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Freibetrag und Kosten für KFZ ???

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Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo !

Ich bin Selbständig ( 3 Jahr ICH AG ) und erziele einen monatlichen Brutto Umsatz von € 1500,-.

Ich lebe in einer Bedarfsgemeinschaft mit meiner Partnerin und 2 Kindern ( 16 + 4 Jahre).

Es werden uns die nach SGB II § 30 Freibeträge bei Erwerbstätigkeit gegeben.

Nun kommt mein Anliegen bzw. Frage :

Bei den Freibetrag, die ersten € 100,- (pauschal) sind doch Fahrkosten usw. inbegriffen ??? Das bedeutet doch KFZ-Kosten, Benzin Kosten, Reparaturkosten usw.

Richtig ???

Für meine Selbständigkeit nutze ich unseren Privat Wagen (habe extra kein Firmen Wagen da mir die 1% Regelung nicht weiter bringt) und setze nur die Benzin Kosten in den Firmen Büchern ab (die ich für die Selbständigkeit fahre).

Ist das Richtig so ? Oder bekomme ich so doppelt bezahlt ? Einmal den Pauschalen Freibetrag € 100,- und Benzinkosten in den Büchern !!!

Oder sollte ich lieber statt die Pauschalen € 100,- die tatsächlichen Kosten errechnen lassen (Haftpflich, Steuern, Reparaturen, Benzin) und als Freibetrag nehmen und in den Geschäftsbüchern keine Benzin Rechnungen mehr rein nehmen.

Über Antworten wäre ich sehr dankbar !!!

Gruß

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Arco

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#2
.... sehe dir doch mal diesen Link an

http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?t=13261&start=0&postdays=0&postorder=asc&lighter=

So hat die Ermittlung des Einkommens aus Erwerbsarbeit nach § 30 Abs. 1 SGB II streng nach den Regelungen der Einkommensteuergesetzgebung zu erfolgen.
Wenn sich die Arge auch daran hält, wäre die Antwort klar - Oder ? ?

Nur mal grundsätzlich, der Grundfreibetrag von 100 Euro gilt für jeden der Erwerbseinkommen hat -

..... aber nur für die, die unter 400 Euro Erwerbseinkommen haben ! !

Diejenigen die 401 Euro und mehr haben, können die exakten Kosten (so auch die Fahrtkosten) geltend machen .....

Aber wie gesagt, da muß dein SB auch ein bisserl mitdenken und die Bestimmungen kennen :hihi: :hihi: :pfeiff: :(
 

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Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#3
Hallo !


erstmal schönen Dank für die Antwort.

Ist es denn nun wirklich so, dass ich einmal die 100 € pauschal bekomme und meine Spritkosten auch noch komplett in den Büchern absetzen darf ?

Gruß

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Martin Behrsing

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#4
äh wenn Du Deinen Wagen für die Firma einsetzt, kannst Du die Benzinkosten nicht extra geltend machen. Dafür werden die Pauschalen des Finanzamtes genommen, die abschließend sind. Also pro gefahrenen km wird abgerechnet. Darin sind dann Bezin, Reparaturen etc. drinnen enthalten.
 

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#5
Hallo !

erstmal Danke für die Antworten.

Und trotzdem brennt mir immer noch folgende Frage unter den Nägeln:

Darf ich die 100 € pauschal Freibetrag der ARGE nehmen. Und zusätzlich die Benzinkosten in den Büchern absetzen ?

Mir kommt es so vor, dass ich dadurch doppelt begünstigt werde ??

Gruß und Dankeschön

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  Th.Starter/in  
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#7
Danke für die vielen Antworten.

Leider habe ich meine Frage immer noch nicht richtig beantwortet bekommen.

Kann ich nun die 100 € Pauschalfreibetrag nach SGB II § 30 nehmen (bekomme ich ich jetzt) und zusätzlich setze ich die betrieblichen Benzinkosten komplett in den Büchern ab.

Oder findet somit eine Überzahlung statt und ich müsste im nächsten Jahr bei der ARGE die in den Betriebsausgaben abgesetzten Benzinkosten zurückzahlen ?

Denn schliesslich nehme ich einmal den Pauschalbetrag und setze zusätzlich meine Benzinkosten in den Büchern ab.

Findet da dann nicht eine Doppelvergünstigung statt ?

