Fragen zur amtsärztlichen Untersuchung

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Steinschleuder

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Hallo Leute,:icon_smile:

ich muss demnächst zum medizinischen Dienst, zwecks einer sozialmedizinischen Beurteilung meiner Erwerbsfähigkeit.
Alle relevanten Unterlagen, wie Röntgenbilder, Befundberichte etc. habe ich mir schon von meinen Ärzten besorgt, um sie bei dem Termin vorzulegen.

Ich habe mich hier auch schon in Sachen Amtsärzte und Untersuchungen einigermaßen schlau gelesen, aber jeder Fall ist anders gelagert und manchmal ist man nach dem Lesen noch verwirrter als vorher.

Deshalb habe ich auch noch einige Fragen...

Da ich am Tag X sicherlich extrem aufgeregt und angespannt sein werde und dadurch Gefahr laufe im Arztgespräch evtl. einiges zu vergessen, habe ich mir überlegt, ob es nicht besser wäre alle Beschwerden vorher daheim in Ruhe aufzuschreiben und diesen Schrieb dann dem Doc vorzulegen. Natürlich gegen eine vom Arzt unterschriebene und abgestempelte Kopie.

Hat das schonmal jemand von Euch so gemacht oder ist davon, warum auch immer, abzuraten?

Kann ich sofort beim Termin einen schriftlichen Antrag auf die Aushändigung einer Kopie von Teil A und B des späteren Gutachtens stellen?
Falls ja, wie müsste dieses Schriftstück aussehen, damit ich damit nicht wegen irgendeiner falschen Formulierung oder wegen dem Fehlen eines Paragraphen ins Leere laufe?

Ich habe von der Stadt den Untersuchungstermin und den Fragebogen zugeschickt bekommen, dessen Ausfüllen ja freiwillig ist. Das wird auch explizit in dem Schreiben erwähnt.

Was aber gänzlich fehlt ist irgendein Formular für Schweigepflichtentbindungen. Müsste das nicht dabei sein?
Oder bekommt man das evtl. erst bei der Untersuchung vorgelegt und muss sich dann blitzschnell entscheiden, ob man entbindet oder nicht?

Von den Papierunterlagen habe ich mir Kopien gemacht, damit ich auch was für meine Akten habe.

Die Originale der Arztberichte gebe ich ab, obwohl ja immer gesagt wird, dass man Originale nie aus der Hand geben soll, richtig?

Die abgegebenen Röntgenbilder werden mir dann vom MD zurückgeschickt, oder wie läuft das?

Kann ich sonst noch irgendwas tun, habe ich vielleicht noch irgendwas wichtiges übersehen, was Euch auffällt?:icon_kinn:

Gibt es evtl. eine Möglichkeit schon vorher 100%ig sicherzustellen das der JC Sb auch wirklich nur Einsicht in den Teil des Gutachtens erhält, der für ihn bestimmt ist?


Im Voraus schonmal herzlichen Dank für Eure Hilfe!!!:icon_daumen:
 
S

Steamhammer

Gast
Ich würde gerne tolle Antworten geben, aber kann es nicht. Aber ich verfolge Deinen Thread mit grösstem Interesse.
Ich strebe nämlich an, selbst Initiative diesbezüglich zu ergreifen (ausgestattet mit diversen Attesten und einem GdB), um die Tür der Vermittlung in ungewollte helferjobs bei ZA und co endgültig zuzuschlagen.

Vielleicht kann ich mit der Zeit mehr drüber schreiben.
 
S

Steamhammer

Gast
Da ich am Tag X sicherlich extrem aufgeregt und angespannt sein werde und dadurch Gefahr laufe im Arztgespräch evtl. einiges zu vergessen, habe ich mir überlegt, ob es nicht besser wäre alle Beschwerden vorher daheim in Ruhe aufzuschreiben und diesen Schrieb dann dem Doc vorzulegen. Natürlich gegen eine vom Arzt unterschriebene und abgestempelte Kopie.
Das mit dem aufschreiben halte ich für eine gute Idee. Leg es aber möglich nicht vor, sondern lerne das auswändig. Nehme den zettel auch mit, das gibt Sicherheit.
Mach Dir Eselsbrücken. Und nur zur Not hole den zettel vor. Du kannst dabei bitten, eben mal zur Toilette zu dürfen, zB.

