Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, etc.

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Guten Morgen,

ich habe folgende Fragen:

-In wie weit muss sich die Agentur selber an die Eingliederungsvereinbarung halten?
-Wie komme ich möglichst ohne Sperrzeit aus einem Vertrag wieder raus?
-In wie weit kann man vor Antritt einer Stelle wieder kündigen?
-Kann ich für eine befristete Stelle im Studienberuf eine unbefristete Stelle im Ausbildungsberuf kündigen, wenn die Stellenanzeige für den Ausbildungsberuf mit Rechtsfolgebelehrung von der AfA kam?

Zur Erklärung:

Ich habe u.a. einen Grundberuf und ein Studienberuf in der selben Fachrichtung, aber nie im Grundberuf gearbeitet (Ausbildungsende vor ca. 15 J.). Seit 4 Mon. bin ich nun arbeitslos und habe mit der Arbeitsvermittlung vereinbart, dass ich mich auf die Stellen im Studienberuf bewerbe (habe auch erklärt, warum es der Grundberuf nicht sein soll) und eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, wo drin steht, dass die Stellensuche in meinem Studienberuf erfolgt und mir meiner Eignung entsprechende Stellenangebote zugeschickt werden.
Ich hatte in den vergangenen Monaten, viele Vorstellungsgespräche und auch letzte und kommende Woche wieder. Zwischendurch bekam ich Stellenanzeigen vom Arbeitgeberservice (nicht von meiner Vermittlung) zugeschickt, für Stellen in meinem Grundberuf. Bisher konnte ich all diese Stellen abwehren. Bei der letzten scheint es schwierig, da ich dort nicht mehr als 30% weniger als mein letztes Bruttogehalt verdient hätte und es eine Rechtsfolgebelehrung gab.

Also habe ich mich dort beworben und letzte Woche ein Vorstellungsgespräch gehabt. Wegen der Rechtsfolgebelehrung habe ich zögerlich auf Fragen wie „Können Sie sich die Arbeit bei uns vorstellen“ mit Ja geantwortet. Keine 24 Std. später (Mittwoch) wollten die eine feste mündliche Zusage, einen Tag später die Vertragsunterschrift und dass ich schon kommende Woche anfange. Ich hab die Zeiten ein bisschen gezogen, weil ich am Donnerstag noch einen Hospitationstermin bei einer Studienberufstelle gehabt hätte, die ich dann verschoben habe, um mit der Arbeitsvermittlerin und der Arbeitslosenberatungsstelle zu telefonieren. Ich wurde auf die Sperrzeitenregelung hingewiesen und dass ich mir durchrechnen soll, ob ich darunter falle.
Letztlich habe ich am Freitag dann den Vertrag unterschrieben und muss nun mein Coaching, was ich von der AfA bekommen sollte, um zu gucken, wie es für mich generell beruflich weiter gehen kann (das ggf. eine Reha angedacht war, wusste die Arbeitsvermittlung) absagen und die weiteren Vorstellungsgespräche für meinen Studienberuf, da diese Stellen alle befristet sind, während die Stelle im Ausbildungsberuf unbefristet ist.

Mich macht die Situation nun sehr unglücklich, da ich ja weiß, warum ich im Ausbildungsberuf nicht mehr arbeiten wollte, ich mich frage, wie das funktionieren soll, ich nicht weiß, wie ich Kollegen erklären soll, warum ich mich auf diese Stelle beworben habe, ob es mir Freude bereitet und ich zudem eingestuft werde, wie eine Berufsanfängerin in meinem Ausbildungsberuf, obwohl ich mittleres Alter, viele Fortbildungen und über 10 J. Erfahrung in meinem Studienberuf habe (und ich dort, je nach Tarif (wenn es dann einen Tarifvertrag gibt, mehrere hundert Euro mehr verdienen würde). Ich weiß nicht, wie ich aus der Stelle wieder rauskommen kann, denn soweit ich nun weiß, droht mir bei einer Kündigung oder einem Aufhebungsvertrag eine längere Sperrzeit, als wenn ich direkt abgelehnt hätte.
Außerdem frage ich mich, wie ich zurück in meinen Studienberuf und entsprechende andere Bereiche kommen soll, wenn jetzt in meinem Lebenslauf der Ausbildungsberuf wieder auftaucht.
…und es tut schon weh, wieviel mehr ich im entsprechenden Tarif (an dem der neue Arbeitgeber sich anlehnt, aber nicht gleich ist) mehr verdienen würde, wenn ich in meinem Studienberuf angestellt werde (wo meine ganzen Fortbildungen auch nicht honoriert werden, aber immerhin besser als im Ausbildungsberuf).

Eben erinnerte ich mich dann an die Eingliederungsvereinbarung und dass die Agentur mit den Grundberuf-Stellenanzeigen sich auch nicht daran gehalten hat.
Für mich sind nun die oben genannten Fragen aufgetaucht. Die neue Stelle beginnt zum 01.03. und ich habe nächste Woche noch Vorstellungsgespräche für den Studienberuf.

