Freiberufliche Tätigkeiten - schlechtere Voraussetzung? (1 Betrachter)

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franzi

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Selbstständige Tätigkeiten:Im Lebenslauf führt man es an, aber man hat ja für die Zeit keine Zeugnisse. Man kann sich ja selbst kein Zeugnis ausstellen.
Wenn also die letzte ausgeübte Tätigkeit eine Selbstständigkeit war, die z. B. mehrere Jahre andauerte, hat man dafür kein Zeugnis.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass das ein Problem darstellt und man es schwerer hat, wenn man aus einer selbstständigen Laufbahn heraus eine "normale" Anstellung sucht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bewerber mit Zeiträumen beruflicher Selbstständigkeit im Lebenslauf nicht so gerne genommen werden als jene Bewerber, die immer nur im Angestellten-Verhältnis tätig waren - oder täusche ich mich da?

Macht es einen schlechten Eindruck, wenn man z. B. nebenbei ein Gewerbe hat?

Irgendwie erscheinen mir die Arbeitgeber da etwas zu zögern, solche Bewerber einzustellen. Vielleicht haben die Angst, dass man zu viele unternehmerische Kenntnisse hat, zu eigenständig agiert, zu wenig unterwürfig ist?

Auf manche Arbeitgeber wirkt wohl auch eine "gescheiterte Selbstständigkeit" als Makel, auch wenn man diese Tätigkeit nicht aus unternehmerischen Gründen aufgegeben hat.
Der Arbeitgeber denkt sich: "Der hat´s halt mal probiert, hat es dann aber nicht weiter durchgezogen oder musste es aufgeben."
 

Hartzeola

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Irgendwie erscheinen mir die Arbeitgeber da etwas zu zögern, solche Bewerber einzustellen. Vielleicht haben die Angst, dass man zu viele unternehmerische Kenntnisse hat, zu eigenständig agiert, zu wenig unterwürfig ist?
Ich glaube, das ist es. Es ist auch schwer, nach der Selbständigkeit eigene Einstelung zu ändern. Kollegen? Was ist das? Teamarbeit? Fremdwort! Die Arbeitgeber wissen davon, fehlende Zeugnisse spielen die zweite Rolle.
 

franzi

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Als ehemals Selbstständiger hat man ja auch die Fähigkeit, Arbeit "zu sehen", man packt an, ohne dass man auf jeden Handgriff hingewiesen werden muss.
Man hat gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Abläufe sinnvoll und reibungslos zu gestalten usw.
Ich habe oft erlebt, dass Mitarbeiter, die eigenständig sind und aktiv mitdenken, sich persönlich engagieren im Rahmen der corporate identity, gar nicht so gerne gesehen sind.
Das steht zwar immer in den Anforderungen der Stellenanzeigen. Konkret aber wird dann doch wieder jemand ausgewählt, wo die unterwürfige Haltung überwiegt. Gut manipulierbare Befehlsempfänger sind aus meiner Erfahrung immer die erste Wahl.

Das mag vielleicht in höher qualifizierten Bereichen, wie z. B. bei Akademikern, anders sein. Bei den herkömmlichen einfacheren Berufen ist es nicht so.

Gerade in kleineren Betrieben hat der Chef doch ein starkes Bedürfnis nach Respekt und Gehorsam. Ich habe schon Vorgesetzte erlebt, die verunsichert reagieren, wenn sie merken, der Bewerber hat tatsächlich was in der Birne.
Im Vorstellungsgespräch wirken diese Chefs dann arrogant und distanziert und man merkt an deren Körperhaltung, dass sie abblocken (verschränkte Arme, dominantes Verhalten, kühler Händedruck ...).
 

timco

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Ich glaube, das ist es. Es ist auch schwer, nach der Selbständigkeit eigene Einstelung zu ändern. Kollegen? Was ist das? Teamarbeit? Fremdwort! Die Arbeitgeber wissen davon, fehlende Zeugnisse spielen die zweite Rolle.
seh ich genau so....ich denke dass kann auch mal ziemlich kompliziert werden, nicht mehr der eigene herr seiner selbst zu sein. links und rechst zu gucken etc. pp....
jedoch gibt es auch eine andere seite der medaille, du kannst genauso sehr gute erfahrugen machen und deine einstellung dazu ändern! ich meine es gibt hunderte vorteile im team zu arbeiten. wie gesagt alles eine frage des typs!
viele grüße
 
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