Ich habe mich hier auch schon in Sachen Amtsärzte und Untersuchungen einigermaßen schlau gelesen, aber jeder Fall ist anders gelagert und manchmal ist man nach dem Lesen noch verwirrter als vorher.
Hast Du bitte mal einen Link zu solchen Seiten?

Alle relevanten Unterlagen, wie Röntgenbilder, Befundberichte etc. habe ich mir schon von meinen Ärzten besorgt, um sie bei dem Termin vorzulegen.

Das ist das wichigste überhaupt. Überleg nochmal, ob Du nicht irgendwas vergessen hast.

Ich habe von der Stadt den Untersuchungstermin und den Fragebogen zugeschickt bekommen, dessen Ausfüllen ja freiwillig ist. Das wird auch explizit in dem Schreiben erwähnt.

Kannst Du mir sagen, wie lange das gedauert hat: Vom Vorschlagen der Untersuchung bis zum Untersuchungstermin selbst?

Kann ich sonst noch irgendwas tun, habe ich vielleicht noch irgendwas wichtiges übersehen, was Euch auffällt?
Das kommt darauf an, welches DEIN Ziel ist, was mit der Untersuchung verbunden ist.
 

Anna B.

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Hallo,

du solltest dich selbstverständlich vorbereiten..wie oft vergisst man, ein wichtiges Symptom zu erwähnen..

am besten machst du einen Tagesablauf fertig...und wann dich deine Erkrankung besonders "behindert"..in welchen Situationen..
du kannst auch ein Schmerztagebuch führen....1 niedrigster Schmerz 10 höchster...
mit Uhrzeiten und Tätigkeiten ...

das alles ganz du aufschreiben, kopieren, mitnehmen und dann auch beim Arzt abgeben...dagegen spricht gar nichts..

bist doch nicht in der Schule, wo man einen Mogelzettel vorbereitet..

straffe dein Selbstbewußtsein und lege bei Fragen deinen Zettel auf den Tisch und gehe dann danach vor..
wäre auch noch ...naja positiv .. zu bewerten, wenn du z.B. eingeschränkte Merkfähigkeit irgendwo angegeben hast...

nur zu, wird schon klappen..
 

Steinschleuder

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Kannst Du mir sagen, wie lange das gedauert hat: Vom Vorschlagen der Untersuchung bis zum Untersuchungstermin selbst?

Das dürfte höchst unterschiedlich sein und von Fall zu Fall verschieden.

Es kommt einmal auf den JC Sb an, wie schnell er seinen Wunsch Dich zur Untersuchung zu schicken in die Tat umsetzt und Dich als Kandidaten an den MD meldet, dann wieviel Leute noch vor Dir dran sind und wieviel Ärzte sie gerade zur Verfügung haben, die solche Untersuchungen durchführen.

Das erfährst Du natürlich alles nicht, aber etwa 5 - 6 Wochen sind ein realistischer Zeitrahmen, denke ich.


du solltest dich selbstverständlich vorbereiten..wie oft vergisst man, ein wichtiges Symptom zu erwähnen..

Genau das ist meine Befürchtung!

Aufgeregt, angespannt und innerlich brodelnd muss man versuchen sich voll zu konzentrieren, um kein Detail zu vergessen, ohne sein Gegenüber merken zu lassen, dass man schon leicht panisch ist.:icon_twisted:


wäre auch noch ...naja positiv .. zu bewerten, wenn du z.B. eingeschränkte Merkfähigkeit irgendwo angegeben hast...

