Fragen zum weiteren Ablauf EM-Rente, Arbeitsunfähigkeit, Krankschreibung (1 Betrachter)

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Fairina

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Hallo,
nun muss ich für mich persönlich etwas fragen.

Ich bin seit letztem Jahr und anschließender Reha als arbeitsunfähig für meinen Beruf, für den allgemeinen Arbeitsmarkt eingestuft und auch arbeitsfördernde Maßnahmen sind nicht sinnvoll laut Reha-Bericht an die DRV.

Danach haben sich weitere Erkrankungen eingestellt die monatelange Krankenhausaufenthalte notwendig machten.

Kurz bevor ich erkrankte, fiel ich nach Ausschöpfen meines ALG-I-Rechts ins ALG-II. Der EM-Rentenantrag wurde meinerseits bereits gestellt und wirkt, wenn ich es richtig weiß, rückwirkend bis zum Reha-Antrag.

Ich bin weiterhin AU geschrieben und reiche meine AU auch regelmäßig ans JC.
Ein GdB wurde beschieden - zu niedrig (40), dagegen habe ich Widerspruch eingereicht.
Ein MDK-Termin wegen Pflegestufe musste verschoben werden, wird demnächst erfolgen. Ich warte da noch auf den neuen Termin.

Ich lese hier viel von Krankengeld (ist bei mir nicht da ALG-II), ÄD usw. Das alles gibt es bei mir nicht. Obwohl ich bereits länger krank bin als 6 Monate und das auch bis zum Rentenbewilligungsbescheid sein werde. Das JC hat auch bisher keine Vorgaben gemacht wegen Abschiebung in die Grusi. Ich bin jetzt verunsichert ob ich noch irgend etwas unternehmen muss oder nicht.
 

FrauRossi

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Das Problem ist: wenn du länger als 2 Jahre Hartz4 beziehst, gehst du das Risiko ein, dass du den grundsätzlichen Anspruch verlierst.
Warum willst du keine Erwerbsminderungsrente?
 
G

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Gast
AW: Fragen zum weiteren Ablauf EM-Rente, Arbeitsunfähigkeit, Krankschreibung

Das Problem ist: wenn du länger als 2 Jahre Hartz4 beziehst, gehst du das Risiko ein, dass du den grundsätzlichen Anspruch verlierst.
Das ist nicht richtig. Der Bezug von ALG II hält einen vor dem Bezug erworbenen Anspruch auf EM-Rente aufrecht, und zwar in Form von Anrechungszeiten. Vor dem Eintritt in den Bezug von ALG II besteht allerdings die Regel: Man/frau muss innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 3 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben.

Zu den Anrechnungszeiten:

Deutsche Rentenversicherung - Rentenrechtliche Zeiten - Arbeitslosigkeit

Fairina meinte:
Ich bin jetzt verunsichert ob ich noch irgend etwas unternehmen muss oder nicht.
Mir zu Folge nicht. Rechne damit, dass Dein Rentenantrag im ersten Schritt von der Rentenversicherung abgelehnt wird, das macht die Rentenversicherung wohl mit den meisten der Anträge auf EM-Rente. Lege daraufhin innerhalb der Widerspruchsfrist Widerspruch ein, damit Dein Erwerbsfähigkeit weiterhin ungeklärt ist und Du deswegen weiterhin ALG II im Sinne des § 44a SGB II bekommst.

Der GdB ist irrelevant für die Frage, ob Du eine EM-Rente bewilligt kriegst oder nicht.

In die Grundsicherung nach dem SGB XII kommst Du erst, nachdem eine Erwerbsminderung < 3 h täglich festgestellt worden ist. Wenn das die Rentenversicherung feststellt, dann schiebt Dich das JC auf jeden Fall ans Sozialamt ab, falls Deine EM-Rente zu niedrig ist.
 

Fairina

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Hallo Frau Rossi,
ich habe nicht geschrieben, daß ich keine EM-Rente will. Das ich da wohl nicht drum herum kommen werde, habe ich inzwischen begriffen, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. Ich beziehe auch gerade erst ein Jahr ALG-II.

Hallo Schlaraffenland,
ich habe in den letzten 5 Jahren mind. 3 Jahre Beiträge gezahlt oder es wurden aus Krankengeld/Arbeitslosengeld I entsprechende Beiträge/Anrechnungszeiten gebildet. ALG-II erhalte ich gerade ein Jahr erst.