Über zeitnahe Hilfe würde ich mich sehr freuen, da ich vermute, dass ich morgen der AfA Bescheid geben muss (zeitnah?), was aus der Anzeige für den Ausbildungsberuf geworden ist.

Vielen Dank für hilfreiche Antworten,

eine Fragestellerin.
 

tanda

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Hallo,

normalerweise muss sich die Arbeitsagentur schon an die Eingliederungsvereinbarung halten.

Vor Antritt einer Stelle kann man immer dann kündigen, wenn eine Kündigung vor Antritt im Arbeitsvertrag nicht ausgeschlossen wurde.

An deiner Stelle würde ich die Vorstellungsgespräche für den Studienberuf nächste Woche auf jeden Fall wahrnehmen. Von heute auf morgen wirst du den Job ja nicht antreten müssen. Nach Antritt kommst du ja dank Probezeit relativ schnell aus deinem Arbeitsvertrag raus.

Ein Wechsel von einem unbefristeten in ein befristetets Arbeitsverhältnis löst nicht immer eine Sperrzeit aus. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn der Versicherte mit dem Wechsel des Arbeitsverhältnisses auch das Berufsfeld wechselt, da hier die Berufsfreiheit einen höheren Stellenrang einnimmt. Auch ein höheres Arbeitsentgelt im befristeten Beschäftigungsverhältnis verglichen mit der zuvor ausgeübten unbefristeten Beschäftigung stellt einen wichtigen Grund dar. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sperrzeit_(Sozialrecht))
 

tanda

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Über zeitnahe Hilfe würde ich mich sehr freuen, da ich vermute, dass ich morgen der AfA Bescheid geben muss (zeitnah?), was aus der Anzeige für den Ausbildungsberuf geworden ist.
So schnell mahlen die Mühlen der Arbeitsagentur nicht. Ein Auswahlverfahren dauert oft mehrere Wochen oder Monate. Woher soll die Arbeitsagentur wissen, dass du schon einen Vertrag unterschrieben hast?
 

Fragestellende

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Hallo Tanda,

danke Dir. Ich dachte schon, ich hätte den Thread besser in den normalen ALG I Bereich gesetzt, aber vom Thema her schien es mir hier besser. Das Forum scheint auch recht langsam zu sein, aber irgendwann geht eine neue Seite auf.

Die Stellenanzeige für den Ausbildungsberuf kam ja von der Agentur und ich muss doch rückmelden, wie das Ergebnis ist. Zudem weiß ich nicht, ob der Arbeitgeber das auch rückmeldet. Die Stellenanzeige kam ja nicht von meiner Arbeitsvermittlerin, sondern vom Arbeitgeberservice (?), so dass ich dachte, dass die Stellenanzeige vielleicht daher denen bekannt war, weil der Arbeitgeber sich bei denen als arbeitnehmersuchend gemeldet hat (meine Definition jetzt).

Wenn ich den Vertrag also am Freitag unterschrieben habe, dachte ich, ich müsste Veränderungen (das Ergebnis) morgen mitteilen.

Im Arbeitsvertrag steht nichts von einer Kündigung vor Arbeitsbeginn. Es steht nur was von Kündigungsfrist in der Probezeit und ansonsten wird auf §§ 622 und 626 BGB verwiesen.

Der Vertragsbeginn für den Job ist der 01.03. . Natürlich würde ich mich auch über eine unbefristete Stelle freuen, zumal ich unter den Befristungen leide (nie wissen, wie lange man einen Geld hat, wie man die Wohnung finanzieren, umziehen kann,...Urlaubsplanung,...Rente,..Sparverträge,...etc.).
Nur glaube ich, dass mir das in meinem Ausbildungsberuf nicht gut tut, zumal es innerlich auch was mit mir macht, wenn ich quasi "gezwungen" bin, dahin zurück zu kehren, obwohl ich mehr verdienen könnte.

Meinst Du, ich könnte einer Sperrfrist entgehen, wenn ich kündige und zur Not darauf verweise, dass die Agentur sich ja auch nicht an die Eingliederungsvereinbarung gehalten hat? (Wobei ich, ehrlich gesagt, auch nicht noch mehr Stress haben muss).

Auch die Stelle in meinem Studienberuf würde mich nicht dauerhaft aus der Situation bringen, dass ich nicht weiß, wie es grundsätzlich beruflich weiter geht (eben wegen den Befristungen, denn wenn Du z.B. einen Jahresvertrag hast, meldest Du Dich nach 9 Mon. wieder bei der Agentur (wobei ich nicht weiß, wie lange die Studienberufstelle befristet wäre)).

...aber...es ist einfach auch das Gefühl, da zu etwas hingedrängt zu werden, wo ich nicht mehr hin wollte und ich doch noch gute Chancen habe, etwas in meinem Studienberuf zu bekommen.

