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Fragen zur Kündingsfrist 450 EUR Job

TimoNRW

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#1
Situation:

Ausbildung und danach 450 EUR Job...

Ist es richtig das die Ausbildung angerechnet wird? Im Vertrag steht das 3 Monate Probezeit vereinbart werden. In der befinden Sie sich noch.

Die Ausbildungszeit bzw vorbeschäftigungen werden der Probezeit angerechnet. Ihre Probezeit war somit bereits am ersten Arbeitstag abgelaufen. Es greift somit die normale ordentliche Kündigung. Und die wäre jedoch bis 31.08. dann zu Ende September
Ist das wirklich so?

Im 450 EUR Arbeitsvertrag steht nichtgs von einer Kündigungsfrist und dann gilt aus meiner Sicht § 622 BGB d.h 2 Wochen

Die Person möchte aufhören um die ERSTE VOLLZEITSTELLE antreten zu können nach der Ausbildung !!!!
 

Hainbuche

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#2
Hier mal ein Link zur IHK:

Übernahme nach der Ausbildung - Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK)

Nach der Ausbildung kann eine neue Probezeit vereinbart werden, und wenn in dem Vertrag ausdrücklich Probezeit vereinbart wurde, dann vermute ich, daß die dann eben nicht anzurechnen ist, also der AN sich tatsächlich in erneuter Probezeit befindet.

Denn wie sollte man sonst wohl eine erneute Probezeit vereinbaren, wenn nicht durch Erwähnung im Arbeitsvertrag?
 

Caso

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#3
Situation:
Ausbildung und danach 450 EUR Job...
Ist es richtig das die Ausbildung angerechnet wird? Im Vertrag steht das 3 Monate Probezeit vereinbart werden. In der befinden Sie sich noch.
Die Ausbildungszeit ist beendet und im Anschluß wird ein Vertrag über eine geringfügige Beschäftigung geschlossen?
Wenn der Ausbildungsbetrieb die Person danach weiter beschäftigt als Minijobber, dann wird es im Vertrag (evtl. Tarifvertrag oder Ausbildungsvertrag) einen Hinweis geben müssen.
Wenn es eine VZ-Stelle ist, die winkt, dann kann die Person doch fristlos kündigen. Warum sollte sie sich noch an K-Fristen halten??
 

TimoNRW

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#4
Kein Tarifvertrag, Freiseurgewerbe


Ja die Chefin zickt rum sie sagt erst 01.11.14 möglich

Wenn es eine VZ-Stelle ist, die winkt, dann kann die Person doch fristlos kündigen. Warum sollte sie sich noch an K-Fristen halten??
Wie meinst du das? Ja die andere Stelle ist eine VZ Stelle
 

Hainbuche

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#5
dann kann die Person doch fristlos kündigen. Warum sollte sie sich noch an K-Fristen halten??
Vielleicht, weil die Person sich schadensersatzpflichtig machen könnte, wenn sie die Kündigungsfrist nicht einhält?

Kündigungsfristen für beide Seiten werden ja nicht zum Scherz vereinbart.
 

TimoNRW

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#6
Die Person soll einfach mit 14 Tage Frist nun kündigen und fertig.
 

Caso

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#7
Vielleicht, weil die Person sich schadensersatzpflichtig machen könnte, wenn sie die Kündigungsfrist nicht einhält?

Kündigungsfristen für beide Seiten werden ja nicht zum Scherz vereinbart.
Und fristlose Kündigungen sind nur arbeitgeberseitig möglich? Scherz oder was?

@TimoNRW: Wann beginnt denn der Vollzeit-Job?
 

TimoNRW

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#8
01.09.14
Arbeitgeber WARTET, nimmt aber 14 Tage hin
 

Hainbuche

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#9
Und fristlose Kündigungen sind nur arbeitgeberseitig möglich? Scherz oder was?
Selbstverständlich kann auch ein AN fristlos kündigen, und selbstverständlich kann - ebenso wie der AG - auch der AN das nicht nach Lust und Laune tun, sondern nur aus wichtigem Grund.

Falls du glauben solltest, ein wichtiger Grund sei bereits eine andere Stelle mit mehr Lohn und/oder mehr Stunden, bewundere ich deinen starken Glauben ;-)

Kündigt ein AN zwar fristlos, aber nicht aus wichtigem Grund, sollte er sich auf Schadensersatzforderungen einstellen.
 

Caso

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#10
Selbstverständlich kann auch ein AN fristlos kündigen, und selbstverständlich kann - ebenso wie der AG - auch der AN das nicht nach Lust und Laune tun, sondern nur aus wichtigem Grund.
Falls du glauben solltest, ein wichtiger Grund sei bereits eine andere Stelle mit mehr Lohn und/oder mehr Stunden, bewundere ich deinen starken Glauben ;-)
Kündigt ein AN zwar fristlos, aber nicht aus wichtigem Grund, sollte er sich auf Schadensersatzforderungen einstellen.
Nun denn: Wäre ich diese Frisörin, würde ich das riskieren. Und schauen, was noch käme.
 

Hainbuche

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#11
Nun denn: Wäre ich diese Frisörin, würde ich das riskieren. Und schauen, was noch käme.
Das bleibt dir selbst unbenommen.

Aber in Richtung einer fremden Person einen Rat zu erteilen, der auf die Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten hinausläuft, halte ich für brandgefährlich.
 

biddy

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#12
@TimoNRW

Steht Dir vielleicht noch Urlaub aus dem Minijobverhältnis zu?

Ich frage deshalb, weil es ja nicht wenige Minijobber gibt, die ihren Urlaubsanspruch gar nicht geltend machen aus Sorge, ihren Job zu verlieren oder nicht mal davon wissen, dass Ihnen arbeitsrechtlich bezahlter Urlaub zusteht (4 Wochen insg. frei, also bei z.B. 2 Arbeitstagen/Woche = 8 Urlaubstage).

Allerdings weiß ich jetzt nicht (falls Du noch Urlaub zu bekommen hättest), wie es dann zu bewerten wäre, wenn Du ihn nehmen würdest und gleichzeitig dann den neuen Job beginnst. Das wissen dann vielleicht andere hier, ob das überhaupt möglich wäre.

Nachtrag:

Ach so, Mist ... Du kommst ja eben aus dem Ausbildungsverhältnis, da hattest Du ja Urlaub :/

Sorry :S ... dann war das Blödsinn von mir
 

TimoNRW

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#13
Nein Nein Sie gibt an sie hätte noch Urlaubsanspruch
 

TimoNRW

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#14
Probezeit hin oder her - natürlich kann die Neu vereinbart werden, heißt aber nur Kündigung OHNE Angabe von Gründen. Hier entscheidend ist die Frage der Kündigungsfrist und dazu steht im Text ja ebenfalls folgendes:

Ein Kündigungsschutz begründet sich nicht nur aus der Betriebsgröße (i. d. R. mindestens 10 Beschäftigte), sondern ist auch an die Voraussetzung geknüpft, dass der Beschäftigte mindestens 6 Monate lang im (Ausbildungs-)Betrieb beschäftigt gewesen ist. Hier müssen Sie das vorangegangene Ausbildungsverhältnis mit berücksichtigen. Der Kündigungsschutz des „neuen“ Beschäftigten setzt im Falle einer Übernahme aus dem Ausbildungsverhältnis also unmittelbar ein.

Das heißt Kündigungsfristen wie bei jedem anderem Mitarbeiter auch, trotz Probezeit. Das ist meist schön für den Azubi, kann sich aber auch, wie in diesem Fall, negativ a
Was sagt ihr dazu?
 

Hainbuche

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#15
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