Meine Erwerbsminderung <3 Stunden täglich wurde während der Reha (DRV-Reha) bereits von der Reha-Klinik festgestellt und so an die DRV gemeldet.

Meine Rente wird knapp unter ALG-II liegen, also Grundsicherung oder evtl. mit Wohngeld knapp drüber? Ich rechne insofern mit einer Abschiebung ins Sozialamt. Mein Alter ist 63.

Die DRV hat bereits in ihren Schreiben den Tag des Rehaantrages Bezug genommen. Einen Rentenbescheid habe ich noch nicht.

Danke für eure Postings.
 

Doppeloma

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Hallo Fairina,

Ich bin seit letztem Jahr und anschließender Reha als arbeitsunfähig für meinen Beruf, für den allgemeinen Arbeitsmarkt eingestuft und auch arbeitsfördernde Maßnahmen sind nicht sinnvoll laut Reha-Bericht an die DRV.
Arbeitsfördernde Maßnahmen würde mich auch etwas wundern mit 63 Jahren, zumal du ja schreibst, dass man deine Volle Erwerbsminderung in der letzten Reha bereits erkannt und bestätigt hat.

Wann war denn jetzt diese Reha und wann hast du das Schreiben der DRV dazu bekommen, dass diese Reha "umgedeutet" werden soll ???

Danach stellt man üblicherweise möglichst rasch den Antrag auf EM-Rente offiziell (soviel "Amtsschimmel" muss leider auch dann noch sein) und dann ist das in der Regel sehr bald erledigt und der EM-Rentenbescheid liegt im Briefkasten ...

Danach haben sich weitere Erkrankungen eingestellt die monatelange Krankenhausaufenthalte notwendig machten.
Kann es sein, dass du dadurch was vom "üblichen" Ablauf / Post dazu übersehen / verpasst hast ???
Die weiteren Krankheiten und Klinik-Aufenthalte noch nachzuweisen für die (eigentlich) bereits befürwortete "Umdeutung" der Reha in Rente, kann es ja kaum gewesen sein.

Kurz bevor ich erkrankte, fiel ich nach Ausschöpfen meines ALG-I-Rechts ins ALG-II. Der EM-Rentenantrag wurde meinerseits
bereits gestellt und wirkt, wenn ich es richtig weiß, rückwirkend bis zum Reha-Antrag.
Wann genau hast du das denn jetzt erledigen können, wurde der Antrag entsprechend dem Schreiben der DRV (nach der Reha) datiert und welche Reaktionen der DRV gab es denn bisher (und WANN) darauf ???

Die haben ja ansonsten alles vorliegen in deiner Renten-Akte auch die Unterlagen zur gescheiterten Reha-Maßnahme, kannst du sicher sein, dass dein Antrag auf EM-Rente auch bei der DRV angekommen ist ???

Ich frage das (leider) nicht ohne Grund, es wird oft versäumt das nachweislich zu schicken oder es geht (angeblich) bei der DRV trotzdem "alles verloren" ...
Hast du schon mal eine (nachweisliche) schriftliche "Sachstand-Anfrage" dazu an die DRV gerichtet ... wann hast du zuletzt was gehört dazu von denen ???

Es ist eher ungewöhnlich, dass eine Umdeutung aus einer Reha längere Zeit in Anspruch nimmt, ich kenne Fälle wo das in wenigen Wochen alles "über die Bühne war", daher verzeih bitte meine eindringlichen Fragen dazu, um die Zeitspanne bei dir feststellen zu können.

Dann wird mir sicher auch was einfallen, was du jetzt tun kannst / solltest, um das zum Abschluss zu bringen ... bis dahin (schriftlicher Bescheid zur bewilligten EM-Rente) ist das JC allerdings gesetzlich verpflichtet weiter für dich zu zahlen.

Meine Rente wird knapp unter ALG-II liegen, also Grundsicherung oder evtl. mit Wohngeld knapp drüber?
Kommt ja auf deine Wohnkosten an, Wohngeld wäre ohnehin vorrangig zu prüfen, ehe das Sozial-AMT (mit Grusi nach Kapitel 4) sich zuständig machen lässt.

Denn ich gehe mal nicht von einer Befristung deiner EM-Rente aus, dann wäre das Sozial-AMT mit Kapitel 3 zuständig.

