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Fragen zur Bürgerarbeit

Glücksrabe

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Hallo liebe Community,

ich habe mir nun einige Threads angeschaut, viele Beiträge liegen schon einige Zeit zurück und so richtig schlau bin ich nicht geworden. Eventuell kann jemand ja schon von seinen Erfahrungen berichten.

Meine Fragen:

- Ich habe gelesen, daß einige für ihre Aktivierungsphase eine Aufwandsentschädigung erhalten haben. Ist das eine pauschale Zahlung, die jeder während der Aktivierungsphase erhalten sollte, oder betrifft es nur jene, die mehrmals in der Woche irgendwo mit Anwesenheit glänzen durften? Die Aktivierungsphase scheint ja überall anders gehandthabt zu werden.

- Wenn man einen Bürgerarbeitsplatz erhält, wie ist es dann mit dem Zufluss? Fällt man dann einen Monat in ein finanzielles Loch, und ist gar gezwungen ein Darlehen beim Jobcenter zu beantragen?

- GEZ scheint auch ein Thema zu sein. Von der einen Seite (eine Bürgerarbeiterin) höre ich, daß man weiterhin eine Befreiung hat - von der anderen Seite höre ich, daß man die GEZ Beiträge selbst tragen muss. Oder ist das Fallabhängig?

- Kann es sein, daß in manchen Fällen Bürgerarbeiter z.B. 800€ und zusätzlich die Kosten für die Unterkunft erhalten, während andere widerum von diesen 800€ ihren Lebensunterhalt komplett bestreiten müssen? Gehen wir mal von einer Warmmiete in Höhe von 400€ aus. Lohn und Miete sind fiktive Angaben.

Lieben Gruß

Glücksrabe
 

Maxe204

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Hallo ich habe seitdem letzten Jahr September einen Bürgerarbeitsplatz. Zu deiner 1. Frage
Ich habe gelesen, daß einige für ihre Aktivierungsphase eine Aufwandsentschädigung erhalten haben

Ich weiß nicht wo du das gelesen hast, sowas gibt es nicht.

Wenn man einen Bürgerarbeitsplatz erhält, wie ist es dann mit dem Zufluss?

Kommt darauf an wann du das erste Mal Lohn bekommst, bei mir gab es erst im Folgemonat Geld also muß die Arge einspringen und du mußt es nicht zurück zahlen.

GEZ ist Befreiung.

- Kann es sein, daß in manchen Fällen Bürgerarbeiter z.B. 800€ und zusätzlich die Kosten für die Unterkunft erhalten, während andere widerum von diesen 800€ ihren Lebensunterhalt komplett bestreiten müssen? Gehen wir mal von einer Warmmiete in Höhe von 400€ aus. Lohn und Miete sind fiktive Angaben.

In meinem Fall bin ich raus aus Hartz IV bekomme Wohngeld dazu wie kommst du auf 800€? Das bekommst du im Normalfall nicht ausgezahlt.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
 
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Hallo ich habe seitdem letzten Jahr September einen Bürgerarbeitsplatz. Zu deiner 1. Frage
Ich habe gelesen, daß einige für ihre Aktivierungsphase eine Aufwandsentschädigung erhalten haben

Ich weiß nicht wo du das gelesen hast, sowas gibt es nicht.

Wenn man einen Bürgerarbeitsplatz erhält, wie ist es dann mit dem Zufluss?

Kommt darauf an wann du das erste Mal Lohn bekommst, bei mir gab es erst im Folgemonat Geld also muß die Arge einspringen und du mußt es nicht zurück zahlen.

GEZ ist Befreiung.

- Kann es sein, daß in manchen Fällen Bürgerarbeiter z.B. 800€ und zusätzlich die Kosten für die Unterkunft erhalten, während andere widerum von diesen 800€ ihren Lebensunterhalt komplett bestreiten müssen? Gehen wir mal von einer Warmmiete in Höhe von 400€ aus. Lohn und Miete sind fiktive Angaben.

In meinem Fall bin ich raus aus Hartz IV bekomme Wohngeld dazu wie kommst du auf 800€? Das bekommst du im Normalfall nicht ausgezahlt.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
kannst du mir das mal bitte näher erklären?
 

Glücksrabe

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Danke, Maxe!

Das es Aufwandsentschädigungen für die Aktivierungsphase gab, habe ich hier in diesem Forum gelesen, diese Bezieher mussten aber offensichtlich an einer besonders aktiven Aktivierungsphase teilnehmen, somit gab es dann wohl auch eine Aufwandsentschädigung. Bitte frage mich nun nicht nach dem Thread, aber es war hier im Breich Bürgerarbeit.

Bzgl. des Zahlungslücke, da bin ich ganz froh, wenn ich lese, daß man das Geld von Jobcenter erhält und NICHT zurückzahlen muss. Das wäre ja quasi eine Strafe für die Aufnahme der Tätigkeit. Das Jobcenter bzw. der Sachbearbeiter, konnte/wollte mir offenbar keine verbindliche Auskunft geben.

Die 800€ sind eine fiktive Angabe gewesen, aber bei 120 Stunden, gehe ich mal von einer Zahlung in diesem Bereich aus. Wie gesagt, bzgl. der Zahlungen habe ich kaum informationen erhalten.

@ Red Bull ich denke, Maxe meint, daß die Arge aufstockt und es dann als eine Art Wohngeld (Mietkosten) zu verstehen ist.

Danke für die Infos!
 

Maxe204

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Danke, Maxe!

Das es Aufwandsentschädigungen für die Aktivierungsphase gab, habe ich hier in diesem Forum gelesen, diese Bezieher mussten aber offensichtlich an einer besonders aktiven Aktivierungsphase teilnehmen, somit gab es dann wohl auch eine Aufwandsentschädigung. Bitte frage mich nun nicht nach dem Thread, aber es war hier im Breich Bürgerarbeit.

Bzgl. des Zahlungslücke, da bin ich ganz froh, wenn ich lese, daß man das Geld von Jobcenter erhält und NICHT zurückzahlen muss. Das wäre ja quasi eine Strafe für die Aufnahme der Tätigkeit. Das Jobcenter bzw. der Sachbearbeiter, konnte/wollte mir offenbar keine verbindliche Auskunft geben.

Die 800€ sind eine fiktive Angabe gewesen, aber bei 120 Stunden, gehe ich mal von einer Zahlung in diesem Bereich aus. Wie gesagt, bzgl. der Zahlungen habe ich kaum informationen erhalten.

@ Red Bull ich denke, Maxe meint, daß die Arge aufstockt und es dann als eine Art Wohngeld (Mietkosten) zu verstehen ist.

Danke für die Infos!
Ich beziehe kein HartzIV, ich habe mich da abgemeldet und das JC verklagt. Lebe nur vom Wohngeld und dem Hungerlohn.
 

alvis123

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Ich beziehe kein HartzIV, ich habe mich da abgemeldet und das JC verklagt. Lebe nur vom Wohngeld und dem Hungerlohn.
Hi Maxe...

... danke für Deinen Bericht.:icon_klatsch: Vielleicht wäre es für uns alle ganz lehrreich, wenn Du in einem eigenen Thread über den Sachstand Deiner Klage berichtest. Ich kann mir auch vorstellen, dass Du den einen oder anderen Tipp bekommst.:icon_daumen: Würdest Du als "Aufstocker" nicht mehr haben, als nur Hungerlohn + Wohngeld?

Ich hatte hier Kosten der Abwehr beantragen ähnliches gemacht.

MfG
 

sunnytn

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@Glücksrabe

- Ich habe gelesen, daß einige für ihre Aktivierungsphase eine Aufwandsentschädigung erhalten haben. Ist das eine pauschale Zahlung, die jeder während der Aktivierungsphase erhalten sollte, oder betrifft es nur jene, die mehrmals in der Woche irgendwo mit Anwesenheit glänzen durften? Die Aktivierungsphase scheint ja überall anders gehandthabt zu werden.

Ja diese Aufwandsentschädigung würdest du nur dann bekommen, wenn du die Aktivierungsphase in Form eines 1€ Jobs ableisten würdest. Folglich also max. 130€ im Monat, so wie es meine Freundin gemacht hat.
Machst du dagegen eine normale Aktivierungsphase (so wie ich auch), dann bekommst du dafür kein Geld. (max. Fahrtkosten)
Denn du beziehst ja schon Harzt4 und ob du dann in einer Maßnahme sitzt oder zu hause ist egal.
(daher kann man sagen, das du auch dafür Geld bekommst)

- Wenn man einen Bürgerarbeitsplatz erhält, wie ist es dann mit dem Zufluss? Fällt man dann einen Monat in ein finanzielles Loch, und ist gar gezwungen ein Darlehen beim Jobcenter zu beantragen?

Kommt drauf an, wann dein Arbeitgeber bezahlt. Sowohl meine Freundin, als auch ich haben im Mai 2011 beide unsere Bürgerarbeit aufgenommen und folglich bekamen wir beide am Monatsende Mai unseren Lohn für Mai. Da aber das JC ja im Voraus bezahlt, bekamen wir Ende April foglich auch den kompletten Hartz4 Satz. Somt ergab sich eine Überzahlung, die von uns nun monatlich zinslos zurückgezahlt werden muss.
(hätte der Arbeitgeber erst Anfang Juni gezahlt, hätten wir es zwar nicht zurückzahlen müssen, aber wäre uns dann halt auf den Folgemonat angerechnet wurden, also so oder so weg)
Somit hast also erstmal kein finanzielles Loch, denn das JC darf dir erst was gegenrechnen, wenn du was zum Gegenrechnen bekommen hast.

- GEZ scheint auch ein Thema zu sein. Von der einen Seite (eine Bürgerarbeiterin) höre ich, daß man weiterhin eine Befreiung hat - von der anderen Seite höre ich, daß man die GEZ Beiträge selbst tragen muss. Oder ist das Fallabhängig?

also wir sind weiterhin befreit, weil wir noch einen Aufstockungsbetrag vom JC erhalten. Folglich kann man seinen eigenen Lebensunterhalt nicht aus den eigenen Mitteln bestreiten und somit ist man befreit

- Kann es sein, daß in manchen Fällen Bürgerarbeiter z.B. 800€ und zusätzlich die Kosten für die Unterkunft erhalten, während andere widerum von diesen 800€ ihren Lebensunterhalt komplett bestreiten müssen? Gehen wir mal von einer Warmmiete in Höhe von 400€ aus. Lohn und Miete sind fiktive Angaben.

In der Tat ist es so, das es auch verschiedene Bezahlungen bei der Bürgerarbeit gibt. Habe schon gehört das manche Leute die bekanntlichen 900€ Brutto, als ca. 720€ netto verdienen und andere aber auch um die 1100€ Brutto bzw. 850-900€ netto verdienen.
Was man dann genau davon selbst zum Leben hat bzw. welche Leistungen man davon selbst tragen muss, hängt von mehreren Faktoren ab. (Lebensgemeinschaft, Angemessenheit der Wohnung, Autoversicherung, Fahrstkosten, hartz4 Anspruch etc.)
Das kann somit foglich bei jedem anders aussehen.
Meine Freundin und ich haben auch beide Bürgerarbeit und bekommen trotz unseres Einkommens (was höher ist als der reguläre Hartz4 Satz) einen Aufstockungsbetrag dank der Freigrenzen. Somit stehen wir uns also mit Bürgerarbeit wesentlich besser, als wenn wir beide zu hause sitzen würden.

Daher kann ich es bei manchen (nicht allen) einfach nicht verstehen, wie man so gegen Bürgerarbeit sein kann. Wir sind froh welche zu haben, haben am Ende des Monats mehr Geld zum Leben (trotz der Abgabgen die wir vorher nicht hatten, wie z.B. Hortgebühren etc.) und sind unter Menschen bzw. hat man evtl. die Möglichkeit, doch mal irgendwo reinzurutschen, wo sich ein neuer Job ergeben könnte. Für uns auf jeden Fall effektvoller als zu hause zu sitzen oder sich in irgendwelchen 0815 Maßnahmen alles 10x erklären zu lassen und dafür kein Geld zu bekommen.

Mfg
 

warpcorebreach

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du musst dir das vorstellen wie 2 arbeiter in einem betrieb die die selbe arbeit machen. der eine ist neu , kriegt 1000 euro und freut sich ein zweites loch in den ***** weil er seit 5 jahren arbeitslos war. der andere ist schon jahre dabei und bekommt auch 1000 euro. allerdings hatte ich zuvor mal 1200 bekommen aber sein gehalt wurde gekürzt.

so und nun frage dich mal woran das liegt und was wohl passiert wenn leute in schlechtbezahlte arbeit gewungen werden oder halt freudenstrahlend annehmen weil es ihre situation tatsächlich verbessert. das kann ich auch durchaus verstehen.
jemand der tagelang nichts gegessen hatt freut sich auch über abfälle aus dem mülleimer. das heisst aber noch lange nicht das abfall essen zum standard werden sollte.
 

sunnytn

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Ich kann natürlich beide Seiten sehr gut verstehen, also sowohl den neuen Arbeiter, als auch den alten Arbeiter. Aber Fakt ist, das beide Arbeiter nunmal Arbeit haben. Sicher hat der eine jetzt 200€ weniger, aber wenn er die selbe Arbeit verrichtet wie der neue Arbeiter auch, warum sollte er dann mehr bekommen? Es ist doch der selbe Aufwand für beide? Und da spielt es doch keine Rolle, ob jemand 2 oder 5 Jahre im Betrieb ist, denn es ist ja seine Arbeit die er da macht.

Wäre ja genauso, als wenn du dir nen Brot kaufst vom selben Hersteller und das eine wurde 2€ kosten, weil der LKW-Fahrer schon 10 Jahre Berufserfahrung hat und das andere Brot kostet 1,50€, weil es von dem neuen Fahrer geliefert wird. Zu 99,9% werden alle das billigere Brot kaufen, weil es vollkommen egal ist.

Und man sollte auch nicht vergessen, das 2 Arbeiter doppelt so viel schaffen wie 1 Arbeiter. Folglich kann die Firma/Betrieb mehr produzieren, mehr verkaufen, hat mehr Einnahmen und kann folglich diese ihren Mitarbeitern weitergeben (wenn es ein guter Betrieb ist) womit dann beide Arbeiter mehr Geld verdienen, was wiederrum die Arbeitsfreude anhebt, womit wieder mehr produziert werden kann usw...
Und wenn diese 2 Arbeiter dann nicht mehr vom Staat leben müssen, ist es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es am Anfang nicht so toll für den zweiten Arbeiter gelaufen ist.
(aber immerhin hat er noch Arbeit)

Mfg
 

Glücksrabe

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Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort, Sunnytn!

Ich bin nun auch in Bürgerarbeit und kann vieles bestätigen.

Nun habe ich allerdings eine weitere Frage bzgl. der Rückzahlung. Trotz Bedenken, habe ich eine Woche vor Monatsende meine Arbeit aufgenommen. Ich hatte etwas Furcht, dass es Probleme mit dem Zuflussprinzip gibt - sei es ohne Geld zu sein, oder eine enorme Rückzahlung.

Nun sieht es so aus, dass ich für die eine Woche Arbeit ca.90€ bekommen habe - eigentlich eine feine Sache, da diese ja unter den Freibetrag fallen würden. Wäre also ein feiner Zuverdienst gewesen.

Der Arbeitgeber hat es aber nicht geschafft, diese Zahlung noch in diesem Monat zu überweisen, folglich kam die Zahlung erst am nächsten Monatsende. Sprich 1 Monatslohn plus die Zahlung für die eine Woche aus dem Vormonat.

Folgendes Problem ergibt sich somit somit für mich:

Die ca. 90€ werden mir zusätzlich als Einkommen für diesen Monat berechnet. Das bedeutet, das die aufstockende Leistung in Höhe von ca. 70€ für diesen Monat wegfällt. Für mich also der Verlust der 90€ (eigentlich Freibetrag Vormonat) UND Verlust der 70€ Aufstockung. Das ergibt für mich einen enormen Nachteil, da ich ja nun zusätzlich - also mehr als eigentlich nötig - zurückzahlen muss.

