Fragen zu privatem Umfeld, Familie und Gesundheit im Kotsching in einer Maßnahme (1 Betrachter)

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Jalava

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Ich war kürzlich bei einer Maßnahme bei der ich aber gleich am ersten Tag rausgeflogen bin weil ich mich weigerte die ganzen Verträge die mir beim MT vorgelegt wurden zu unterschreiben. Über den Spass mit der Weigerung die ganzen Veträge zu unterschreiben will ich noch mal gesondert berichten wenn der ganze Spass durch ist. Ich war da mehr zu einer Maßnahme Deluxe, vom Niveau, den Teilnehmern, den Kosten fürs Johbzenter und auch vom Stil. Ganz viel individuelles Einzelkotsching mit inkompetenten Kotschern. Was mich nun aber etwas hellhörig machte war der Punkt das die Kotscher mich ausfragen wollten zu meinem familiären und privaten Umfeld und meiner Gesundheit. Darüber wollten die dann meinen Sachbearbeiter im Johbzenter berichten. Zunächst einmal passt mir das natürlich nicht irgendeinem dahergelaufenen Kotscher (vermutlich ohne Medizinstudium oder wenigstens eine medizinische Ausbildung) darüber Auskunft zu geben. Dann kommt der datenschutzrechtliche Aspekt und mein Recht auf Privatsphäre. In meiner EGV hatte ich nun unterschrieben brav und fleissig in der Masssnahme mitzuarbeiten. Würde ich die Auskünfte verweigern würde ich ja theoretisch gegen die EGV verstossen. Ich halte es für sittenwidrig dazu gezwungen zu werden einem Kotscher Auskunft über mein Privatleben und meine Gesundheit zu geben. Ich würde den Kotscher auffordern mit die Fragen schriftlich zu formulieren und mir zur Vorlage beim Anwalt zu geben. Diese würde ich dann einem Anwalt meiner Gewerkschaft geben und dann entsprechend der anwaltlichen Empfehlung darauf antworten oder noch besser den Anwalt darauf antworten zu lassen.

Wie seht Ihr den Sachverhalt oder gibt es dazu schon Beiträge die ich nicht gefunden habe? Wenn die Massnahme sittenwidrig wäre, wäre auch die EGV sittenwidrig und so nichtig?
 

0zymandias

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Ich würde nicht mit einer Sittenwidrigkeit operieren, sondern mit dem Bundesdatenschutzgesetz.

Eine Datenfreigabe lässt sich nämlich widerrufen.

Und da noch nicht einmal eine Datenfreigabe vereinbart wurde, sondern nur die Mitarbeit ... :wink:
 

DonOs

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Der Träger erhält das, was er vom Gesetzgeber zugestanden bekommen hat, Name+Anschrift, nicht mehr und nicht weniger. Frag den Kotsch doch mal nach seinen gesundheitlichen Einschränkungen, daß würde dieser sich energisch verbitten und das tust du auch! Träger bekommt keinen Lebenslauf, Qualifikation, Vermittlungshemmnisse oder sonstiges Privates.
 

Zeitkind

Super-Moderation
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In meiner EGV hatte ich nun unterschrieben brav und fleissig in der Masssnahme mitzuarbeiten.
Würde ich die Auskünfte verweigern würde ich ja theoretisch gegen die EGV verstossen.
Nicht nur deswegen unterschreibt man so etwas auch nicht.
Wenn die Massnahme sittenwidrig wäre, wäre auch die EGV sittenwidrig und so nichtig?
Nicht unbedingt. Es kommt tatsächlich auf den Inhalt und die Formulierung an.
Aber meine Glaskugel sagt mir da momentan wenig bis garnichts
und für einen Wahrsager bin ich leider nicht qualifiziert. :icon_wink:
 
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