...und wenn ich doch eine Reha. mache, wann denkst Du, wäre der Zeitpunkt günstig? (Im Moment habe ich erstmal alles aufgeschoben).
 
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Hi Fragestellende,

Du beziehst also ALG I, richtig?

Der Vermittlungsvorschlag des Arbeitgeberservice für Deinen Ausbildungsberuf, enthält dieser eine Rechtsfolgenbelehrung? Bitte hierbei auch die Rückseite des Vermittlungsvorschlags prüfen.

Meinst Du, ich könnte einer Sperrfrist entgehen, wenn ich kündige und zur Not darauf verweise, dass die Agentur sich ja auch nicht an die Eingliederungsvereinbarung gehalten hat? (Wobei ich, ehrlich gesagt, auch nicht noch mehr Stress haben muss).
Was genau steht denn in Deiner Eingliederungsvereinbarung bzgl. Deiner Arbeitssuche drin, vor allem in Bezug auf Deinen Ausbildungs- und den Studienberuf?

Und wie ist der genaue Wortlaut der Rechtsfolgenbelehrung in Deiner Eingliederungsvereinbarung?
 

Fragestellende

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Hallo Schlaraffenland,

ja, ich bekomme seit ein paar Monaten ALG I.

Stellenanzeige für den Ausbildungsberuf: Ja, die ist (leider) mit Rechtsfolgebelehrung.

Eingliederungsvereinbarung:

Ziele: Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt: Tätigkeit als (Studienberuf).
Unterstützung durch die Agentur: Die Stellensuche erfolgt in folgenden Bereichen (4 Bereiche aus meinem Studienberuf). Wir senden Ihrer Eignung entsprechend Angebote zu, wenn der Agentur für Arbeit passende Stellen gemeldet sind.
Rechtsfolgebelehrung:: Ich bin darüber informiert, dass ich verpflichtet bin, die für die Vermittlung erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen vorzulegen und den Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses unter Benennung des Arbeitgebers und seines Sitzes unverzüglich mitzuteilen (§38 Abs. 2 SGB III).

Deswegen dachte ich ja auch, ich muss morgen Bescheid geben, dass ich unterschrieben habe.
Bei "Unterstützung durch die Agentur für Arbeit" habe ich nur den im Moment wichtigen Abschnitt zitiert, da es recht viel ist, was da steht.
 
G

Gast1

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Stellenanzeige für den Ausbildungsberuf: Ja, die ist (leider) mit Rechtsfolgebelehrung.
Dann kannst Du leider den Einstellungsprozess (Vertragsunterschrift) nur dann abbrechen, wenn Du deswegen eine Sperrzeit auf Dich nimmst.
 

Fragestellende

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Okay. D.h. es würde nichts nützen, wenn ich dafür dann die befristete Stelle annehme?

...und was würde passieren, wenn man mir in der Probezeit kündigt oder ich kündigen muss, weil ich da nicht mehr arbeiten kann?
 
G

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...und was würde passieren, wenn man mir in der Probezeit kündigt oder ich kündigen muss, weil ich da nicht mehr arbeiten kann?
Kündigungen durch den Arbeitgeber in der Probezeit müssen durch den Arbeitgeber nicht begründet werden. Deswegen meine ich, dass bei Kündigungen in der Probezeit in der Regel keine Sperrzeiten verhängt werden. Entscheidend ist aber trotzdem hierbei, was der Arbeitgeber in der so genannten Arbeitsbescheinigung feststellt. Die Arbeitsbescheinigung muss von jedem Arbeitgeber ausgefüllt werden. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter wertet die Arbeitsbescheinigung aus, u. U. um festzustellen, ob eine Sperre oder Sanktion gegenüber dem gekündigten Arbeitnehmer zu verhängen ist.

Bei Eigenkündigungen durch den Arbeitnehmer besteht die Gefahr, dass die Agentur für Arbeit eine Sperre von bis zu 12 Wochen verhängt. Besser sind Eigenkündigungen auf ärztlichen Rat hin, aber dies verhindert nicht automatisch die Verhängung einer Sperre von bis zu 12 Wochen.
 

Fragestellende

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Wieso verhindert das keine Sperre, wenn der Arzt sagt: "Kündigen Sie besser"?

...und was ist, wenn man vorher schon krank geschrieben ist, der Hausarzt dann schreibt, dass man besser nicht in den Bereich zurück kehren kann,...und man dann kündigt oder um Aufhebung bittet?

Ansonsten hat man ja an sich keine Chance, sobald man einmal einen Job hatte, der nicht befristet ist und wo man nicht von Job in den nächsten Job übergeht. Außerdem hat ja dann jeder ein Problem, der in der Probezeit oder während der späteren Vertrags krank wird und nicht mehr zurück kommen kann. Was ist das für ein System?

...und ich muss jeden Job annehmen, den die mir aufbrummen, egal ob ich noch Stellenanzeigen in meinem Bereich offen habe? Das ist ja dann schon fast Willkür (und dafür hat man Jahre lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt!!!!).

