Fragen zur Teilhabe am Arbeitsleben

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Sergeant Clark

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Ich habe die ein oder andere Frage bezüglich zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitslbene.

Nach mehreren Operation Ende letzten Jahres und fünfmonatigem Krankengeldbezug bekomme ich aktuell Alg 1. Ende letzten Jahres stellte ich bei der lokalen Agentur für Arbeit einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, da ich meinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann. Zuständig ist die Agentur für Arbeit.
Zur gleichen Zeit wurde auch ein Antrag auf Anmerkung einer Behinderung gestellt. GdB von 30 wurde anerkannt.

Im Rahmen des Antrags wurden bisher folgende Maßnahmen seitens der Agentur ergriffen:

  • Medizinisches Gutachten durch den Medizinischen Dienst der Agentur.
Arbeitsunfähigkeit für den erlernten Beruf wurde bestätigt.​
  • Eignungstest beim Psychologischen Dienst der Agentur.
Es spricht nichts gegen eine Umschulung.​
  • Bis Dato 2 Gespräche mit der zuständigen Fallmanagerin.
Eines vor den beiden Gutachten und eines danach.
Im 2. Gespräch wurde mir eine Umschulung zum Technischen Zeichner empfohlen, die innerbetrieblich stattfinden solle. Ich solle mich um einen entsprechenden Betrieb bemühen.

Der Aufforderung durch die Fallmanagerin bin ich nachgekommen. Nur leider ist die Angebotslage in diesem Beruf aktuell recht dünn. Auch der Versuch durch die lokale IHK Unterstützung zu erhalten, war nicht erfolgreich. Ich plane jetzt nochmal einen Termin bei der Fallmanagerin zu machen, um zu sehen, ob sie mich nicht doch mal ein wenig unterstützen könnte. Eine innerbetriebliche Umschulung auf eigene Faust zu finden ist doch um einiges aufwändiger als bei einem Bildungsträger.

Für den Termin möchte ich mich aber im Vorfeld darüber informieren, wie die Unterstützung durch die Arge aussehen sollte.
Die Beschränkung auf den Technischen Zeichner und eine innerbetriebliche Umschulung ist ja schon recht spezifisch.

Außerdem habe ich bis Dato auch noch keinen wirklichen Bescheid über meinen Antrag erhalten. Erfolgt der erst, wenn das ganze in trockenen Tüchern ist. Also der erforderliche Betrieb gefunden wurde und der Umschulungsvertag abgeschlossen wurde?

Im 2. Gespräch wurde mir zur Finanzierung mitgeteilt, daß die Leistungen während der Umschulung dem Alg 1/Alg 2 entsprechen würden. Müsste bei einer Umschulung im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht Übergangsgeld bezahlt werden?

Wenn ich eine innerbetriebliche Umschulung mache, ist es bei der DRV ja so, daß alles unterhalb von 450 € anrechnungsfrei bleibt.
Ist das im Falle der Agentur ebenfalls so? Bei einer innerbetrieblichen Umschulung fällt ja häufig ebenfalls eine Umschulungsvergütung durch den Betrieb an, die sollte dann ja bis 450 € anrechnungsfrei bleiben oder?
Die ganze Thematik ist für mich recht verwirrend, da sich die Suchergebnisse zum Thema Teilhabe in der Regel auf die DRV als Kostenträger beziehen. Allerdings scheinen da ja Unterschiede zwischen Agentur und DRV zu bestehen.



Für Hilfe zu den gestellten Fragen bedanke ich mich schon mal im Voraus. Ich bin auch nicht sicher, ob ich im richtigen Bereich des Forums gepostet habe. Die doch recht große Anzahl an Unterforen wirkt auf mich schon recht erschlagend. Falls das hier der falsche Ort für dieses Thema ist, bitte ich um Verschiebung.
 

Muzel

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Wenn du einen antrag auf Teilhabe gestellt hast, muss innerhalb von 14 Tagen der richtige Leistungsträger ermittelt werden. Hat sich der Leistungsträger, bei dem du den Antrag gestellt hast, sich nicht gemeldet, ist er zuständig. Anrecht auf Teilhabe hat grundsätzlich jeder.
 
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Hallo Sergeant Clark

Zuständig ist die Agentur für Arbeit.

Obwohl du noch keinen Bescheid von der AfA hast: Die Entscheidung, wer der zuständige Rehabilitationsträger ist, scheint klar zu sein?!

Warst du beim Reha-Team der AfA?

Im 2. Gespräch wurde mir eine Umschulung zum Technischen Zeichner empfohlen, die innerbetrieblich stattfinden solle.

Es wurde dir im Rahmen eines Beratungsgespräches empfohlen . Eine Empfehlung ist aber kein Muss!

Eine innerbetriebliche Umschulung auf eigene Faust zu finden ist doch um einiges aufwändiger als bei einem Bildungsträger.

