freiwillige KV(EM-Rente) was zählt als Einkommen?

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Gast
Hallo zusammen,

habe meine Frage zwar schon in einem andern Forum gestellt, aber da nicht wirklich verständliche Antworten bekommen.

daher nun hier.
ich bekomme ja nun EM-Rente und musste mich freiwillig selbst krankenversichern. die sind ja schlimmer als das Finanzamt.
nun ist es so, das da die KK alle Einkommen (bspw. auch Sparzinsen auf bspw. 2% Sparzinsen werden dann 14,nochwas % und Zusatzbeitrag und Beitrag für Pflegeversicherung fällig. Die spinnen doch, da kann man es ja gleich auf die nächste Parkbank legen)
heranziehen und nicht berücksichtigen, welche Verbindlichkeiten (bspw. Unterhalt) man hat.
ist es zulässig, das die KK die Beiträge festsetzen kann, ohne zu berücksichtigen, das man dann nur deswegen in Sozialhilfe fallen könnte/müßte.
das nächste ist, das, wie in meinen Fall die freiwillig versicherten EM-Rentner bei zusätzlichen Einkommen (2% Sparzinsen) darauf KK-Beiträge entrichten müssen. pflichtversicherte EM-Rentner jedoch nicht, dies verletzt somit den Gleichbehandlungsgrundsatz. ist das überhaupt zuläßig?
dann ist es so, das ich für eine verpachtete Parkfläche ca. 25 Euro oder 300 Euro im Jahr bekomme, aber gleichzeitig fast 400 Euro Grundsteuer zahle für die Gesamtfläche. zählen die 300 Euro als Einkommen, wenn ich gleichzeitig fast 400 Euro Grundsteuer zahle?
welche Freibeträge gibt es bzgl. der Beitragssätze?
 

bla47

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Wer mindestens taggenau zu 9/10 in der 2. Hälfte des Erwerbslebens, also 1. Tag der Ausbildung oder Berufsbeginn bis zum Tag der Rentenantragstellung in der GKV pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert war...hat als "Treueprämie, Bonus" dann die Eintrittskarte in die KVdR als Pflichtversicherter. Nicht gezählt wird: Krankenhilfe der Sozialhilfe bis 2004 ( auch nicht die Betreuung durch eine KK der Wahl im Jahre 2004 ), PKV, staatliche Heilfürsorge ( Gefängnis, Wehrdienst ), KK im EU-Land ohne Sozialversicherungsabkommen, Zeiten im sonstigen Ausland.
Die KVdR als Pflichtversicherung ist günstiger, da als Beitrag hier nur die DRV-Rente und die eventuelle Betriebsrente vom AG berücksichtigt wird.
 

Doppeloma

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Hallo Marion,

aha, das bedeutet, kein Einkommen, da ja die Grundsteuer höher ist.
Einkommenssteuer habe ich ja nicht.

du bist aber trotzdem als EM-Rentner verpflichtet eine Einkommens-Steuer-Erklärung beim FA abzugeben und darin werden auch solche "Neben-Einkünfte" abgefragt und du hast am Ende "sauber" was in der Hand (auch für die KK) zu deinen wirklichen Einnahmen.

Das mit den Sparzinsen verstehe ich nicht, die habe ich noch nie irgendwo "als Einkommen" angegeben, allerdings trägt das auch "die Katze auf dem Schwanz weg" ... warum wirst du gleich "Sozial-Hilfe-Bedürftig" deswegen, das verstehe ich nicht ... :icon_kinn:

Falls man es dir noch nicht mitgeteilt hat solltest du dich jedenfalls um deine Steuerpflicht und das FA kümmern, es ist unerheblich ob du wirklich Steuern gezahlt hast und zudem wird da dein dauerhafter Steuerfreibetrag aus der Rente festgelegt, schon aus diesem Grunde bist du dazu verpflichtet und es ist ja auch in deinem Interesse ...

Denn dieser (lebenslange) Freibetrag ergibt sich aus der gestaffelten Versteuerung von Renten ganz allgemein ab Berentung 2005 und wird individuell für jeden Rentner (auch EM-Rentner) auf das Jahr des Rentenbeginns und des persönlichen Rentenbetrages festgeschrieben, das können die nicht machen, wenn du keine Steuererklärung einreichst beim FA und irgendwann wirst du dazu Post von denen bekommen.