Danke und Gruß
 

Arco

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#8
:shock: :pfeiff: du bist doch selbstständig seit 3 Jahren und hast doch bestimmt in dieser Zeit schon mit dem Finanzamt deine Steuern abgerechnet - oder nicht ? ?

Also, lese dir doch ganz einfach die Antwort # 04 von Martin nochmal durch 8) 8)
 

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  Th.Starter/in  
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#9
Vor 3 Jahren gab es diese Regelung aber doch noch nicht mit den 100 € Freibetrag.

Uns betrifft diese Neuregelung erst ab diesem Jahr Mai !
 

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  Th.Starter/in  
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#10
Hallo,

vielleicht drücke ich mich nicht richtig aus oder ihr versteht mich nicht richtig...

Wir sind 2 Erwachsene, 2 Kinder und erhalten somit den Höchstbetrag von Freibeträgen die es gibt, Verdienst ist genau 1500 € Brutto im Monat.


Ich möchte jetzt mal 2 Beispielrechnungen machen:

Beispiel 1 (wie es bei uns jetzt berechnet wird)

1500 € Bruttoeinnahme

- 500 € Betriebsausgaben

= 1000 €

- 310 € Freibeträge

= 690 € anzurechnendes Einkommen


Die 100 € Grundfreibetrag sind doch jetzt eigentlich schon belegt, dass die Firma Mehrausgaben hat - Betriebsausgaben. Da dürfte doch bei der Abrechnung der Freibeträge (310 € ) nicht mehr die 100 € Grundfreibetrag drin sein, denn der soll ja Werbungskosen, KFZ Kosten etc. pp decken. Diese sind aber in den Betriebsausgaben ja schon alle drinne.



Beispiel 2:


1500 € Bruttoeinnahme

- 500 € Betriebsausgaben

= 1000 €

- 210 € Freibeträge (ohne die 100 € Grundfreibetrag, denn die sind ja durch die Betriebsausgaben ja schon belegt)

= 790 € anzurechnendes Einkommen


Beispielrechnung 2 müsste doch so richtig sein ? Denn dadurch haben wir ja eine monatliche Überzahlung von 100 €.

Über Antworten würde ich mich freuen.

Danke & Gruss
 
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#11
Ist das ein Witz

Wenn du 3 Jahre schon selbständig bist und so eine einfache geschichte nicht auf die Reihe bekommst stimmt wohl was nicht!

Dein Einkommen errechnet sich aus der Summe der Betriebseinnahmen minus der Betriebsausgaben.
Das ist dein vorläufiger Bertriebsgewinn !!
Dieser ist noch um Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu bereinigen.
Was dann überbleibt ist dann dein Einkommen.
Dieses wird mit deinem Leistungssatz verrechnet .
Die ersten 100 € sind aber anrechnungsfrei als Pauschale.

wenn du deinen privatwagen für die Firma einsetzt mußt du nach dem deutschen Steuerrecht ein Fahrtenbuch führen.
Dann sind alle betrieblich gefahrenen KM nach einem bestimmten satz abzugsfähig.

Damit fährst du immer besser als mit den Benzinrechnungen die du überhaupt nicht absetzen darfst.

Michael
 

Arco

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#12
... :hihi: :hihi:

also so grass (ich meine jetzt nicht den Günther G) wollte ich das GESTERN nach der letzten Frage nicht beantworten ;) ;)

Aber so ähnlich hätte ich das auch geschrieben :mrgreen:

(nichts für ungut)
 

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  Th.Starter/in  
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#13
@ Michael:

erstmal, was hat die 100 € Pauschale mit der der Dauer meiner Selbstständigkeit zu tun ? Vor 3 Jahren gab es diese Regelung noch nicht !!!

Und dann: Weisst Du wofür die 100 € gedacht sind ?

Die sind nämlich eine Pauschale, so wie Du es schon schreibst, und hab ich Mehr als die 100 € Pauschale im Monat, so kann ich die darübergehenden Kosten geltend machen.

Wer hat Dir denn erzählt, dass ich keine Benzinrechnungen absetzen darf ?

Entweder gibt es KM Pauschale oder meine Benzinrechnung - so wie es für mich am besten ist.

Ausserdem diskutieren wir hier nicht über ein Fahrtenbuch - abgesehen davon ist meine Frage immer noch nicht beantwortet...

