Fragen zur Berechnung von ALG1 bei Krankengeld und Urlaubsauszahlung

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eloole

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Brauche mal euer Schwarmwissen, wie sich in meinem Fall das ALG1 berechnet.

Ich war bei meinem AG erst knapp 3 Jahre über eine ZAF tätig und wurde ab 1.1.2018 vom AG festeingestellt.
Durch eine Verschlimmerung meiner chronischen Erkrankung wurde ich Mitte Feb. 2019 krankgeschrieben und war bis 10.5.2019 durchgehend AU.
Da ich definitiv aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bei dem AG arbeiten kann, erfolgte zum 31.5.2019 fristgerecht die Kündigung seitens des AG.

Habe bei der AfA mich entsprechend rechtzeitig arbeitssuchend und arbeitslos gemeldet und auch online den Antrag für ALG1 gestellt.
Einzig die Bescheinigung meines bisherigen AG fehlt mir noch.
Der AG hatte mir zwar schon Anfang Mai eine Bescheinigung (von 4/18 bis 3/19) zugeschickt, aber diese beinhaltete eben noch nicht den Monat Mai, sondern ging nur bis einschließlich März, weil danach die Lohnfortzahlung des AG endete und ich dann Krankengeld von der KK bis 10.5. bekam.
Beim AG konnte ich trotzdem bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses nicht mehr arbeiten und so bat ich diesen meinen Resturlaub für die Zeit zu verrechnen und auszuzahlen.
Und mir eben im Anschluß (nach dem 31.5.) eine neue Bescheinigung für die AfA auszustellen. Auf diese warte ich derzeit noch.

Mein Problem ist jetzt, dass ich nicht weiß, welcher Zeitraum und welche "Einkünfte" für die Berechnung des ALG1 von der AfA berücksichtigt werden.
Die Bescheinigung vom AG wird ja jeweils über die letzten 12 Monate vor dem Ende der Beschäftigung ausgefüllt.
In meinem Fall also von 6/18 bis 5/19.
Allerdings liegt bei mir ja hier vom 28.3. bis 10.5. (44 Tage, knapp 1,5 Monate) Krankengeldbezug vor, welches soweit ich das richtig verstanden habe, bei der Berechnung des ALG1 nicht berücksichtigt wird.
Demnach hätte ich ja dann nur einen Bemessungszeitraum von (12 Monate - 1,5 Monate) 10,5 Monate.
Werden diese fehlenden 1,5 Monate dann vor den 6/18 gesetzt, also Zeitraum vom 4/18 bis 5/19 ?
Je nachdem wie ich rechne, kommen die unterschiedlichsten Summen raus.
Möchte natürlich die bestmöglichste Summe herausholen und nicht auch noch für meine Krankheit beim ALG1 büßen müssen.

Wer hat in so einem Fall Erfahrungen und kann Tipps geben ?
 

eloole

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Aus dem Krankengeld werden auch Beiträge an die Af A abgeführt.

Das ist mir klar.
Aber es geht mir nicht um die sog. "Anwartschaftszeit".
Die habe ich definitiv erfüllt.
Von 2003 bis eben zum 31.5.2019 durchgehend sozialversicherungspflichtig gearbeitet.
Ab und zu mal krank, aber nie arbeitslos in der Zeit.

Es geht mir um die Höhe des ALG1.
Bzw. wie das eben in meinem Fall jetzt berechnet wird.
 

BerndB

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Die richtige Antwort kann ich auch nicht geben. Aber in den Fachlichen Weisungen zu § 150 SGB III sind Beispiele für den Lauf der 1-Jahres-Frist zu finden. Und in Abs. 3 sind die Gründe für eine Verlängerung und der Verlängerungszeitraum benannt.
Hinweis: Die Link's lassen sich nur im Adobe Acrobat öffnen.
 

eloole

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Nachdem was ich dort gelesen habe, gelten für den "Berechnungszeitrahmen" nur vom AG bis zum Beschäftigungsende bereits abgerechnete "Lohnzahlungen" innerhalb eines 1-jährigen "Bemessungsrahmen".
Die Lohnabrechnung für den Monat Mai trägt das Datum 5.6., und dürfte daher nach meinen Verständnis nicht mehr berücksichtigt werden, da offensichtlich erst nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses errechnet.
Wenn dann die Zeiten des Krankengeldbezugs auch keine Berücksichtigung finden, wäre die vom AG zuerst ausgestellte Bescheinigung von 4/18 bis 3/19 ja richtig gewesen.
Da Ende März ja die Lohnfortzahlung durch den AG endete.
Nur heißt das dann tatsächlich, dass das für Mai noch ausgezahlte Geld vom AG keine Rolle spielt ? Waren knapp 950 Euro Netto aus Resturlaubauszahlung.

