Fragen zu Umzug während ALG1 & Maßnahme (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Roddenberry

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Hallo,

ich muss in ein paar Tagen zur einer Maßnahme seitens der AfA. Beziehe derzeit ich ALG1. Ich werde aber auch sehr bald in eine andere Stadt umziehen und mich dann dementsprechend ummelden (Einwohnermeldeamt etc.). Dadurch wird ja eine andere AfA für mich zuständig. Außerdem ist der Ort, wo die Maßnahme stattfindet, dann auch sehr weit entfernt. Kaum zumutbar. Gibt es da gesetzliche Regeln? Wann genau endet die Zuständigkeit der derzeitigen AfA, schon mit der Ummeldung?
Kann ich der Maßnahme fern bleiben, wenn ich mich (Wohnort) umgemeldet habe?

Selbst wenn ich voraussichtlich noch ein paar Monate/Wochen in meiner alten Wohnung bleibe, werde ich dann schon Zugriff auf die neue Wohnung haben. Kann ich denn ggf. durch eine zügige Meldung beim Einwohnermeldeamt für mich irgendwie einen "Vorteil" rausholen? Mir geht es primär um Zeit zu renovieren etc. Irgendwie frustrierend diese blödsinnige Maßnahme mitzumachen wenn man was sinnvolles zu tun hat.

Oder wird man dann direkt in eine Maßnahme im neuen Ort gesteckt, nahtlos anschließend?


Vielen Dank!

gruß
 

Kerstin_K

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Denk dran, dass Du taeglich postalisch erreichbar sein musst.
 

Roddenberry

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Denk dran, dass Du taeglich postalisch erreichbar sein musst.
Was genau heißt das? Ich kann ja von der neuen auf die alte Adresse vorübergehend einen Nachsendeantrag einrichten :)
Dann wird es an die neue leere Wohnung geschickt kommt aber noch in der alten Wohnung an. Außerdem: wenn ich da renoviere, bin ich ja eh täglich da.
 

Kerstin_K

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Vergdiesen Monat nutzeniss das mit dem Nachsendeantrag bitte ganz schnell.

Eine der Bedingungen zum Bezug von ALG I ist, dass Du Dich im ortsnahen bereich aufhälst und ggf. täglich in der Lage bist, die Räume der AfA aufzusuchen. Und dazu musst Du eben täglich Deine Post kontrollieren.

Ich hatte vor vielen Jahren auch mal so eine Situation. Ich war nach der Ausbildung 1 Monat arbeitslos, der Arbeitsvertrag war schon unterschrieben. Ich wollte den Monat nutzen, um mit meinem damaligen freund unsere erste eigene Wohnung zu beziehen. Die war nur knapp 2 km von der Wohnung meiner Mutter, wo ich vorher gewohnt hatte entfernt, aber blöder Weise lag die Stadtgrenze dazwischen, ich zog in den Bezirk eines anderen Arbeitsamtes. Ich muuste micht tatsächlich abmelden und im neuen Amt wieder anmelden für die letzten Tage. Ichhabe zwar versucht, die Ummeldung so weit wie möglich rauszuzögern und war eh noch täglich bei meiner Mutter, schon weil wir uns ständig Werkzeug aus ihrem Keller geholt haben, aber irgendwie haen die das trotzdem spitzgekriegtund das gab jede Menge Ärger.
 

Zeitkind

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Kaum zumutbar. Gibt es da gesetzliche Regeln?
Die gesetzlichen Regelungen dazu finden sich im § 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit. Dort heißt es im ersten Satz:
(1) Hat die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich versicherungswidrig verhalten,
ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben
, ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit.
Ein Umzug ist ein wichtiger Grund, dessen Vorhaben allerdings nicht von heute auf morgen vom Himmel fällt.
Dein SB bei der AfA hat die Pflicht, Dich auch dazu aufklärend zu beraten.
Das kann er natürlich nur, wenn man diesen mit einer Veränderungsmitteilung in sein Vorhaben einweiht.
Wann genau endet die Zuständigkeit der derzeitigen AfA, schon mit der Ummeldung?
Sobald Du Dich nach der Anmeldung im Einwohnermeldeamt bei der zuständigen AfA im neuen Wohnort gemeldet-
und dort einen neuen Antrag auf Leistung gestellt hast. Siehe dazu auch § 9 Abs. 1 SGB III Ortsnahe Leistungserbringung.
§ 327 Grundsatz SGB III meinte:
(1) Für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, mit Ausnahme des Kurzarbeitergeldes, des Wintergeldes,
des Insolvenzgeldes und der Leistungen zur Förderung der Teilnahme an Transfermaßnahmen, ist die Agentur für Arbeit zuständig,
in deren Bezirk die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bei Eintritt der leistungsbegründenden Tatbestände ihren oder seinen Wohnsitz hat.
Solange die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich nicht an ihrem oder seinem Wohnsitz aufhält, ist die Agentur für Arbeit zuständig,
in deren Bezirk die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bei Eintritt der leistungsbegründenden Tatbestände ihren oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Kann ich der Maßnahme fern bleiben, wenn ich mich (Wohnort) umgemeldet habe?
Wenn der Besuch aufgrund der Entfernung nicht mehr zumutbar ist, kann das ein wichtiger Grund sein, die Maßnahme abzubrechen.
Das und auch den Umzug solltest Du aber unbedingt vorher mit der AfA und dem MT abklären.
Ggf. hast Du einen Vertrag mit dem MT abgeschlossen (?), der zu kündigen, bzw. dessen Inhalt zu berücksichtigen wäre.
Kann ich denn ggf. durch eine zügige Meldung beim Einwohnermeldeamt für mich irgendwie einen "Vorteil" rausholen?
Das kannst nur Du selbst am besten einschätzen. :icon_wink:
 