In meinem Arbeitsvertrag steht übrigens auf der ersten Seite unter "Beginn des Arbeitsverhältnisses":
"Das Anstellungsverhältnis beginnt am....und gilt ohne Befristung".
...und auf der zweiten Seite steht unter "befristete Probezeit": Frau XY wird für die Dauer von 6 Mon. zur Probe eingestellt. Das Probearbeitsverhältnis endet mit Ablauf der Probezeit ohne dass es einer Kündigung bedarf, falls nicht vorher die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses vereinbart wird."
Der nächste Punkt heißt "Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach der Probezeit". Dort steht: Das Arbeitsverhältnis gilt ohne Befristung. Nach Ablauf der Probezeit gelten für beide Parteien die Kündigungsfristen gemäß §622 Abs. 1 und Abs. 2 BGB.

Weiß nicht. Grade denke ich, am Besten hat man eine Stelle, wo man vom Berufsanfang bis zur normalen Altersrente arbeiten kann oder man gewinnt im Lotto oder man hat einen Partner, der einen soweit mitfinanziert, dass man gar nicht arbeiten braucht!!!
 

tanda

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Ich habe den Eindruck, du machst dir gerade etwas zu viel Stress. Trete den Job doch einfach zum 1.3. an und kündige in der Probezeit, wenn du eine Zusage für eine besser bezahlte Stelle im Studienberuf bekommst. Für Vorstellungsgespräche kann dir ja aus privaten Gründen einen Tag Urlaub nehmen (Arzttermin vorschieben o.ä.). Wer sagt denn, dass du dich nicht weiterbewerben darfst, wenn du eine Stelle angetreten hast?

Die Thema der befristeten Arbeitsverträge ist mir bekannt. Ich bin zurzeit auch befristet beschäftigt und bewerbe mich daher weiterhin. Meine Arbeitsvermittlerin schickt mir manchmal VV, lässt mich aber ansonsten in Ruhe, obwohl ich arbeitssuchend gemeldet bin.
 

tanda

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...und ich muss jeden Job annehmen, den die mir aufbrummen, egal ob ich noch Stellenanzeigen in meinem Bereich offen habe? Das ist ja dann schon fast Willkür (und dafür hat man Jahre lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt!!!!).

In meinem Arbeitsvertrag steht übrigens auf der ersten Seite unter "Beginn des Arbeitsverhältnisses":
"Das Anstellungsverhältnis beginnt am....und gilt ohne Befristung".
...und auf der zweiten Seite steht unter "befristete Probezeit": Frau XY wird für die Dauer von 6 Mon. zur Probe eingestellt. Das Probearbeitsverhältnis endet mit Ablauf der Probezeit ohne dass es einer Kündigung bedarf, falls nicht vorher die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses vereinbart wird."
Der nächste Punkt heißt "Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach der Probezeit". Dort steht: Das Arbeitsverhältnis gilt ohne Befristung. Nach Ablauf der Probezeit gelten für beide Parteien die Kündigungsfristen gemäß §622 Abs. 1 und Abs. 2 BGB.
Wer hindert dich denn daran, dich weiterhin in deinem Bereich zu bewerben?

Dein Arbeitsvertrag widerspricht sich. Der Text unter "befristete Probezeit" sagt aus, dass der Vertrag befristet ist und nach 6 Monaten endet - außer, es wird vereinbart, dass es fortgesetzt wird.
 
G

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Wieso verhindert das keine Sperre, wenn der Arzt sagt: "Kündigen Sie besser"?
Das verhindert nicht immer eine Sperre.

Eine Verwaltungsvorschrift der Agentur für Arbeit sagt hierzu Folgendes:

Arbeitsaufgabe auf ärztlichen Rat (159.143)

(4) Wurde dem Arbeitslosen die Arbeitsaufgabe ärztlicherseits angeraten, kann ggf. ein wichtiger Grund aufgrund von Erklärungen des Arbeitslosen und des behandelnden Arztes anerkannt werden. Hierzu ist der Vordruck nach Muster der Anlage 4, Liquidation Anlage 5, als BK-Text bereitgestellt, zu verwenden. Andere Atteste können zusammen mit Erklärungen des Arbeitslosen verwendet werden, wenn sie inhaltlich den Anforderungen des Vordruckes genügen. Der [medizinische] Fachdienst ist schon bei geringen Zweifeln einzuschalten.
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtay/~edisp/l6019022dstbai407897.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI407900

Zur Erklärung: ein so genannter "wichtiger Grund" muss vorliegen, damit keine Sperre, z. B. bei Eigenkündigung, verhängt wird.
 

Anna B.

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mach dir doch nicht so einen Kopf....nimm die Stelle an....dann hast schon mal vernünftiges Einkommen..und dann suchst einen anderen Job weiter...

wo ist das Problem?
ich seh da keins..

