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Frauen machen's billiger

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edy

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#1
Schattenseiten der Globalisierung: Frauen machen's billiger

30 Millionen Menschen weltweit arbeiten in Textilfabriken. Und die Zahl
derjenigen, die für Hungerlöhne und ohne Absicherung arbeiten, steigt
weiter an. Frauen sind besonders betroffen. Artikel von Annette Jensen in
der Taz vom 04.11.2009
Schattenseiten der Globalisierung: Frauen machen's billiger - taz.de

Siehe dazu

Frauenarbeit im Schatten – Informelle Wirtschaft und Freie Exportzonen

Die Studie kann bei Südwind heruntergeladen werden. (pdf)
http://www.suedwind-institut.de/download-p-u/2009-11-03_SW-ELKB-Studie_Frauenarbeit-im-Schatten.pdf
 

Kleeblatt

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#2
Was genau kann man tun als Verbraucher ob solcher Meldungen ?
Man kann sie zur Kenntnis nehmen und die Tatsachen verdammen aus D heraus, aber mehr ist auch nicht drin.

Wir als deutsche Verbraucher haben eben keinen Einfluß darauf was genau ein Hersteller im Ausland treibt.

Auch angesehene Hersteller und sog. "Markenhersteller" fertigen schon lange zu unerträglichen Konditionen im Ausland.

Da kann ich mir zwar z.B. 2 Mäntel aus edlem Material und sichtlich sorgsamer Verarbeitung kaufen und dabei hoffen das bei dem Material und dem Preis doch hoffentlich wenigstens in der EU gefertigt wurde, aber kontrollieren kann ich das eben nicht.

Dasselbe bei Oberbekleidung und Schuhen. Ich weiß es einfach nicht, denn obgleich dort sog. "Markennamen" drinstehen und die Preise teilweise saftig sind kann das alles immer noch irgendwo auf der Welt gefertigt worden sein. Nichts gibt mir die Sicherheit das dem nicht so ist, denn überall auf der Welt gibt es geschickte Menschen. Wie die allerdings leben und bezahlt werden sagt das Endprodukt mir eben nicht, der Preis schon mal gar nicht.

Von daher muß ich mal ganz ehrlich sagen, - ob ich das nun regelmäßig lese oder nicht, - was ich weder erkennen noch verhindern kann schafft mir in diesem Zusammenhang doch nur unnötige Magenschmerzen.
Solche Zustände sind wirtschaftlich und vor allem mit Rückendeckung UND Beihilfe durch die Politiker rund um den Globus so gewollt. Niemand von denen hat ein Interesse daran diese Zustände zu verändern, obgleich nur sie es könnten.

So leid es mir tut, - mir sind diese Umstände des Wirtschaftens ein Greuel, aber was ich nicht verhindern kann und mich unschuldigerweise nur nervlich und gesundheitlich belastet das lehne ich ab weiterhin zur Kenntnis zu nehmen. Seit Jahren lese und sehe ich im TV diese Dinge, ebenso wie die Politiker und die Hersteller.
ALLE wissen darum, aber ALLE zucken nur desinteressiert die Schultern.
Daher tue ich weiterhin ganz privat mein mir Mögliches (s.o.) und hoffe.
Als Endverbraucher, dem es nicht auf den € ankommt, kann ich nichts Anderes mehr machen.
Wer bessere Vorschläge an die Endverbraucher hat um Druck auf die üblichen Verdächtigen ausüben zu können, der soll sich melden.

Ja, man könnte mal vorsichtig als demokratischer Wähler seine Politiker anflehen und betteln das die wahren Herstellerländer an den Klamotten ect. angebracht werden müssen, möglichst noch mit dortigem Firmannamen (damit man sich die zur Not ergooglen kann), - aber DAS will doch keiner von denen und deren Freunden.
Denn nur so bleibt alles wie es ist, - ein Hoch und Lob der Rendite.
 

Mario Nette

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#3
@Kleeblatt
Wenn man hohe Preise zahlen kann, kann man sich auch nach einem Schneider hier im Lande umgucken. Einen für Zunftkleidung kann ich dir empfehlen :cool: Und in Berlin in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes gibt es auch eine "Pantoffelmanufaktur", noch nicht mal teuer und sogar im Internet. :biggrin: Ferner kann man Ausschau nach Fair-Trade-Produkten halten (die natürlich nicht mit K*k-Preisen mithalten können). Klar, auch dort muss man darauf vertrauen, dass es wirklich Fair Trade ist.