BerndB

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Zum Nachsendeauftrag:
Wo wird ein Nachsendeantrag gestellt? Was macht die Post mit den betroffenen Briefen? Welche Postdienstleister halten sich daran?
 

Kerstin_K

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Ich kenne den NAchsendeauftrag nur bei der Post und selbst da funltioniert er nicht zuverlässig. Habe es selber erlebt, dass Sendingen nicht weitergeleitet wurden oder gerne auch gebündelt einmal die Woche oder so.

Meine Erfahrungen sind aber schon lange her, da war das noc kostenlos, ca.1986.
 

erwerbsuchend

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Zum Nachsendeauftrag:
Wo wird ein Nachsendeantrag gestellt? Was macht die Post mit den betroffenen Briefen? Welche Postdienstleister halten sich daran?
@ BerndB,

genau das sind die Fragen, die zu klären sind. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass alle Postdienstleister untereinander Konkurrenten sind, dann müsste theoretisch bei jedem Postdienstleister ein solcher Nachsendeauftrag gestellt werden, sofern jener Anbieter dies überhaupt macht.

@ Roddenberry müsste daher herausfinden, mit welchem Anbieter seine beiden AfA die Post verschicken und ob es bei diesen die Möglichkeit eines Nachsendeauftrages gibt.

Es wäre auch zu berücksichtigen, ob ein Postdienstleister bei einem Nachsendeauftrag nicht auch automatisch die neue Adresse des Empfängers an den Versender weitergibt.

Zudem könnte es auch Briefe geben, die nicht nachgesendet werden sollen, sondern nur an die im Adressfeld ursprünglich genannte Adresse ausgeliefert werden müssen.
 

Roddenberry

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Nachsendeauftrag hin oder her: ich fahr sogar lieber ein mal am Tag dahin um in den Briefkasten zu schauen. Immer noch besser als von morgens bis spätnachmittags in dieser beknackten Maßnahme rumzuhängen. Oder ich geb einem Nachbarn den Briefkastenschlüssel und der soll mich anrufen, wenn was da ist. Wenn ich durch eine frühe Ummeldung in die andere Stadt die Maßnahme umgehen kann, mach ich das gern. Allerdings darf es dann natürlich nicht passieren, das ich direkt an dem neuen Wohnort in eine Maßnahme geschickt werde. Das wäre dann natürlich besonders blöd. Kann man das irgendwie vorhersehen?

Ursprünglich hätte die Maßnahme am 07.08. losgehen und bis 29.09. laufen sollen. Jetzt bin ich seit 07.08 bis 31.08. aber AU geschrieben (Krankmeldung). Muss ich dann eigentlich am 01.09. Freitags hin, oder geht das immer an einem Montag los? Muss ich wohl mit dem MT abstimmen, was? Die Zeit der Krankmeldung muss ich wohl auch hinten dran hängen, oder? Furchtbar ...
Kann auch sein das ich das eh da nicht aushalte, aus gesundheitlichen Gründen. Dazu habe ich sehr viel in einem anderen Beitrag geschrieben.

Außer einer EGV mit der Maßnahme habe ich noch gar nichts unterschrieben. Ich werde auch nichts mehr unterschreiben, was ich nicht vorher zuhause genauestes überprüft habe.

Ist eigentlich ein Notar-Ttermin wichtig genug, um der Maßnahme eben für diesen Fern zu bleiben? Oder verballern die einem da auch direkt wieder ne Sperrzeit/Sanktion?

Langsam spiele ich immer mehr mit dem Gedanken der AfA zu sagen ich meld mich ab. Irgendwie bekomm' ich mit meinen Ersparnissen noch etwas um die Runden und zahl meine RV und KV eben selbst vorübergehend. Jeden Cent umdrehen usw.
Dann bin ich wenigstens FREI und kann den Job nehmen bzw. suchen den ich haben will, nicht der mir aufgezwungen werden soll.

Wenn man freiwillig auf seinen Restanspruch von ALG1 verzichtet, verfällt der dann komplett? Oder "pausiert" der nur?! Sind bei mir jetzt noch etwa 4 Monate.
 
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