Das Wichtigste ist doch, aus den Fängen von Afa und Co. zu kommen....und das erreichst du, wenn du den Vertrag unterzeichnest...
du kannst sogar, wenn du noch vor Arbeitsbeginn eine neue Stelle bekommst, von dem anderen Vertrag zurücktreten..was wollen die denn machen, wenn du am 1. ARbeitstag nicht erscheinst? dich mit Polizei anschleppen?

also völlig unnötiger STreß...bewerbe dich weiterhin und nimm diese Stelle erst mal an...
 

Fragestellende

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Hallo Tanda,

was mich hindert? Das war ja mein Gedanke, ob ich ohne Probleme den jetzigen "unbefristeten" Vertrag in meinem Ausbildungsberuf gegen einen befristeten Vertrag in meinem Studienberuf tauschen darf, denn die Ausbildungsberufstelle kommt ja mit Rechtsfolgebelehrung von der Agentur und klingt erstmal langfristiger (bis auf diese seltsame Formulierung, die Dir auch aufgefallen ist).
Wenn ich jetzt z.B. eine Zusage von der Studienberufstelle zum 01.03. oder 15.03. bekomme: kann ich dann einfach kündigen und bei der Studienberufstelle anfangen?....oder macht es Sinn, der Studienberufstelle jetzt schon abzusagen und dann während der Probezeit in der Ausbildungsberufsstelle weiter zu suchen?
Das Gehen zu Vorstellungsgesprächen ist dann jedoch schwierig, da es wohl erstmal keinen Urlaub geben wird, außerhalb der Sommerferien und ich am 1. Tag der Krankmeldung (dazu komme ich gleich noch) schon eine AU vorlegen muss. Das ist sowieso schwierig, da ich wegen Fahrt- und Wartezeiten bei einem Arztbesuch einen Zeitaufwand von 3 Std. haben und ein "einen Tag auskurieren" dann nicht mehr geben wird, wenn ich schon am 1. Tag eine AU da vor legen muss. Vor allen Dingen frage ich mich, wie das gehen soll, wenn es mir so schlecht geht, dass ich nicht raus kann?

Der Arbeitsvertrag ist sowieso merkwürdig. Es gibt keine Personalabteilung. "Das macht alles unser Steuerberater" hieß es.
Bei der Probezeit stand ein falsches Datum, so dass es eben keine 6 Mon. ergab (was ich dann angemerkt habe).
Dann steht da was von einem Stundenzettel, obwohl gestempelt wird.
Unter "Überstunden" steht: "Überstunden werden nach Wahl unter Ausübung billigen Ermessens...." .
Billigen Ermessens?
Unter Arbeitsverhinderung steht:" Die Arbeitnehmerin ist verpflichtet unverzüglich jede Arbeitsverhinderung und ihre voraussichtliche Dauer anzuzeigen und dabei gleichzeitig auf etwaige dringliche Arbeiten hinzuweisen. Eine ärztliche Bescheinigung hat die Arbeitnehmerin unverzüglich nach Feststellung der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Die Arbeitnehmerin verpflichtet sich, sich im Falle der Erkrankung auf Verlangen des Arbeitgebers einer ärztlichen Untersuchen auf Kosten des Arbeitgebers zu unterziehen."
Das heißt für mich "AU ab dem 1. Tag". ...und was ist mit der ärztlichen Untersuchung gemeint? Ich war doch dann grade beim Arzt!!!!
Dann wurde mir gesagt, dass es keine betriebliche Zusatzvorsorge bezüglich der Rente gibt und auch keine Vermögenswirksamen Leistungen. In dem Personalfragebogen des Steuerberaters steht jedoch drin, dass ich zwingend dazu Angaben machen soll, wenn z.B. ein VL-Sparbuch vorliegt.

Ich hätte niemals bei diesem Unternehmen einen Vertrag unterschrieben und mich auch nicht auf die Stelle beworben. Jetzt hänge ich drin, wegen dieser Rechtsfolgebelehrung der Agentur (und glaube nicht, dass die mich da wieder rausholen, wenn es Mist wird).


Hallo Schlaraffenland,

demnach ist ja weiterhin alles offen. Entweder sie akzeptieren das Schreiben vom Arzt oder nicht.

Viele Grüße,

Fragenstellende.



Nachtrag, da grade erst gesehen:

Hallo Anne B.: Meine Gedanken habe ich grade oben in dem Teil an Tanda aufgeschrieben.
Mir scheint es auch wichtig, den Fängen der Agentur zu entkommen.

Was mir noch einfällt: Wann wäre es sinnvoll in Reha. zu gehen? In der Probezeit? Nach der Probezeit? Bei der angekündigten Stelle jetzt? Bei einer eventuell späteren Stelle in meinem Studienberuf?
Meine Arbeitsvermittlerin weiß, dass ich eine Reha. überlegt hatte und der Arbeitgeber weiß, dass ich alle 2 Wochen einen Gesundheitstermin habe und lieber 32 statt 40 Std. arbeiten würde.
 

