Fragen zu möglichen Sanktionen bei Eigenbemühungen / ALG1

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Samuela

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Hier ein paar Szenarien, es bezieht sich alles auf Eigenbemühungen bei ALG1, nicht auf VV mit Rechtsbehelf!

Szenario 1:
Ich suche mir selber eine Stelle, bewerbe mich, und werde zum VG eingeladen. Dieses sage ich ohne Begründung ab.
Hier droht mir wahrscheinlich nichts, weil die AfA nichts von der Einladung weiß, richtig?
Gäbe es hier eine gute Begründung ein Gespräch abzusagen um die Chance zu erhalten einen neuen Termin zu bekommen?

Szenario 2:
Ich gehe zum Gespräch und bekomme eine Zusage. Im Gespräch habe ich allerdings gemerkt, dass mir die Stelle nicht zusagt und ich lehne sie ab.
Wenn ich die Eigenbemühung aus meiner Liste nehme, weiß die AfA auch hier nichts davon, und es droht mir wahrscheinlich auch nichts, oder?
Würde der SB überhaupt dort anrufen und fragen, warum kein Vertrag zustande gekommen ist?
Oder würde gar der AG der AfA mitteilen, dass ein Elo sein Jobangebot ausgeschlagen hat? Dies wäre sicherlich der Fall wenn ein VV ohne Rechtsbehelf vorliegen würde, oder?
Droht mir hier irgendwas, wenn ein VV ohne Rechtsbehelf vorlag?


Szenario 3:
Der AG möchte, dass ich einen Probetag absolviere, dies würde ich eigentlich auch gerne machen.
Aber, den Probetag muss ich bei der AfA anmelden.
Was, wenn ich beim Probetag merke, dass ich die Stelle nicht möchte. Die AfA weiß ja nun davon.
Würde sie da beim AG nachfragen, warum es zu keiner Einstellung kam?
Was würde hier drohen?


Szenario 4:
Ich fange irgendwo an, und merke nach einigen Wochen, dass es mir nicht gefällt.
Vielleicht weil die Arbeit nicht die ist, die ich mir vorgestellte habe oder ich sogar andere Arbeiten erledigen muss, wie vorab besprochen wurden (z.B. bei einem Bürojob am Ende nur Botengänge und putzen). Oder dass das Betriebsklima so schlecht ist. Oder dass man mit dem Chef nicht zurecht kommt.

Wenn ich in der Probezeit von mir aus kündige, erhalte ich eine Sperrzeit. Soviel ist wohl klar.
Hier zählt dann wahrscheinlich nicht mehr, dass der Job aufgrund §140 unzumutbar war, da man dies vor Annahme hätte prüfen müssen?
Daher würde ich dann eher mit AU versuchen gekündigt zu werden.
Nun habe ich hier schon oft gelesen, wenn der AG einem in der Probezeit kündigt, droht ebenfalls die Sperrzeit. Warum? Wie kann man das umgehen?

So, dann ist mir bekannt, dass man hinterher noch Anspruch auf sein ALG1 hat.
Dies bezieht sich definitiv auf die Dauer. Wenn mir 1 Jahr ALG1 zusteht, ich nach 5 Monaten eine Arbeit annehme, bleiben mir noch 7 Monate, welche ich hinterher bekäme.
Was aber ist mit dem Betrag? Bekomme ich dann auch den alten Betrag, oder wird dieser neu berechnet aufgrund des neuen Gehalts?


Mir scheint es so, als wäre es nicht ratsam, einfach mal etwas auszuprobieren wo man sich nicht sicher ist, und lieber arbeitslos bleiben sollte, bis man sich sicher ist. Das finde ich schon etwas schade und irgendwie kontraproduktiv.
 

Samuela

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So meinte ich es von wegen krankschreiben bis man gekündigt wird...
 

Samuela

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Kann niemand auch nur eine meiner Fragen beantworten?
 

Pixelschieberin

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Nein - weil du signalisierst, daß dir die Entscheidung abgenommen werden möge.