Beispiel:

Gearbeitet letzte Monatswoche (Verdienst ca. 90€)
Leistungseingang am 31. voller Satz vom Jobcenter
Die 90€ aus der Bürgerarbeit wurden noch nicht gezahlt

Gearbeitet im folgenden Monat.
Leistungseingang am 29. ca. 80€ vom Jobcenter
Vollen Lohn plus 90€ Vormonat aus der Bürgerarbeit

Nun fordert das Jobcenter eine ganze Menge Geld. Ich fühle mich da etwas veräppelt. Hätte ich eine Woche später angefangen, hätte ich maximal einen Monatssatz zurückzahlen müssen. Aus den Lohnbescheinigungen geht ja klar hervor, wie die Zahlungen aufgegliedert sind. Da hätte man fünf auch mal gerade sein lassen können.

Kann ich mich da irgendwie wehren? Gibt es da eine Möglichkeit bzgl. Zuflussprinzip? Das verstößt ja schon gegen die guten Sitten! :icon_wink:

LG Glücksrabe
 

warpcorebreach

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Ich kann natürlich beide Seiten sehr gut verstehen, also sowohl den neuen Arbeiter, als auch den alten Arbeiter. Aber Fakt ist, das beide Arbeiter nunmal Arbeit haben. Sicher hat der eine jetzt 200€ weniger, aber wenn er die selbe Arbeit verrichtet wie der neue Arbeiter auch, warum sollte er dann mehr bekommen? Es ist doch der selbe Aufwand für beide? Und da spielt es doch keine Rolle, ob jemand 2 oder 5 Jahre im Betrieb ist, denn es ist ja seine Arbeit die er da macht.

Wäre ja genauso, als wenn du dir nen Brot kaufst vom selben Hersteller und das eine wurde 2€ kosten, weil der LKW-Fahrer schon 10 Jahre Berufserfahrung hat und das andere Brot kostet 1,50€, weil es von dem neuen Fahrer geliefert wird. Zu 99,9% werden alle das billigere Brot kaufen, weil es vollkommen egal ist.

Und man sollte auch nicht vergessen, das 2 Arbeiter doppelt so viel schaffen wie 1 Arbeiter. Folglich kann die Firma/Betrieb mehr produzieren, mehr verkaufen, hat mehr Einnahmen und kann folglich diese ihren Mitarbeitern weitergeben (wenn es ein guter Betrieb ist) womit dann beide Arbeiter mehr Geld verdienen, was wiederrum die Arbeitsfreude anhebt, womit wieder mehr produziert werden kann usw...
Und wenn diese 2 Arbeiter dann nicht mehr vom Staat leben müssen, ist es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es am Anfang nicht so toll für den zweiten Arbeiter gelaufen ist.
(aber immerhin hat er noch Arbeit)

Mfg
und das ist der eigentliche denkfehler. verdient haben eigentlich beide 1200 und mit solchen methoden wird das lohnniveau immer weiter gedrückt. nächste mal wird einer vom jobcenter unter sanktionsandrohungen dazu gezwungen den job für 800 anzunehmen. in der regel wird es so sein das der alte arbeiter einfach gekündigt wird. die firmen wissen das arbeitslose den job auch für weniger annehmen müssen. auf diese art und weise ist wohl kaum ein vernünftiger wettbewerb möglich. du musst auch ein wenig das grosse ganze sehen. für den einzelnen verbessert es vieleicht kurzfristig die situation, in der regel wird aber immer jemand anderes direkt dadurch benachteiligt weil er z.b. gekündigt wurde weil er zu teuer war und insgesamt verschlechtern sich die bedingungen im arbeitsmarkt.
 

sunnytn

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@Glücksrabe
Du hast z.B. im November die letzte Woche gearbeitet, aber das Geld erst Ende Dezember bekommen. Folglich hast du ja deinen kompletten Hartz4 Satz für Monat November bekommen, obwohl da eigentlich schon eine Überzahlung stattgefunden hat.
(denn du hast ja gearbeitet und trotzdem den vollen Satz bekommen)

Da aber das Zuflussprinzip gilt, kann demzufolge erst Einkommen angerechnet werden, wenn es zugeflossen ist. Und da es bei dir dann Ende Dezember war, ist es leider so, das es komplett angerechnet werden darf.
Du kannst max. versuchen mit dem SA zu sprechen bzw. ihm zu zeigen, das dir dieses Geld schon im Vormonat zugestanden hätte, aber der Arbeitgeber nicht rechtzeitig gezahlt hat.
Wenn du Glück hast bzw. nen Widerspruch dazu schreibst, könnte es evtl. sogar klappen bzw. wäre dann mal wieder eine Ermessensgrundlage.

Folglich hast du dann auch Ende November für den Folgemonat Dezember wieder den vollen Hartz4 Satz bekommen, da ja noch kein Einkommen zugeflossen ist.

Da dann Ende Dezember das Einkommen komplett zugeflossen ist, wird das natürlich gegengerechnet.

Somit ist klar, das du nun sowohl den vollen Hartz4 Betrag für Dezember zurückzahlen musst, abzüglich der Freigrenzen.

Schau mal bitte genau auf deinen Lohnzettel, wie das mit der gesplitteten Zahlung aufgeführt ist. Denn die Freibträge ergeben sich ja durch die Bruttoeinnahmen und Steuerklasse samt sonstigen Aufwendungen. Und wenn demzufolge dein Brutto diesen einen Monat dann höher ist als in allen anderen Monaten, hast folglich auch einen höheren Freibetrag bzw. brauchst dann nur weniger zurückzahlen.

Habe das selbst durch, denn habe zwar mein Geld immer zum Monatsende bekommen, aber da ich rückwirkend eine Gehaltserhöhung bekommen habe, ergaben sich folglich andere Freibeträge und somit natürlich auch ein anderer Aufstockungsbetrag bzw. logischerweise auch anderer Rückzahlungsbetrag. Und das waren bei mir gute 40€ die ich dadurch sparen konne.

Ist echt sehr blöd für dich gelaufen, das dein AG es nicht im November gezahlt hat, denn dann hättest diese behalten können und sie würden dir nicht auf den Folgemonat angerechnet werden.


@warpcorebreach

Leider ist es in der Gesellschaft so, das es immer welche geben wird die benachteiligt sind. Sei es die Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgebern oder oder oder...
Das das nicht die Erfüllung sein kann bzw. das Niveau sinken lässt, ist leider die traurige Schlussfolgerung davon. Aber leider sind wir mittlerweile eine Elbogengesellschaft geworden und so denkt jeder erstmal an sich. Und daher ist es auch nachvollziehbar, lieber einen Job für 1000€ anzunehmen und davon einigermaßen leben zu können, als mit 500€ oder 600€ vom Staat zu leben. Und jeder versucht zu sparen wo es nur geht, sei es der Arbeitnehmer beim EInkaufen weil er nicht mehr Geld hat oder der Arbeitgeber, der die luafenden Kosten der Arbeitnehmer nicht mehr tragen kann, weil Aufträge oder einfach die Arbeit fehlt.
Leider sieht es auch so aus, das sich das nicht ändern wird. Daher versucht also jeder mit dem zu Recht zu kommen, was er hat bzw. klammert sich an noch so eine kleine Möglichkeit um etwas besser dazustehen, auch wenn es nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte.
Traurig aber wahr.
 

warpcorebreach

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ich habe kein problem damit wenn jemand freiwillig für wenig geld schindern geht aber ich bitte darum das ich nicht dazu gezwungen werde. wem ist denn schon damit geholfen wenn jemand etwas machen muss das er garnicht will und jemand dem der job vieleicht spass macht/ gemacht hatt den job nicht bekommt/ gekündigt wird.
 

Ramteid

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Wenn ich die letzten Postings von heute hier lese, fällt mir nur noch ein: Führt die Laibeigenschaft wieder ein!

Da gibts Bett und Brot und gut ist.
Sunnys Beiträge zeigen wie anspruchslos mitlerweile gedacht wird, wie alles geschluckt wird.
Auch sieht man wie bei den berechnungen/anrechnungen der Bürgerarbeit das Zuflussprinzip gnadenlos zum Nachteil der Bürgerarbeiter eingesetzt wird.
 

sunnytn

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@warpcorebreach

Da stimme ich dir vollkommen zu. Gezwungen werden sollte keiner, aber wer es gern machen möchte sollte auch die Chance dazu haben. Und das es auch positiv laufen kann, sehe ich ja selbst am besten.

Leider gibt es aber auch Leute, die auf der einen Seite Hartz4 fordern und auf der anderen Seite immer Ausreden finden, warum sie dies und das nicht machen können und dann noch rumjammern, das das Geld vorn und hinten nicht zum Leben reicht. Und das kann es natürlich nicht sein. Wenn ich was fordere, muss ich auch was dafür tun.

Demzufolge ist jedem ein Praktikum bzw. Arbeiten auf Probe möglich, so wie es mir auch angeboten wurde. Zusätzlich wurde im Arbeitsvertrag festgehalten, das die ersten 3 Monate Probezeit ist. Und sollte einem dann die Arbeit nicht zusagen, kann man sich bestimmt im anständigen Gespräch mit dem Chef einigen, das es nicht das ist, was man machen möchte.


@Ramteid
Wie kommst du darauf, das wenn man Bürgerarbeit macht, das man dann anspruchslos ist? Mir wurde diese Stelle angeboten, ich konnte Probearbeiten, die Arbeit macht riesen Spaß und die Stelle war vorher nicht besetzt sodas ich dadurch auch niemanden einen Arbeitsplatz weggenommen habe. Also kann man da weder von anspruchslos sprechen, noch das ich was machen muss, was ich nicht will, also brauche ich auch nichts schlucken.
 

warpcorebreach

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@warpcorebreach

Da stimme ich dir vollkommen zu. Gezwungen werden sollte keiner, aber wer es gern machen möchte sollte auch die Chance dazu haben. Und das es auch positiv laufen kann, sehe ich ja selbst am besten.

Leider gibt es aber auch Leute, die auf der einen Seite Hartz4 fordern und auf der anderen Seite immer Ausreden finden, warum sie dies und das nicht machen können und dann noch rumjammern, das das Geld vorn und hinten nicht zum Leben reicht. Und das kann es natürlich nicht sein. Wenn ich was fordere, muss ich auch was dafür tun.

Demzufolge ist jedem ein Praktikum bzw. Arbeiten auf Probe möglich, so wie es mir auch angeboten wurde. Zusätzlich wurde im Arbeitsvertrag festgehalten, das die ersten 3 Monate Probezeit ist. Und sollte einem dann die Arbeit nicht zusagen, kann man sich bestimmt im anständigen Gespräch mit dem Chef einigen, das es nicht das ist, was man machen möchte.

ich kenne deine vergangeheit und deine erfahrungen mit dem jc nicht aber bei sowas wäre ich vorsichtig. es mag solche chefs geben aber bei der bürgerarbeit bist du auch nur ein gewinnbringender sklave. auf jeden fall darfst du niemals selbst kündigen, es sei denn du kannst per attest beweisen das du gesundheitlich nicht weiter dazu in der lage bist diesen job auszuführen. aufhebungsverträge darf men ebenso nicht unterschreiben. das nur so zur info falls es nicht klar sein sollte.
 

sunnytn

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Warum sollte ich ein gewinnbringender Sklave sein? Ich arbeite in einem Museum, nehme also Anrufe entgegen bzw. bereite Sachen vor für Veranstaltungen und es handelt sich um einen eingetragenen Förderverein. Folglich nichts mit gewinnbringend oder der gleichen :icon_evil:
Somit sehe ich mich dort nicht als Sklave sondern ich leiste Zusatzarbeiten, die sonst ein anderes Ehrenamt machen würde in seiner Freizeit.
Ich habe genug Erfahrungen mit dem Amt durch und natürlich weiß ich auch, das man nicht selbst kündigen darf bzw. einen Aufhebungsvertrag unterschreiben darf. (hatte ich schonmal, daher bekannt und es gab keine Sanktion da gerechtfertigte Gründe vorlagen)

Und bei dem Gespräch, wo mir diese Bürgerarbeit angeboten wurde, saß sowohl meine Sachbearbeiterin vom JC, als auch die Bearbeiterin von der Bürgerarbeit die mir die Stelle vorgeschlagen hat, als auch der Bürgermeister des Ortes wo ich arbeite und mein jetziger Chef zusammen an einem Tisch und es wurde darüber gesprochen wie es genau ablaufen wird, was ich für Pflichten und natürlich auch für Rechte habe. Und dort wurde mir sogar gesagt, das es eine Probezeit gibt und sollte sowohl mir die Arbeit nicht zusagen, oder mein Chef nicht mit mir klarkommen, gibt es die Möglichkeit zu kündigen.
Denn laut JC möchte man mich nicht dazu zwingen, denn schließlich hat es mit meinem erlernten Beruf nichts zu tun.

Demzufolge hatte ich also nichts zu verlieren und nun bin ich seid Mai 2011 dabei und die Arbeit macht mir Spaß. Und dafür bekomme ich noch Geld, also allemal besser, als zu hause zu sitzen bzw. mich in sinnlosen Maßnahmen rumzudrücken, was ich eh schon zig mal gehört bzw. gemacht habe.
 

Archibald

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Daher kann ich es bei manchen (nicht allen) einfach nicht verstehen, wie man so gegen Bürgerarbeit sein kann.
Einfache Gemüter beschränken sich auf einfache Erkenntnisse, so kommt man leichter durchs eigene Leben. Leider leben wir insgesamt gesehen jedoch nicht jeder für sich in einem Vakuum, sondern hinterlassen mit unserem Wirken jene Bananenschalen, über die unsere Nachkommen dann stolpern! Auch leider, erkennen das diese einfachen Gemüter gar nicht oder erst zu spät.

Wir sind froh welche zu haben, haben am Ende des Monats mehr Geld zum Leben (trotz der Abgabgen die wir vorher nicht hatten, wie z.B. Hortgebühren etc.)
Nullsummenspiel bzw. Füllmaterial für genehmen Selbstbetrug. Mit Flaschen sammeln hat man auch zusätzlich Geld, verschärft damit aber nicht die Situation für andere und trägt damit zum schleichenden Abbau all dessen bei, das sich unsere Vorfahren in teils blutigen Auseinandersetzungen erst erstritten haben. Gewerkschaften - Friedrich-Ebert-Stiftung | Portal Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

und sind unter Menschen bzw. hat man evtl. die Möglichkeit, doch mal irgendwo reinzurutschen, wo sich ein neuer Job ergeben könnte.
Dazu hättest du ohne diese Art "Arbeit" noch viel mehr Zeit

Für uns auf jeden Fall effektvoller als zu hause zu sitzen oder sich in irgendwelchen 0815 Maßnahmen alles 10x erklären zu lassen und dafür kein Geld zu bekommen.

Mfg
Ja, du sagst es. Hier liegt der Hund begraben. Immer das Maximum für sich selbst herausholen und "nach mir die Sintflut". Daran kranken viele Gesellschaften, insbesondere aber die Deutsche.

Vergessen all die unzähligen Opfer, organisiert in Gewerkschaften, die das erst erstritten was du als völlig selbstverständlich dem schleichenden Abbau preis gibst.
Krankenversicherung, für viele schon wieder ein Luxus! Urlaub ebenso. Menschenwürde, Pusteblume. Selbige hat hinter dem Gewinnstreben, getarnt als "Wirtschaftlichkeit" zurück zu stehen.