AnonNemo

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Hallo Fragestellende,

als Erstes das wichtigste:
Du bist NICHT verpflichtet sitten-/rechtswidrige Arbeitsverträge zu unterschreiben!!
Selbst wenn der VV eine RFB hat!
Durch deine Informationen ... lass den Arbeitsvertrag mal von einem Fachmann (Arbeitsrecht-RA/Gewerkschaft) prüfen!!!

Meiner Meinung nach, sobald du sicherstellen kannst, dass du komplett weg von der Agentur für Arbeit (AfA) bist, ist es egal, wie du es geschafft hast.

Damit meine ich; solltest du morgen einen Arbeitsvertrag in deinem Studienberuf unterschreiben ... hat es die AfA nicht mehr zu interessieren welche Stelle du angetreten hast.

Anna B. meinte:
was wollen die denn machen, wenn du am 1. ARbeitstag nicht erscheinst?
Das Problem könnte dann sein; kommt @Fragestellende Straffrei aus dem ersten Arbeitsvertrag raus?
Entweder sie kündigt den Vertrag noch vor Arbeitsbeginn ... und informiert sich, dass keine Strafforderungen durch den Arbeitgeber möglich sind,
oder
sie kündigt nach dem zweiten Tag. Wäre zwar; nicht die (ganz) feine Art, aber meiner Meinung nach legal.

@Fragestellende:
Deshalb ist die Aussage von @schlaraffenland (Beitrag #7) nur zu beachten, wenn du keinen Ersatz-/Nachfolgearbeitsvertrag hast und weiter bei der AfA bleiben muss.

Fragestellende meinte:
Das Probearbeitsverhältnis endet mit Ablauf der Probezeit ohne dass es einer Kündigung bedarf, falls nicht vorher die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses vereinbart wird.

Das Arbeitsverhältnis gilt ohne Befristung. Nach Ablauf der Probezeit (...)
... kannst du das mal rechtlich prüfen lassen? Gewerkschaft, Arbeitsrechtschutzversicherung?

Für mich (rechtlicher Laie) liest sich der Absatz 1, als ob du einen befristeten (Probe-)Arbeitsvertrag über 6 Monate erhalten hast, und nur, wenn innerhalb der 6 Monate eine Fortsetzung vereinbart wurde, wird es zu einem unbefristeten, aka Absichtserklärung über einen möglichen unbefristeten nach der Probezeit!
Oder sind solche Absprachen in deiner Branche üblich?
Dies ist dir schon selber aufgefallen.

Würdest du diesen Job wollen, könnte es (nach einer Bestätigung durch eine kompetente Stelle) dir sogar zu einem sofortigen unbefristeten Job verhelfen!
Dein Arbeitsvertrag dürfte eine Salvatorische Klausel haben, d. h., wenn einzelne Passagen im Vertrag ungültig/gesetzeswidrig sind, oder sich widersprechen ... wäre es so, als ob sie gar nicht im Vertrag stehen würden.

Fragestellende meinte:
oder macht es Sinn, der Studienberufstelle jetzt schon abzusagen und dann während der Probezeit in der Ausbildungsberufsstelle weiter zu suchen?
... das würde ich NICHT machen!
Sollte innerhalb der Ausbildungsberufsstelle etwas aus der Studienberufsstelle werden ... kannst du immer noch die Ausbildungsberufsstelle kündigen. Berücksichtige auch meine Bemerkung weiter oben.

Fragestellende meinte:
dass ich alle 2 Wochen einen Gesundheitstermin habe
... dann versuche doch, ein Vorstellungsgespräch in deinen Gesundheitsterminen zu verstecken.

AnonNemo
 

Fragestellende

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Hallo Anon Nemo,

findest Du denn meine Angaben zum Arbeitsvertrag merkwürdig?

...und was bedeutet VV und RFB?

Wo informiert man sich denn, ob man aus einem Arbeitsvertrag vor Arbeitsantritt wieder raus kann? Ist das dann nicht wie kündigen in der Probezeit? Im Vertrag steht dazu nichts.

Bezüglich dieser Klausel mit der Probearbeitzeit habe ich das genauso verstanden wie Du, auch wenn es mündlich anders formuliert war. Mündlich war es ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

...und nein, es ist das erste Mal, dass ich so eine Formulierung in einem Arbeitsvertrag stehen habe.

Kann man bei einer Gewerkschaft auch Auskunft bekommen, wenn man kein Mitglied ist?

Kann es eigentlich sein, dass der Arbeitgeber eine Bescheinigung will, dass ich beim Gesundheitstermin war? Es handelt sich nämlich um Therapie und...muss ja nicht jeder Alles wissen (zumal ich selber mich von mir aus ja bei dieser Stelle nie beworben hatte).