Wenn die Differenz nicht all zu groß ist, könnte Wohngeld aber in Frage kommen und das wäre sicher deutlich angenehmer für dich, auch wenn man dort die Rundfunk-Gebühren und einige "Extras" dann zukünftig wieder selbst bezahlen muss.

Ich rechne insofern mit einer Abschiebung ins Sozialamt. Mein Alter ist 63.
Das JC kann und darf dich NICHT abschieben, bevor die DRV zu deinem EM-Renten-Antrag abschließend entschieden hat und dir ein Bescheid dazu vorliegt, dass du ab Tag X eine EM-Rente bekommen wirst.

Erst dann bist du nicht mehr (offiziell) die erforderlichen 3 Stunden täglich "Erwerbsfähig", die für ALG II-Bezug erforderlich sind.

Ich bin weiterhin AU geschrieben und reiche meine AU auch regelmäßig ans JC.
Damit werden die auch bis dahin weiter leben müssen, wir waren auch noch fast 2 Jahre beim JC in "Betreuung", weil zu unseren EM-Renten noch nicht entschieden war als alle anderen Leistungs-Ansprüche abgelaufen waren.

Ein GdB wurde beschieden - zu niedrig (40), dagegen habe ich Widerspruch eingereicht.
Kommt drauf an was du damit erreichen möchtest, der Schwerbehinderten-Ausweis ohne Merkzeichen bringt dir als Rentner keine besonderen "Vorteile" mehr. :icon_evil:

Ein MDK-Termin wegen Pflegestufe musste verschoben werden, wird demnächst erfolgen. Ich warte da noch auf den neuen Termin.
Dann drücke ich mal schon die Daumen, wir haben gerade im Widerspruch den Pflegegrad 2 für Männe durchsetzen können und unser Wannen-Bad konnte über die Pflegekasse Anfang des Jahres zur Dusche umgebaut werden.

Zudem gibt es 316 € Pflegegeld im Monat was wir zu unseren Minirenten auch gut gebrauchen können, um uns den Alltag etwas leichter zu gestalten mit bezahlter Hilfe für schwere Hausarbeiten z.B., das darf auch nicht "angerechnet" werden auf andere Leistungen (die wir sowieso nicht bekommen, weil unsere Renten zu reichen haben :bigsmile:).

Ich lese hier viel von Krankengeld (ist bei mir nicht da ALG-II), ÄD usw. Das alles gibt es bei mir nicht.
Es gibt durchaus auch Berichte von Antragstellern auf EM-Rente, die ALGII beziehen müssen bis dazu mal entschieden wurde ... nach Krankengeld und ALGI ist das ja dann die "Endstation" ... jedenfalls wenn man sonst keine Existenzgrundlage mehr hat.

Obwohl ich bereits länger krank bin als 6 Monate und das auch bis zum Rentenbewilligungsbescheid sein werde. Das JC hat auch bisher keine Vorgaben gemacht wegen Abschiebung in die Grusi.
Was soll das JC denn für Vorgaben machen können, wenn du AU geschrieben bist und ein Antrag auf EM-Rente bereits gestellt wurde, dann haben die auch abzuwarten, was dabei nun herauskommen wird ...

Die dürfen dich rechtlich gesehen (beachte § 44a SGB II) nicht mal mehr zum JC-ÄD schicken, denn deine Erwerbsfähigkeit wird ja bereits durch die DRV geprüft, da ist es sowieso egal was die dazu feststellen würden, um dich damit loswerden zu können.

Sie sind an die Feststellungen der DRV gebunden und haben nun einfach auch zu warten, bis da mal was entschieden wurde ...
Das Grusi - AMT (SGB XII / Kapitel 4) nimmt dich auch erst auf MIT einem Bescheid zu einer Rente auf Dauer ... vorher sehen die sich auch nicht zuständig und sind damit vollkommen im Recht.

Im SGB XII / Kapitel 3 will man wenigstens eine EM-Rente auf Befristung sehen ... auch bestätigt von der DRV ... da geht NIX mit "Abschiebung" und darum lässt man dich in Ruhe.

Bei uns dauerte das fast 2 Jahre, bis wir uns dann endlich vom JC verabschieden konnten, als meine EM-Rente bewilligt war am Sozialgericht ... Männes EM-Rente reichte leider nicht für uns beide ... also musste ich noch weiter ALG II beziehen.