"Angemessen" ist nicht mehr das, was du dir als Arbeitender auch leisten kannst (Konntest/Wohnung...), sondern das, was man dir nicht irgendwie noch verwehren kann.
Du wirst pauschalisiert, marginalisiert und als zweckdienlich für politische und kommerzielle Interessen in einem zweiten und dritten "Arbeitsmarkt" regelrecht gehalten und zugleich wird die Akzeptanz dieses erzwungenen Umstandes dazu genutzt, Betroffene propagandistisch immer mehr "aktivieren" zu "müssen", damit sie nicht das bleiben zu dem man sie gesetzlich gestützt erst macht.

Mit HartzIV wurde "ein Recht auf Arbeit" definiert, das aber ist genauso Scheinheilig, wie das 1895 von Adolf Jost publizierte "Recht auf Tod"!
Beide verdrehen den vom Normalbürger verstandenen eigentlich Sinn auf eine perfide Art.

"Das Recht auf Tod" wurde zur Möglichkeit stilisiert, Kranke zu unwürdigem Leben zu definieren und somit legal töten zu können.
"Das Recht auf Arbeit" wird in ähnlicher Weise genutzt ausgemusterte Arbeiter einem Leben preis zu geben, das sie zu Ware auf einem Arbeitsmarkt degradiert, mit dem man all das machen kann, was man sich mit "normalen" Arbeitern noch nicht traut, so nach dem Motto von Tille "Seiner Ansicht nach sollte eine Fortpflanzungsbegrenzung bei „Schwachen“ eingeführt werden und die natürliche Auslese wiederhergestellt werden. Weiter trat er für „Sozial-Euthanasie“ durch ein Hinabsinkenlassen von Schwachen auf die soziale unterste Stufe ein, da dort die Sterblichkeitsrate besonders hoch sei...
Letzteres ist aktuell sichtlicher FAKT!

Die Akzeptanz von, und Mitwirkung bei HartzIV in der vorliegenden Art stellt also letztlich nichts anderes dar, als Zustimmung zu Tille und Konsorten und Mitwirkung dabei.

Um dich nicht zu überfordern habe ich hier nur einmal an der Oberfläche einiger Facetten dessen angekratzt, was dir abgeht und weshalb u.a. auch "Bürgerarbeit", als "Wehret den Anfängen", stringent abzulehnen ist.

LG, Archibald
 

sunnytn

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15
Einfache Gemüter beschränken sich auf einfache Erkenntnisse, so kommt man leichter durchs eigene Leben. Leider leben wir insgesamt gesehen jedoch nicht jeder für sich in einem Vakuum, sondern hinterlassen mit unserem Wirken jene Bananenschalen, über die unsere Nachkommen dann stolpern! Auch leider, erkennen das diese einfachen Gemüter gar nicht oder erst zu spät.
Ja wenn es einfach geht, warum soll man es sich kompliziert machen, wenn es alles schon kompliziert genug ist? Manche scheinen auch das nicht zu verstehen. Man sollte sich vielleicht auch mal einige Leute anschauen wie sie durchs Leben gehen, ich glaube da sollte einiges klar werden. Denn von Allgemeinheit kann hier keine Rede sein. Leider erkennen auch manche ihre Einstellung einfach nicht dazu, weil sie schlichtweg nur alles Negative sehen und somit den Blick für das Positive aus dem Sichtfeld verlieren.
Mir wurde bei gebracht, das man auch aus wenig viel machen kann und das sollten einige vielleicht auch mal lernen.

Nullsummenspiel bzw. Füllmaterial für genehmen Selbstbetrug. Mit Flaschen sammeln hat man auch zusätzlich Geld, verschärft damit aber nicht die Situation für andere und trägt damit zum schleichenden Abbau all dessen bei, das sich unsere Vorfahren in teils blutigen Auseinandersetzungen erst erstritten haben...
Bitte noch einmal genau lesen um was es sich bei Bürgerarbeit handelt! (insbesondere bei mir)
Da verschärfe ich in keinster Weise irgendeine Situation, denn weder ist diese Stelle vorher besetzt gewesen bzw. wäre sie besetzt wurden und zusätzlich ist es ein Förderverein. Also sollte man bitte soweit über menschliche Fähigkeiten verfügen, hier nicht alles über einen Kamm zu scheren, wie es scheinbar gern gemacht wird, weil es ja viel einfacher ist.
Bezüglich Nullsummenspiel mal bitte belesen, wie was angerechnet wird und was am Ende des Monats gegenüber dem normalen Hartz4 Satz übrig bleibt. Dann sollte erkannt werden, das dies alles andere als ein Nullsummenspiel ist/wird. Sollte dies zu kompliziert sein, kann ich da auch gern bei behilflich sein, denn manche scheinen da wohl nicht ganz durchzusteigen.

Dazu hättest du ohne diese Art "Arbeit" noch viel mehr Zeit
Und was bringt es mir? Rein gar nichts, außer Schikanen vom Amt oder überflüssigen Maßnahmen die kein Mensch braucht. Denn ich möchte gern zeigen was ich kann, aber die Chance dazu bekommt man heute fast genauso wenig, wie ein Vorstellungsgespräch. Denn viele AG´s sehen nur wie lange man aus seinem erlernten Beruf raus ist, oder das man nen Kind hat oder das man Hartz4 Empfänger ist und schon wird man in eine Schublade geschoben. So aber ist man erstmal drin und dann liegt es an einem selbst, ob man sich beweisen kann oder nicht. Es ist daher zumindestens eine Möglichkeit die gegeben wird und ich würde niemanden deswegen verurteilen, weil er diese Chance nutzt. Denn von Hartz4 leben schon genug Leute. Viele leider unverschuldet, aber einigen scheint es damit gut zu gehen, denn sonst würde es keine Talkshows geben, wo damit noch geprahlt wird. Und ich glaube es ist von keinem Interesse, solchen Leuten auch noch das alles aufs goldene Tablett zu servieren.

Ja, du sagst es. Hier liegt der Hund begraben. Immer das Maximum für sich selbst herausholen und "nach mir die Sintflut". Daran kranken viele Gesellschaften, insbesondere aber die Deutsche.
Ja das ist in der Tat leider ein großes Problem, aber leider wird einem heute nichts mehr geschenkt bzw. muss man halt zusehen wie man zurecht kommt. Und jeder möchte ein für ihn angemessenes Leben führen. Und wer das kann und möchte und die Chance dazu hat, der sollte das auch tun.

Vergessen all die unzähligen Opfer, organisiert in Gewerkschaften, die das erst erstritten was du als völlig selbstverständlich dem schleichenden Abbau preis gibst.
Krankenversicherung, für viele schon wieder ein Luxus! Urlaub ebenso. Menschenwürde, Pusteblume. Selbige hat hinter dem Gewinnstreben, getarnt als "Wirtschaftlichkeit" zurück zu stehen.
Kann hier nur nochmal darauf verweisen, mal bitte genau zu lesen, was ich mache. Dann sollte das bestimmt klar sein. Hinzukommt das für meine Familie nun auch wieder ein Urlaub pro Jahr möglich ist, was für die Krankheit meiner Tochter sehr hilfreich ist. Und allein dieser Grund würde für mich schon ausreichen, diese Arbeit zu machen. Denn vorher war an solch einen Urlaub nicht zu denken.

"Angemessen" ist nicht mehr das, was du dir als Arbeitender auch leisten kannst (Konntest/Wohnung...), sondern das, was man dir nicht irgendwie noch verwehren kann.
Du wirst pauschalisiert, marginalisiert und als zweckdienlich für politische und kommerzielle Interessen in einem zweiten und dritten "Arbeitsmarkt" regelrecht gehalten und zugleich wird die Akzeptanz dieses erzwungenen Umstandes dazu genutzt, Betroffene propagandistisch immer mehr "aktivieren" zu "müssen", damit sie nicht das bleiben zu dem man sie gesetzlich gestützt erst macht.
Genau das ist ein Grund mehr, aus der Masse herauszutreten um zu zeigen, das man sich nicht unterkriegen lässt bzw. auf eigenen Beinen steht um eben genau nicht in diese Lücke gedrängt zu werden. Denn sonst ist man nämlich genau da, wo sie einen haben wollen und das brauche ich persönlich nicht. Und wenn ich das irgendwie verhindern kann, werde ich das auch tun.

Den Rest werde ich jetzt mal nicht zitieren, denn wie Hartz4 läuft sollte jedem klar sein. Und wer da nun mal raus möchte (und das werden viele sein), der muss halt auch was tun, egal wie, wo und wann. Von nichts, kommt nichts und nur immer das Negative suchen ist auch nicht die Lösung. Natürlich möchte ich damit nicht sagen, das ich das Gesetz so gut finde wie es ist. Aber eine Regelung muss eben nun mal her, denn sonst können wir auch alle zu hause bleiben und schauen wie die Marktwirtschaft den Bach runtergeht, weil sich dann keiner mehr was leisten kann. Und das kann wohl auch nicht die Lösung sein

Mfg
 

Hansiklein3

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Hallo,

kann man einen Bürgerarbeitsplatz per Vermittlungsvorschlag angeboten
bekommen ? Muß das mit der Bürgerarbeit in der Eingliederungsvereinbarung stehen ? Kann man bei Ablehnung einer Bürgerarbeit auch sanktioniert werden ?
 

sunnytn

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Hast du denn schon eine Aktivierungsmaßnahme mitgemacht oder 6 Monate nen 1€ Job gemacht? Denn nur dann sollte Bürgerarbeit für dich in Frage kommen.

Wenn dir ein Bürgerarbeitsplatz angeboten wird, spielt es keine Rolle ob das Angebot so kommt oder per Vermittlungsvorschlag. Bewerben musst dich ja dann so oder so.

Ob eine Sanktion droht hängt wohl von vielen Faktoren ab. Das kann man so pauschal nicht sagen, da es meist immer eine Einzelfallentscheidung ist.
 

Franka Norente

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"Bürgerarbeit" "Aktivierungsmaßnahmen" "Kunden" etc. ... was für eklig, realtitätsverzerrende Begriffe.
 
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Hallo,

kann man einen Bürgerarbeitsplatz per Vermittlungsvorschlag angeboten
bekommen ? Muß das mit der Bürgerarbeit in der Eingliederungsvereinbarung stehen ? Kann man bei Ablehnung einer Bürgerarbeit auch sanktioniert werden ?
ich habe das angebot der bürgerarbeit offen abgelehnt. bei mir kam nichts hinterher. meiner meinung nach ist die bürgerarbeit freiwillig.
 

sunnytn

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ich verweise mal auf diesen Beitrag:

http://www.elo-forum.org/buergerarbeit/81447-buergerarbeit-freiwillig-antwort-bmas.htmlhttp://

Da steht alles mal wieder schön umschrieben drin. Ist also meiner Meinung nach kein eindeutiges JA und auch kein NEIN.
Vorletzte Satz der 2 Seite ist wohl ausschlaggebend.

Daher ist es wohl wie gesagt eine Einzelfallentscheidung ob man einfach so ablehnen darf oder ob dafür ein wichtiger Grund vorliegt.

@Red Bull

Darf ich fragen, was du als Begründung Ngegeben hast, warum du das nicht machen möchtest? Denke mal es wird dafür bestimmt einen triftigen Grund geben, denn hier z.B. würden die das nicht so einfach akzeptieren, wenn man einfach nur Nein sagt.
 
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ich verweise mal auf diesen Beitrag:

http://www.elo-forum.org/buergerarbeit/81447-buergerarbeit-freiwillig-antwort-bmas.htmlhttp://

Da steht alles mal wieder schön umschrieben drin. Ist also meiner Meinung nach kein eindeutiges JA und auch kein NEIN.
Vorletzte Satz der 2 Seite ist wohl ausschlaggebend.

Daher ist es wohl wie gesagt eine Einzelfallentscheidung ob man einfach so ablehnen darf oder ob dafür ein wichtiger Grund vorliegt.

@Red Bull

Darf ich fragen, was du als Begründung Ngegeben hast, warum du das nicht machen möchtest? Denke mal es wird dafür bestimmt einen triftigen Grund geben, denn hier z.B. würden die das nicht so einfach akzeptieren, wenn man einfach nur Nein sagt.
habe zu meiner SB'rin gesagt, das ich die bürgerarbeit ablehne da sie eine freiwillige sache sei.
ich bin sogar der meinung, das hier im forum mal ein schreiben rum ging, in dem dies auf anfrage bestätigt wurde.
habe in meinen unterlagen geschaut, finde dieses aber nicht.
 

sunnytn

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Ok von diesem Schreiben habe ich selbst noch nichts gehört. Scheinbar handhabt das dann wohl jeder Landkreis etwas anders. Hier jedenfalls reicht ein NEIN nicht aus, sondern nur wenn bestimmt Gründe vorliegen, die diese Arbeit für den Betroffenen unzumutbar macht.
Was mich dann nur stutzig macht ist einmal dann der Satz mit den Sanktionen und zum anderen die vielen Leute die Bürgerarbeit machen, es aber eigentlich nicht wollen. Die werden das bestimmt auch nicht einfach so gemacht haben, obwohl sie dagegen waren.
Bei uns heißt das hier freiwilliger Zwang :icon_neutral:
 
E

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Ok von diesem Schreiben habe ich selbst noch nichts gehört. Scheinbar handhabt das dann wohl jeder Landkreis etwas anders. Hier jedenfalls reicht ein NEIN nicht aus, sondern nur wenn bestimmt Gründe vorliegen, die diese Arbeit für den Betroffenen unzumutbar macht.
Was mich dann nur stutzig macht ist einmal dann der Satz mit den Sanktionen und zum anderen die vielen Leute die Bürgerarbeit machen, es aber eigentlich nicht wollen. Die werden das bestimmt auch nicht einfach so gemacht haben, obwohl sie dagegen waren.
Bei uns heißt das hier freiwilliger Zwang :icon_neutral:[/QUOTE

auch die sachbearbeiter/innen selbst, gehen da verschieden mit um.
so ist zumindest mein eindruck.
 

sunnytn

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ja denke mal das liegt daran, das sie auch keinen Plan haben.
Manchmal glaube ich, man sitzt auf der falschen Seite.
 

Hansiklein3

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Gibt es eine Möglichkeit einen Bürgerarbeitsplatz ohne Sanktion abzuwehren, obwohl der Sachbearbeiter strikt darauf setzt das dieser zumutbar ist und der Arbeitgeber auch einen einstellen würde ?
Gibt es hierzu ein Urteil wegen der Entfernung ?
 

Hansiklein3

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Ich wäre für Ideen dankbar !

Man muß sich doch irgendwie gegen solche Zwangsstellen wehren können.
 

Ramteid

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Wehren ist möglich, habe ich erfolgreich hinter mir. April 12 sollte ich in Bürgerarbeit, bei meiner Kommune, jedoch über einen Träger der Caritas.

Habe dann an den Bürgermeister, den Caritas Träger und verdi geschrieben.

Beim nächsten Termin im Jobcenter meinte SB nur noch:

Bürgerarbeit wollen sie ja nicht.
 

sunnytn

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hier mal ein Gerichtsuteil:
Arbeitsrecht - Versetzung - Arbeitsweg - Zumutbarkeit

Dort geht man von einer 90min Fahrtzeit aus (eine Strecke) welche als Zumutbar gilt. So habe ich das selbst auch in Erinnerung bzw- wurde mir das so vom Arbeitsvermittler auch gesagt.

Wenn du also länger unterwegs sein würdest, hättest du evtl. die Möglichkeit es abzulehnen.
Denke aber mal nicht, das sie dich für einen Bürgerarbeitsplatz 150km von deinem Wohnort einsetzten werden.

Mfg

PS: Wenn dein Sachbearbeiter der Meinung ist das es zumutbar ist und der Arbeitnehmer dich auch einstellen würde, hat man schon schlechte Karten da ohne triftigen Grund rauszukommen, ohne sanktioniert zu werden.
 