Naja, habe gleich einen Termin bei der Leistungsabteilung hier bei der AfA.
Mal schauen, was die dazu sagen.
 

eloole

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So, war heute morgen bei der AfA, um die Verdienstbescheinigung des AG abzugeben und die Angelegenheit zu klären.
Hatte wohl auch Glück, dass der SB eine Auszubildende im Raum dabei hatte und sie nach dem Motto "Learning by doing" die Sache unter seiner Aufsicht erledigte.
"Erledigt" im Sinne von es wurde direkt vor Ort alles bewertet, ausgerechnet und ich ging anschließend mit meinem Bewilligungsbescheid nach Hause.
Würde ich mal als guten Service bezeichnen.

Jedoch ist mir immer noch nicht klar, wie und was jetzt als Bemessungsrahmen und -zeitraum gilt.
Die Abrechnung für Mai hatte ich dabei und auch erwähnt.
Allerdings brauchte ich die weder vorzeigen noch abgeben, und sie wurde demnach auch nicht berücksichtigt bei der Berechnung.
Die Verdienstbescheinigung des AG ging ja von 4/18 bis 3/19.
Die Zeit des Krankengeldes bzw. das Krankengeld im Sinne von Einkommen fand scheinbar ebenso keine Berücksichtigung.
Im Bewilligungsbescheid ist unter "Bemessungsgrundlage" von 6/18 bis 5/19 eingetragen.
Was immer jetzt Bemessungsgrundlage heißt - von Bemessungrahmen oder Bemessungszeitraum ist im Bescheid nichts zu lesen.
Also zumindest bei mir immer noch unklar, wie da jetzt was genau gewertet und eingerechnet wurde.
Da die nun bescheinigte Summe allerdings sogar 2-3 Euro über der von mir, mit dem Arbeitslosengeldrechner von der AfA Webseite, selbst errechneten Summe liegt, gehe ich mal davon aus, dass alles seine Richtigkeit hat.
Bleibt halt nur ein leicht komisches Gefühl, wenn man etwas nicht in Gänze nachvollziehen und verstehen kann.
 

BerndB

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Im Bemessungsrahmen müssen ja nicht 12 Monate "Arbeitsentgelt", nicht "Krankengeld", liegen. Es genügen nach § 150 (3) 150 Tage.

Eines würde mich jetzt aber sehr interessieren:

Handelt es sich um einen endgültigen Bewilligungsbescheid oder ist es nur eine vorläufige Berechnung, die nach Gegenkontrolle eines weiteren Sachbearbeiters endgültig bewilligt wird. Aus der Überschrift der dir vorliegenden Bescheinigung sollte man es sehen.

Danke.
 

eloole

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Von "endgültig" oder "vorläufig" ist hier nichts zu lesen.
Unterhalb des Briefkopfs/Adressen steht:
"Bewilligungsbescheid zur Kundenummer..."
Und kurz darunter:
"Sehr geehrter ...
über Ihren Anspruch wird wie folgt entschieden:"
Insgesamt sind es 2 beidseitig bedruckte Seiten Papier.
Während der Bearbeitung des Antrags, griff der SB auch zum Telefon und sagte dem Angerufenen in etwa "Mache hier gerade einen Bescheid fertig".
Später ging er auch aus dem Raum und als er wieder kam, wurde mir der Bescheid ausgehändigt.
Ich denke daher, dass der Bescheid "endgültig" ist und auch ein weiterer SB involviert war.

Mein Problem bei der Berechnung bzw. einer evtl. Gegenkontrolle des ALG ist, dass ich kein monatliches Festgehalt, sondern Stundenlohn hatte.
Das monatliche Einkommen schwankt daher je nach geleisteten Stunden.
Zwischen dem Monat mit den wenigsten Stunden und dem Monat mit meisten Stunden liegt beim Einkommen ein Unterschied von 300 Euro.
Die Monate Februar, den ich zur Hälfte noch gearbeitet und die andere Hälfte LFz erhalten habe sowie März, wo ich komplett LFz erhielt, liegen nochmal 100-150 Euro unter dem "geringsten" Monatsverdienst.
Wäre der Bemessungszeitraum auf 24 Monate erweitert worden, würde auch Zeit, in der ich noch bei bzw. über die Zaf gearbeitet habe, mit einfließen.
Dort war der Monatsverdienst jeweils geringer als beim letzten AG.
Allerdings gab es bei der Zaf Weinachts- und Urlaubsgeld von je 300 Euro brutto sowie bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Auszahlung des Zeitkontos und Resturlaub von knapp über 1100 Euro brutto.
Dies ist auf der Arbeitsbescheinigung der Zaf miteingetragen und würde bei der Berechnung als Einkommen mitgezählt.

Der Idealfall wäre bei mir wahrscheinlich eine Berechnung nur aus den Monaten, in denen ich tatsächlich komplett gearbeitet habe, gewesen.
Also von 2/18 bis 1/19, aber die Wahl eines "Wunschzeitraums" ist wohl nicht möglich, leider...
 
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