Die Frage ist ganz eindeutig:

Wenn ich 100 € Pauschalfreibetrag nehme (gedacht für Fahrt, - Werbungskosten & KFZ Steuer) stehen mir diese doch eigentlich garnicht zu, da ich ja sämtliche Betriebsausgaben von den Einnahmen schon abziehe.

Deutlich gesagt: Sämtliche Betriebsausgaben gehen aus den Büchern raus.

Bedeutet: 100 € Pauschale zu Unrecht jeden Monat bekommen !!!!

Der Hammer wäre, wenn die Abrechnung 2007 kommt. Die ARGE sagt dann die 100 € Pauschale hätten ihnen nicht zugestanden. Bitte Rückzahlung der 1200 € für das Jahr 2006...........

So würde ich das mit logischem Menschenverstand sehen.


Edit:

ich hab mich grade noch etwas umgesehen:

Folgende Seite habe ich gefunden (im übrigen gehört die zu eurer Seite)

http://www.erwerbslosenforum.de/nk.htm

Dort steht folgendes:

Wenn das Bruttogehalt 400 Euro übersteigt, kann der Grundfreibetrag durch die tatsächlich nachgewiesenen Ausgaben für Versicherungen, Altersvorsorge und Werbungskosten ersetzt werden, falls die Summe höher ist als 100 Euro.
Beachte das Wort ersetzt !!!![/quote]
 

Arco

Forumnutzer/in

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#15
@ next :shock: :shock:

.... also dann mache ich dir eine Vorschlag;

" stelle den Antrag das du auf die dir evtl. zustehenden Grundfreibetrag von 100 Euro verzichtest ! ! "

Und dann würde ich auch noch vorschlagen NICHT mal einen Steuerberater zu fragen wie eine richtige Abrechnung auszusehen hat :pfeiff: :pfeiff:

Achsooo, an deiner Stelle würde ich mir NICHT mal z.B. das Buch von KONZ " tausend legaler Steuertricks" kaufen - denn da könnte auch drinstehen was der Unterschied ist zwischen den Berechnungsarten für die Fahrtkosten bei Selbständigen etc........

Nur mal sooooooo ;) ;)

Ansonsten schließe ich mich immer noch den Ausführungen von Michael an :mrgreen: :mrgreen:

(tschuldigung - muße mal geschrieben werden)
 

Beamter

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#16
Hallo meine Damen und Herren,
es ist ein sehr intresantes Thema hier.
Und doch hat keiner die richtige Handhabung erfasst.
Gewinn eines Selbständigen ist nicht einfach Steuerbescheid
Gewinnsumme gleich Nettogewinn...
Das mag vielleicht für das Finanzamt zutreffen doch aber nicht unbedingt für die ARGE.
Seid dem Hartz IV mehr kostete als erwartet, wird hier ein schritt tiefer
gegangen.
Was ein Steuerberater in der Einkommensteuererklärung eines Selbständigen der zusätzlich Hartz IV bezieht errechnet trifft für die Finanzämter zu.
Doch die Argen rechnen etwas entscheidendes anderes:
Pauschal Freibeträge in der Einkommensteuererklärung die nicht der ARGE belegt werden können (Rechnung,Quittung usw.).WERDEN ZURÜCK GERECHNET.
Da diese ja nicht verbraucht worden, es würde ja sonst kein PAUSCHALBETRAG sein.
Gleiches gilt auch für Pauschalbeträge/Absetzungen wie Telefon usw. die
einen Privaten Mitnutzunganteil haben.
Dies alles wird der Summe des Steuerbescheids drauf gerechnet.Und damit steigt logischerweise der Wirtschaftsjahres Gewinn.
Die ARGEN DÜRFEN,KÖNNEN und WERDEN 2007 die Geschäftsbücher sowie Summen+Salden Listen einsehen.
Sinn und Zweck ist der Hintergrund das viele Selbständige ihre Ausgaben
mit Absieht hoch erwirtschaften.
MIT DEN MOTTO: ALLES WAS ICH KAUFE ZAHLTJA DIE ARGE.
Weniger Einnahme gleich mehr Hartz IV..!
Die ARGEN können sogar soweit gehen das sie manche Anschaffungen nicht anerkennen werden und einen Selbständigen UNWIRTSCHAFLICHES HANDELN vorwirft.
Beispiel:Ein Gärtner braucht nicht gleich für eine kleine Rasenfläche ein Aufsatzmäher.
Gleiches gilt für das MOTTO:Warum soll ich alles alleine machen.Ich hol
mir einen 400€ Mann,400€ weniger in der KASSE heißt ja 400€ mehr von der ARGE..!
Es gibt noch viele andere Möglichkeiten einen Selbständigen mit Hartz IV
Bezug in die KARTEN zu schauen.
Viele werden nun denken und sagen: Also doch Selbständige 2. Klasse.....
Ja mag vielleicht sein,der Gesetzgeber muß sich für diese Gruppe eine andere Regelung einfallen lassen.Das Ziel kann nicht nur HEISSEN
Einnahme einzelnder gleich KOSTENERSPARNIS.Überdenkt man welches RISIKO Selbständige auf sich nehmen.
Und eigentlich nichts übrig bleib als der Hartz IV Satz plus Freibetrag..!!?
Nun genug.....