Hansiklein3

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stimmt, der Arbeitsplatz ist schon näher.
Hat sonst noch jemand vielleicht eine hilfreiche Idee ?
 

sunnytn

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Die Frage ist eher was dagegen spricht warum du es nicht machen möchtest? Hast du nen speziellen Grund es abzulehnen?
 

Couchhartzer

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Ramteid

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Ja habs gerade hier im Forum gelesen, Potsdam!
Endlich hat ein Gericht die Bürgerarbeit richtig eingordnet.
Es ist Tarifvertrag zu zahlen!
 

Ramteid

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Die Frage ist eher was dagegen spricht warum du es nicht machen möchtest? Hast du nen speziellen Grund es abzulehnen?
Es spricht dagegen, das er und auch andere, weit unter Tarif entlohnt werden sollen!
Das sowas nicht rechtens sein kann, hat ein Gericht gerade wieder festgestellt.
Sunny wenn du für die hälfte Arbeiten willst so mach es, aber lass doch andere die sich wehren in Ruhe.
Hansiklein kämpft, du hast schon verloren. Schade.
 

Hansiklein3

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gilt der Tarifvertrag nur wenn man eine Bürgerarbeit im öffentlichen Dienst hat oder auch auch bei einer gemeinnützigen GmbH ?
 

Ramteid

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Tarifverträge gelten für Branchen und Berufe, jeweils für Gebiete, wie z.b. Bundesweit oder Landesweit, Tarifbezirke.
Ob das eine Gmbh oder sowas ist, spielt keine Rolle, Tarifverträge sind allgemein verbindlich.
 

Hansiklein3

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Wird Bürgerarbeit als Maßnahme angesehen oder als " regulerer Arbeitsplatz " ? Wenn erstens zutrifft müßte das doch in der Eingliederungsvereinbarung stehen, oder ?
 

Maxe204

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Tarifverträge gelten für Branchen und Berufe, jeweils für Gebiete, wie z.b. Bundesweit oder Landesweit, Tarifbezirke.
Ob das eine Gmbh oder sowas ist, spielt keine Rolle, Tarifverträge sind allgemein verbindlich.
Das mit dem Tariflohn ist nicht so einfach, ich war heute beim Anwalt und habe mir Auskunft dazu geholt. Ersteinmal gilt dieser Beschluss nur für Brandenburg, jedes Land mal wieder für sich :icon_neutral:
Du kannst deinen Arbeitgeber ein formloses Schreiben geben womit du ihn aufforderst dir den Lohn zu zahlen. Sollte, er das nicht machen können so wie in meinem Fall (gemeinnütziger Verein muss sich selber tragen) bleibt dir noch der Weg der Klage, was dann allerdings auch deine Kündigung zur Folge hätte.:icon_rolleyes:
 

Maxe204

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Hi Maxe...

... danke für Deinen Bericht.:icon_klatsch: Vielleicht wäre es für uns alle ganz lehrreich, wenn Du in einem eigenen Thread über den Sachstand Deiner Klage berichtest. Ich kann mir auch vorstellen, dass Du den einen oder anderen Tipp bekommst.:icon_daumen: Würdest Du als "Aufstocker" nicht mehr haben, als nur Hungerlohn + Wohngeld?

Ich hatte hier Kosten der Abwehr beantragen ähnliches gemacht.

MfG
Sorry, für diese sehr späte Antwort, bei mir war die Benachrichtigung per E-Mail aus. Ich werde kein Aufstocker, da mein Kind studiert und mir das Bafög abgezogen wird. Unterm Strich hätte ich von der Arge noch 43€ bekommen von der WG habe ich bis dieses Jahr Januar 131€ Wohngeld (jetzt nur noch 105€) erhalten. Wohngeldkürzung natürlich auch durch diese großzügige Steuersenkung des Staates. 75 cent Steuer habe ich bezahlt, die habe ich nun jeden Monat wieder, zum Dank dafür hat die Wohngeldstelle mir Monatlich 26€ gestrichen:icon_rolleyes:
 

sunnytn

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komisch das ich keine Benachrichigung bekommen habe :icon_kinn:

Es spricht dagegen, das er und auch andere, weit unter Tarif entlohnt werden sollen! Das sowas nicht rechtens sein kann, hat ein Gericht gerade wieder festgestellt.
wenn dem so ist kann ich das natürlich nachvollziehen, aber es gibt auch Bürgerarbeitsstellen, die nach Tarif bezahlt werden

Sunny wenn du für die hälfte Arbeiten willst so mach es, aber lass doch andere die sich wehren in Ruhe.
Von was für eine Hälfte gehst du denn aus, wenn du dir da ja so sicher bist?

Hansiklein kämpft, du hast schon verloren. Schade.
Warum sollte ich verloren haben?

Mfg
 

Ramteid

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Ob es exakt die hälfte des Tariflohns oder 60% sind, egal: Es geht darum das Bürgerarbeiter mit ihrer Billigentlohnung und Arbeitslosenversicherungsentzug deutlich schlechter gestellt sind als es Tarifverträge vorsehen.
Für mich bist du jemand(so präsentierst du dich hier) der sein Schicksal als Billigarbeiter ohne Widerstand akzeptiert hat, und sich das ganze noch schön redet und rechnet(ach ich hab ja sooo viel mehr Geld als nur vom Amt:icon_neutral:).
Auf solche dummen Sklaven ist das System angewiesen.
Denn: Die glücklichen Sklaven sind eine Gefahr für die Freiheit!
 

sunnytn

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Ob es exakt die hälfte des Tariflohns oder 60% sind, egal: Es geht darum das Bürgerarbeiter mit ihrer Billigentlohnung und Arbeitslosenversicherungsentzug deutlich schlechter gestellt sind als es Tarifverträge vorsehen.
Wenn Bürgerarbeit nur 30h die Woche befasst, sollte wohl klar sein, das man demzufolge auch nicht 100% des Tariflohns bekommt, welches einem nur bei einer 40h Woche zustehen würde. Das sollte dir hoffentlich klar sein.

Für mich bist du jemand(so präsentierst du dich hier) der sein Schicksal als Billigarbeiter ohne Widerstand akzeptiert hat, und sich das ganze noch schön redet und rechnet(ach ich hab ja sooo viel mehr Geld als nur vom Amt:icon_neutral:).
Mir wurden 2 Stellen angeboten und ich hatte die Möglichkeit selbst zu entscheiden, was mir mehr liegen würde. Zusätzlich wurde ich über alles bestens aufgeklärt und zu nichts gezwungen. Somit brauchte ich auch keinen Widerstand leisten bzw. wurde zu irgendetwas gezwungen. Und wenn meine Freundin und ich am Ende des Monats sehen was wir jetzt zum Leben zur Verfügung haben, brauchen wir uns da weder was schön reden oder schön rechnen, sondern sehen es schwarz auf weiß. Und wenn ich dann sehe, das ich mir Sachen leisten kann, die vorher nicht mal ansatzweise möglich waren (Urlaub etc.) dann macht das für mich schon bedeutend etwas aus.

Der Billigarbeiter bist dann wohl eher du, weil sie mit dir machen können was sie wollen. Scheinbar setzt du dich dann auch lieber hin und machst irgendwelche sinnlosen Maßnahmen ohne dafür Geld zu bekommen, als vielleicht mal in den sauren Apfel zu beißen bzw. mal über seinen Schatten zu springen um vielleicht doch aus der einen oder anderen Chance vielleicht wieder Arbeit zu finden, die anständig bezahlt wird. Nur bei einer permanenten Meinung zu bleiben das ja alles Ausbeute ist, wird sich da nichts ändern. Und im Endeffekt macht genau das das Amt mit dir, denn die bekommen richtig Kohle jeden Monat, weil sie dich vermitteln müssen :icon_neutral:

Auf solche dummen Sklaven ist das System angewiesen. Denn: Die glücklichen Sklaven sind eine Gefahr für die Freiheit!
Dumm ist der, der alles mit sich machen lässt. Ich habe zumindestens bis Ende 2014 Ruhe vorm Amt und muss mich nicht mit irgendwelchen Maßnahmen, Projekten oder sonstigen Bürokratenkram rumärgern. Ich verdiene hingegen mein eigenes Geld, habe dazu eine Arbeit die mir Spaß macht, einen relativ kurzen Arbeitsweg und gute Arbeitszeiten und vorallem bin ich im öffentlichen Dienst angestellt (also werde ich nach Tarif bezahlt) und verdiene Netto somit selbst als Bürgerarbeiter allein mehr als dreiviertel des ursprünglichen Hartz4 Satzes, was wir vorher zusammen als Familie mit einem Kind hatten. Dazu hat meine Freundin auch noch Bürgerarbeit und ihr Arbeitsweg liegt genau auf meiner Route und auch ihre Arbeitszeiten passen mit meinen überein.
Da frage ich dich dann, wer wohl hier der dumme Sklave ist? Der der wie ich versucht rauszukommen aus dem Kreis und selbst Geld verdient, oder derjenige der so denkt wie du und immer schön alles mit sich machen lässt und sich somit vom Amt abhängig macht, womit die wieder ihre Arbeitsplätze behalten können, weil sie dich vermitteln sollen?

Ich denke jeder sollte für sich selbst entscheiden, ob Bürgerarbeit angebracht ist oder nicht. Die einen sehen es negativ weil sie sich zu unrecht behandelt fühlen und die anderen sehen es als Chance, evtl. doch noch das zu erreichen, was sie gern möchten.

Somit kann man sagen, das man Bürgerarbeit nicht pauschalisieren kann. Denn es gibt Stellen die anständig bezahlt werden und dann gibt es leider auch Stellen, die zu Billiglöhnen tendieren und da stimmt ich dir zu, das sowas nicht gefördert werden darf bzw. sich man dagegen wehren sollte.

Mfg

PS: was wäre denn für dich ein Lohn (Netto), bei dem du sagen würdest, das du Bürgerarbeit machen würdest
 

Ramteid

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Wenn Bürgerarbeit nur 30h die Woche befasst, sollte wohl klar sein, das man demzufolge auch nicht 100% des Tariflohns bekommt, welches einem nur bei einer 40h Woche zustehen würde. Das sollte dir hoffentlich klar sein.
Das ist klar, und bereits berücksichtigt, offenbar kennst du nicht mal die niedrigste Stufe des Tarifvertrages.

Mir wurden 2 Stellen angeboten
Toll! A oder B und Hündchen springt! Kannste dir nicht selber würdige Arbeit suchen?

Und wenn meine Freundin und ich am Ende des Monats sehen was wir jetzt zum Leben zur Verfügung haben, brauchen wir uns da weder was schön reden oder schön rechnen, sondern sehen es schwarz auf weiß.

Ja durch die Brille, aber bist doch nur ein Arbeiter 3. Klasse.



Scheinbar setzt du dich dann auch lieber hin und machst irgendwelche sinnlosen Maßnahmen ohne dafür Geld zu bekommen,
Eben nicht. Auch Massnahmen werden abgelehnt weil unsinnig.

Längst habe ich meine Ruhe, von wegen rumärgern mit was.


Ich denke jeder sollte für sich selbst entscheiden, ob Bürgerarbeit angebracht ist oder nicht. Die einen sehen es negativ weil sie sich zu unrecht behandelt fühlen und die anderen sehen es als Chance, evtl. doch noch das zu erreichen, was sie gern möchten.
Ja da hast du wohl recht, ich freue mich über jeden der freiwillig in die Bürgerarbeit geht, so geht der Kelch an mir vorbei. Danke :icon_party:
Als Arbeitsmarktinstrument des Niedriglohnsektors unterster Klasse (selbst Eurojobs bleibt je nach persönlicher Situation des Hilfeempfängers mehr über), lehne ich Bürgerarbeit komplett ab.
Denn es gibt Stellen die anständig bezahlt werden und dann gibt es leider auch Stellen, die zu Billiglöhnen tendieren und da stimmt ich dir zu, das sowas nicht gefördert werden darf bzw. sich man dagegen wehren sollte.
Wenn dein Lohn wirklich nahe am Tarif wäre, so erschliesst sich mir nicht die Logik, warum man den Job dann nicht regulär vergibt, irgendwas stimmt da nicht. Ich kenne hier in der Stadt einige denen Bürgerarbeit vorgeschlagen wurde und auch 2 Leute die sie machen, sie haben alle kaum mehr Geld als zuvor.Evlt. rechnet es sich für deine BG deshalb weil ihr als BG eh anders berechnet werdet.

PS: was wäre denn für dich ein Lohn (Netto), bei dem du sagen würdest, das du Bürgerarbeit machen würdest

Den gibt es nicht, bzw wäre er unrealistisch und eben in Höhe des 1. Arbeitsmarktes. Generell gehört Bürgerarbeit, Eurojobs usw abgeschafft. Richtige Arbeit muss richtig verteilt werden oder neue geschaffen werden.
Wenn ich hier gegen Bürgerarbeit und Bürgerarbeiter wie dich Stellung beziehe, so nimm es nicht persönlich, es geht mir um die Sache an sich.
Dir selbst wünsche ich aber alles gute und das es dir weiterhin in Bürgerarbeit gut gefällt. Geniess es noch ein paar Tage. Denn bald ist ja schluss damit :icon_kinn:
 

sunnytn

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Das ist klar, und bereits berücksichtigt, offenbar kennst du nicht mal die niedrigste Stufe des Tarifvertrages.
welche niedrigste Stufe wäre das denn deiner Meinung nach, was man die Stunde bekommen sollte (Netto)

Toll! A oder B und Hündchen springt! Kannste dir nicht selber würdige Arbeit suchen?
Wenn es so einfach wäre, bräuchte man sich wohl weder Gedanken über Hartz4 oder sonstige Hilfen machen oder meinst du nicht?

Ja durch die Brille, aber bist doch nur ein Arbeiter 3. Klasse.
Was warst du denn in der Lehre? Hast du diese dann auch abgebrochen, weil du da Arbeiter 3. Klasse warst oder hast es trotzdem durchgezogen. Meinst du, wenn du auf dem 1. Arbeitsmarkt Arbeit findest, das du da ebenso unterste Klasse Arbeiter bist? Denn nur so können die Chefs überleben.

Eben nicht. Auch Massnahmen werden abgelehnt weil unsinnig. Längst habe ich meine Ruhe, von wegen rumärgern mit was.
Wenn das bei euch so einfach ist einfach alles abzulehnen, dann freut mich das für dich. Hier hat man nur begrenzt Möglichkeiten etwas abzulehnen. Nur wer immer alles ablehnt, wird nie sein Ziel erreichen. Denn selbst wenn eine Stelle noch so aussichtslos ist, kann man immer auch das Glück haben dadurch neue Stellen zu finden. Ich selbst hätte z.B. durch diese Bürgerarbeit auch einen Arbeitsplatz haben können. Nur diese wäre 300km weg von mir und daher kam das nicht in Frage. Ebenso hätte er auch nur 30km weg sein brauchen und man hätte wieder was. Hoffe du verstehst was ich dir damit sagen will.

Ja da hast du wohl recht, ich freue mich über jeden der freiwillig in die Bürgerarbeit geht, so geht der Kelch an mir vorbei. Danke :icon_party:
Als Arbeitsmarktinstrument des Niedriglohnsektors unterster Klasse (selbst Eurojobs bleibt je nach persönlicher Situation des Hilfeempfängers mehr über), lehne ich Bürgerarbeit komplett ab.
Wenn du der Meinung bist, das man selbst bei nem 1€ Job mehr raus hat, als bei Bürgerarbeit, dann brauche ich mich auch nicht zu wundern, das du so denkst. Denn da liegst du leider vollkommen falsch. Allein bei einem Brutto von 900€ (womit hier die meisten berechnet werden) hat man schon eine Freibetrag von 260€, also schon mal doppelt so viel wie bei einem 1€ Job. Sollte man dann noch nach Tarif bezahlt werden, liegen die Freibeträge noch höher und das macht meines Erachtens eine Menge aus. Wenn man dann noch in einer BG lebt, kann sich das natürlich sehr lohnen.

