Fragwürdige Nachweise (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

GegenHartz4

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Juli 2009
Beiträge
196
Bewertungen
19
Ich bekam ein Schreiben vom JC im Rahmen meines WBA, man verlangt von mir eine Erklärung bzw. eine Bescheinigung, das ich meinen Mietanteil bezahlt habe.
Zur erklärung, ich wohne bei den Eltern und bekomme zu einem drittel Mietanteil vom JC. Heisst wohl, meine Eltern sollen jetzt bestätigen das ich denen auch den Mietanteil gebe. Ich gebe meinen Eltern das Geld immer in Bar, das ist ihnen so lieber. Darf das JC sowas verlangen?
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.341
Bewertungen
4.140
Ich bekam ein Schreiben vom JC im Rahmen meines WBA, man verlangt von mir eine Erklärung bzw. eine Bescheinigung, das ich meinen Mietanteil bezahlt habe.
Siehst du!

Die Schikanieren dich. Wie ich im anderen Thread bereits schrieb.

Hier kommt § 65 SGB 1 (Grenzen der Mitwirkung) in Betracht. Deine Eltern müssen gar NIX nachweisen. Auch hier wieder das Zitat aus dem anderen Thread "Das man regelmäßig nichts nicht nachweisen kann".

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom xx.xx.2012 wird folgender Sachverhalt festgestellt. Die von Ihnen angeforderte Bescheinigung wurde an den Vermieter weitergeleitet. Der Vermieter lehnt jede Form einer Stellungnahme ab.

Vorsorglich wird die Mitwirkungspflicht gemäß § 60 SGB 1 duch Weiterleitung Ihrer Anforderung, als auch die Grenzen der Mitwirkung § 65 SGB 1 durch Ablehnung des Vermieters eine Stellungnahme abzugeben, festgestellt.

Weitere Anfragen bitte ich, unter Bennenung der rechtlichen Grundlagen, an mich zu richten.

Mit freundlichen Grüßen

XxX
Mach denen einfach etwas Arbeit. Immer schön mittels "Nennen Sie mir die rechtlichen Grundlagen" das Ganze hinterfragen. Irgendwann reicht es denen dann auch. Notfalls gibst du den Brief dann bei unterschiedlichen Behörden ab, so dass noch mehr Arbeit entsteht :biggrin:
 
G

gast_

Gast
Ich bekam ein Schreiben vom JC im Rahmen meines WBA, man verlangt von mir eine Erklärung bzw. eine Bescheinigung, das ich meinen Mietanteil bezahlt habe.
Zur erklärung, ich wohne bei den Eltern und bekomme zu einem drittel Mietanteil vom JC. Heisst wohl, meine Eltern sollen jetzt bestätigen das ich denen auch den Mietanteil gebe. Ich gebe meinen Eltern das Geld immer in Bar, das ist ihnen so lieber. Darf das JC sowas verlangen?
Ja, sicher. Laß dir den Empfang bestätigen.
 
G

gast_

Gast
Siehst du!

Die Schikanieren dich. Wie ich im anderen Thread bereits schrieb.

Nein! Nicht, was diese Frage angeht!

Hier kommt § 65 (Grenzen der Mitwirkung) in Betracht.

Nein, der Antragsteller hat eine Mitwirkungspflicht. Nur wie er die Zahlungen nachweist, ist seine Sache.


Deine Eltern müssen gar NIX nachweisen.

Von denen wirds ja auch nichtgefordert! Wie kommst du darauf?

Auch hier wieder das Zitat aus dem anderen Thread "Das man regelmäßig nichts nicht nachweisen kann".
Paßt nicht
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.341
Bewertungen
4.140
Sehe ich irgendwie anders.

Heisst wohl, meine Eltern sollen jetzt bestätigen das ich denen auch den Mietanteil gebe.
Ich würde sogar dreißt weitergehen und anfragen, wie hoch denn die Mieten in der Region sind und welche Kosten das Jobcenter zu übernehmen bereit sind. Da werden die schnell zurückrudern. Genau das tat ich auch in meinem Fall und nie wieder habe ich etwas in dieser Richtung vom Jobcenter gehört.

Wenn denen das nicht passt, können die die Miete auch direkt an den Vermieter überweisen. Als wenn die Eltern nix über die Hilfsbedürftigkeit wüssten.

Noch etwas.

An deiner Stelle würde ich keine Miete an den Eltern zahlen. Deine Eltern müssten u.U. das Einkommen versteuern. Das rechnet sich dann auf deren Einkommen oder Rente negativ hinzu.

Miete 0 €... Nebenkosten usw. Anteilig je Familienmitglied. Gas, Wasser, Warmwasser, Müll, Heizungswartung usw.
 

GegenHartz4

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Juli 2009
Beiträge
196
Bewertungen
19
Ja sicher ist das Schiekane, das ist mir klar :biggrin: ich bin denen ein Dorn im Auge und lasse mir von denen nichts gefallen.

also dürfen die nun so eine Bescheinigung von meinen Eltern fordern oder nicht?
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.341
Bewertungen
4.140
Also dürfen die nun so eine Bescheinigung von meinen Eltern fordern oder nicht?
Von deinen Eltern können die nichts fordern. Die sind nicht zur Mitwirkung verpflichtet, solange sie nicht selbst Bedürftige sind. Aber Miete von Bedürftigen an Bedürftige zahlen halte ich eh für absurd.