Einen schönen Abend

Beamter

Der übliche :Meine Posts stellen meine persönliche Meinung dar und erheben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit. Sie stellen erst recht keine Rechtsberatung dar.
 
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#17
ja ja

Sehr geehrter Herr SB,

ich glaube wir habe hier etwas verwechselt.

Wenn der Umsatz höher als 400 € ist wird natürlich keine Pauschale von 100 € abgesetzt.

Aber einen Freibetrag von 100 € hat mann bei der Einkommensanrechnung.

Wenn du/sie eine Betriebsprüfung bekommen und sie haben kein fahrtenbuch werden sie eine Menge nachzahlen müßen.
Ab dem nächsten Jahr müßen sogar Leute die die 1% regelung nutzen ein Fahrtenbuch führen.

Bedenke bitte immer das das Quittungen sammeln auch logisch sein sollte da auch der Betriebsprüfervom FA nicht doof ist.
Der kann sich ganz schön angepisst fühlen wenn jemand mit so einer Geschichte kommt.

@ Beamter
da kommen die Argen und werfen einem selbstständigen unwirtschaftliches verhalten vor ????????
na da wäre wir ja alle im Club.

Meine Arge sagt das ich mit privaten Eigentum keinen Gewerblichen Gewinn erzielen kann und darf.
jetzt muß ich mir meine ganze Ausrüstung nochmal neu kaufen damit ich damit damit einen gewerblichen Gewinn erwirtschaften kann !

Unwirtschaftliches Verhalten :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

das hält doch vor keinem Gericht der Welt stand.
Nun zu deinem Gärtner:

der gärtner möchte gerne große rasenflächen mähen damit er damit auch viel geld verdient. (mann nennt es auch kapitalismus)
Also muß er sich jetzt erstmal einen großen Rasenmäher kaufen.
Diesen kann er sich aber nur von dem geld kaufen das er vorher erwirtschaftet hat.
Nun bekommt er aber vieleicht trotz zusage den Auftrag eine große Rasenfläche zu mähen nicht. dann hat er immer noch den großen mäher.
was soll da sanktioniert werden?

wie will den jemand von einer arge bewerten was unwirtschaftliches verhalten in der freien wirtschaft ist ?
die argen sind die größten geldvernichtungseinrichtungen überhaupt!
Wenn die mitarbeiter eines tages mal aufgeklärt werden was unwirtschaftliches verhalten bedeutet dan gehen die doch alle in den keller und hängen sich auf vor lauter schamgefühl wen sie das noch haben.

was ist den wenn die Arge sagt diese Anschaffung müßen sie nicht machen und der Selbständige bekommt einen Auftrag nicht weil ihm dieses fehlt ?

Michael
 

Arco

Forumnutzer/in

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#18
@ Beamter


:kinn: :kinn: das muß aber noch immer nicht heißen das wie die Argen das gerne rechnen wollen auch so richtig ist :pfeiff: :pfeiff: :pfeiff:

denn es heißt und schon mal am Anfang hereingestellt:

.... sehe dir doch mal diesen Link an

http://www.elo-forum.org/forum/view.....ostorder=asc&lighter=

Zitat:
So hat die Ermittlung des Einkommens aus Erwerbsarbeit nach § 30 Abs. 1 SGB II streng nach den Regelungen der Einkommensteuergesetzgebung zu erfolgen.
Und nun ? ? ? wie sind die Bestimmungen der Einkommenssteuergesetzgebung ;) ;)
 

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#19
Hallo Beamter,

Danke für deine Infomationen.

Gleiches würde dann ja wohl auch automatisch für ein Arbeitszimmer bedeuten ??