Wir hatten nie Melde-Termine in der Zeit, mussten nur immer die Weiterbewilligung beantragen (alle 6 Monate) und öfter mal Widersprüche einlegen, weil die einfach nicht in der Lage waren korrekte Bescheide auszustellen, für eine BG aus 2 Erwachsenen Personen ... :doh:

Die AU wurden einmalig bei der Antragsabgabe vorgelegt und nie wieder vom JC eingefordert, wir waren aber auch durchgehend AU geschrieben Jahrelang (schon wegen unserer Arbeitsplätze, die wir immer noch hatten), bis die EM-Renten schriftlich bewilligt waren.

Ich bin jetzt verunsichert ob ich noch irgend etwas unternehmen muss oder nicht.
Je nach Stand der Dinge solltest du mal bei der DRV nachfragen / Druck machen, damit das nicht zu lange dauert, mit dir beim JC ...
Man wird wohl rückwirkend (zum Reha-Antrag ?) bewilligen und dann will das JC erst mal Erstattungen aus der Nachzahlung haben, für die Monate wo du eigentlich schon EM-Rente bekommen hättest.

Da muss man auch schon aufpassen, dass die sich nicht zu sehr zu ihren Gunsten verrechnen werden.

Dazu gerne mehr wenn du einen Bescheid von der DRV und greifbare Daten hast ...

MfG Doppeloma
 

Fairina

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Hallo Doppeloma,

danke für deine Antwort. Ich werde versuchen deine Fragen zu beantworten.

Die letzte Reha war auch die einzige Reha bisher. Seit Juli 2017 befand ich mich in Krankenhäuser/Kliniken bis Januar 2018. Noch aus der letzten Klinik heraus habe ich eine Beitragskontenklärung sowie einen formlosen EM-Antrag gestellt Ende letzten Jahres. Im Juli wurde auch der Reha-Antrag für den Zeitraum direkt nach der Krankenhausbehandlung gestellt.

Der ärztliche Entlassungsbericht der Reha-Klinik enthält die Hinweise, daß ich ein Leistungsvermögen unter 3 Stunden nur noch habe und eben die Schlußsätze mit den Angaben die ich in meinem ersten Posting bereits machte und mit Hinweis, daß diese länger als 6 Monate bestehen würden. Zusätzlich wurde ich als weiterhin arbeitsunfähig erkrankt entlassen würde aus der Reha.

Im Dezember erhielt ich eine Bestätigung meines formlosen EM-Rentenantrages sowie ein weiteres Schreiben daß ich den EM-Rentenantrag nochmals mit den korrekten Formularen einreichen solle. Das ist im Februar erfolgt.

Im Januar bekam ich ein Schreiben der DRV mit dem Hinweis auf eine EM-Rentenbeantragung nach §116 Abs. 2, Nr. 2, SGB VI aufgrund der Reha-Maßnahme. Dort war auch der Zeitpunkt des Reha-Antrages eingetragen. Ebenso wie der Zeitraum der erfolgten Reha.

Ob ich ein Merkzeichen bekomme, ist noch fraglich. Da muss ich abwarten was mein Widerspruch bringt.

Das mit dem JC beruhigt mich ein wenig. Das mit dem WBS muss ich auch bald wieder. Das war während der KH-Aufenthalte sehr schwierig.

Die AU habe ich jetzt durchgehend seit Juli 17 und lege sie immer vor. Meldetermin hatte ich vor kurzem aber da ging es nur darum wann ich EM-Rentenantrag gestellt habe und ob der schon beschieden wäre.

Diese ganze Materie ist neu für mich und daher bin ich halt verunsichert. Zumal es ja offenbar ein wenig anders bei mir läuft als bei anderen, wenn ich hier so lese.
 

Doppeloma

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AW: Fragen zum weiteren Ablauf EM-Rente, Arbeitsunfähigkeit, Krankschreibung

Hallo Fairina,

Im Dezember erhielt ich eine Bestätigung meines formlosen EM-Rentenantrages sowie ein weiteres Schreiben daß ich den EM-Rentenantrag nochmals mit den korrekten Formularen einreichen solle. Das ist im Februar erfolgt
Das ist ja dann noch nicht so lange her, wie ich angenommen hatte, da wirst du sicher bald weitere Informationen von der DRV erhalten.