Wenn dein Lohn wirklich nahe am Tarif wäre, so erschliesst sich mir nicht die Logik, warum man den Job dann nicht regulär vergibt, irgendwas stimmt da nicht.
Ich werde nach TVÖD bezahlt, also kannst schon von ausgehen, das es sich daran nicht anlehnt, sondern sich anhand der Stundenzahl prozentual gerichtet werden muss. Und warum der Job nicht regulär vergeben werden kann, kann ich dir auch sagen. Hier handelt es sich um einen Förderverein, der über die Stadt getragen wird. Folglich gab es diese Stelle vorher nicht bzw. wurde sie extra für die Bürgerarbeit eingerichtet. Somit brauche ich auch kein schlechtes Gewissen haben, das ich jemand anderen die reguläre Arbeit wegnehme bzw. für weniger Geld arbeite, da es die Stelle vorher nie gegeben hat.

Ich kenne hier in der Stadt einige denen Bürgerarbeit vorgeschlagen wurde und auch 2 Leute die sie machen, sie haben alle kaum mehr Geld als zuvor.
Dann sollten sich diese Leute mal bitte genau ihre Berechnung anschauen. Denn ich kenne auch insgesamt 5 Leute die Bürgerarbeit machen und 4 Bescheide davon waren falsch.

Evlt. rechnet es sich für deine BG deshalb weil ihr als BG eh anders berechnet werdet.
Leider liegst du auch da falsch, denn sobald wir als BG zählen (was wir tun) bekommen wir nur noch 90% vom regulären Hartz4 Regelsatz. Das heißt statt 382€ bekommen wir jeder nur 345€. Somit werden uns schon mal 37€ pro Person abgezogen, also fehlen uns da allein schon 74€ pro Monat. (Begründung des Gesetzgebers darüber lautet, das wenn man ja zusammen wohnt sich ja auch die Kosten teilen kann, wie z.B. wenn man Butter kauft. Natürlich verständlich, nur leider vergisst der Gesetzgeber hier den wesentlichen Punkt, das demzufolge auch die Butter doppelt so schnell alle ist, da wir ja beide davon essen)

Somit würden sich meine Freundin und ich uns besser stehen, wenn wir getrennte Haushalte hätten bzw. jeder für sich leben würde. Daher werden wir dafür bestraft, das wir eine intakte Familie sind.

Den gibt es nicht, bzw wäre er unrealistisch und eben in Höhe des 1. Arbeitsmarktes.
Wenn du selbst es schon als unrealistisch ansiehst, hast du dich doch dann schon damit abgefunden. Also resignierst du ja selbst auch schon. Nur dann komplett dicht machen und alles schlecht reden wird dich dann auch nicht weiterbringen, sondern damit unterstützt du genau den Staat, der mit den Bürgern dann machen kann was er will. Schade.

Generell gehört Bürgerarbeit, Eurojobs usw abgeschafft. Richtige Arbeit muss richtig verteilt werden oder neue geschaffen werden.
Dem stimme ich dir zu 100% zu, aber die Realität sieht leider ganz anders aus.

Wenn ich hier gegen Bürgerarbeit und Bürgerarbeiter wie dich Stellung beziehe, so nimm es nicht persönlich, es geht mir um die Sache an sich.
Nein keine Angst, wir sind alle Erwachsen und ich weiß was du damit sagen willst.

Dir selbst wünsche ich aber alles gute und das es dir weiterhin in Bürgerarbeit gut gefällt. Geniess es noch ein paar Tage. Denn bald ist ja schluss damit :icon_kinn:
Ja Dezember 2014 ist wohl Schluss, aber so wie es aussieht, habe ich danach wohl gute Chancen doch regulär zu bleiben, denn ein gespräch mit dem Bürgermeister und der Stadt hatte ich schon. Sollte das wirklich klappen, würde mich das natürlich sehr freuen und dann habe ich das geschafft was ich wollte. Aber solange noch nichts 100% feststeht, werde ich auf jeden Fall weiter versuchen aus diesem Teufelskreis rauszukommen, denn Hartz4 ist für mich keine Dauerlösung bzw. Option auf Lebenszeit.
 

Ramteid

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welche niedrigste Stufe wäre das denn deiner Meinung nach, was man die Stunde bekommen sollte (Netto)
Im Öffentlichen Dienste liegt je nach Bundesland die unterste BRUTTOstufe bei ca 1700 Euro aufwärts.

Wenn es so einfach wäre, bräuchte man sich wohl weder Gedanken über Hartz4 oder sonstige Hilfen machen oder meinst du nicht?
Gedanken machen ist immer gut :biggrin:

Was warst du denn in der Lehre? Hast du diese dann auch abgebrochen, weil du da Arbeiter 3. Klasse warst oder hast es trotzdem durchgezogen. Meinst du, wenn du auf dem 1. Arbeitsmarkt Arbeit findest, das du da ebenso unterste Klasse Arbeiter bist? Denn nur so können die Chefs überleben.
Ich sehe schon dir ist garnicht bewusst das eine Lehre mit Prüfung zu fast 100% den zugang zum 1 Arbeitsmarkt bringt. Bürgerarbeit dagegen weit unter 10%.... das meinte ich im Post davor mit "Brille". Die Brille der Hoffnung, mit deinen Augen aber sehr kurzsichtig gesehen.

Wenn das bei euch so einfach ist einfach alles abzulehnen, dann freut mich das für dich. Hier hat man nur begrenzt Möglichkeiten etwas abzulehnen. Nur wer immer alles ablehnt, wird nie sein Ziel erreichen. Denn selbst wenn eine Stelle noch so aussichtslos ist, kann man immer auch das Glück haben dadurch neue Stellen zu finden. Ich selbst hätte z.B. durch diese Bürgerarbeit auch einen Arbeitsplatz haben können. Nur diese wäre 300km weg von mir und daher kam das nicht in Frage. Ebenso hätte er auch nur 30km weg sein brauchen und man hätte wieder was. Hoffe du verstehst was ich dir damit sagen will.
Nicht ganz zuverstehen, denn du machst lieber Bürgerarbeit statt mit der Familie mal umzuziehen, sorry aber du wirfst da was wech, nur weil du hoffnungen auf das nach der Bürgerarbeit gibts, wobei erwiesen ist in ersten Statistiken über diese, das nur sehr wenigen den zutritt auf den ersten Arbeitsmarkt gelingt

Wenn du der Meinung bist, das man selbst bei nem 1€ Job mehr raus hat, als bei Bürgerarbeit, dann brauche ich mich auch nicht zu wundern, das du so denkst. Denn da liegst du leider vollkommen falsch. Allein bei einem Brutto von 900€ (womit hier die meisten berechnet werden) hat man schon eine Freibetrag von 260€, also schon mal doppelt so viel wie bei einem 1€ Job. Sollte man dann noch nach Tarif bezahlt werden, liegen die Freibeträge noch höher und das macht meines Erachtens eine Menge aus. Wenn man dann noch in einer BG lebt, kann sich das natürlich sehr lohnen.
Ja leider versuchen die Kommunen gerade alleinstehenden ALG IIlern bei Bürgerarbeit einzureden, das es damit kein H4 mehr gibt. Es gibt aber auch den Fall, so wäre es bei mir gewesen, wo ich 10 Euro mehr gehabt hätte mit Bürgerarbeit, aber gez usw viele weitere Ausgaben zusätzlich. Du siehst es lohnt nicht immer, am meisten lohnt es sich für größere BG.

Ich werde nach TVÖD bezahlt, also kannst schon von ausgehen, das es sich daran nicht anlehnt, sondern sich anhand der Stundenzahl prozentual gerichtet werden muss. Und warum der Job nicht regulär vergeben werden kann, kann ich dir auch sagen. Hier handelt es sich um einen Förderverein, der über die Stadt getragen wird. Folglich gab es diese Stelle vorher nicht bzw. wurde sie extra für die Bürgerarbeit eingerichtet. Somit brauche ich auch kein schlechtes Gewissen haben, das ich jemand anderen die reguläre Arbeit wegnehme bzw. für weniger Geld arbeite, da es die Stelle vorher nie gegeben hat.
Deine Bürgerarbeit scheint recht fair zu sein! Aber das ist die Ausnahme, ich kenne leider viele Fälle wo es sehr nachteilig ist, Kommunale Arbeiter ersetzt werden für einen Bruchteil eines Tariflohnes. Das ist mehr die Realität als dein Modell, meine Erfahrung.

Dann sollten sich diese Leute mal bitte genau ihre Berechnung anschauen. Denn ich kenne auch insgesamt 5 Leute die Bürgerarbeit machen und 4 Bescheide davon waren falsch.
Nachrechnen muss man bei den Bescheiden immer, hatte schon einiges zu Beanstanden und nachgezahlt bekommen.

Leider liegst du auch da falsch, denn sobald wir als BG zählen (was wir tun) bekommen wir nur noch 90% vom regulären Hartz4 Regelsatz. Das heißt statt 382€ bekommen wir jeder nur 345€. Somit werden uns schon mal 37€ pro Person abgezogen, also fehlen uns da allein schon 74€ pro Monat. (Begründung des Gesetzgebers darüber lautet, das wenn man ja zusammen wohnt sich ja auch die Kosten teilen kann, wie z.B. wenn man Butter kauft. Natürlich verständlich, nur leider vergisst der Gesetzgeber hier den wesentlichen Punkt, das demzufolge auch die Butter doppelt so schnell alle ist, da wir ja beide davon essen)

Somit würden sich meine Freundin und ich uns besser stehen, wenn wir getrennte Haushalte hätten bzw. jeder für sich leben würde. Daher werden wir dafür bestraft, das wir eine intakte Familie sind.
Naja, man hat schon dinge die man gemeinsam benutzt, z.b. Strom.

Wenn du selbst es schon als unrealistisch ansiehst, hast du dich doch dann schon damit abgefunden. Also resignierst du ja selbst auch schon. Nur dann komplett dicht machen und alles schlecht reden wird dich dann auch nicht weiterbringen, sondern damit unterstützt du genau den Staat, der mit den Bürgern dann machen kann was er will. Schade.
Eben nicht, ich gehe ja gegen diese unsinnigen Massnahmen an. Weil eins sollte dir klar sein, Bürgerarbeit im Lebenslauf stigmatisiert ähnlich wie früher Sozialhilfe. Und nein, ich kämpfe nur für den 1. Arbeitsmarkt, denn darauf hat laut Grundgesetz ein jeder Anspruch. Zwangsarbeitszuweisungen (ich weiss du bist keiner weil freiwilliger)sind rechtswidrig! Können sie drehen wie sie wollen, ist genauso wie bei Adolf.


Ja Dezember 2014 ist wohl Schluss, aber so wie es aussieht, habe ich danach wohl gute Chancen doch regulär zu bleiben, denn ein gespräch mit dem Bürgermeister und der Stadt hatte ich schon. Sollte das wirklich klappen, würde mich das natürlich sehr freuen und dann habe ich das geschafft was ich wollte. Aber solange noch nichts 100% feststeht, werde ich auf jeden Fall weiter versuchen aus diesem Teufelskreis rauszukommen, denn Hartz4 ist für mich keine Dauerlösung bzw. Option auf Lebenszeit.
Ja da müssen wir raus:icon_daumen:. Wenn es dir gelingen würde fänd ich es gut.
 

sunnytn

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Im Öffentlichen Dienste liegt je nach Bundesland die unterste BRUTTOstufe bei ca 1700 Euro aufwärts.
Na wenn ich das mal auf 40h wöchentlich rechne, bzw. 160h monatlich, wäre man bei einem Bruttolohn von 10,63€/h.
Wenn ich jetzt mal von meinem Brutto ausgehe und rechne das durch 120h pro Monat (da nur 30h pro Woche), dann komme ich ebenso auf 10€, von daher passt das.
(bei uns fangen die untersten Bruttobeträge bei ca. 1500€)

Gedanken machen ist immer gut :biggrin:
:icon_daumen:


Ich sehe schon dir ist garnicht bewusst das eine Lehre mit Prüfung zu fast 100% den zugang zum 1 Arbeitsmarkt bringt.
Das ist wohl eher wunschdenken, denn kenne mehr als genug Leute die ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen haben und trotzdem keinen Job haben. Und davon gibt es leider viel zu viel.

Nicht ganz zuverstehen, denn du machst lieber Bürgerarbeit statt mit der Familie mal umzuziehen, sorry aber du wirfst da was wech, nur weil du hoffnungen auf das nach der Bürgerarbeit gibts, wobei erwiesen ist in ersten Statistiken über diese, das nur sehr wenigen den zutritt auf den ersten Arbeitsmarkt gelingt
Das Problem bestand einfach darin, das die Bezahlung wesentlich schlechter gewesen wäre, als es jetzt der Fall mit Bürgerarbeit ist. Zudem hätte ich diese Stelle auch nicht annehmen können, da es persönliche Gründe hat, warum ein Umziehen nicht in Frage kommt bzw. möglich ist.

Ja leider versuchen die Kommunen gerade alleinstehenden ALG IIlern bei Bürgerarbeit einzureden, das es damit kein H4 mehr gibt.
Ja so wurde mir das damals in der Aktivierungsmaßnahme auch gesagt, aber die Realität sieht mal eben anders aus wie man sieht.

Es gibt aber auch den Fall, so wäre es bei mir gewesen, wo ich 10 Euro mehr gehabt hätte mit Bürgerarbeit, aber gez usw viele weitere Ausgaben zusätzlich. Du siehst es lohnt nicht immer, am meisten lohnt es sich für größere BG.
Also nur 10€ mehr kann ich dir leider nicht glauben, sorry. Denn wenn dem so ist, dann hättest du ja ein Brutto von 10€ im Monat, also würdest du dafür gerade mal 1-2h arbeiten gehen. Und das habe ich noch nie gehört bzw. kann ich mir nicht vorstellen, das jemand solch einen Arbeitsplatz überhaupt anbietet.

Wenn man Bürgerarbeit macht, hat man zumindestens schonmal einen Grundfreibetrag von 100€, das heißt, das hast du auf jeden Fall schonmal mehr in der Tasche ohne das sie da ran dürfen. Je nach Bruttohöhe, wird das natürlich nach oben hin weiter ansteigen, denn man wird ja auch nicht nur 100€ brutto verdienen. Im Normalfall kenne ich es, das bei einer 30h Woche 900€ Brutto gezahlt werden, womit man schon einen Freibetrag von 260€ hat. Davon kann man weiterhin die Fahrtkosten, Versicherungen, Arbeitsmittel usw.... absetzen, soweit sie im Grundfreibetrag bereinigt werden. Sollte man aufgrund von langen Arbeitswegen über den Wert von 100€ kommen, werden diese Kosten zusätzlich übernommen bzw. fließen in die Gesamtrechnung mit ein.
Falls du möchtest, kannst du mir auch gern mal deine Berechnung per PN schicken, wie du darauf kommst, das du nur 10€ mehr gehabt hättest, denn das ist einfach nicht möglich, wenn du regulär eine 30h Woche ableisten würdest.

Deine Bürgerarbeit scheint recht fair zu sein! Aber das ist die Ausnahme...
Genau das wollte ich dir damit sagen, das man nicht alle Bürgerarbeitsplätze gleich behandeln bzw. über einen Kamm scheren sollte bzw. es als Ausbeute bezeichnet, da jeder Fall anders ist. Hätte ich von vornherein resigniert, hätte ich nicht mal die Chance bekommen, diese Arbeit zu machen. Das ist das was ich mit meinem letzten Post meine, das man es sich zumindestens erstmal anhören und durchrechnen sollte und nicht gleich alles negativ sehen.