Mario Nette
 

hergau

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#4
@Kleeblatt
Wenn man hohe Preise zahlen kann, kann man sich auch nach einem Schneider hier im Lande umgucken. Einen für Zunftkleidung kann ich dir empfehlen :cool: Und in Berlin in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes gibt es auch eine "Pantoffelmanufaktur", noch nicht mal teuer und sogar im Internet. :biggrin: Ferner kann man Ausschau nach Fair-Trade-Produkten halten (die natürlich nicht mit K*k-Preisen mithalten können). Klar, auch dort muss man darauf vertrauen, dass es wirklich Fair Trade ist.

Mario Nette
Aber als Hartzer muß man leider in Läden einkaufen, die zwar billig sind, aber auch auch in der dritten Welt gefertigt werden.
 

Kleeblatt

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#5
Deine Ideen sind gut gemeint, nur leider nicht immer in die Tat umzusetzen.
Nicht jeder Schneider kann alles nähen. Für die Zunftkleidung allerdings gibt es welche, die ich auch nutze.
Mäntel näht in meiner Umgebung (sagen wir mal locker 100 km) niemand. Schuhe nur in Italien, - nur hat man nicht die Zeit sich dort stetig zu versorgen - (hier gibt es nicht einmal mehr einen Schuster der mir auf die Schnelle mal einen Absatz reparieren kann, - alles "abgeschafft" - aber wenn du einen Übriggebliebenen kennst dann bitte sofort nennen :biggrin:), - aber die Schuhmanufaktur werde ich mir unbedingt ansehen = herzlichen Dank für den Tipp ! :icon_knutsch:

Kostüme und Hosenanzüge sowie Blazer bekommt man noch halbwegs sicher aus EU-Produktion. Obwohl ich da inzwischen auch deutliche Magenschmerzen bekomme.
Aber bei Jacken, Blusen, Pullovern hört es dann endgültig auf. Davon allerdings braucht man mehr als Schuhe oder Mäntel.

Fair - Trade kaufe ich bereits soweit ich die Zeit habe. Ob Kaffee, Tee oder Ähnliches, - ich erledige was die schmale private Zeit hergibt (und die Parkplätze).

Über das Net kaufe ich zumeist am Wochenende viele Waren. Bis hin zu den Knabbersachen und dem guten Trockenfutter des Katers. (Sheba und Co. meistens 1 mal im Monat im Futterhandel)

Trotzdem finde ich es unerträglich das man im Kapitalismus, wo bekanntlich angeblich der Kunde König sein SOLLTE und dieser stetig umworben werden sollte unklusive Dienstleistungen ( dazu gehört m.M. nach eben auch und besonders auf Nachfrage die Herstellungsorte dezidiert vorlegen zu können), - man sich als solcher in der Freizeit stundenlang "herumtreiben" muß um einerseits überhaupt noch angemessene Waren zu finden (vor allem Qualität ! zu KEINEM Phantasiepreis) bzw. stundenlang Tante Google quält um eventuell ! mal einen halbwegs seriösen Anbieter für ein Produkt herauszufischen. (bei dem man dann im Zweifel auch nur ein Mal bestellt)

Ich erwarte schlichtweg von einem Hersteller und auch von einem Warenanbieter das man mir von sich aus definitiv zusichern kann das die Waren entsprechende Qualität haben UND von angemessen bezahlten Mitarbeitern gefertigt worden sind = genauer Herstellungsort.
Ich bin bereit einen entsprechenden Preis dafür zu zahlen, verlange allerdings diese Zusicherung schriftlich. Genau DAHIN müssen wir wieder kommen, zu Zeiten als ein "Made in Germany" auch entsprechende Quälität beinhaltete und sichergestellt war das die Mitarbeiter anständige Vergütungen ect. erhielten.
Qualität als Siegel alleine reicht mir dafür inzwischen nicht mehr.