Die komplette Miete bekomme ich von der Arge gezahlt und ein Arbeitszimmer davon setze ich in den Büchern ab.

Würde bedeuten, dass das Arbeitszimmer 2 mal gezahlt wird, einmal von der Arge und einmal setz ich es in den Büchern ab.

Na toll: Wirklich Selbstständige 2. Klasse. Ich bin geschockt :?

Gruss Next
 

Beamter

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#20
Richtig Next.....
Es wurde leider verpasst bei der Bedarfsrechnung nach zu fragen ob Zimmer bzw. Wohnfläche als Arbeitsraum genutz werden.

LOGISCHERWEISE kann die ARGE nicht in den Bedarf die Komplette Miete einrechnen und Teile werden dann in den Büchern als Arbeitsfläche abgesetzt und somit den Gewinn verringert.

Dieses gilt grundsetzlich für alles was Pauschal,Privatmitnutzung und schon Übernommen wurde (MIETE).

Leider tat man sich von Anfang an mit den Sebtständigen schwer..!

:cry:

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Martin Behrsing

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#21
Hallo Beamter,
ich will dir ja nicht zu nah treten. Ich glaube nicht, dass dies so laufen wird.
1. sind die meisten Sachbearbeiter gar nicht in der Lage dies alles zu beurteilen und zu berechnen.
2. wird dies an Sozialgerichtlichen Entscheidungen scheitern
3. werden dann viele gezwungen sein, ihren Laden an den Nagel zu hängen.
4. Bei angestellten Mitarbeitern bedeutet dies: Arbeitslosigkeit. Hier in Bonn will die Arge z.B. nicht die Lohnsteuer, Sozialversicherung und das Gehalt von Mitarbeitern anerkennen. Und diese Selbstständige hat direkt 2 festangestellte Mitarbeiter. Sie ist nur in dieser Misere, weil sie per Zwang in eine BG gesteckt wurde.
Ich glaube auch, dass dein aufgestelltes Szenario des Sozialbetruges von Selbstständigen genauso haltlos ist, wie bei sonstigen ALG2-Empfängern. So zwischen 0,7-1%.
 

Beamter

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#22
Hallo Martin,
Deine Punkte möchte ich wie folgt beanworten:
1. Jede Arge hat oder wird noch in dieses Jahr Steuerfachangestellte
bekommen die nur für die Selbständigen zuständig sein werden.
2. Sozialgerichtliche Entscheidungen wird es auf jeden Fall geben,zu
welchen gunsten diese ausfallen werden sei dahin gestellt.
3. Dieses wird sich leider Wohl oder Übel nicht vermeiden lassen.
4.Ein Sozialbetrug wird den Betroffenden nicht unterstellt (dieses wäre so auch nicht Haltbar),vielmehr soll die Regelung erreicht werden das Selbständige die gleichzeitig in Hartz IV Bezug stehen Ihren Steuerberater darauf aufmerksam machen das dieser keine Pauschal Beträge nach Deutschen Steuerrecht in de Steuererkläruneinsetzten.Sondern nur die Tatsächlichen Ausgaben die durch Rechnungen belegt sind.
Denn jeden sollte einleuchten sein das der Staat (ARGE) nicht die
Wohnraum Miete komplett übernehmen kann und Teile davon werden dann als Betriebenutzung in den Büchern abgesetzt.Dieses ist eindeutig eine doppelt Begünstigung des Betreffenden.Gleiches gilt beim Telefon mit Privaten Nutzungsanteil und anderen Pauschal Absetzungen.
Es wird immer schwer sein eine Gruppe unter einen Hut zu bekommen,dabei wird es immer Verlierer und Gewinner geben.
Der Gesetzgeber ist am Zug sich gedanken zu machen das Selbständige nicht wie erwerbstätige in Abhängigkeitsverhältnis zu handhaben sind.

Leider wird bis dahin vielen das Wasser bis zum Halse stehen.....

Gruß Beamter

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar.
 
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#23
Na aber hallo

da werden sich ja die mitarbeiter der Arge bei mir freuen wenn da so ein schönes französisch sprachiges Fräulein eingestellt werden muß.

Mein Betrieb hat seinen Sitz in belgien und da gilt belgisches Steuerrecht.

