Freier Mitarbeiter, Alg II und die Sozialversicherungen

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ExitUser

Gast
Hallo,

als s. g. "Fachkraft" habe ich mich die letzten 4 Monate mehr oder weniger verschenkt, weil ich in meinem Berich nichts in Teilzeit gefunden habe und mal wieder "rein" wollte.

Nun sieht es so aus, als könnte ich in dieser Firma nach Auftragslage als freier Mitarbeiter tätig sein. Das heißt dann aber, dass ich mich selbst versichern muss und evtl. immer wieder auf Alg II angewiesen sein werde/könnte.

Hat jemand Erfahrungen, wie das als freier Mitarbeiter gerade mit den Sozialversicherungen (Krankenversicherung, Rentenversicherung) am besten läuft?

Heute nach der Arbeit auf meiner 2. Stelle, werde ich mal zur Krankenkasse dackeln. Allerdings sind mehrere Auskünfte ja immer zuverlässiger als nur eine.

Rentenversicherung bringt zwar nicht viel, würde ich aber dennoch gerne zahlen. Etwas Privates abzuschließen ist mir momentan noch zu riskant, da ich nicht weiß, wie die Arbeit sich im Endeffekt darstellt. Vor allem werden mir keine festen Stunden garantiert.

Danke und lieben Gruß

wolle
 
E

ExitUser

Gast
Als erstest solltest du prüfen, ob du möglicherweise nicht als Scheinselbständiger einzustufen bist, der in Wirklichkeit der Versicherungspflicht unterliegt. Dazu kann man aber nichts Pauschales sagen, weil das von den Einzelfallumständen abhängt. Erforderlichenfalls verbindliche Statusfeststellung bei der Rentenversicherung beantragen.

Als Einstieg: Scheinselbständigkeit

Bei der Sozialversicherung bist du, kurz gesagt, auf dich selbst angewiesen. Arbeitgeberanteile wird dir keiner zahlen, weil du keinen hast. Eine Kranken- und Pflegeversicherung mußt du haben. Teilweise bestehen dort Mindestbeträge für die Beitragsbemessung,so daß du einen unverhältnismäßig hohen Beitrag wirst zahlen müssen. Näheres wird man dir hoffentlich dazu bei der Krankenkasse sagen können.

Bei der Rentenversicherung kannst du jederzeit freiwillige Beiträge einzahlen, wobei der monatliche Mindestbetrag derzeit € 79,60 pro Monat beträgt. Rückwirkend geht dies freilich nur zeitlich beschränkt. Ob sich das rentiert, ist eine ganz andere Frage. Bedenke bitte, daß dir keiner garantiert, welchen Effekt die Beiträge auf deine spätere Rente haben werden, wann du sie in Anspruch nehmen kannst und was sich in den kommenden Jahren noch alles bei den Rentengesetzen ändern wird.

Von privaten Rentenversicherungen solltest du besser die Finger lassen, denn da besteht im wesentlichen dieselbe Unsicherheit wie bei der gesetzlichen Altersrente (ungewisser Ertrag, keine Kontrolle über die Anlageform durch dich usw.).

Vielleicht wäre es die bessere Idee, das Geld auf klassische Art selbst anzulegen und zu sparen. Dann hast du wenigstens selbst die Kontrolle darüber.
 
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ExitUser

Gast
Wie erwähnt, kann mir der Arbeitgeber keine Arbeitsstunden garantieren; daher auch der Status als freier Mitarbeiter. Ich werde allerdings versuchen weitere Firmen als freier Mitarbeiter zu bekommen.

Der Mindestbetrag für die Reteneinzahlung ist ja schon recht hoch; da lohnt sich ein "privates Anlegen" wohl eher. Die Frage ist halt nur, wie sehr sich der Staat im Falle einer weitergehenden Benötigung von Alg II daran bedient.

Es ist schon eklig, dass man sich da nicht beraten lassen kann.