Natürlich kann es sein, dass es dann doch ganz gut wird. Ich habe in meinem Studienberuf auch schon mal weniger verdient, als jetzt in dem Ausbildungsberuf. Die Stelle ist nah und eine Entfristung könnte Entlastung bringen (die Studienberufstelle wird vermutlich wieder auf 1-1,5 J. befristet sein und diese ganzen Wechsel tun mir nicht gut). Ich wollte halt nur nicht mehr in den Ausbildungsberuf zurück und wenn ich sehe, dass ich sie mir nicht selber ausgesucht habe und ungewollt auf Ausbildungsberufsgehalt runter gehe,...tut mir das auch nicht sonderlich gut.

Ich hab im Moment den Eindruck, dass ich nicht frei und offen genug bin, um in den 2 verbleibenden Wochen noch den Hospitationstermine für die eine Stelle noch anzunehmen, aber zu dem einen Vorstellungsgespräch will ich noch gehen. Wenn in der Ausbildungsberufstelle drin bin, wird es eh schwierig, Vorstellungstermine wahrzunehmen. Ich finde es ja schon schwierig, wenn ich am 1. Tag der Krankmeldung eine AU vorlegen muss. So ist eine Erholung innerhalb eines Tages passé und man muss gucken, ob man überhaupt raus kommt.

Meine Arbeitsvermittlerin weiß nun von der Ausbildungsberufsstelle. Sie hat es als "erstmal auf ein halbes Jahr befristet" datiert. Sie fragt nun, ob ich weiter arbeitssuchend gemeldet sein will oder ich mich drei Monate vor Ende des Vertrags nochmal melden will. Ich weiß grade nicht, was sinnvoller ist. Ich weiß ja noch nicht mal, ob ich volle 3 Monate da beschäftigt sein werde, dann eine andere Stelle habe, in Reha. gehe, etc. .
 

AnonNemo

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Hallo Fragestellende,
Fragestellende meinte:
findest Du denn meine Angaben zum Arbeitsvertrag merkwürdig?
nicht deine Angaben zum Arbeitsvertrag (= AV) finde ich merkwürdig, sondern dass die im AV stehen.
Ich hoffe, dir ist der kleine Unterschied klar!

Das Abkürzungswörterbuch
https://www.elo-forum.org/vorlagen-hilfesuchenden-hilfesuchende/163854-allgemein.html#post2010054 #2

Fragestellende meinte:
Wo informiert man sich denn, ob man aus einem Arbeitsvertrag vor Arbeitsantritt wieder raus kann?
... bei einem Rechtsanwalt oder der Gewerkschaft.
Ich habe schon gehört(!!!), dass in AVs teilweise eine Schadenersatzklausel enthalten ist, falls der AV vor Arbeitsbeginn gekündigt wird.

Fragestellende meinte:
Ist das dann nicht wie kündigen in der Probezeit?
... nix wiss!

Fragestellende meinte:
auch wenn es mündlich anders formuliert war. Mündlich war es ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.
... vergiss mündliches!
Personaler sind verkappte Verkäufer! Die könnten einem Eskimo einen Gefrierschrank verkaufen.
Mir wurde im Vorstellungsgespräch auch fest zugesagt, dass ich eine Pro-forma Befristung bekomme ... wurde sogar im Anschreiben vom AV aufgenommen. Nur, bei näherer Betrachtung war es eine Absichtserklärung, ohne rechtliche Relevanz.
Hat mir der Personaler auch so - eiskalt - bei der "Kündigung" ins Gesicht gesagt :icon_dampf:

Wenn ich das so lese ...
Fragestellende meinte:
" Die Arbeitnehmerin ist verpflichtet unverzüglich jede Arbeitsverhinderung und ihre voraussichtliche Dauer anzuzeigen und dabei gleichzeitig auf etwaige dringliche Arbeiten hinzuweisen. Eine ärztliche Bescheinigung hat die Arbeitnehmerin unverzüglich nach Feststellung der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Die Arbeitnehmerin verpflichtet sich, sich im Falle der Erkrankung auf Verlangen des Arbeitgebers einer ärztlichen Untersuchen auf Kosten des Arbeitgebers zu unterziehen."
... mir wäre das zu unseriös!

Wenn du krank bist, sollst du dich zuerst um die Belange der Firma (dringliche Arbeiten hinweisen) kümmern?
--> Was ist mit deiner Gesundheit?

Du sollst dich, auf Verlangen des Arbeitgebers, einer ärztlichen Untersuchung unterziehen?
--> Welche Branche soll das sein (Ich will/muss es nicht wissen!), dass der Arbeitgeber das Verlangen kann?
--> Im Gesundheitsbereich, Nahrungsmittelverarbeitung o. ä. (falls du ansteckende Krankheiten hast) kann ich es noch verstehen, aber wenn der Steuerberater
Fragestellende meinte:
Dann wurde mir gesagt, dass es keine betriebliche Zusatzvorsorge bezüglich der Rente gibt und auch keine Vermögenswirksamen Leistungen. In dem Personalfragebogen des Steuerberaters steht jedoch drin, dass ich zwingend dazu Angaben machen soll, wenn z.B. ein VL-Sparbuch vorliegt.
... auch noch so etwas wissen will ... was geht den das an? NICHTS!