...ich kenne leider viele Fälle wo es sehr nachteilig ist, Kommunale Arbeiter ersetzt werden für einen Bruchteil eines Tariflohnes.
Ja diese Fälle gibt es leider auch und scheinbar nicht zu wenig. Aber denke da hat man sehr gute Chancen diese Arbeit abzulehnen, weil sie ja im Grundansatz schon rechtswidrig ist. Denn durch Bürgerarbeit dürfen keine regulären Arbeitsplätze abgeschafft werden. Und diese Leute würde ich zu 100% unterstützen, denn auch ich würde selbst gegen solche Stellen angehen. Daher war es für mich wichtig, eine Stelle zu bekommen, die vorher nicht besetzt war bzw. es diese vorher nicht gab, was der Fall war.

Das ist mehr die Realität als dein Modell, meine Erfahrung.
Ja weil es alle versuchen und da gibt es leider genug Leute die das mit sich machen lassen. Auch da stimme ich dir zu, das man sich dagegen einfach wehren sollte und auch muss. Aber wie man sieht, gibt es auch positive Ausnahmen bzw. noch ehrliche Bürgerarbeitsplätze. Das lässt meine Hoffnung etwas steigen.

Nachrechnen muss man bei den Bescheiden immer, hatte schon einiges zu Beanstanden und nachgezahlt bekommen.
Ja das ist bei uns nicht anders gewesen, aber nachdem ich damals gleich beim ersten Hartz4 Bescheid einen Fehler entdeckt hatte, war mir an diesem Tag klar, jeden Bescheid genau zu kontrollieren bzw. nachzurechnen. Und das hat uns schon etliche Nachzahlungen beschert, die sonst sang und klanglos einfach untergegangen wären.
Nur leider nehmen sich die Leute einfach nicht die Zeit es nachzurechnen bzw. verstehen manchmal auch die sehr komplexen Rechnungen nicht. Da ist nur anzuraten, sich Hilfe dafür zu holen, denn schließlich geht es um das eigene Geld.
Allein für meine Bürgerarbeitsstelle und die meiner Freundin, habe ich über 1h und ne ganze A4 Seite gebraucht um zu sehen was uns zusteht und was nicht. Hätte ich das nicht gemacht, würden wir heute monatlich 200€ weniger bekommen, was mal locker 2400€ im Jahr ausgemacht hätte. Das hätte sich für die KoBa gelohnt, aber diese Stunde habe ich mir dafür gern Zeit genommen und wie man sehen konnte, hat es sich gelohnt.
Im neuen richtigen Bescheid wurde dann mal kurzerhand MEINE komplette Aufstellung als Rechnungsgrundlegung genommen, denn diese habe ich persönlich vorgelegt und dem Sachbearbeiter erklärt, wie ich was gerechnet habe.
(denn auf dem Ursprungsbescheid war weder eine Rechnung noch wie sie auf welche Werte gekommen sind ersichtlich. Scheinbar wohl gewollt bzw. mit Absicht, denn bei einem klappt es und sie sparen und bei einem anderen eben nicht)
So kann man auch Geld sparen aber nicht mit mir :icon_evil:

Naja, man hat schon dinge die man gemeinsam benutzt, z.b. Strom.
Dies hat aber nichts mit dem Hartz4 Regelsatz zu tun :icon_evil:.
Denn für den Strom muss man selbst aufkommen bzw. bezahlt man diesen ja von dem Regelsatz, der bei uns ja nur 90% beträgt.

Gehen wir mal davon aus, das man einen Stromverbrauch von 2500kwh im Jahr hat und dafür 600€ zahlen muss. (Beispiel)

Der Alleinstehende bekommt 382€ monatlich und und zahlt jeden Monat 50€. Somit hat er von seinem Regelsatz noch 332€ pro Monat übrig, was 3984€ im Jahr ausmacht, was er ausgeben kann.

Als BG zahlt sowohl meine Freundin von ihren 345€ die 25€ Strom und ich von meinen 345€ auch 25€ Strom. Das ergeben zusammen auch 50€ Stromabschlag, jedoch hat meine Freundin dann nur noch 320€ übrig und ich folglich natürlich auch nur noch.

Somit ergibt sich selbst da schon eine Differenz von 12€ pro Monat (pro Person), also von 144€ im Jahr, was uns als BG schon fehlt, obwohl wir ebenso den gleichen Strom verbrauchen, wie ein Alleinstehender ganz allein.

Normalerweise müsste es daher genau anders rum sein, das wir als BG mehr bekommen müssten, da wir Mehrausgaben haben, als ein Alleinstehender. Oder zu mindestens sollten man als BG auch die vollen 100% bekommen.

Und die Realität sieht ja auch so aus, das ein Alleinstehender wesentlich weniger Strom verbraucht als eine BG. Demzufolge wäre wohl das optimale, wenn der Alleinstehende einen Abschlag von 37€ im Monat zahlen würde und hat somit schon 444€ Stromkosten abgedeckt, während wir als BG davon noch nicht 1ct Stromkosten gezahlt haben und trotzdem dann genau den gleichen Regelsatz zum ausgeben haben, wie der Alleinstehende. Und das kann es echt nicht sein.

Eben nicht, ich gehe ja gegen diese unsinnigen Massnahmen an. Weil eins sollte dir klar sein, Bürgerarbeit im Lebenslauf stigmatisiert ähnlich wie früher Sozialhilfe. Und nein, ich kämpfe nur für den 1. Arbeitsmarkt, denn darauf hat laut Grundgesetz ein jeder Anspruch. Zwangsarbeitszuweisungen (ich weiss du bist keiner weil freiwilliger)sind rechtswidrig! Können sie drehen wie sie wollen, ist genauso wie bei Adolf.
Kann ich nachvollziehen. Aber Bürgerarbeit stigmatisiert keine Sozialhilfe, da bringst du was durcheinander. Denn die Sozialhilfe ist heutiges Hartz4 und Bürgerarbeit ist gleichzusetzen wie früher ABM.
Und was meinst du wohl was ein potentieller Arbeitgeber lieber im Lebenslauf lesen möchte, jemand der nur Hartz4 bezogen hat ohne was zu machen (und gleich abgestempelt wird in der heutigen Zeit) oder jemand der in Bürgerarbeit ist/war, selbst versucht hat für seinen Lebensunterhalt zu sorgen und auch noch ein gutes Arbeitszeugnis bekommen hat wo bestätigt wird, das er zuverlässig, pünktlich etc. ist?

Wäre ich Chef, würde ich die letzte Zielgruppe vorziehen, da man dort das Gefühl hat, der bzw. diejenige möchte was ändern bzw. findet sich nicht mit der Situation ab. Das heißt nicht, das die Hartz4 Empfänger schlechter wären, aber das ist nun mal das System mit dem fast jeder arbeitet. Und du als Chef würdest garantiert auch lieber jemanden nehmen der gute Referenzen hat, als jemanden, der seid vielen Jahren untätig zu hause sitzt oder?

Habe die Erfahrung selbst gemacht, denn früher war es einfacher mal ein Bewerbungsgespräch zu bekommen. Heute kann man froh sein, wenn man überhaupt noch eine Antwort vom Unternehmen bekommt, egal ob positiv oder negativ. Und selbst bei meiner jetzigen Bürgerarbeitsstelle habe ich unfreiwillig mitbekommen, (als ich zum Gespräch eingeladen wurde) das die Bearbeiterin der Stadt gegenüber dem Bürgermeister Bedenken über mich hatte, da ich schon so lange zu hause war und warum ich denn mit meinem Berufsabschluss keine Arbeit gefunden habe.
Ich habe die Chance genutzt um zu zeigen was ich kann und scheinbar hat das einen guten bleibenden Eindruck hinterlassen. Denn nach gut einem halben Jahr wurde mir persönlich von der Bearbeiterin der Stadt mitgeteilt, das sie nur gutes über mich gehört hat und alle sehr zufrieden mit mir sind und ich super in das Team passe und daraufhin auch weitere Gespräche mit dem Bürgermeister eingeleitet hat. Also habe ich wohl irgendwas richtig gemacht :biggrin:

Ja da müssen wir raus:icon_daumen:. Wenn es dir gelingen würde fänd ich es gut.
Ja das hoffe ich selbst auch
 

Ramteid

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Also nur 10€ mehr kann ich dir leider nicht glauben, sorry. Denn wenn dem so ist, dann hättest du ja ein Brutto von 10€ im Monat, also würdest du dafür gerade mal 1-2h arbeiten gehen. Und das habe ich noch nie gehört bzw. kann ich mir nicht vorstellen, das jemand solch einen Arbeitsplatz überhaupt anbietet.

Wenn man Bürgerarbeit macht, hat man zumindestens schonmal einen Grundfreibetrag von 100€, das heißt, das hast du auf jeden Fall schonmal mehr in der Tasche ohne das sie da ran dürfen. Je nach Bruttohöhe, wird das natürlich nach oben hin weiter ansteigen, denn man wird ja auch nicht nur 100€ brutto verdienen. Im Normalfall kenne ich es, das bei einer 30h Woche 900€ Brutto gezahlt werden, womit man schon einen Freibetrag von 260€ hat. Davon kann man weiterhin die Fahrtkosten, Versicherungen, Arbeitsmittel usw.... absetzen, soweit sie im Grundfreibetrag bereinigt werden. Sollte man aufgrund von langen Arbeitswegen über den Wert von 100€ kommen, werden diese Kosten zusätzlich übernommen bzw. fließen in die Gesamtrechnung mit ein.
Falls du möchtest, kannst du mir auch gern mal deine Berechnung per PN schicken, wie du darauf kommst, das du nur 10€ mehr gehabt hättest, denn das ist einfach nicht möglich, wenn du regulär eine 30h Woche ableisten würdest.
Es ist wirklich so das man mich in einer Stadtbücherrei einsetzten wollte. Bürgerarbeitslohn 900 €. Und keine Hartz4 aufstockend dazu, weil 10 Euro drüber. Das waren deren Meinung, meine war damals schon eine andere. Aber sie haben es versucht mich so billig einzukaufen. Nach ein paar Briefen an Bürgermeister, Caritas Träger und Verdi, war die Bürgerarbeit vom Tisch *g*.

Die Stadtbibliothek liegt für mich 4 min zufuss. Daher kenn ich die Begebenheiten sehr gut.
Es waren immer DREI Personen angestellt. Nun seit über einem Jahr nur noch Zwei... Ein Schelm wer jetzt denkt das da kein Drehtüreffekt eingeplant war.





Kann ich nachvollziehen. Aber Bürgerarbeit stigmatisiert keine Sozialhilfe, da bringst du was durcheinander. Denn die Sozialhilfe ist heutiges Hartz4 und Bürgerarbeit ist gleichzusetzen wie früher ABM.
Und was meinst du wohl was ein potentieller Arbeitgeber lieber im Lebenslauf lesen möchte, jemand der nur Hartz4 bezogen hat ohne was zu machen (und gleich abgestempelt wird in der heutigen Zeit) oder jemand der in Bürgerarbeit ist/war, selbst versucht hat für seinen Lebensunterhalt zu sorgen und auch noch ein gutes Arbeitszeugnis bekommen hat wo bestätigt wird, das er zuverlässig, pünktlich etc. ist?

Wäre ich Chef, würde ich die letzte Zielgruppe vorziehen, da man dort das Gefühl hat, der bzw. diejenige möchte was ändern bzw. findet sich nicht mit der Situation ab. Das heißt nicht, das die Hartz4 Empfänger schlechter wären, aber das ist nun mal das System mit dem fast jeder arbeitet. Und du als Chef würdest garantiert auch lieber jemanden nehmen der gute Referenzen hat, als jemanden, der seid vielen Jahren untätig zu hause sitzt oder?
Das ist soweit richtig, nur ich war selbstständig, agiere also ohne Zeugniss fürs letzte Jahrzehnt, das hat gewisse vorteile was den Nachweis von Zeiten angeht. Noch nie hat jemand meine Gewerbeabmeldung verlangt :icon_party: Ich bin also garnicht Langzeitarbeitslos, wenn du verstehst. Daher würd mich ein Bürgerarbeitszeugniss mehr behindern...
Habe die Erfahrung selbst gemacht, denn früher war es einfacher mal ein Bewerbungsgespräch zu bekommen. Heute kann man froh sein, wenn man überhaupt noch eine Antwort vom Unternehmen bekommt, egal ob positiv oder negativ. Und selbst bei meiner jetzigen Bürgerarbeitsstelle habe ich unfreiwillig mitbekommen, (als ich zum Gespräch eingeladen wurde) das die Bearbeiterin der Stadt gegenüber dem Bürgermeister Bedenken über mich hatte, da ich schon so lange zu hause war und warum ich denn mit meinem Berufsabschluss keine Arbeit gefunden habe.
Ich habe die Chance genutzt um zu zeigen was ich kann und scheinbar hat das einen guten bleibenden Eindruck hinterlassen. Denn nach gut einem halben Jahr wurde mir persönlich von der Bearbeiterin der Stadt mitgeteilt, das sie nur gutes über mich gehört hat und alle sehr zufrieden mit mir sind und ich super in das Team passe und daraufhin auch weitere Gespräche mit dem Bürgermeister eingeleitet hat. Also habe ich wohl irgendwas richtig gemacht :biggrin:

Ja das hoffe ich selbst auch
Kommt wohl immer individuell drauf an. Jeder tut das beste für sich.
Aber eins sollte politisch klar sein: Wenn alle Bürgerarbeiter und Eurojobber, alle missbrauchten Zeitzwangsarbeitersklaven sich wehren würden und mal einen unbefristeten Generalstreik durchführen, dann wird dem Grundgesetzt wieder genüge getan!
 

sunnytn

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Es ist wirklich so das man mich in einer Stadtbücherrei einsetzten wollte. Bürgerarbeitslohn 900 €. Und keine Hartz4 aufstockend dazu, weil 10 Euro drüber.
Ok diese Formulierung hört sich dann schon anders an. So wie du es vorher geschrieben hattest, konnte man davon ausgehen, das du grad mal 10€ im Monat mehr gehabt hättest, als reines Hartz4.

Wenn du aber keinen Aufstockungsbetrag mehr bekommen hättest, dann hast du doch mit Bürgerarbeit mindestens 260€ mehr raus gehabt als du vorher Hartz4 hattest. Und das ist doch schon besser als vorher. Meine Freundin und ich wohnen zusammen mit unserer gemeinsamen 7 jährigen Tochter in einer BG und trotz das ich nach Tarif bezahlt werde und meine Freundin ebenfalls 900€ brutto bekommt, bekommen wir dank der doch komplexen Rechnung aufstockend Hartz4. War damals der Meinung, das allein schon durch das Zusammenrechnen der Nettobeträge von meiner Freundin und mir wir schon mehr hatten, als damals Hartz4 für uns alle zusammen und das noch incl. Kindergeld.
Nur dank der anrechenbaren Freibeträge sind wir wieder unter die Grenze gefallen und bekommen somit zusätzlich noch einen gewissen Aufstockungsbetrag. Somit kann man sagen, das es endlich mal einen Vorteil gibt, noch etwas vom Amt zu bekommen, da man dann wieder GEZ befreit ist bzw. spezielle Zuschüsse bekommt, die sonst wegfallen würden.

Die Stadtbibliothek liegt für mich 4 min zufuss. Daher kenn ich die Begebenheiten sehr gut.
Es waren immer DREI Personen angestellt. Nun seit über einem Jahr nur noch Zwei... Ein Schelm wer jetzt denkt das da kein Drehtüreffekt eingeplant war.
Einen besseren Arbeitsweg kann man sich eigentlich nicht wünschen, da dir dann nicht mal Fahrtkosten entstehen bzw. du ein Auto benötigst, was wiederrum ja auch Kosten verursacht.