Ach wie ich es liebe wenn mann nur lang genug vorausschauend denkt.

bei einigen Sachen muß ich dir natürlich recht geben .

zb. mit der Wohnungsmiete, Pauschalbeträgen usw. das ist ne sauerei.
Andererseits wird es vielen Selbständigen helfen wenn da auf einmal jemand sitzt der überhaupt weiß wovon mann spricht.

ich habe da auch so ein highlight.

Der SB meiner Freundin (sie ist als Einzelunternehmerin Selbständig, natürliche Person) das sie privat eine nätürliche Person sei und gewerblich sei sie eine Juristische Person.

Wenn das nicht so ernst wäre würde ich mich weglegen vor lachen.

michael
 
E

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Gast
#24
Next sagte :
Hallo Beamter,

Danke für deine Infomationen.

Gleiches würde dann ja wohl auch automatisch für ein Arbeitszimmer bedeuten ??
Die komplette Miete bekomme ich von der Arge gezahlt und ein Arbeitszimmer davon setze ich in den Büchern ab.

Würde bedeuten, dass das Arbeitszimmer 2 mal gezahlt wird, einmal von der Arge und einmal setz ich es in den Büchern ab.

Na toll: Wirklich Selbstständige 2. Klasse. Ich bin geschockt :?

Gruss Next

Nein, dem ist nicht so!

Mein Arbeitszimmer wird nur in den Zeiten von der Arge "bezahlt", in denen kein entsprechender Gewinn erwirtschaftet wurde, habe ich Gewinn gemacht -- und das ist derzeit überwiegend der Fall -- wird das Arbeitszimmer, sowohl in Sachen Nebenkosten, wie auch in Sachen Miete nicht von der Arge "übernommen", genauso wie sich durch den Gewinn -- nach Abzug der "Hinzuverdienstpauschalen" -- der Bedarf und somit der von der Arge ausgezahlte ALGII- bzw. Aufstockungsbetrag mindert. Bei der Steuer wird das Arbeitszimmer jedoch immer als die Betriebsausgabe geführt die es steuerlich ja auch ist.

Dazu nur mal so am Rande.
Ohne "eheähnliche Gemeinschaft" bekäme ich keinen Cent von der Arge und der dann auszuzahlende ALGII-Betrag wäre für die Arge grössten Teils wesentlich geringer. Hier kostet die eheähnliche Gemeinschaft mal richtig Geld - auf's Jahr umgerechnet. ;)

Gruß, Anselm
 
E

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Gast
#25
Beamter sagte :
Hallo Martin,
Deine Punkte möchte ich wie folgt beanworten:
...
Denn jeden sollte einleuchten sein das der Staat (ARGE) nicht die
Wohnraum Miete komplett übernehmen kann und Teile davon werden dann als Betriebenutzung in den Büchern abgesetzt.Dieses ist eindeutig eine doppelt Begünstigung des Betreffenden.Gleiches gilt beim Telefon mit Privaten Nutzungsanteil und anderen Pauschal Absetzungen.
Ich, als Selbstständiger habe sowohl eine privaten, als auch einen geschäftlichen Telefonanschluss und dies wird auch strikt getrennt. Dass der geschäftlich genutzte Anschluss nicht privat genutzt wird ist anhand des Einzelverbindungsnachweises zu belegen.

Die Kosten für das Arbeitszimmer werden nur dann als Bedarf anerkannt wenn dem keine entsprechenden Einnahmen gegenüber stehen. In den Büchern für's Finanzamt wird das Arbeitszimmer jedoch immer und zurecht als Betriebsausgabe geführt. Du musst die Zahlung der Arge dafür -- die wird ja nur in Einnahmelosen oder Einnahmeschwachen Zeiten gezahlt -- als "Hilfe" zur Erhaltung des Arbeitsplatzes sehen um zu verstehen warum dies so ist. Ideologiedenken wie "Der Steuerzahler finanziert Selbstständigen Vorteile." (CDU/CSU-Hetzsprache) ist hier letztendlich Kontraproduktiv für den Staat und somit für den Steuerzahler.

Die Arge prüft hierbei auch mit Argusaugen in Sachen "armrechnen". So würden z.B. niemals die Kosten für einen Armanianzug bei einem selbstständigen Hausmeister als Betriebsausgabe anerkannt, bei einem in der Finanzwirtschaft tätigen Selbstständigen hingegen schon eher. Du verstehst was ich damit meine?

Beamter sagte :
Leider wird bis dahin vielen das Wasser bis zum Halse stehen.....