Also, ich würde hergehen und den AV von jemandem prüfen lassen der sich damit auskennt!

Gewerkschaft: 1% von deinem Bruttolohn bzw.
als eLB:
IGM = 1,50EUR/Monate,
Verdi = 2,50EUR/Monat.

Ob sie dich schon beraten, bevor du den Mitgliedsvertrag unterschrieben hast, kann ich dir nicht sagen.

Fragestellende meinte:
Ich hätte niemals bei diesem Unternehmen einen Vertrag unterschrieben und mich auch nicht auf die Stelle beworben. Jetzt hänge ich drin, wegen dieser Rechtsfolgebelehrung der Agentur
... wie ich oben schon schrieb: eine RFB kann dich nicht in einen rechtswidrigen AV zwingen!
Fragestellende meinte:
(und glaube nicht, dass die mich da wieder rausholen, wenn es Mist wird).
... ganz sicher nicht! Die sind dich ja jetzt los.

AnonNemo
 

tanda

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Wenn ich jetzt z.B. eine Zusage von der Studienberufstelle zum 01.03. oder 15.03. bekomme: kann ich dann einfach kündigen und bei der Studienberufstelle anfangen?....oder macht es Sinn, der Studienberufstelle jetzt schon abzusagen und dann während der Probezeit in der Ausbildungsberufsstelle weiter zu suchen?
Das Gehen zu Vorstellungsgesprächen ist dann jedoch schwierig, da es wohl erstmal keinen Urlaub geben wird, außerhalb der Sommerferien und ich am 1. Tag der Krankmeldung (dazu komme ich gleich noch) schon eine AU vorlegen muss.
Das kommt auf deine Kündigungsfrist an. In der Probezeit beträgt diese 14 Tage, wenn im Arbeitsvertrag nichts anderes steht. Warum sind die Einstiegstermine für die Studienberufsstellen so kurzfristig? Wenn die dich wollen, würden die vielleicht auch bis zum 1.4. warten. Jetzt schon absagen würde ich bei den Stellen auf gar keinen Fall.

Ich habe bisher immer in der Probezeit Urlaub bewilligt bekommen. Wie viele Urlaubstage hast du pro Jahr? Wenn du die auf den Monat runterrechnest, weißt du, wie viele Tage du dir schon "erarbeitet" hast (anteiliger Urlaubsanspruch). Mir stehen 30 Arbeitstage Urlaub pro Jahr zu. Das heißt, pro Monat Betriebszugehörigkeit erwerbe ich 2,5 Tage Urlaub. Natürlich werden dir in der Probezeit nicht mehrere Wochen Urlaub bewilligt aber einzelne Tage für private Angelegenheiten (wie Vorstellungsgespräche) müssten eigentlich drin sein.
 

Fragestellende

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AW: Fragen zu Sperrzeiten, Halten an Eingliederungsvereinbarung durch beide Parteien, et

Ich klick jetzt zum zweiten Mal heute hier rein. Wenn ich das so lese, würde ich am Liebsten sofort wieder aus diesem Arbeitsvertrag raus. Geht aber nicht. Beim nächsten Mal bin ich schlauer und verzichte zur Not auf 3 Wochen ALG, wenn die mir mit ner Sperre kommen. Ist besser als 3 Mon. bei einer Kündigung.

Ab wann kann man sich denn bescheinigen lassen, dass der Beruf nichts für einen ist und deswegen kündigen muss? Wie lange muss man vorher in dem Unternehmen, in diesem Beruf gearbeitet haben? Braucht man eine gewisse Zeit der Krankmeldungen vorher?

Ich hab noch einen Hospitationstermin irgendwo. Ich habe das Gefühl, nicht offen genug dafür zu sein. Zu dem einen Vorstellungsgespräch gehe ich aber noch.

In dem Unternehmen scheinen alle zusammen in Urlaub zu gehen. Also kann ich nicht einen Tag Urlaub nehmen, um ein Vorstellungsgespräch zu bekommen, mal abgesehen davon, dass in den letzten Wochen jede 3. Bewerbung etwa ein Vorstellungsgespräch ergeben hat. Mal habe ich einige Wochen kein Gespräch, dann mal 2-3 auf einmal. Ich kann unmöglich zu so vielen Vorstellungsgesprächen gehen, wenn ich da einmal angefangen habe.

Die Sache versaut mir auch erstmal wieder meinen Lebenslauf, weil ich in eine ganz andere Richtung gehen wollte und ich erklären muss, warum ich da gearbeitet habe, warum eine Lücke ist (sollte ich kündigen, krank werden, etc.). Ich hätte vielleicht wirklich besser die 3 Wochen Sperre riskieren sollen.
 
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