Im Januar bekam ich ein Schreiben der DRV mit dem Hinweis auf eine EM-Rentenbeantragung nach § 116 Abs. 2, Nr. 2, SGB VI aufgrund der Reha-Maßnahme. Dort war auch der Zeitpunkt des Reha-Antrages eingetragen. Ebenso wie der Zeitraum der erfolgten Reha.
Damit ist das bei der DRV schon "beschlossene Sache", dass du eine EM-Rente bekommen wirst, eine Reha konnte dich nicht wieder "Erwerbsfähig" machen und dann erfolgt (meist) eine "Umdeutung" in die EM-Rente.

Das ist ein sehr wichtiges Schreiben, hebe dir das gut auf, falls du mal nachfragen musst kannst du dich darauf berufen, es ist fast schon ein "Garantie-Schein" dass zu deiner Berentung bereits die nötigen Entscheidungen bei der DRV gefallen sind. :idea:

Kommt selten genug vor aber ich denke du wirst nicht mehr lange ALGII beziehen müssen, trotzdem wird auch das JC warten müssen, bis du den schriftlichen Bescheid dazu von der DRV vorliegen hast.

Erst daraus wird sich dann ergeben, ob du noch zum Sozial-Amt musst oder ob du mit Wohngeld dazu auskommen könntest, darin steht ja dann erst der richtige Betrag deiner zukünftigen Rentenleistung.
Das wollen diese Ämter ja dann auch vorgelegt haben, um das zu berechnen, welcher Zuschuss nötig /möglich ist.

Für Wohngeld kannst du ja mal hier vorab schauen, was für dich zutreffen könnte ... das ist ja auch Wohnort-Abhängig ...

Wohngeldrechner - kostenlose Wohngeld Berechnung 2018

Ob ich ein Merkzeichen bekomme, ist noch fraglich. Da muss ich abwarten was mein Widerspruch bringt.
Hast du denn was beilegen können (vom Arzt) wo das bestätigt wird was für Merkzeichen erforderlich wären und hast du selbst noch was dazu geschrieben warum welche Merkzeichen aus deiner Sicht erforderlich sind ???

Von einer Klage (bei Ablehnung des Widerspruches) rate ich dir allerdings ab, da solltest du lieber mit besseren Argumenten (und neuen / zusätzlichen medizinischen Unterlagen) einen neuen Antrag auf Verschlimmerung / Merkzeichen stellen.

Wir werden auch mal sehen, ob wir jetzt mit dem Pflege-Gutachten (zum Widerspruch Pflegegrad) erneut versuchen das Merkzeichen B zu bekommen für meinen Männe, darin wird sehr deutlich auf die notwendige Begleitung bei ALLEN Außen-Aktivitäten hingewiesen.

Männe geht alleine nicht mehr sehr weit aus dem Wohnumfeld (nur bis zur Mülltonne hinter dem Haus), der erste "Gutachter" wollte das nicht verstehen, dass er da Ängste aufgebaut hat wegen dem Defibrillator und schon vorher auch besser in Begleitung war, wegen seiner körperliche bedingten Gangunsicherheiten.

Eigentlich war seine Schmerztherapeutin schon vor 2 Jahren der Ansicht, dass er neben dem "G" auch das "B" bekommen sollte aber das Versorgungsamt hat nur das "G" bewilligt, aber den GdB (wegen dem Defi) von 50 auf 90 erhöht.

Die Wertmarke (80 € im Jahr) müssen wir allerdings bezahlen, wir bekommen ja keine Sozial-Leistungen und ich muss auch immer bezahlen, wenn wir zusammen unterwegs sind ... sogar für unseren Enkel mussten wir extra eine Fahrkarte kaufen letztes Jahr, als "Begleit-Person" wäre das nicht nötig gewesen.

War schon etwas erstaunt, dass auch ein Kind (damals 8 Jahre) dann nicht bezahlen braucht, aber "die Bahn" meinte das Alter der Begleitung wäre dann egal wenn er das "B" im Schwerbehinderten-Ausweis haben würde. :bigsmile:

Hängt aber nicht "unser Leben" von ab, wenn es wieder abgelehnt wird, dann ist es eben so ... das kann man ja immer wieder mal versuchen. :idea:

Das mit dem JC beruhigt mich ein wenig. Das mit dem WBS muss ich auch bald wieder. Das war während der KH-Aufenthalte sehr schwierig.
Glaube ich dir gerne, dann wünsche ich dir mal, dass es der letzte WBA für das JC sein wird, eigentlich können die inzwischen doch auch für wenigstens 1 ganzes Jahr bewilligen, wenn keine relevanten Änderungen zu erwarten sind ???