Gruß Beamter
...
.
"Beamte" bzw. Angestellte des Staates müssen eben erst lernen so wirtschaftlich zu denken dass sie sich durch ihr bisheriges Ideologiedenken, nicht letztendlich selbst "bescheissen", was sie auch machen, wenn sie glauben zuviel kürzen und zumeist völlig unqualifiziert "lenken" zu müssen. :idee:

Ohne "eheähnliche Gemeinschaft" z.B. würde sich der Staat auch in meinem Fall nicht letztendlich selbst "verhartzen". :lol:

Frage an dich @Beamter:

Bin ich nun ein Betrüger oder "Parasit, weil ich mich gezwungenermaßen an das Gesetz halte und bei der eheähnlichen Gemeinschaft nicht versuche zu betrügen, sondern diese, nach inzwischen fast 20jährig bestehender "Einstandsgemeinschaft", zugebe, obwohl ich dadurch steuerlich letztendlich -- gegenüber Verheirateten in gleicher Situation -- benachteiligt werde, der Steuerzahler aber auch in gewisser Weise? :hmm: :kratz:

Für 2D-Denker.
Auch das ruinieren eines Selbstständigen, durch scheinbar für den Staat vorteilhafte interpretierte Regelungsanwendung, kosten diesen letztendlich weit mehr Geld, als er durch die scheinbaren Vorteile erstmal behält. :idee:

Gruß, Anselm

EDIT:
Ich werde in Kürze soviel Überschuss erwirtschaften dass die "eheähnliche" Gemeinschaft entharzt werden kann. Danach jedoch wird die ehehähnliche Gemeinschaft aufhören zu existieren, bzw. werden Wohnungen und Konten getrennt, denn solange wir als Erwerbstätige vom Staat steuerlich wie Singles veranschlagt werden, im Notfall jedoch vom selben Staat so gehandlet werden, als hätten wir zuvor die Steuervorteile von Ehepaaren "geniessen" können, solange ist es im Sinne der Menschenwürde und nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz vertretbar, sich diesem Betrug von Seiten des Staatsapparates per Faktenanpassung entgegen zu stemmen.
 

Beamter

Elo-User/in

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#26
Hallo !
Meine Beiträge sollten ein TIP sein, wie die ARGEN das in einzelnen umsetzen sei dahin gestellt.
Auf jeden Fall die ARGE diese Möglichkeit ab 2007 haben wird und somit die Möglichkeit
hat alle 2006 Steuerbescheide einschliesslich Salden und Summen Listen unter die Lupe kann.
Dabei wird wohl auch nach erzielten Jahresumsatz gegangen.
Vor Strafen oder Verwarnungen braucht sich keiner zu fürchten.Es werden nur einzelne
Absetzungen in der Steuererklärung nicht von der ARGE anerkannt.Grössere Ausgaben die über der 410€
Netto Grenze liegen werden wohl oder über genaustens Erklärt werden müßen.Eine Ausrede ich hätte mir
dieses für die Firma zugelegt und den Auftrag dann doch nicht bekommen wird auf jeden Fall nicht
aktzeptiert.
Die Regel heißt erst Auftrag dann Anschaffung und dann sollte es noch in der Realität stehen.
Ferner sei auch nochmal ganz deutlich gesagt. Das jeder Selbständige der Förderung zu seiner
Selbständigkeit und Hartz IV bezieht der ARGE sowieso immer Rechenschaft schuldig ist und seiner
Meldepflicht nach kommen muß.
SGB II § 59 - SGB III § 309 + SGB II § 60
Dieses bezieht sich auf das nördlichste Bundesland.Ob es in anderen
Bundesländern so kommen wird kann ich nicht sagen,vermute es aber stark....

Gruß Beamter




Zitat eines anderen Forums:

Ich gehe davon aus, dass Du den Beitrag #16 von Beamter meinst.
Das war schon nach BSHG-Recht und auch bei der Nebenbeschäftigung als Selbstständiger nach dem SGB III
so, dass nicht alle Positionen berücksichtigt wurden.
Teilweise macht das auch tatsächlich Sinn.
In die EST-Erklärung kann ich zum Beispiel im Privatvermögen vorhandene Dinge in das Betriebsvermögen
einbringen und dann als Einlage absetzen. Da diese Dinge aber schon vorhanden sind, ist diese Regelung
jedenfalls im BSHG/SGB II-Recht nicht sachgerecht.
Ob die ARGEn da an dieser Stelle überziehen werden und so die Leute im Grunde in den Ruin treiben,
oder ob sie das Instrument mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl handhaben und auf diese Art dafür
sorgen, dass sich nicht jemand auf Kosten des Staats saniert, wird man abwarten müssen und ist sicher
auch von dem Sachbearbeiter abhängig.
Wie die Gerichte das dann sehen, bleibt ebenfalls abzuwarten.
 