Was meinst du, wenn ich mit so einem Sche!ß meinen Alten behellige ? Der schaut mich nur schief an und das wars. Papi, kannst du mal diese 50 € quittieren ? "Nein! Das wird sonst als Einkommen auf meine Rente angerechnet! Such dir eine Wohnung!". Recht hat er! :biggrin:

Wenn sie eine Bescheinigung von dir haben wollen kansst du denen das ja gerne bescheinigen - mit Polemik!

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom xx.xx.2012 wird folgender Sachverhalt festgehalten. Mit diesem Schreiben wird bescheinigt, dass die anfallenden monatlichen Kosten der Unterkunft (Miete und Nebenkosten) in Höhe von xx € ordnungsgemäß an den Vermieter (Eltern) in Form einer monatlichen Barzahlung übergeben wird. Rechtsverbindliche Unterlagen liegen auf Grund des Verwandschaftsverhältnisses nicht vor.

Mit freundlichen Grüßen

XxX
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Deshalb sollte man Mietzahlungen immer übers Konto laufen lassen, auch in der eigenen Familie. Dann kommt man auch nicht in irgendwelche Verdächtigungstheorien des JC ala die Familie unterstützt einem heimlich usw., denn darauf wollen die hinaus.

Also stell deine Mietzahlungen aufs Konto um und kommunizier das auch so mit dem JC. "Da sie mir Mißtrauen wird ab sofort die Mietzahlung über mein Konto laufen."
 

manusch

Elo-User*in
Mitglied seit
18 November 2012
Beiträge
39
Bewertungen
1
Deshalb sollte man Mietzahlungen immer übers Konto laufen lassen, auch in der eigenen Familie. Dann kommt man auch nicht in irgendwelche Verdächtigungstheorien des JC ala die Familie unterstützt einem heimlich usw., denn darauf wollen die hinaus.

Also stell deine Mietzahlungen aufs Konto um und kommunizier das auch so mit dem JC. "Da sie mir Mißtrauen wird ab sofort die Mietzahlung über mein Konto laufen."
Genau so sieht es aus. Und ob die Eltern dann im Anschluss unter Ausschluss der Öffentlickeit dem Kind das Geld zurückgeben oder schenken, weiß niemand.
 

alexander29

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mai 2011
Beiträge
1.527
Bewertungen
373
Du musst nachweisen, dass du die Miete gezahlt hast; nicht deine Eltern, sondern du.
Kannst du das nicht, wird die Miete gestrichen, du bekommst dann keine mehr.

Also musst du dir von deinen Eltern eine Bestätigung oder Quittung über die gezahlte Miete geben lassen.

Und dringend das Geld über das Konto laufen lassen wg Nachweis.
Geht natürlich auch mit Quittung, ist aber, wenn das JC schon was will, komplizierter in den Folgen (evtl).

Das, was "Hartz4Verdienst" schreibt, ist rechtlich falsch.
Und natürlich müssen deine Eltern die Miete versteuern, aber was hast du damit zu tun; und natürlich sollst du Miete weiter zahlen, wenn deine Eltern es verlangen.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.341
Bewertungen
4.140
Und dringend das Geld über das Konto laufen lassen wg Nachweis.
Es gibt überhaupt keine Veranlassung oder Grund, der besagt, dass dies über ein Konto zu erfolgen hat. Wo steht das ?

Gedankengang: Es gibt Konfessionen in Deutschland. Z.B. im Islam, welche den Besitz eines Kontos im herkömmlichen Sinne untersagen. Wie zahlen diese Konsumenten denn ihre Miete nachweislich ?

Aus meinem früheren Bekanntenkreis gab es jemanden, der erhielt sein Geld vom Amt immer im Briefumschlag. Seine Zahlungen an Gläubiger wurden immer in Bargeld beglichen.

Ist etwas extrem!

Geht natürlich auch mit Quittung.
Natürlich und richtig (... war vermutlich bei o.g. Bekannten auch so) ! Setzt aber voraus, dass der Empfänger das auch quittiert. Die Quittierung kann vom Vermieter (Eltern) auch problemlos verweigert werden. Sie sind zur Mitwirkung nicht verpflichtet. Was dann ? Wie kannst du nun etwas nachweisen ?

Liegt vieleicht in diesem Fall ein Mietvertrag mit angegebener Summe vor, so ergibt sich die Mietverbindlichkeit automatisch. Demnächst muss er noch nachweisen, dass er monatlich für 132 € (oder wie hoch der Satz wirklich ist) auch Lebensmittel gekauft hat (Vorlage der Kassenbons).

Ist etwas extrem!

Das, was "HartzVerdienst" schreibt, ist rechtlich falsch.
Ich bin kein Anwalt, so wie vermutlich 95% der Forenteilnehmer hier. :biggrin:

Und natürlich müssen deine Eltern die Miete versteuern, aber was hast du damit zu tun.
Gedankengang: Ohne jetzt zu wissen, wie hoch die Mietleistungen sind. Aber für ein Zimmer bei den Eltern wird die o.g. Person sicherlich keine 300 € zahlen.

Da wird sich das vermutlich um die 50-100 € belaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die eigenen Eltern die eigenen Kinder abziehen. In meinem Kulturkreis gibt es solch ein Vorgehen bzw. Gedankengut nicht.

Zurück zum Thema. Diese 50-100 € sind als Einkommen zu versteuern (Einkommenfreiheitsgrenze natürlich berücksichtigt). Es kann daher passieren, dass den Eltern mehr abgezogen wird als diese Miete einnimmt.

Daher sollte man dies einfach im Hinterkopf behalten, durchrechnen und den lieben Eltern einfach mal mitteilen.
 
Oben Unten