riecht förmlich nach Vetternwirtschaft und Missbrauch von Daten.
Wenn Du dort aus eigenem Antrieb warst und nicht von der SB dort hin "vermittelt" wurdest, ist das ein Skandal.
dass die Vorsitzende des Vereins auch Mitarbeiterin der Optionskommune ist

Da schiebt man sich wohl selbst "Kohle" zu?
 

Jesaja

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Hi Jesaja,
diese "Konstruktion" riecht förmlich nach Vetternwirtschaft und Missbrauch von Daten.
Wenn Du dort aus eigenem Antrieb warst und nicht von der SB dort hin "vermittelt" wurdest, ist das ein Skandal.


Da schiebt man sich wohl selbst "Kohle" zu?


Vermittelt wurde ich nicht, ich habe von einer Mitarbeiterin des Amts (die übrigens nicht meine SB ist) die Info und eine Broschüre zu diesem Verein erhalten. Dass der Verein eine wie auch immer gestaltete Beziehung zur Behörde hat, war mir klar, aber ich wusste nicht, dass eine SB des Amts dort Vorsitzende ist und ich bin nach meinem eigenen Rechtsverständnis davon ausgegangen, dass ein Verein, zu dem ich privat und freiwillig hingehe mit der Behörde erst mal nichts zu tun hat. Nun da ich weiss, dass die Chefin eine SB ist, ist das Vertrauen zu dem Verein ohnehin zerstört.

Mein Berater (vom Verein) hat sich mir gerade vorhin am Telefon wieder aufdrängen wollen und ohne mein Wissen bei einem Institut in unserer Stadt angefragt, ob ich dort eine Maßnahme machen könne. Bei dieser Einrichtung habe ich mich aber mittlerweilen schon allein als Praktikantin beworben, und will den Verein da komplett raushalten, und mir vom Amt höchstens ne Genehmigung dafür holen. Aber das Vertrauen zu meinem SB (mit dem ich in letzter Zeit sogar einigermaßen gut klar gekommen bin) ist auch erst Mal im Eimer, da er ja hinter meinem Rücken mit dieser Dame über mich kommuniziert hat.

Ob da irgendwelche Gelder zwischen Behörde und Verein fließen ist mir nicht bekannt. Es gibt Vereine gleichen Namens übrigens auch in anderen Städten.
 

HajoDF

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Haste mal nen Link zu diesem "Verein" oder einen Namen?
 

Jesaja

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Bitte mitteilen, ob ich das öffentlich posten kann, oder ob es nicht lieber per PN sein sollte. Danke.
 

HajoDF

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Den Verein kannst Du hier nennen, wenn es Dir aber lieber ist, schick mir eine PN.
Ich möchte mal recherchieren, was da hinter steckt.
 

Sprotte

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Mir war nicht bewusst, dass die Vorsitzende des Vereins auch Mitarbeiterin der Optionskommune ist.

Aber vielleicht werde ich langsam auch schon paranoid.
Was mich auf jeden Fall gestört hat, war die Art mit der die Vermittlerin mit meinem Einwand umgegangen ist. Nach ihrer "Argumentation" habe ich ja vom Amt her erfahren, dass es den Verein gibt, ausserdem ist sie die Arbeitskollegin von meinem SB, also darf sie Informationen über mich weitergeben...

Paranoid bist Du ganz sicher nicht.Die "Dame" darf gar nichts weitergeben.
Mal abgesehen vom Datenschutz und der Schweigepflicht im Amt,scheint sie den netten §203 StGB auch nicht zu kennen.....lies mal,Jesaja,ich könnte mir denken,das Du dort etwas zutreffendes findest.....

StGB - Einzelnorm

Gruss Sprotte

PS.: ...ich hätte auch gern eine PN :icon_smile:
 
S

Sissi54

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Vielleicht bekommt die SB eine "Fangprämie" von Maßnahmeträgern.
Für das Vermitteln von Ein-Euro-Jobern o.ä.
 

Jesaja

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Ich habe heute nun endlich das Antwortsschreiben vom Datenschutzbeauftragten zum diesem Fall erhalten.
Der Verein bestreitet, Daten von seinen Kunden an das Amt weiterzugeben. Allerdings hat der Beauftragte dem Verein gegenüber klargestellt, dass keinerlei Klientendaten mit dem Amt ausgetauscht werden dürfen, und bestätigt damit die Rechtsvorstellungen, die ich durch das Verhalten des Vereins verletzt gesehen habe.
 

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Jesaja

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Ach ja, ich habe auch den Namen des Vereins auf dem Scan stehen gelassen.
Ich hoffe, dass dies kein Problem darstellt.
Ich denke mittlerweilen, dass man ruhig vor diesem Verein warnen kann.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Auch hier gilt selbstverständlich die Schweigepflicht
Das was der Verein/die nette Kollegin da gemacht hat, könnte man auch unter dem Aspekt Mandantenverrat betrachten. Wenn das aktive Vereinsmitglied gleichzeitig noch in ARGE angestellt ist, dann hätte diese nette Kollegin dieses bereits zu Beginn des Gespräches, gleich nach der Begrüssung, bekannt geben müssen.
 
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