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Freiheit - kein Thema im Sozialismus?

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edy

Redaktion

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  Th.Starter/in  
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#1
„Die Vollbeschäftigungs-Linken haben das Thema Grundeinkommen entdeckt
und
sind schockiert. Ein ausreichendes hohes, als individueller
Rechtsanspruch
allen zustehendes und ohne inquisitorische Bedürftigkeitsprüfung und
vor
allem ohne Arbeitszwang gewährtes Grundeinkommen – wo kommen wir da
hin!
Ein „leistungsloses“ Einkommen, das geht den
Arbeiterbewegungstraditionalisten zutiefst gegen den Strich…“ Antwort
von
Robert Ulmer auf „Suche nach grenzenloser Freiheit“ von Michael
Schlecht
in Neues Deutschland vom 29./30. April 2006 (bereits im Labournet
verlinkt)

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/ulmeradschlecht.html
 

Panti

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#3
Hallo Zumutbarkeit,

Zumutbarkeit sagte :
Hm,
also gibt es noch viel zu tun, falls ich es richtig interpretiere.
das interpretierst du völlig richtig!
Katja und Ronald haben dort einen sehr schweren Stand
Wir arbeiten auch weiter hart dran und haben täglich mit ewig gestrigen zu tun, aber lassen uns nicht entmutigen
MfG Panti

und dann gibt es ja noch...
 

DrSchwoab

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#4
Nuja, wenn ich sehe, welcher "Lobby" dieser Herr Schlecht sich zugehörig fühlt, dann wird mir schon schlecht. Immerhin würde durch das BGE sein eigenes Pöstchen bei der Gewerkschaft ggf. obsolet. In diesem Fall versteh ich sogar diese neoliberal angehauchte Argumentation, denn:

Schließlich führt ein BGE IMHO dazu, daß die eigene Grundabsicherung für ein menschenwürdiges Leben weitgehend abgesichert ist. Demzufoge ist Mensch nicht mehr so ganz einfach durch einen (seinen) ArbeitgeberIn erpressbar. Viele Dinge, für die Mensch Gewerkschafts-Beiträge (=die Moneten der Gewerkschaftsbosse (deren Gehälter) und für gewerkschaftliche Dienstleistungen) zu zahlen bereit ist, sind so dann nicht mehr notwedig. Folglich sind die Dienste der Gewerkschaften auf einen Schlag in vielen Bereichen grundsätzlich überflüssig. Was zur Folge hätte, daß so manch etabliertes, lukratives und eigentlich überflüssige(?) Pöstchen mangels Notwendigkeit gestrichen werden kann.

Daher ist dieser pawlowsche Reflex dieses Herrn, der sicherlich auch (leider) viele andere Unterstützer findet, für mich durchaus verständlich. Die eingeschränkte (=engstirnige) Sichtweise und die alte Formel "Ora et labora" des kirchlichen Mittelalters ist immer noch nicht überwunden. Die Sicht auf die Realitäten (immer mehr Produktivität durch immer fortschrittlicher Maschinen und Computer bei immer weniger Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in Produktion, Verwaltung und Dienstleistung) ist vernebelt bis versperrt.

Und, IMHO positiver BGE-Nebeneffekt, wenn die Damen und Herren der Gewerkschaft sich selbst etwas aufgeschlossener und flexibler gegnüber dem BGE zeigen würden, die Selbstreflexion über Ihren eigenlichen Sinn würde beginnen. Man(n, Frau) müßte sich Gedanken über Neues machen. Über eine Neupositionierung der Aufgabe der Gewerkschaften. Wenn das nicht mal endlich ein Erfolg eines BGE wäre, dann weiß ich auch nicht.

GewerkschafterIn könnte ja zur Abwechlung mal über folgendes nachdenken:
Vieleicht würde das BGE auch den Mitgliederschwund verlangsamen oder sogar aufhalten!

Ich finde es schon extrem traurig, daß sogar in der WASG politische Richtungsänderungen und Handlungsalternativen nicht wirklich diskutiert werden sollen und werden (?). Ist ggf. auch hier bereits ein Einfluß (Unterwanderung) durch konservatives bis neoliberales Denken zu beobachten. Zum BGE gibt es IMHO atm keine Alternative. Die Gründe für ein BGE sind hier schon häufig genug diskutiert worden und leicht nachzulesen.

Natürlich können wir auch weiter zusehen, wie unser GG und das darin verankerte Sozialstaatsgebot bewußt langsam und schleichend außer Kraft gesetzt wird.

Denn dann lautet das zukünftige (Zitat leicht abgewandelt) Motto:

Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht leben :uebel:
 
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