MfG Doppeloma
 

bla47

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Sparzinsen ? Z.Z. eher geringfügig und steuerlich mit FREISTELLUNGSAUFTRAG zu vermeiden. Unbedingt zu empfehlen, auf den Kontoauszügen stand letztens, das jetzt neuerdings auch Kirchensteuer auf die Zinsen direkt von der Bank abgezogen werden !
 
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Gast
du bist aber trotzdem als EM-Rentner verpflichtet eine Einkommens-Steuer-Erklärung beim FA abzugeben und darin werden auch solche "Neben-Einkünfte" abgefragt und du hast am Ende "sauber" was in der Hand (auch für die KK) zu deinen wirklichen Einnahmen.

das ist mir schon bekannt, da hatte ich schon nachgefragt im Finanzamt. der hat mir auch, nachdem ich ihm die Höhe genannt hatte, gesagt, das ich da keine Steuern zahlen muss und ich eben denn einmal eine Steuererklärung abgeben muss, dann bekomm ich einen Steuerbescheid. die im Finanzamt waren sehr freundlich und auskunftsbereit.


Das mit den Sparzinsen verstehe ich nicht, die habe ich noch nie irgendwo "als Einkommen" angegeben, allerdings trägt das auch "die Katze auf dem Schwanz weg" ... warum wirst du gleich "Sozial-Hilfe-Bedürftig" deswegen, das verstehe ich nicht ... :icon_kinn:

ich bin nicht pflichtversichert in der KK, sondern musste mich freiwillig krankenversichern und da eben muss man auch auf Nebeneinkünfte wie bspw. Sparzinsen, Krankenkassenbeiträge entrichten. und den KK interessiert da wenig, was man noch an Aufwendungen hat.
ist natürlich nun auch die Frage, ob die KK da irgendeinen Zugriff auf Konten hat. oder ich nehm falls vorhanden, überschüssiges Geld für Sondertilgungen der Hypothek. da reduziert sich dann die monatliche Rate. ich werd aber in den nächsten Wochen eh mal einen Termin bei einem unabhängigen Finanzberater machen, kostet zwar Honorar, aber dafür muss der mir nicht irgendwas auf Teufelkommraus andrehen.
 

AndreasB

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Sparzinsen ? Z.Z. eher geringfügig und steuerlich mit FREISTELLUNGSAUFTRAG zu vermeiden.

Als beitragspflichtige Einnahmen sind das Arbeitsentgelt, das Arbeitseinkommen, der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung, der Zahlbetrag der Versorgungsbezüge sowie alle Einnahmen und Geldmittel, die für den Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbraucht werden können, ohne Rücksicht auf ihre steuerliche Behandlung zugrunde zu legen.
Einheitliche Grundsätze zur Bemessung freiwillig Versicherter

Ein Freistellungsauftrag bringt also in Bezug auf die Krankenkassenbeiträge nichts. Das Perfide an der Situation - für die Beitragsberechnung wird ein fiktives Mindesteinkommen heran gezogen, selbst wenn die Einkünfte deutlich niedriger sein sollten.

Im Jahr 2015 liegt das Mindesteinkommen für die Beitragsberechnung bei 945,00 Euro.

Krankenkassenbeitrag für freiwillig versicherte Rentner
 
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ExitUser

Gast
Ein Freistellungsauftrag bringt also in Bezug auf die Krankenkassenbeiträge nichts. Das Perfide an der Situation - für die Beitragsberechnung wird ein fiktives Mindesteinkommen heran gezogen, selbst wenn die Einkünfte deutlich niedriger sein sollten.

Freistellungsauftrag bringt nur was beim Finanzamt.


die KK gehen davon aus, das die Selbständigen oder die nicht gesetzlich Versicherten die große Kasse machen oder ein Mindesteinkommen haben, und da wollen die eben auch was abhaben.
das da aber bei vielen schon das Wasser bis zum Hals steht, geht bei den KK natürlich nicht in deren Schädel.

ich bin gottseidank über dieses fiktive Mindesteinkommen.
 
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