Die AU habe ich jetzt durchgehend seit Juli 17 und lege sie immer vor. Meldetermin hatte ich vor kurzem aber da ging es nur darum wann ich EM-Rentenantrag gestellt habe und ob der schon beschieden wäre.
Das hätte man doch auch auf dem Postwege erledigen können, warum musst du dafür dort "antanzen" wenn du AU geschrieben bist, dazu bist du nicht verpflichtet ... :icon_evil:

Diese ganze Materie ist neu für mich und daher bin ich halt verunsichert. Zumal es ja offenbar ein wenig anders bei mir läuft als bei anderen, wenn ich hier so lese.
Das läuft bisher offenbar doch besser für dich im Moment als zu erwarten war, es ist natürlich schlimm, dass man erst so krank werden muss dafür aber was deine Aussichten auf baldige Ruhe mit der EM-Rente betrifft bin ich sehr optimistisch. :peace:

Du wirst wenigstens darum nicht mehr kämpfen müssen, wie du dann mit dem Betrag klar kommen wirst ist eine andere Frage, wäre schon "angenehmer" für dich wenn du Wohngeld bekommen kannst und nicht zur "Grundsicherung nach SGB XII" musst.

Wenn man sich dazu so umliest ist das (oft) auch nicht so "entspannt" wie man sich das wünschen würde, wenn man endlich eine Rente bekommt.
Wir werden darauf jedenfalls gerne weiter verzichten, obwohl unsere Renten auch nicht deutlich über dem früheren Hartz 4 für uns beide zusammen liegen.

Für ALLE sozialen Zuschüsse sind wir jedenfalls aktuell knapp "zu reich", dafür müssen wir aber auch keine Anträge mehr stellen und Niemandem Rechenschaft ablegen, wenn wir doch mal zusätzlich zu ein wenig Geld kommen (aus der Familie z.B.), unser Vermieter ist auch TOPP und gewährt uns bei Bedarf auch mal Ratenzahlung für die Betriebskosten-Abrechnung.

ALLES besser als JobCenter oder Sozial-Amt ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Fairina

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Hallo Doppeloma,

danke für deine Antwort. Das beruhigt mich ein wenig.

Was den GdB angeht, so sind so viele Sachen gar nicht beachtet worden, daß ich denke, die hatten nicht alle Unterlagen vorliegen. Ich kopiere daher alle Arztberichte/Krankenhausberichte/Rehabericht und schicke das dem Versorgungsamt samt Anschreiben mit einer Auflistung.

Ich fühle mich leider immer noch wie mit Vollgas gegen eine Mauer gefahren zu sein. Aber so langsam werde ich ruhiger. Wenn etwas nicht geht, dann ist morgen auch noch ein Tag. Das habe ich mir früher nicht erlaubt. Aber auch so gibt es genug Einschränkungen die mir das Leben schwer machen.

Deinen letzten Satz kann ich nur unterstreichen.
 

Sandrin

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Was den GdB angeht, so sind so viele Sachen gar nicht beachtet worden, daß ich denke, die hatten nicht alle Unterlagen vorliegen. Ich kopiere daher alle Arztberichte/Krankenhausberichte/Rehabericht und schicke das dem Versorgungsamt samt Anschreiben mit einer Auflistung.
Das könnte evtl. daran liegen das du unter anderem auch Befunde hast die älter als 1 Jahr sind. Zumindest habe ich genau dieses Problem das die für die Feststellung der Schwerbehinderung bei mir sich darauf berufen das ältere Befunde nicht berücksichtigt werden können obwohl da viele degenerative Sachen festgestellt wurden. Somit werden die nur einen aktuellen Rehabericht berücksichtigen und das obwohl ich seit 2014 krank bin.

Überprüfe mal wie aktuell deine Befunde sind. Sind da ältere bei wäre das ein Indiz warum das nicht beachtet wurde.
 

Fairina

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Sandrin, die Befunde sind aktuell gewesen. Von all den Krankenhausaufenthalten im letzten Jahr. Sie sind also kein Jahr alt. Aber wie ich fest stellte, sind die vorläufigen und die fertigen Abschlussberichte nicht identisch weil letztere sehr viel ausführlicher sind. Daher denke ich, das teilweise nur die vorläufigen Arztberichte zur Verfügung standen.