Das ist soweit richtig, nur ich war selbstständig, agiere also ohne Zeugniss fürs letzte Jahrzehnt, das hat gewisse vorteile was den Nachweis von Zeiten angeht. Noch nie hat jemand meine Gewerbeabmeldung verlangt :icon_party: Ich bin also garnicht Langzeitarbeitslos, wenn du verstehst. Daher würd mich ein Bürgerarbeitszeugniss mehr behindern...
Naja aber im Lebenslauf steht doch dann aber bei dir auch drin, wie lange du selbstständig warst und auch dann wird der Arbeitgeber sehen, wie lange du das gemacht hast bzw. wie lange du raus bist.

Kommt wohl immer individuell drauf an. Jeder tut das beste für sich.
Aber eins sollte politisch klar sein: Wenn alle Bürgerarbeiter und Eurojobber, alle missbrauchten Zeitzwangsarbeitersklaven sich wehren würden und mal einen unbefristeten Generalstreik durchführen, dann wird dem Grundgesetzt wieder genüge getan!
Das stimmt.
 

Ramteid

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Ok diese Formulierung hört sich dann schon anders an. So wie du es vorher geschrieben hattest, konnte man davon ausgehen, das du grad mal 10€ im Monat mehr gehabt hättest, als reines Hartz4.

Wenn du aber keinen Aufstockungsbetrag mehr bekommen hättest, dann hast du doch mit Bürgerarbeit mindestens 260€ mehr raus gehabt als du vorher Hartz4 hattest.
Einen besseren Arbeitsweg kann man sich eigentlich nicht wünschen, da dir dann nicht mal Fahrtkosten entstehen bzw. du ein Auto benötigst, was wiederrum ja auch Kosten verursacht.
Sie haben versucht mich übers Ohr zuhauen! Denn obwohl ich nachfragte wie sich die Nettofinanzlage in meinem Falle mit dieser Bürgerarbeit entwickelt, wollte oder konnte man mir drauf keine qualifizierte Antwort geben. Allein das ist schon ein weiterer Grund abzulehnen.
Naja aber im Lebenslauf steht doch dann aber bei dir auch drin, wie lange du selbstständig warst und auch dann wird der Arbeitgeber sehen, wie lange du das gemacht hast bzw. wie lange du raus bist.
*hust* Papier ist doch flexibel und Lebensläufe müssen ständig überarbeitet und angepasst werden, kennste doch sicher.

Wie ist das mit coaching bei euch? Findet da wirklich was statt wöchentlich? In welcher Art und Weise?
 

sunnytn

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Sie haben versucht mich übers Ohr zuhauen! Denn obwohl ich nachfragte wie sich die Nettofinanzlage in meinem Falle mit dieser Bürgerarbeit entwickelt, wollte oder konnte man mir drauf keine qualifizierte Antwort geben. Allein das ist schon ein weiterer Grund abzulehnen.
Darf ich fragen, was sie dir da genau gesagt haben? Denn irgendwie widerspricht sich das für mich gerade.

Auf der einen Seite können sie dir keine genaue Antwort auf deine Nettofinanzlage geben und folglich war es für dich ein weiterer Grund abzulehnen.
Und auf der anderen Seite weißt du aber genau, das du 10€ drüber warst um keinen Aufstockungsbetrag mehr zu bekommen.

Da stellt sich für mich die Frage, woher du das genau weißt? Denn ob man einen Aufstockungsbetrag bekommt oder nicht, hängt eben genau von dem Brutto und Nettobetrag ab, den man bekommt. Folglich musst du doch genau gewusst haben, was du bekommst (also Brutto/Netto), denn genau durch diese beiden Faktoren und deinem reinen Hartz4 ergibt sich ja die komplette Berechnung.

Folglich hättest du also mindestens 260€ mehr in der Tasche gehabt und wärst dazu weiterhin nicht mehr von der KoBa bzw. Jobcenter abhängig gewesen. Weiterhin wäre der Arbeitsort nur 4min von dir weg gewesen, was wohl nicht besser sein könnte für einen Arbeitnehmer. Allein schon die ersten beiden Gründe wären für mich ausschlaggebend gewesen, es anzunehmen, denn dann wäre man zumindestens aus den Fängen von Hartz4 raus und hätte dann auch bessere Chancen auf den 1. Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.
Daher für mich dann nicht nachvollziehbar, warum du dich dann lieber weiterhin mit Hartz4 abspeisen lässt, wenn du monatlich doch 260€ mehr haben könntest und unabhängig wärst bzw. nicht mehr vom Amt leben müsstest?

*hust* Papier ist doch flexibel und Lebensläufe müssen ständig überarbeitet und angepasst werden, kennste doch sicher.
ja das stimmt wohl, aber trotzdem bleiben die Arbeitszeiten bzw. erwerbslosen Zeiten gleich.

Wie ist das mit coaching bei euch? Findet da wirklich was statt wöchentlich? In welcher Art und Weise?
Wenn du damit solch eine Art Profiling meinst, findet das hier bei den Trägern häufiger statt, als es einem lieb ist. Dort werden alle Alterstufen hingeschickt und weiterhin ist es egal ob man 1 Woche vorher noch Arbeit hatte oder schon zig Jahre zu hause war. Ich selbst habe es in einer Maßnahme erlebt, das der Jüngste grad mal 19 Jahre war und die älteste 55 Jahre.
In einer anderen Maßnahme wurde scheinbar nur nach Nachnamebuchstabe gegangen, als gab es mal locker 4 Leute die Neumann hießen usw....
Wie die da im Amt die Aussortierung vornehmen ist mir schlicht unbegreiflich und das wäre schon ein Grund mehr, da endlich rauszukommen.
Daher bin ich froh, das ich vor sowas erstmal Ruhe habe, zumindestens bis Dezember 2014 und hoffentlich danach evtl. sogar für immer. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Bach runter.
 

Ramteid

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SB sagte 900 Euro brutto(Netto ging SB natürlich nicht drauf ein,verständlich weil nur schwer möglich), was mir schon bekannt war. Auf meine Frage ob dann zusätzlich noch was dabei bekommt, kam ein nein.
Und mit Hilfe dieses Forums wars dann ein leichtes der wirklichkeit auf der Spur zukommen. 720 € Netto.
Im Übrigen bleibt man sehr wohl abhängig vom Jobcenter, trotz Bürgerarbeit. Man ist im Progamm, muss coachings (die übrigens pflicht für das Geld vom ESF sind)übersich ergehen lassen... Zwangsbetreuung, nein danke.
Habe ich jetzt eindeutig mehr Ruhe.
Und die Chancen auf dem 1. Arbeitsmarkt sehe ich wie in früheren Posts zulesen, als deutlich verschlechtert an, mit Bürgerarbeit.
Bürgerarbeiter müssen in vielen Fällen sich weiterhin bewerben, da der Job nicht als vollwertiger gilt und mehr eine Massnahme ist.... die sinnbefreiter nicht sein kann, und fast nur, bis auf wenige Ausnahmen, den Massnahmeträgern bzw begünstigten Arbeitsplatzgeber nützlich sind.
Das mit den Lebenslauf anpassen haste noch nicht verstanden, werde das aber nicht aufklären, hier lesen viele mit.
Nun ich vestehe nicht das du nicht den Job angenommen hast den man dir anbot, es gibt immer einen Weg, auch wenn persönliche Gründe dich an dem Ort binden, zb. Wochendfahrer ect. wenn umzug nicht geht.
 

sunnytn

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SB sagte 900 Euro brutto(Netto ging SB natürlich nicht drauf ein,verständlich weil nur schwer möglich), was mir schon bekannt war. Auf meine Frage ob dann zusätzlich noch was dabei bekommt, kam ein nein.
Auf der einen Seite geht der SB nicht auf deine Frage ein und auf der anderen Seite sagt man gleich das nichts zusätzlich kommt? Das widerspricht sich ja schon selbst.

Und mit Hilfe dieses Forums wars dann ein leichtes der wirklichkeit auf der Spur zukommen. 720 € Netto.
Im Übrigen bleibt man sehr wohl abhängig vom Jobcenter, trotz Bürgerarbeit. Man ist im Progamm, muss coachings (die übrigens pflicht für das Geld vom ESF sind)übersich ergehen lassen... Zwangsbetreuung, nein danke.
Habe ich jetzt eindeutig mehr Ruhe.
Meinst du damit die SB, die einmal im Monat vorbeikommt um zu schauen ob alles in Ordnung ist? Hier kommt jeden Monat nach Voranmeldung (darauf habe ich bestanden, da ich mitunter gleitende Arbeitszeiten habe) eine SB von einem hier ansässigen bekannten Träger, der für mich als AN die Belange vertritt, wenn etwas zu beanstanden ist bzw. es Differenzen mit dem AG gibt und man das nicht selbst klären kann. Ansonsten quittiert man nur, das man an dem Termin anwesend war (klar wenn es während der Arbeitszeit ist) und natürlich weißt sie auch darauf hin, das man sich weiterhin bewerben muss. Nur das hat für mich nichts mit Zwangsbetreuung zu tun, denn weder muss ich ihr meine Bewerbungsaktivitäten vorlegen (wurden auch noch nie verlangt von ihr) noch habe ich andere Pflichten ihr gegenüber. Eher im Gegenteil, sie hat sogar meiner Freundin geholfen, dem Amt mal auf die Füße zu treten, da es um eine Kostenübernahme des Gesundheitszeugnisses ging und diese Zahlung mehr als 6 Monate überfällig war. Und komischerweise nachdem ich ihr das geschildert habe was da abgelaufen ist, war binnen 1 Woche das Geld da. Von daher kann ich diesbezüglich nichts negatives berichten bzw. hat diese Frau für mich in den 6 Monaten schon mehr getan, als das JC in den ganzen anderen Jahren.
Hingegen ist eher die Vorgehensweise beim JC meines Erachtens eine Zwangsbetreuung. Denn hier bist du verpflichtet, deine Bewerbungsbemühungen Monat für Monat abzugeben und wenn man Pech hat auch noch persönlich. Das ist meiner Meinung nach wesentlich schlimmer. Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, denn kenne auch Leute die ihre Eigenbemühungen nicht monatlich persönlich abgeben müssen, sondern es ausreichend ist, wenn sie sie alle 3 bzw. 6 Monate vorlegen oder es sogar online an den SB schicken.
Da kannst dir ja dann selbst ausmalen, was wohl mehr was mit Zwangsbetreuung zu tun hat.

Und die Chancen auf dem 1. Arbeitsmarkt sehe ich wie in früheren Posts zulesen, als deutlich verschlechtert an, mit Bürgerarbeit.
Bürgerarbeiter müssen in vielen Fällen sich weiterhin bewerben, da der Job nicht als vollwertiger gilt und mehr eine Massnahme ist.... die sinnbefreiter nicht sein kann, und fast nur, bis auf wenige Ausnahmen, den Massnahmeträgern bzw begünstigten Arbeitsplatzgeber nützlich sind.
ja das ist leider die Realität und daher ist nur jedem anzuraten, vorher genau zu prüfen, ob diese Arbeit rechtens ist oder nicht. Hätte meine Stelle vorher schon jemand anderes gehabt und ich wäre dann nur eine billige Ersatzkraft gewesen, hätte man schon einen triftigen Grund diese Arbeit abzulehnen.

Das mit den Lebenslauf anpassen haste noch nicht verstanden, werde das aber nicht aufklären, hier lesen viele mit.
Ok verständlich, kannst es mir auch gern per PN mal erklären, was es damit auf sich hat.

Nun ich vestehe nicht das du nicht den Job angenommen hast den man dir anbot, es gibt immer einen Weg, auch wenn persönliche Gründe dich an dem Ort binden, zb. Wochendfahrer ect. wenn umzug nicht geht.
Das Problem war zum einen, das dieser Job ebenfalls nur befristet gewesen wäre auf max. 1 Jahr (jetzt habe ich 2,5 Jahre) und zum anderen war nicht mal 100% klar, ob ich ihn wirklich bekommen hätte. Zudem habe ich dann hinterher nach Recherche noch erfahren, das diese Stelle schon besetzt ist und ich dann genau das sein sollte, was du oben angesprochen hast, also eine billige Ersatzkraft. Und sowas kommt gar nicht in Frage für mich. Das allein waren schon Gründe es nicht anzunehmen.
Zudem binden mich keine persönlichen, sondern hauptsächlich familiäre Gründe, an diesem Ort hier zu bleiben. Vielleicht habe ich auch deswegen eine Arbeitsstelle bekommen, welche gerade mal rund 20km (eine Strecke) von hier entfernt ist. Ebenso kann es auch nur Glück gewesen sein, ich weiß es nicht.

Wenn es nur persönliche Gründe gewesen wären, würde man da sicher eine Lösung finden, denn früher war ich auch fast nur am WE zu hause. Nur gibt es manche Dinge im Leben mit denen man nicht rechnet bzw. hofft das sie nie eintreten.
 

Ramteid

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Auf der einen Seite geht der SB nicht auf deine Frage ein und auf der anderen Seite sagt man gleich das nichts zusätzlich kommt? Das widerspricht sich ja schon selbst.
So ist es. SB verwies mich für nähere Auskünfte sogar an den Träger! Ich denke sie wuste nicht mal bescheid wie das finanziell abläuft.

Meinst du damit die SB, die einmal im Monat vorbeikommt um zu schauen ob alles in Ordnung ist? Hier kommt jeden Monat nach Voranmeldung (darauf habe ich bestanden, da ich mitunter gleitende Arbeitszeiten habe) eine SB von einem hier ansässigen bekannten Träger, der für mich als AN die Belange vertritt, wenn etwas zu beanstanden ist bzw. es Differenzen mit dem AG gibt und man das nicht selbst klären kann. Ansonsten quittiert man nur, das man an dem Termin anwesend war (klar wenn es während der Arbeitszeit ist) und natürlich weißt sie auch darauf hin, das man sich weiterhin bewerben muss. Nur das hat für mich nichts mit Zwangsbetreuung zu tun, denn weder muss ich ihr meine Bewerbungsaktivitäten vorlegen (wurden auch noch nie verlangt von ihr) noch habe ich andere Pflichten ihr gegenüber. Eher im Gegenteil, sie hat sogar meiner Freundin geholfen, dem Amt mal auf die Füße zu treten, da es um eine Kostenübernahme des Gesundheitszeugnisses ging und diese Zahlung mehr als 6 Monate überfällig war. Und komischerweise nachdem ich ihr das geschildert habe was da abgelaufen ist, war binnen 1 Woche das Geld da. Von daher kann ich diesbezüglich nichts negatives berichten bzw. hat diese Frau für mich in den 6 Monaten schon mehr getan, als das JC in den ganzen anderen Jahren.
Hingegen ist eher die Vorgehensweise beim JC meines Erachtens eine Zwangsbetreuung. Denn hier bist du verpflichtet, deine Bewerbungsbemühungen Monat für Monat abzugeben und wenn man Pech hat auch noch persönlich. Das ist meiner Meinung nach wesentlich schlimmer. Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, denn kenne auch Leute die ihre Eigenbemühungen nicht monatlich persönlich abgeben müssen, sondern es ausreichend ist, wenn sie sie alle 3 bzw. 6 Monate vorlegen oder es sogar online an den SB schicken.
Da kannst dir ja dann selbst ausmalen, was wohl mehr was mit Zwangsbetreuung zu tun hat.
Du siehst es ja wie immer nur aus deiner sicht. Tatsächlich ist es so das viele Bürgerarbeiter (bei uns alle) immer Freitags Morgens zum Amt müssen und dort gecoacht werden.. und Bewerbungsbemühungen ect. 30h Bürgerarbeit in der Woche + Coaching =Zwangsbetreuung. Immerhin hast du Glück mit deiner Coaching variante.


Ok verständlich, kannst es mir auch gern per PN mal erklären, was es damit auf sich hat.
Nö! steht hier im Forum aber mehrfach, wie man es machen kann um vom Lebenslauf her nah am Arbeitsmarkt zu bleiben.

Dein sogenannter Job in Ausicht war also nix, solche Jobs hatte ich schon zig.