E

ExitUser

Gast
#27
Beamter schreibt:
Seid dem Hartz IV mehr kostete als erwartet, ...
Diesen Satz kann ich unmöglich so stehen lassen.

Nur auch dir, Beamter, zur Erinnerung: Die Dauer der Versicherungsleistung Arbeitslosengeld 1 wurde für viele Versicherte drastisch gekürzt. Sie wurden in Alg 2, das aus Steuergeldern gezahlt wird, gedrängt. Dabei handelt es sich überwiegend um die über 50jährigen, die Jahrzehnte in diese Versicherung eingezahlt haben, meist länger als 35 Jahre. Woanders nennt man so etwas Versicherungsbetrug.

Die Kosten für Hartz IV waren erkennbar. Die Entwicklung, die durch Arbeitsplatzabbau von Unternehmen, auch von staatlichen Unternehmen, abzusehen war, wurde in verschleiernder Absicht kleingerechnet. Das politische Ziel mußte erfolgverspechend sein, um umgesetzt werden zu können. Die Propaganda dafür funktioniert so gut, dass Nichtbetroffene es heute immer noch für bare Münze nehmen.

Beamter, vergiß bitte nicht die diesen Alg-2-Kosten gegenüberstehenden Gewinne in Alg 1, die sich lt. Aussagen der BA auf über 6 Milliarden Euro belaufen. Letzte Schätzungen sprechen sogar von 9 Milliarden.

Wenn die Politiker so grob fahrlässig schätzen, sollen sie wenigstens wissen, dass diesen Lügen und Entstellungen nicht jeder Glauben schenken darf.

Viele KMUs könnten Fördergelder vom Staat erhalten, bzw. geförderte Mitarbeiter (über 50jährige Lanzeitarbeitslose). Tun es aber nicht, weil sie für die Abrechnung der Fördergelder so horrende Zusatzkosten haben, dass es sich nicht mehr für sie rechnet.

Du lieferst in deinen Beiträgen für die nichtunternehmerische Denkweise der Ämter unbedarft eine Reihe von Beispielen. Auch die Anschaffung eines Gerätes für einen zugesagten und dann doch nicht erhaltenen Auftrag ist solch ein Beispiel. Auch heutzutage kann man manche Geräte nicht wie Brötchen beim Becker kaufen. Es gibt Lieferfristen. Kaufe ich ein Gerät erst, wenn der Auftrag sicher "im Sack" ist, kann ich die Lieferzeit u.U. nicht halten. Der Kunde springt nachträglich trotzdem ab.

Ich will gar nicht verleugnen, dass es auch solche geförderten Selbständige gibt, die versuchen, die Situation auszunutzen. Mit unternehmerischem Denken hat das dann aber wenig zu tun. Vielmehr sollte ein Selbständiger seine Entwicklung realistisch einschätzen.
Eine Fehlinvestition kann trotz aller Vorausschau geschehen. Dann sollte eine Lösung in beiderseitigem Interesse gefunden werden. Leider geben das die starren Richtlinien, die internen Anweisungen und die geringen unternehmerischen Kenntnisse und Denkansätze von Beamten dies nicht her.

Ich kann jedem, der sich selbständig machen möchte, nur raten, die Risiken, die er mit der Annahme von Fördermitteln eingeht, nicht zu unterschätzen. Die von Arbeitsamt angebotene finanzielle Hilfe kann nur mit einem erheblichen Mehrauffand an Zeit für Antragstellungen, Rechenschaftslegungen und doppelter Abrechnung wettgemacht werden. Wer diese Zeit und die Nerven dafür hat, kann es tun. Alle anderen sollten die Finger davon lassen.

Nach fast 10 Jahren Leitung eines solchen geförderten KMU mit im Mittel 20 Mitarbeitern, weiß ich, wovon ich rede. Und die Bedingungen sind nicht leichter geworden.
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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