Ich merke eh nicht mehr viel...:icon_party:
 
S

Steamhammer

Gast
Ich bin auch schon sehr gespannt. Schon ab der nächsten Woche werde ich erstmal aufschreiben, wo Unterlagen von mir sind, die eine langfristige Erkrankung nachweisen und eine Liste erstellen und dann von Arzt zu Arzt und Krankenhaus zu Krankenhaus ziehen (ich war dort immer öfter als "Notfall" mit "Herzinfarkt" eingeliefert worden, doch die Untersuchungen erbrachten keine organischen Befunde und ich bin dann immer morgens gleich nach haus gelaufen, teils sogar direkt zur Arbeit, als ich noch einen vernünftigen Job hatte..
Ich werd mich auch erstmal um neue Befunde kümmern.Meine Frau war vor jahren mal mit einer körperlichen Sache beim Amtzsarzt, sie schilderte damals das Vorgehen der Ärzte als freundlich und behutsam. Sie ist aber auch ein Typ, den jeder gern haben muss und dem man einfach nichts schlechtes kann.Und sie bekam dann schnell ein für ihre belange so positives Ergebnis, wie sie es sich vorher nicht in den schönsten Träumen ausgemalt hat.
Ihr SB ist bei ihr auch ganz anders als bei mir (der gleiche!) Während er ihr keinerlei Forderungen stellt und in den EGV jeweils nur steht "Verbesserung der Gesundheit" (und NICHTS mehr ausser die RFB), haut der bei mir voll rein.Sie hette nur 1x in 2 Jahren eine Einladung, ich dauernd.Ausser in den letzten Monaten, aber da war er die ganze Zeit abwesend, hab ich nun erfahren.
Dem muss dann so ein Riegel vorgeschoben werden.

Egal wie. Insofern kann mir bei günstigem Ausgang der Amtsarztbericht sehr weiterhelfen, bei für mich ungünstigem kann es übel werden.Auch wenn ich durxch Sparen zum Beispiel bei 100% Sanktionen finanziell nicht allzu betroffen wäre, ist so etwas einfach nervig und in meinem Alter hab ich einfach keine Lust mehr, mich mit sowas auseinanderzusetzen oder Leihbuden abzuwehren. OK, ich kann beides, wenn ich muss, kann ich sehr erfolgreich werden bei sowas und kenne Freund und Feind nicht mehr-Ich hau dann richtig zu (im übertragenen Sinne und lasse keinen Stein auf dem anderen, aber es kostet einfach sinnlose Kraft, die man zu besserem braucht.

Aber ich will einfach in möglichst grossem Umfang meine Ruhe haben vor "Jobangeboten", die eigentlich nur Bestrafung sind oder irgendwelchen sinnlosen vielen Einladungen, vor Zeitarbeitsbossen und Dienstleistungsjunkies.

Diese Jobcenter -- letztlich KÖNNEN da nur Soziopathen arbeiten.

Und falls mein SB hier mitliest, was ich nach einigen Aussagen stark vermute, sag ich ihm:Werde wieder Mensch und betrachte, was Du tust. Und das ist schlimm. Du hilfst Menschen nicht, Du bestrafst sie. Damit Du Dich "mächtig" fühst oder aus Angst vor dem Jobverlust -- weiss ich nicht. Du tust Dir uns Anderen nichts gutes, wenn Du einen Ton drauf hast, der professionell gelernt wurde, der aber nicht von Dir kommt, sondern Dir als Gehirnwäsche verordnet wurde. Kehre um!"

Vielleicht habt Ihr auch gemerkt, wie gleich der aggressive, herablassende Ton bei allen "Job"vermittlern ist. Das ist professionell, eine Maske. Und deise Maske ist so widerlich wie die Attitüde der Neonazis. Es gibt keinen Unterschied mehr.


Also, ich wünsche auch Dir, @Steinschleuder, guten Mut, gute Wut und dass der Ausgang einer solchen Untersuchung in Deinem Sinne sein wird.
 

Steinschleuder

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Ja, vielen Dank.

Ich wünsche Dir auch alles Gute bei Deiner Untersuchung und Deiner bevorstehenden Ärztetournee.:icon_daumen:

Das wird schon klappen...:biggrin:
 
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