Mag aus deiner Sicht aufwändiger sein. Ob dies oder das. Ich würde in jedem Fall mir die Mühe machen, selbst zu suchen, dann der AfA bzw. SB den Umschulungswunsch vorlegen bzw. selbst Vorschläge unterbreiten, diese gut begründen und wenn theoretisch möglich und förderungsfähig, Antrag stellen und Entscheidung abwarten. Das ist meist gewinnbringender als sich nur auf den Leistungsträger zu verlassen.

Suchmöglichkeiten und Informationen finden sich u.a. in verschiedenen Datenbanken: Kursnet (Datenbank der BA), regionale Weiterbildungsdatenbanken zu „googeln“ bei Google ect.

Zur Empfehlung des SB: Umschulung, innerbetrieblich zum„Technischer Zeichner“:

Die Empfehlung des SBs scheint ja nicht so „topp“ zu sein, laut deiner Information. Eine differenzierte Argumentation ist für die Überzeugungsarbeit hilfreich.

Viel Erfolg wünscht dir Skeppi
 

Sergeant Clark

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Hallo,

Auch kann es hilfreich sein, Deine IHK/HWK zu fragen, was als Umschulung in Frage kommt.

Das war mit eine der ersten Maßnahmen, die ich ergriffen habe.
Nur leider war der Kontakt wenig hilfreich. im Grunde schien der gute Mann dort eher genervt zu sein, als ich ihm erzählt habe, daß die Agentur für Arbeit mir geraten hat mich an die IHK zu wenden.

Obwohl du noch keinen Bescheid von der AfA hast: Die Entscheidung, wer der zuständige Rehabilitationsträger ist, scheint klar zu sein?!

Warst du beim Reha-Team der AfA?

Ja, der Träger ist die Agentur für Arbeit. Die beiden oben geschilderten Gespräche mit der Agentur für Arbeit waren mit der zuständigen Reha Beraterin. Einen wirklichen Bescheid habe ich keinen erhalten. Mir wurde dort nur gesagt, daß mir eine innerbetriebliche Umschulung finanziert würde, dann wurden mir noch einige Flyer und Merkzettle mitgegeben und ich solle mal suchen gehen.

Mag aus deiner Sicht aufwändiger sein. Ob dies oder das. Ich würde in jedem Fall mir die Mühe machen, selbst zu suchen, dann der AfA bzw. SB den Umschulungswunsch vorlegen bzw. selbst Vorschläge unterbreiten, diese gut begründen und wenn theoretisch möglich und förderungsfähig, Antrag stellen und Entscheidung abwarten. Das ist meist gewinnbringender als sich nur auf den Leistungsträger zu verlassen.

Suchmöglichkeiten und Informationen finden sich u.a. in verschiedenen Datenbanken: Kursnet (Datenbank der BA), regionale Weiterbildungsdatenbanken zu „googeln“ bei Google ect.

Zur Empfehlung des SB: Umschulung, innerbetrieblich zum„Technischer Zeichner“:

Die Empfehlung des SBs scheint ja nicht so „topp“ zu sein, laut deiner Information. Eine differenzierte Argumentation ist für die Überzeugungsarbeit hilfreich.

Viel Erfolg wünscht dir Skeppi

Bildungsträger wurden im Grunde von der Beraterin ausgeschlossen.
Ich hatte ja beim ersten Gespräch schon Vorschläge bezüglich einer Umschulung zum Fachinformatiker, inklusive einer zeitnah stattfindenden Maßnahme bei einem lokalen Bildungsträger gemacht. Ebenfalls habe ich eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Maschinenbau vorgeschlagen. Für den Fachinformatiker hatte mir der Bildungsträger im Grunde grünes Licht gegeben, beim Techniker wäre ich mit meinem Notenschnitt ebenfalls garantiert drin gewesen.


Natürlich bin ich auch bemüht eine entsprechende Stelle zu finden. Die Vorteile einer innerbetrieblichen Umschulung gegenüber einem Bildungsträger sehe ich ebenfalls.


Nur ist es relativ schwierig ohne Hilfe da etwas zu finden. Ich weiß ja im Grunde nicht einmal, welche Firmen überhaupt Technische Zeichner ausbilden. Bedeutet, daß ich ständig irgendwelche Firmen anrufe, und die als erste mal mit Fragen nerven darf. Von den knapp 30 Firmen, mit denen ich schon telefoniert habe. Habe 2 um eine Bewerbung gebeten. Allerdings auch schon mit der Aussage, daß es wenn, dann erst im nächsten Jahr klappt.

wenns natürlich von der DRV wäre, dann gäbe es das Übergangsgeld und das wäre höher......

Auf der Homepage der Agentur steht , daß man unter gewissen Voraussetzungen Übergangsgeld bekommen könnte. Diese Voraussetzungen würde ich halt gerne kennen.

Und dann gibt es ja auch noch die Berufsförderungswerke.

Eine Liste ist bei Wikipedia zu finden:

Liste der Berufsförderungswerke auf der Seite:
Berufsförderungswerk

Bildungsträger sind mir bekannt. Nur leider wurden die, wie schon gesagt, ja seitens der Beraterin ausgeschlossen.
 
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