Fragestellung (für jemanden) zum Thema Zusatzverdienst (1 Betrachter)

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nemesiz

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Hallo Community,

habe eine Frage zum ALG2 Zusatzverdienst (interessiert mich auch).

2 Punke.


1.)
Wenn jemand zu ALG2, Kindergeld, Unterhaltsvorschuss, Wohngeld und Mietanteil eines WG Mitglieds einen Job annimmt auf Geringfügigkeit, wieviel darf man da behalten?

Rauskommen würden knapp 285 Brutto.

Arge hat nun berechnet dass 180,- gekürzt wird, also ca.105,- darf man behalten. Ist das so richtig?

2.) sehr Wichtig
Die Arge will da ja schön brechenen, wenn der Job aber nun so ist dass man in bestimmten Zeiträumen im Monat garnichts bekommt oder nur für wenige Tage, wie soll das dann ablaufen? Teilt man der ARGE dann dies kurz vor ARGE Zahltag oder nen Monat vorher mit?

Es handelt sich um einen Job der Abhängig von gesetzlichen Ferienzeiten ist, also in den Ferien keine Arbeit, keine Arbeit = kein Geld.

Geht da um ne Reinigungstätigkeit im Schulbetrieb (vorerst).

Für eine Antwort bin ich schonmal dankbar.
 

biddy

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nemesiz meinte:
[...] WG Mitglieds einen Job annimmt auf Geringfügigkeit, wieviel darf man da behalten?

Rauskommen würden knapp 285 Brutto.

Arge hat nun berechnet dass 180,- gekürzt wird, also ca.105,- darf man behalten. Ist das so richtig?
Das es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt, wie Du schreibst, ist 285 € brutto = 285 € netto

Freibetragsberechnung:

100 € Grundfreibetrag plus 20 % der restlichen 185 € (37 €) --> 137 € Gesamtfreibetrag

285 € netto - 137 € frei = 148 € werden angerechnet

Der Gesamtfreibetrag wird im Berechnungsbogen oft aufgesplittet in den Zeilen "Freibetrag" plus "Einkommensbereinigung"; Du musst diese beiden Beträge addieren.

Wenn also in der Zeile Einkommensbereinigung noch "-30 €" stehen (schau' mal bitte nach), zu denen dann danach das "zu berücksichtigende Erwerbseinkommen" (das ist das Erwerbseinkommen abzüglich Freibetrag laut Berechnungsbogen einige Zeilen darüber, also hier wohl 145-30=105 € Freibetrag) addiert wird, dann setzt der SB wohl einen Verdienst in Höhe von 325 € an, um eine Überzahlung zu vermeiden, falls das Einkommen mal nach oben schwankt. Was steht denn in der Zeile "Nettoerwerbseinkommen" im Berechnungsbogen?

Freibetragsberechnung bei 325 € Brutto=Netto:

100 € GFB + 20 % der restl. 225 € = 145 € Gesamtfreibetrag (im Berechnungsbogen aufgesplittet in 105 € "Freibetrag" und 30 € "Einkommensbereinigung")
325 € - 145 € frei = 180 € werden angerechnet.


3 Fragen habe ich:

Hat derjenige noch weiteres sonstiges Einkommen, welches bereits schon um 30 € bereinigt wurde und hat er dieses sonstiges Einkommen immer noch, also neben dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit (Zeile "Einkommensbereinigung")?

Welcher Betrag steht in der Zeile "Freibetrag"?

Welcher Betrag steht in der Zeile "Einkommensbereinigung"?

Er sollte dann jeden Monat seine Abrechnung vorlegen und bekommt dann nachgezahlt (oder nach Ablauf des Bewilligungszeitraums neuberechnen (siehe Alg II-VO § 2) und nachzahlen lassen bzw. zurückzahlen, wenn er mehr verdient hat, da schwankendes Einkommen) oder, wenn der Verdienst nicht schwankend ist, darauf bestehen, dass zukünftig nur der immer gleich bleibende Erwerbseinkommen herangezogen wird.
 

biddy

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Zu Deiner 2. Frage kann ich nur sagen, dass ich dann direkt hingehen würde und mitteilen, dass mein Bedarf nicht gedeckt ist; dann muss es eine Neuberechnung und Barauszahlung oder halt Nachüberweisung geben. Hilfreich wäre ein Schreiben des Arbeitgebers, dass die Schule von ... bis ... geschlossen ist, keine Reinigungstätigkeiten durchgeführt werden in der Zeit und derjenige keinen Verdienst erzielen kann.

Ich hatte so ein ähnliches Problem auch mal, bei mir war's aber so, dass direkt nach den Schulsommerferien mein Weiterbewilligungsantrag bearbeitet werden musste und mit diesem Antrag wurde auch immer mein zurückliegender "6-Monats-Abschnitt" neuberechnet (habe sie aber vorsichtshalber immer dran erinnert mit Begleitschreiben zum Weiterbewilligungsantrag), so dass ich dann ziemlich zeitnah auch die Nachzahlung erhielt. Ansonsten hätte ich es so wie oben (siehe mein 1. Absatz) gemacht. So lief's z. B. auch immer, wenn früher der Kindesunterhalt meines Ex ausblieb.
 
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