Aber danke für den Hinweis, der trotzdem sehr wertvoll ist.
 

Doppeloma

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Hallo Sandrin,

Das könnte evtl. daran liegen das du unter anderem auch Befunde hast die älter als 1 Jahr sind.
Das glaube ich eher nicht, denn das Versorgungsamt erkennt ohnehin erst Einschränkungen an für einen GdB wenn sie seit wenigstens 6 Monaten schon bestehen und (wahrscheinlich) auch langfristig / auf Dauer bestehen bleiben werden.

Zumindest habe ich genau dieses Problem das die für die Feststellung der Schwerbehinderung bei mir sich darauf berufen das ältere Befunde nicht berücksichtigt werden können obwohl da viele degenerative Sachen festgestellt wurden.
Das mit den "degenerativen" Problemen muss man auch deutlich differenzierter sehen, es geht für den GdB NUR um Einschränkungen, die vom aktuellen Lebensalter abweichend noch nicht die Regel sind ...

Es macht also einen Unterschied, ob man mit 25 Jahren schon schwer "Rücken" hat (sehr schlecht sieht / Schwerhörig ist usw.) oder erst mit 50 - 60 Jahren, die allgemein "üblichen" Verschleißerscheinungen sich bemerkbar machen.

Durch gezielte Behandlung wieder gebesserte (oder sogar ausgeheilte) Erkrankungen "von früher" haben für den GdB auch keine oder (wieder) eine geringere Bedeutung ...

Somit werden die nur einen aktuellen Rehabericht berücksichtigen und das obwohl ich seit 2014 krank bin.
Ein Reha-Bericht folgt den Bewertungen, die duch die Rentenkasse / Rentenrecht vorgegeben werden, das ist mit den Bewertungen der Versorgungsämter auch nicht unbedingt zu vergleichen. :icon_evil:

So hatte ich auch mal angenommen, dass man mir doch endlich mal mehr GdB für die Psyche geben müsse, das hätte dann vielleicht für den Schwerbehinderten-Ausweis gereicht aus GdB 40 unbefristet.

Das war auch ein schwerer Irrtum, man lehnte das ab (auch im Widerspruch) und teilte mir mit, dass es für den GdB unerheblich sei, ob ich noch Berufstätig sein könne (nach Rentenrecht), für das Versorgungsamt gelten andere "Richtlinien".

Danach hatte ich nur eine "leichte psychische Störung" (anerkannt mit GdB 20), die eine Erhöhung des Gesamt-GdB auf Schwerbehinderung nicht erforderlich macht ... :doh:

Ich habe es inzwischen aufgegeben, als Rentner auf Dauer bringt mir der Ausweis sowieso NICHTS mehr ... auf Merkzeichen hätte ich aktuell auch keine Aussichten ...

Sollte sich das mal stark negativ ändern, würde ich natürlich wieder einen Antrag stellen, zuletzt (2016) hat mein Männe eine Erhöhung (von GdB 50) auf GdB 90 mit Merkzeichen "G" bekommen, weil ihm ein Defibrillator eingesetzt werden musste.

Der Klinikbericht war bei Antragstellung auch schon fast 2 Jahre alt, trotzdem ging das sogar ohne Widerspruch mal durch.
Das Merkzeichen "G" wurde bis dahin immer wieder abgelehnt, obwohl er schon seit fast 30 Jahren schwere Gangschwierigkeiten (durch seine diversen orthopädischen Probleme) nachweisen konnte ...

Das versteht man nicht immer wonach die dabei so gehen ...

Zumindest sollte man IMMER eine eigene (sehr detaillierte) Schilderung der vorliegenden Einschränkungen / Belastungen im gesamten Alltagsleben beifügen ("Jammerlappen"), das steht so deutlich in den Arzt- und Klinikbereichten gar nicht drin.

Nur Diagnosen und Aztberichte sind also NICHT ausreichend wenn es um das Versorgungsamnt und den GdB geht ... ein DRV-Reha-Bericht dürfte da auch nicht sonderlich interessieren.

Verschiedene Menschen gehen auch mit den genau gleichen Diagnosen sehr unterschiedlich um und das sollte man versuchen mit eigenen Worten zu erklären wie und warum man sich selbst dadurch so (schwer) belastet fühlt.