Wie gesagt: Ich gehe heute mal zur Krankenkasse und frage nach. Der Status als "freier Mitarbeiter" geht mir jetzt schon auf den Sack. ;)
 

gerda52

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pelz meinte:
Heute nach der Arbeit auf meiner 2. Stelle, werde ich mal zur Krankenkasse dackeln. Allerdings sind mehrere Auskünfte ja immer zuverlässiger als nur eine.
Was hat es mit dieser 2. Stelle auf sich? Ist die sozialversicherungspflichtig?
 

optimistin

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Es ist schon eklig, dass man sich da nicht beraten lassen kann.

doch kannst Du, über ein Existenzgründerseminar, wird über ESF bezahlt. Dann hast Du ein Konzept an der Hand und einen Unternehmensberater kannst Du auch in Anspruch nehmen.

Such mal wo und wann das nächste Seminar in Deiner Nähe statt findet. Bekommst Du im Netz meist über die IHK raus.
 
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Gast
Was hat es mit dieser 2. Stelle auf sich? Ist die sozialversicherungspflichtig?

Ne, das ist ein Job auf 400-Euro-Basis. Den habe ich schon länger und ich bin ja sooo treu. :icon_party:

Außerdem ist es recht schwierig für mich, Jobs in Teilzeit zu finden.

optimistin meinte:
doch kannst Du, über ein Existenzgründerseminar, wird über ESF bezahlt. Dann hast Du ein Konzept an der Hand und einen Unternehmensberater kannst Du auch in Anspruch nehmen.

Such mal wo und wann das nächste Seminar in Deiner Nähe statt findet. Bekommst Du im Netz meist über die IHK raus.

Oh, danke! Die Frage ist halt nur, wie ich das zeitlich die nächste Zeit hinbekomme, weil mich die Firma in den nächsten zwei Wochen dringend braucht.

Bevor jemand auf die Idee kommt, das ginge ja auch in den Abendstunden: Ich bin alleinerziehend und kann abends nicht, weil ich keine Betreuung für meinen Sohn habe. ;-)
 

optimistin

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einfach da mal fragen, wann die nächsten Lehrgänge stattfinden.
Da kannst Du das dann sicherlich auch zeitlich auf die Reihe bekommen.
Oder erst mal einen Unternehmensberater suchen. Da kannst Du auch alles zeitlich abstimmen.

solange Du noch ALG II bekommst, bist Du über das Amt versichert.
 

gerda52

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pelz meinte:
Ne, das ist ein Job auf 400-Euro-Basis. Den habe ich schon länger und ich bin ja sooo treu. :icon_party:
Okay, der Punkt wäre dann abgehakt. :icon_smile:

Schau Dich in der anderen Sache auch hier ein wenig um, freie Mitarbeit war meines Wissens dort schon des Öfteren ein Diskussionsthema. :icon_pause:
 
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ExitUser

Gast
Schön, hat sich sowieso alles erledigt. Die wollten mich für 400 Euro in eine 3/4-Stelle packen.

Ja, Deutschland leidet unter Fachkräftemangel. :icon_twisted:
 
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ExitUser

Gast
Wie lässt man sich zwei Wochen arbeit bezahlen?

Hallo,

hatte ja schon den Thread wegen "freier Mitarbeiter" und so.
Jene Firma, bei der ich bisher eine Sklavenvertrag hatte - 400 Euro, Stundenlohn 10 Euro, Überstunden werden nicht vergütet - möchte mich für zwei Wochen weiterbeschäftigen.

Natürlich möchten die mir den Sklavenvertrag verlängern. Aber irgendwann ist ja mal Schluss, wenn man als Programmierer arbeitet.

Die Frage ist nun, wie ich mir das am besten vergüten lasse, dass ich mich nicht ausbeuten lassen muss und mich steuerlich/krankenkassentechnisch wegen dieser zwei Wochen noch auf die Nase lege.

Aufstocken werde ich ja wohl oder übel sowieso müssen.

(Krankenkasse wurde bisher über die Fima abgerechnet, weil ich mit einem anderen Minijob über 400 Euro gekommen bin.)

Gruß, Kuss, Schluss :)

pelz
 
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