Wenn ich diese o.g. Zusage nicht erhalte, dann bin ich auch nicht bereit für die trotzdem vorhandene Qualität einen berauschenden Preis zu zahlen, weil in diesem Preis dann eben zwar die Stoff- / Warenqualität enthalten ist, ABER eben auch u.a. die Herstellungkosten. Wenn diese jedoch in einem Billigland, mit billigem Strom, billiger Raummiete, billigen Maschinen unter unwürdigen Arbeitsbedingungen und zu nicht einmal mehr lächerlichen Lohnkosten gefertigt werden, dann ist der einzelne Warenpreis eben zu hoch, die Rendite exorbitant im Verhältnis zu den gemachten Aufwendungen.
Kostet mich ein Mantel z.B. etwas über 400 €, dann mag das Preis /Leistungsverhältnis im ersten Moment noch immer günstig und vernünftig sein / erscheinen.
Weiß man dann jedoch das das Material und seine Gewinnung im Ausland knapp 30 € gekostet hat und Zuschneiden und Nähen zusammen nochmals (all inklusive) nochmal 15 €, DANN sind diese 400 € eben nicht angemessen und ein Betrug sowohl am gutgläubigen Käufer ALS auch einer an den Mitarbeitern.

Solche Sachen will ich weder unterstützen noch finde ich sie gut, noch sind sie mir egal.
Da stellen sich mir schlichtweg die Nackenhaare senkrecht.
Also werden entweder die Mitarbeiter angemessen bezahlt ODER aber der beschriebene Mantel hat einen Preis von sagen wir mal ca. 60 €. Irgendetwas muß sich diesbezüglich also bewegen. Preis oder Bezahlung. Eine Rendite von mehreren tausend % ist jedenfalls dann nicht mehr drin. Damit muß endlich mal Schluß sein. :icon_dampf:
 

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#6
Da fällt mir doch gerade noch ein wie ich mich erst vor wenigen Tagen mit Kollegen darüber unterhalten habe das die alten Dienstleistungen völlig verschwunden sind.
Also z.B. Schumacher, Schneider und vor allem Änderungschneidereien.
Erst bot man noch in den Ende 70ziger /Anfang 80ziger Jahren in vielen Kaufhäusern Schuhmacherreien an und machte damit die kleinen Selbstständigen futsch (mein letzter Schuhmacher verstarb in seinem prima laufenden Laden vor 6 Jahren im Alter von fast 80), dann verschwanden diese Angebote aus den Kaufhäusern spurlos und "König" Kunde sieht sich seither gezwungen stetig gleich neue Schuhe zu kaufen.

Schneider gab es öfters noch, aber die wurden mit dem zunehmenden Angebot von Billigwaren platt gemacht.

Änderungsschneidereien fand man früher u.a. noch integriert in Reinigungen. Auch nicht mehr auffindbar = neue Klamotten kaufen.

So steigt zwar vielleicht der Umsatz bei den Herstellern, jedoch nicht das Wohlbefinden des "Königs" Kunde.
Da fragt man sich wirklich wer hier "König" ist.

Sollte also irgendjemand z.Z. arbeitslos sein und sich in puncto Schneiderei auskennen, so darf ich darüber informieren das eine Reihe (auch gut zahlender Kunden) sich sehr darüber freuen würden, auch über Änderungschneiderei. Es herrscht einerseits absoluter Mangel und zudem ein hoher Bedarf.

Einem guten Schuhmacher hätten nicht nur Damen etwas abzugewinnen, - die Herren haben da ebenfalls Bedarf.

Nicht Jeder will (Manche können nicht) seine Klamotten oder Schuhe wegen Kleinigkeiten sofort wegschmeißen und ersetzen.

Ein Lichtblick in gruseligen Zeiten für geschickte Leute.

(nur mal so nebenbei, obgleich das nun nicht wirklich zum eigentlichen Thema gehört, aber wer fährt schon nach Indien oder China zum Klamottenändern oder Schuster ?)
 

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#7
Aber als Hartzer muß man leider in Läden einkaufen, die zwar billig sind, aber auch auch in der dritten Welt gefertigt werden.
Das ist ja das "Grandiose" :icon_kotz: am Kapitalismus, - der ganz Arme schuftet zu unmöglichen Bedingungen für den Armen im sog. 1.Welt-Land.

NOCH grandioser, - der ganz Arme im sog. 3.Welt-Land schuftet zu denselben Bedingungen für den Wohlhabenden im 1.Welt-Land. Gerade DAS gibt eine satte fette Rendite. Deshalb kotzt mich das so an.
 
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