Das machen zu wenige Antragsteller genau genug für das Versorgungs-Amt, oft auch aus Scham ihre "Schwächen" im Alltag mal (schriftlich) zugeben zu müssen ... aber das ist sehr wichtig, damit sie auch gewürdigt werden könn(t)en bei der Bewertung für den GdB.

MfG Doppeloma
 

Fairina

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Hi,
mittlerweile habe ich es schriftlich von der DRV: Ich bin EM-Rentnerin, voll und unbefristet und rückwirkend bis auf einen Monat nach Beginn der Erkrankung. Der Abzug ärgert mich aber etwas, denn immerhin kann ich ja nichts dafür das ich EM-Rente beziehen muss. Altersrente erreiche ich in 3 Jahren. Meine Arbeitsleistung wäre eh unter 3 Stunden täglich gewesen, denn so bin ich aus der Reha entlassen worden: u 3 Stunden, arbeitsunfähig erkrankt, auf Dauer und mehr als 6 Monate, Arbeitsfähigkeit nicht mehr herstellbar.

Mein Widerspruch gegen den Pflegegrad läuft noch. Habe nochmals aktuelle Unterlagen dazu eingereicht.

Der Antrag auf Witwenrente läuft auch. Hier ist noch nichts beschieden. Da wird es noch mal ein wenig komplizierter wegen der Berechnung 2er Renten.

Mit beiden Renten zusammen werde ich auch eine Grundsicherung überschreiten, also wieder unabhängig von staatlicher Unterstützung sein.

Vom MDK war ich in Pflegegrad 3 beschieden worden, Erhöhung auf 4 ist in Arbeit.

Hausnotruf kommt nächste Woche. Pflegedienst kommt 2 mal wöchentlich, muss evtl. erhöht werden.

ALGII lief auf Darlehnsbasis (gibt dazu Gründe), da wird wohl alles an Nachzahlung an das JC gehen. Prüfung läuft. Ob das reicht weiß ich noch nicht. Was ist mit dem Rest?

Die Kinder haben unbegrenzte Generalvollmachten, die in den nächsten Tagen auch noch notariell fest gehalten werden. Bei den Konten bestehen Kontovollmachten über den Tod hinaus. Patientenverfügung besteht. Testament besteht ebenfalls, Wünsche für eine Beerdigung sind auch fest gehalten. Vorsorge wird dahin gehend auch betrieben. Überlegungen zu einer betreuten Wohnung sind auch erfolgt, sofern ein eigenes Wohnen nicht mehr möglich sein sollte.

Einige Untersuchungen laufen noch, es ist noch nicht alles festgestellt worden.
Demnächst muss ich wieder mal ins KH sofern nicht vorher wieder etwas ist. Dann erfolgen wohl 2 oder 3 Operationen mit anschließender Reha.

Muss ich noch an irgend etwas denken, habe ich irgend etwas übersehen?
 

HermineL

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Hi Fairina,

hört sich erst einmal vollständig an aber irgendetwas vergisst man meist. Insofern schon gut nachzufragen.

Bin momentan ähnlich wie du am rotieren. Melde mich aber zwischendurch teflonmäßig bei dir.
 
E

ExitUser

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die in den nächsten Tagen auch noch notariell fest gehalten werden.
Nicht vergessen (wenn es der Notar nicht von alleine macht bzw. den Wunsch bei Erstellung äußern) die Vorsorgevollmacht im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer hinterlegen zu lassen.

Link: https://www.vorsorgeregister.de/ZVR-Zentrales-Vorsorgeregister/Zentrales-Vorsorgeregister-ZVR.php

Mann bekommt auch eine kleine Scheckkarte mit allen Daten die immer mit sich geführt werden kann welche in einer kritischen Situation ebenfalls hilfreich ist.


liesa
 

Fairina

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Danke Liesa. Jo daran sollte man denken. Ein weiteres Pünktchen.
 

Fairina

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Werde wieder ins Krankenhaus gebracht mit allem drum und dran.
 
G

Gast1

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Oh Fairina, das tut mir leid. Ich wünsche Dir gute Besserung und schnellste Genesung.
 

Fairina

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Danke Schlaraffenland. Erst mal wieder zuhause. Es geht immer rein und raus. Ätzend.
 
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