Wenn es nur persönliche Gründe gewesen wären, würde man da sicher eine Lösung finden, denn früher war ich auch fast nur am WE zu hause. Nur gibt es manche Dinge im Leben mit denen man nicht rechnet bzw. hofft das sie nie eintreten.
Ja ich hoffe das Schicksal hat Euch nicht zu sehr getroffen. Aber deine Bürgerarbeit, das muss ich abschliessend noch mal sagen, ist nicht wie die allgemein übliche, vieles ist anders, positiver. Auch die Dauer wird bei uns z.b. auf ein Jahr begrenzt. Dazu Zwangsbetreuung wie sie widerlicher nicht sein kann. Die Jobs ersetzen ehmals Reguläre, ect.
 

sunnytn

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So ist es. SB verwies mich für nähere Auskünfte sogar an den Träger! Ich denke sie wuste nicht mal bescheid wie das finanziell abläuft.
Ja so sieht das hier auch aus, daher habe ich mich dann auch direkt an den Träger gewannt.

Du siehst es ja wie immer nur aus deiner sicht. Tatsächlich ist es so das viele Bürgerarbeiter (bei uns alle) immer Freitags Morgens zum Amt müssen und dort gecoacht werden.. und Bewerbungsbemühungen ect. 30h Bürgerarbeit in der Woche + Coaching =Zwangsbetreuung. Immerhin hast du Glück mit deiner Coaching variante.
Ich kann es nur so beurteilen, wie es hier bei uns überall abläuft, also egal ob bei meiner Freundin, anderen Leuten oder eben mir selbst. Habe selbst davon auch noch nie was gehört, das Leute an einem bestimmten Wochentag zu solch einem Coaching zum Amt müssen. Frage mich dann natürlich, wie sich das dann mit der Arbeitszeit verhält, wenn man von Montags bis Freitag von 8-14Uhr arbeiten muss um seine 30h/Woche zu erreichen. Zählt dann dieser Besuch am Freitag mit zur Arbeitszeit bzw. ist man dann folglich nur Montag bis Donnerstag arbeiten und Freitags dann Couching?

Scheinbar handhabt das wohl jedes Bundesland bzw. JC wohl anders. Bei mir gibt es diesbezüglich auch keinen Passus im Vertrag, wo so etwas in irgendeiner Art und Weise drin steht.

Nö! steht hier im Forum aber mehrfach, wie man es machen kann um vom Lebenslauf her nah am Arbeitsmarkt zu bleiben.
Ok dann muss ich mich da mal belesen.


Dein sogenannter Job in Ausicht war also nix, solche Jobs hatte ich schon zig.
Ja so sah es leider aus. Daher war ich froh selbst rechachiert zu haben, denn sonst hätte ich das hier nicht nur alles aufgegeben, sondern hätte dort dann mit leeren Händen dagestanden.

Ja ich hoffe das Schicksal hat Euch nicht zu sehr getroffen. Aber deine Bürgerarbeit, das muss ich abschliessend noch mal sagen, ist nicht wie die allgemein übliche, vieles ist anders, positiver.
Ja, scheint wohl wirklich eine der wenigen Ausnahmen zu sein, aber wollte damit nur zeigen, das Bürgerarbeit in bestimmten Bereichen/AG auch positiv laufen kann.

Auch die Dauer wird bei uns z.b. auf ein Jahr begrenzt. Dazu Zwangsbetreuung wie sie widerlicher nicht sein kann. Die Jobs ersetzen ehmals Reguläre, ect.
Also alle Leute die ich kenne, haben eine Befristung auf 3 Jahre bekommen, so wie ich es auch überall über das Projekt Bürgerarbeit gesehen und gelesen habe. Voraussetzung dafür war, das sie am 01.01.2012 ihre Stelle angetreten haben, denn die Bürgerarbeit ist auf 3 Jahre begrenzt, also folglich bis zum 31.12.2014.
Jedoch hatte sich dann wohl rausgestellt, das nach dem Anlaufen der Bürgerarbeit bestimmte Plätze noch nicht besetzt waren bzw. einige nach ihrer Probezeit bei verschiedenen AG´s diese Arbeit nicht mehr weitergeführt haben. (welche Gründe dort vorlagen entzieht sich meiner Kenntnis)
Demzufolge wurde ein weiteres Datum als Stichtag gewählt (01.07.2012) wo die offenen Stellen noch zu besetzen sind. Demnach ist unser Arbeitsvertrag nicht mehr auf die kompletten 3 Jahre begrenzt, sondern halt nur bis zum regulären Ende des Projektes, also bis zum 31.12.2014.

Aussage vom Bundesverwaltungsamt
Für die Gewährung einer Zuwendung aus Bundes- und ESF-Mitteln zur Förderung von Bürgerarbeitsplätzen bedarf es grundsätzlich eines elektronischen und schriftlichen Antrages. Anträge konnten bis zum 31.12.2011 beim Bundesverwaltungsamt (BVA) gestellt werden. Neuanträge für das Modellprojekt Bürgerarbeit können nicht mehr gestellt werden. Die bis dahin beantragten Arbeitsplätze werden weiterhin durch das BVA betreut und können längstens bis zum 31.12.2014 gefördert werden. Eine Bewilligung und die erstmalige Arbeitsplatzbesetzung konnte bis zum 01.07.2012 erfolgen.

Daher für mich unverständlich, warum sie die Stellen bei euch dann auf 1 Jahr begrenzen. Ist völlig sinnlos, weil sie dann danach niemand neuen einstellen können bzw. die Stelle dann hinfällig ist.
Der AG könnte daher max. den bereits eingestellten AN weiter beschäftigen durch eine Vertragsverlängerung. Nur dann hätten sie es auch gleich auf 3 Jahre bzw. bis Ende 2014 befristen können.

Ist wohl scheinbar wieder eine Vorgehensweise bei euch, die man nicht verstehen muss. Aber da sieht man mal wieder, das es wohl von Bundesland zu Bundesland anders laufen kann bzw. sich jeder Sachverhalt anders darstellt, als der nächste.
 

Ramteid

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Ja richtig. Jedes Jobcenter kocht da fast sein eigenes Süppchen. Arbeitszeiten sind hier: Mo - Do von 8 bis 19 uhr möglich, im Rahmen der Öffnungszeiten der Bibliothek. Die 30 h kann die Leitung der Bibliothek nach bedarf einsetzen. Freitags dann zum coaching. Ne die coaching Stunden gehören nicht zu den 30h Bürgerarbeit, deshalb wären es angeblich nur 30 damit man noch zeit für Bewerbungen und coaching habe *lol*.

Das schlimme ist halt, das die Leute mit falschen sehr wagen versprechungen in Bürgerarbeit gelockt werden, keine Konkreten Fakten werden genannt (habs so erlebt). Überall wird rumgeeiert und das in einem wichtigen Punkt wie der Arbeitsplatz. Meiner Meinung nach darf man so NICHT mit Menschen umgehen. Hättest du nicht selbst recherchiert, du wärest verraten und verloren.
Deshalb halte ich mich von allem was JC und deren Massnahmen angeht, fern.
Habe da selber genug erlebt was mir gezeigt hat, mit denen geht nichts, ohne JC und AA geht alles. Jobs haben die noch nie Vermittelt und Weiterbildungen blockieren sie wo sie können. Daher: Auch Bürgerarbeit kann garnichts gutes sein, du hast schlicht glück mit deinem.
Bei uns im Kreis wird Bürgerarbeit maximal 1 jahr von einer Person ausgeführt. Gründe dafür kenn ich nicht, in der Zeitung stand mal: Damit möglichst viele ALG II empfänger was davon haben....
 

sunnytn

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Ja richtig. Jedes Jobcenter kocht da fast sein eigenes Süppchen. Arbeitszeiten sind hier: Mo - Do von 8 bis 19 uhr möglich, im Rahmen der Öffnungszeiten der Bibliothek. Die 30 h kann die Leitung der Bibliothek nach bedarf einsetzen.
Also auch Gleitzeiten :(

Freitags dann zum coaching. Ne die coaching Stunden gehören nicht zu den 30h Bürgerarbeit, deshalb wären es angeblich nur 30 damit man noch zeit für Bewerbungen und coaching habe *lol*.
Da versuchen sie ja echt die Leute für dumm zu verkaufen. Sowas gibt es hier nicht bzw. hat man eben seine festen Arbeitszeiten bzw. wenn man wirklich mal am WE los muss, hat man halt mal in der Woche frei. Da geht es also nicht nach Bedarf, sondern man hat festgelegte Zeiten, die "mal" etwas abgeändert werden können, wenn es bestimmte Voraussetzungen dafür gibt. Und wenn ich z.B. am Sonnabend mal arbeiten muss, habe ich dann darauf die Woche einen Tag frei, den ich mir selbst aussuchen kann, also egal ob Montag oder Freitag. Schließlich habe ich die Zeit ja vorgearbeitet und da würde mich. Dieses "coaching" findet bei uns wie gesagt nicht statt, sondern lediglich der kurze Besuch von der SB, welche wenn es hochkommt max. 10min da bleibt (wenn überhaupt)

Das schlimme ist halt, das die Leute mit falschen sehr wagen versprechungen in Bürgerarbeit gelockt werden, keine Konkreten Fakten werden genannt (habs so erlebt). Überall wird rumgeeiert und das in einem wichtigen Punkt wie der Arbeitsplatz. Meiner Meinung nach darf man so NICHT mit Menschen umgehen. Hättest du nicht selbst recherchiert, du wärest verraten und verloren.
Ja das stimmt. Daher schrieb ich ja oben schon, das JEDEM nur anzuraten ist, sich vorher genau zu informieren, wo genau was und wie abläuft bzw. wer der richtige Ansprechpartner ist. Das habe ich damals auch gemacht und gleich k*****stellt (als ich die Einladung zu dem Gespräch bekam), das alle für mich zuständigen Leute mit dabei sind die mir Rede und Antwort stehen können. Denn sonst hätte ich da nichts unterschrieben, weil sie sonst nämlich immer gern um den heißen Brei reden.
(das können die recht gut wie ich schon öfters erfahren durfte)

Deshalb halte ich mich von allem was JC und deren Massnahmen angeht, fern.
Habe da selber genug erlebt was mir gezeigt hat, mit denen geht nichts, ohne JC und AA geht alles. Jobs haben die noch nie Vermittelt und Weiterbildungen blockieren sie wo sie können.
Ja das kenne ich selbst auch. Hatte Maßnahmen über Maßnahmen, welche immer anders hießen, aber der Stoff identisch war. Haben hier 2 große Träger wo ich immer abwechselnd war. Die sprechen mich schon mit Namen an bzw. wundern sich immer wieder, warum ausgerechnet ich immer wieder da lande.
(nicht nur sie)
Hatte dann mal ein Praktikum in solch einer Maßnahme machen müssen und diese waren so von mir begeistert, das sie mich sofort fest eingestellt hätten. Die schriftliche Zusage hatte ich schon. Nur war das Problem, das es nicht mein erlernter Beruf war. Somit beantragte ich eine Umschulung/Weiterbildung in diesem Beruf um diese Arbeitsstelle anzunehmen und natürlich wurde die Umschulung abgelehnt, weil ich schon einmal eine Umschulung gemacht hatte und dort auch einen Abschluss habe. Im Gegenzug sagen sie vom Amt aber selbst, das ich da zu lange raus bin und daher in dem Beruf nicht mehr vermittelbar bin.

Somit war folgende Aussage von der SB, die ich nie vergessen werde:

Sie haben 3 Möglichkeiten Herr...:

1. Möglichkeit, sie arbeiten in ihrem erlernten Beruf, was aber ausgeschlossen ist weil sie zu lange raus und somit darin nicht mehr vermittelbar sind (also ausgeschlossen)

2. Möglichkeit, sie machen eine Umschulung in einen anderen Job (was ich ja wollte und auch schriftlich vorlag), nur bekomme ich diese nicht, da ich ja eine abgeschlossene Berufsausbildung habe in der ich ja arbeiten kann :icon_neutral:

3. Möglichkeit, sie erledigen Helfertätigkeiten :icon_neutral: :icon_neutral:

Frug sie dann gleich, warum ich überhaupt eine Ausbildung gemacht habe, wenn man mich jetzt eh nur als ungelernte Kraft einsetzt? Da schaute sie mich groß an und konnte mir darauf keine Antwort geben. Habe ihr dann klar gemacht, das ich einen Berufsabschluss habe und dieser Beruf auch gleichzeitig mein privates Hobby ist. Somit bin ich zwar lange aus der Umschulung raus, aber trotzdem auf dem neusten Stand. Nur das interessierte sie wohl nicht oder was ich eher annehme, sie hat es einfach nicht verstanden.

Daher: Auch Bürgerarbeit kann garnichts gutes sein, du hast schlicht glück mit deinem.
Bei uns im Kreis wird Bürgerarbeit maximal 1 jahr von einer Person ausgeführt. Gründe dafür kenn ich nicht, in der Zeitung stand mal: Damit möglichst viele ALG II empfänger was davon haben....
Da sieht man mal, das die sich dann selbst nicht mal genau belesen haben, wie das zusammenhängt. Denn dann wäre ihnen aufgefallen, das nach dem 01.07.2012 keine neuen Leute eingestellt werden. Aber so wie es hier im Staat läuft, würde es mich nicht wundern, wenn sie das nochmal ändern bzw. eine Zusatzklausel erheben, die das teilweise wieder aufhebt.

Du hast dann wohl Glück gehabt, denn so dürften sie dich ja nun nicht mehr zur Bürgerarbeit ranziehen. :icon_smile:
 

Ramteid

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Ja das mit den Möglichkeiten die keine sind... ist schon ein lustiger Verein.
Der so tut als gäbs welche, in wirklichkeit aber nur ZAF und Helferstellen, sowie sinnlose Massnahmen vermittelt, (nein vergibt/verpulvert sinnlos) von den Steuermilliarden.
Die wissen das auch mit den Drei Jahren und der erstmaligen Beantragung. Nur ist ein Bürgerarbeitsplatz erstmal genehmigt, kann er jederzeit bis ende des Programmes, nachbesetzt werden.
Und Glück? Ne ich war so frei und hab in den Briefen angekündigt das Bundesverwaltungsamt einzuschalten, dazu Presse usw.
Denn mir war klar das mit dem Bürgerarbeitjob auch garnichts stimmt was als vorgabe zur Mittelerteilung vom ESF auferlegt ist. Ich habe damals hier die PDF runtergeladen wo das Genehmigungverfahren beim Bundesverwaltungsamt Köln beschrieben ist.
Aber da sie ja ständig nachbesetzen, kann mich das Unglück durchaus noch ereilen, dann wohl nicht in der Bücherre,i denn dort der Platz ist eindeutig nicht zusätzlich, alle Tätigkeiten die in der Beschreibung des Bürgerarbeitsträgers standen werden/wurden bisher immer von städtischen Angestellten erledigt.
 

sunnytn

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...Aber da sie ja ständig nachbesetzen, kann mich das Unglück durchaus noch ereilen, dann wohl nicht in der Bücherre,i denn dort der Platz ist eindeutig nicht zusätzlich, alle Tätigkeiten die in der Beschreibung des Bürgerarbeitsträgers standen werden/wurden bisher immer von städtischen Angestellten erledigt.
normalerweise dürften sie keine neuen Leute mehr einstellen, max. die alten verlängern. Aber wie man sieht liegen Vorschriften und Realität wohl etwas anders aus.
 

Ramteid

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Nein das ist nicht richtig. Es ist ja Ziel und Sinn, daher vom ESF gewollt, das Bürgerarbeiter reguläre Arbeit auf dem 1.Arbeitsmarkt finden. Diese Stellen dürfen dann nachbesetzt werden.
 

sunnytn

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na dann kannst du nur hoffen, das sie dich nicht doch noch zu einer anderen Bürgerarbeit schicken :icon_smile:
 
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