Freiwillige Selbstversicherung in der Krankenkasse nach höherem Erbe

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franzi

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Dazu hatten wir schon ein paar Threads, allerdings wurden darin nicht alle meine Fragen im Detail beantwortet.

Wenn ich ein Erbe erhalten habe, wie weise ich dieses Einkommen bei der Krankenkasse nach?
Muss ich denen nur den Kontoauszug mit Eingang des Betrages X vorlegen oder
wollen die den Erbschein oder sonstige Unterlagen?

Was kann ich tun, wenn die Krankenkasse nicht den Mindestsatz wählt, sondern mich mit den Beiträgen höher einstuft (weil das Erbe hoch ist)?

Wie lange muss/kann ich von dem Erbe leben, wenn es so hoch ist, dass man länger als 6 Monate davon leben könnte (z. B. länger als 1 Jahr)?
Ab wann kann ich dann wieder ALG II beantragen (bei Erreichen der Schonvermögensgrenze nehme ich mal an)?

Wie wird der Wert des Erbes beim Amt und bei der KK berechnet, wenn es nicht nur aus Barmitteln besteht, sondern z. B. auch aus Immobilien, die ja nicht über Nacht verkauft werden können?

Beispiel: Erbe besteht aus 100.000 € Barvermögen + einer Eigentumswohnung im Wert von 200.000,-- €

Muss ich einen Gutachter beauftragen, der den Verkehrswert der Immobilie schätzt?
Muss ich die Immobilie verkaufen oder könnte ich selbst darin einziehen?

Kann ich mich in der KK selbst versichern auch in der Zeit, bis die Immobilie verkauft ist?
 

eloole

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Es gibt ein Forum speziell zu den Themen Gkv, Pkv usw. (krankenkassenforum.de), da sind einige fähige Leute, teils ehemalige und teils aktive KK-Mitarbeiter unterwegs.
Würde deine Fragen die das Thema KK betreffen, mal dort posten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Wenn ich ein Erbe erhalten habe, wie weise ich dieses Einkommen bei der Krankenkasse nach?
Garnicht!!! Erbe ist kein Einkommen!! Die Zinsen/Dividende aus dem Erbe sind Einkommen!

Freiwillig GKV versichert ohne Einkünfte:
Ist eine Familienversicherung nicht möglich, müssen sich Personen ohne Einkommen freiwillig gesetzlich versichern. Dann wird die Krankenkasse einen Mindestbeitrag verlangen.
Dazu geht die Kasse von einem fiktiven Mindesteinkommen aus. Im Jahr 2019 sind dies 1.038,33 Euro. Auf dieses Einkommen werden 14,0 Prozent (ohne Krankengeld-Anspruch) oder 14,6 Prozent (mit Krankengeld) Beitragssatz fällig – sowie der Zusatzbeitrag der jeweiligen Kasse.

Die Kapitalerträge (Zinsen,Dividende) aus dem Vermögen (Geld) werden zu den Einkünften gezählt und die sind auch nur der KK nachzuweisen und nicht das Kapital welches dahinter steht.
Falls Mieteinkünfte aus der geerbten Immobilie fliessen sind diese auch Einkommen und anzugeben bei der KK.
 

franzi

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Wie würde das z. B. aussehen, wenn man anderweitiges "Einkommen" hätte (welches bei der Krankenkasse nicht als Beispiel aufgelistet wurde), z. B. durch einen Lottogewinn, eine Schenkung, eine längerfristige Zuwendung von Verwandten etc.
Wird das auch wie ein Erbe behandelt?
Muss das nachgewiesen werden?

Da könnte sich theoretisch jeder Privatier, der nicht berufstätig ist, und z. B. von Erspartem oder Vermögen lebt, auch freiwillig selbstversichern.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Da könnte sich theoretisch jeder Privatier, der nicht berufstätig ist, und z. B. von Erspartem oder Vermögen lebt, auch freiwillig selbstversichern.
Ja warum denn nicht?
Hätte ich bei Ablehnung der EMR auch so gemacht, da Familienversicherung wegen BU-Rente ausfällt.

Solange die Zinseinkünfte und sonstige Einkünfte unterhalb der Grenzen liegt, sehe ich da kein Problem.
Erspartes hab ich mir als Beispiel aus bereits versteuertem Einkommen jahrzentelang angespart.
Vorsorge nennt man sowas, richtig oldschool anscheinend. ;-)

Wobei der Oberwitz ja ist, dass ich Beitrag KK und PV alleine trage (ca. 19%) und dadurch trotzdem kein KK-Anspruch entsteht.
Dafür muss man nochmal extra 180€ zahlen.
 
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