Keiner weiß, welche Konsequenzen du zu tragen bereit bist.
Du hast doch schon selbst alle Optionen aufgedröselt.

Entscheiden muß sich stets derjenige, der die Konsequenzen seines Tuns zu tragen hat.
 

Samuela

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Ich will nicht erfahren welche Konsequenzen ich zu tragen bereit bin, ich möchte wissen welche Konsequenzen es in der Vergangenheit bei anderen in diesen Situationen gab. Aber gut, ich habe verstanden dass in diesem Forum nicht geholfen werden kann. Oder will...
 

erwerbsuchend

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ich möchte wissen welche Konsequenzen es in der Vergangenheit bei anderen in diesen Situationen gab.

Gerade bei selbstgesuchten Stellen während des Bezuges von ALG 1 kommt es auch darauf an, wann und von wem SB über mögliche Fehltritte von Elo erfährt.
Wenn du dazu Erfahrungsberichte hören willst, dann solltest du diese im Forum bitte selbst lesen.
 

Pixelschieberin

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Dein Manipulationstrick - nänänä, ihr wollt mir das Schippchen nicht her geben - verfängt bei mir nicht.
Im Forum gibt es genug Hilfe zur Selbsthilfe.
Lesen und Stöbern wird dir keiner abnehmen.

Unscharfe Fragen sind genau so unscharg zu beantworten:
Die einen haben diese, die anderen jene Erfahrungen gemacht.
Je nach Sachbearbeiter und deren Launen, fallen auch deren Ermessensentscheidungen aus.

Hör auf, Glaskugelfragen zu stellen und dann noch zu schmollen weil dir keiner das Orakel liest.

Wenn du angefangen hast, eigene Überlegungen anzustellen,, wirst du auch ergründen, WAS dein SB wissen und abstrafen kann.
Nicht alles Erdenkliche getan zu haben, was in deiner Macht liegt, ist "sanktionswürdig".

So ist das System.

Bring dir noch mal die Bedingungen in Erinnerung, die dir bei Antragstellung ans Herz gelegt wurden.
Die Vereinbarung hast du unterschrieben.

Da nur du wissen kannst, was deinem SB bekannt gemacht worden ist, kannst nur du allein Schlüsse ziehen.
 

avalanche

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Hallo @Samuela,

vorab erlaube ich mir den Hinweis, dass zum Alg I das SGB III gehört und hier sind Sperrzeiten im Sinne des §159 SGB III vorgesehen.

Szenario 1:
Kommt wie bei den anderen Szenarien auch auf den Einzelfall an. Ein VG würde ich telefonisch absagen. Ergeht trotzdem Meldung an die AfA, ließe sich ein VG immer noch nach holen.

Szenario 2:
Wenn der AG schon zugesagt hat, könnte hier schon §159 Abs 2 SGB III (Sperrzeit bei Arbeitsablehnung) in Betracht kommen, je nachdem wie SB oder AG konditioniert sind.

Szenario 3:
Kommt auf die Vorgeschichte und den Einzelfall an, könnte aber wie SZ 2 abgehen.

Szenario 4:
Die Arbeitsaufnahme aus dem Alg I wird oft, insbesondere in der ANÜ mit einem sogenannten Eingliederungs-Zuschuss im Sinne des §88 SGB III gefördert, hinsichtlich Höhe und Dauer beschränkt durch §89 SGB III.
Wird der Arbeitsvertrag in der Probezeit ordentlich gekündigt, ist dies arbeitsrechtlich nicht zu begründen, sozialrechtlich aber in der Arbeitsbescheinigung gemäß §312 SGB III schon.
Gibt der AG unter Ziffer 5.1 an, dass vertragswidriges Verhalten des AN Anlass zur Kündigung gegeben hat,
braucht der AG gemäß §92 Abs. 2 Ziffer 1 SGB III den Eingliederungs-Zuschuss nicht zurückzahlen, während der AN eine Sperre gemäß §159 Abs. 1 Ziffer 1 SGB III (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe) erhält.


SG ave
 
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