Fragen zu einer Weiterbildung mit Bildungsgutschein in Verbindung mit VV mit RfB

Toni77

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Hallo,

ich hatte heute einen Termin zu einem Bewerbertag einer Personal Service GmbH.

Es stellte sich heraus, dass erwartet wird an einer 13 wöchigen Weiterbildung teilzunehmen und einen Bildungsgutschein zu beantragen.

Inwiefern ist dieses verbindlich und ich nehme an, in der EGV sind solche Maßnahmen zwingend. Insofern ist meine Frage:

Kann ich solch eine Maßnahme mit BGS jederzeit abbrechen, wenn ich eine andere Stelle gefunden habe?

sowie

Wie wirken sich Sanktionen auf den BGS aus? Kann es passieren, dass ich an einer Maßnahme teilnehme, gleichzeitig aber sanktioniert bin?
 

DoppelPleite

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Willst Du denn überhaupt diese Weiterbildung machen anscheinend spiegelt sich der Umstand allein auf den heutigen Bewerbertag ab, in der Regel werden WB in die EGV aufgenommen - um Sanktionsdruck zu erzeugen.

Die Frage ist auch wie sinnvoll die WB für Dich ist, von Außen hört sich das an als wäre man nur interessiert Gelder ab zugreifen und dich zu beschäftigen. Geh doch bitte mal genauer darauf ein:

  • Was für eine WB soll das sein?
  • Bekommst Du schriftlich das man dich anschliessend in Lohn&Brot bringt?
  • Hast Du irgendetwas verbindliches unterschrieben heute?
  • Erwirbst Du in der WB etwas das man im Leben gebrauchen kann, zB Führerschein?

Ansonsten lass den Bewerbertag, ein Bewerbertag sein und geh Deinen üblichen Weg.
 

Toni77

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Ich möchte diese Weiterbildung definitiv nicht machen, sie deckt sich absolut nicht mit meinem Weg bzw. was ich gelernt habe. Anschließende Anstellung wäre sicher gestellt.

Ich habe das Gefühl, dass ich gezwungen bin, daran teilzunehmen, da das Ganze ja als VV mit Rfb zu diesem Bewerbertag einging. Es ist im Prinzip ein Job, der aber eine gewisse Qualifikation voraussetzt, weshalb solch eine Weiterbildung vorgeschaltet ist.

Ich zitiere mal etwas aus dem Schreiben, was mitgegeben wurde:

"Mit der Absichtserklärung der ...Personal-Service GmbH wenden Sie sich sich bitte umgehend an Ihren Arbeitsermittler und lassen sich einen Bildungsgutschein für die Weiterbildungsmaßnahme ausstellen. Diesen reichen Sie unmittelbar bei der ...Personal-Service GmbH ein. Dort erhalten Sie auch Ihren Weiterbildungsvertrag und weitere Informationen."

Kann ich das ablehnen?


Unterschrieben habe ich nichts. Es handelt sich um eine duale Weiterbildung mit anschließender "bieten wir Ihnen die Übernahme in eine Beschäftigungsverhältnis". Erworben wird dabei nichts in der Richtung wie Führerschein.

Nochmal die Frage: Wenn man sanktioniert ist, wie wirkt sich das aus während ein Bildungsgutschein läuft? Und könnte ich nach Ausstellung des BGS diese Weiterbildung jederzeit abbrechen?
 
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Regensburg

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Ich kenne mich mit diesem Thema gar nicht aus, aber,
darf überhaupt eine ZAF weiterbilden?
Sind zur Weiterbildung über BGS nicht gewisse Voraussetzungen notwendig?

Oder handelt sich hier um eine Weiterbildung in sinne einer Schwarzarbeit? Umsonst, auf den Rücken der Steuerzahler eine ZAF subventionieren => kostenlose Probearbeit als Weiterbildung getarnt?

Ich bin der Meinung, das ZAF kein Anrecht auf ein BGS hat.

Wenn dich eine ZAF irgendwo anlernen will, dann bitte auf ZAF Kosten bzw. über bezahlte Probezeit.
 

Thani

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Eine Sanktion mindert nach meinem Kenntnisstand ja nur deine Auszahlung von ALG2. Auf die Leistungen des Bildungsgutscheines hat das keine Auswirkungen, die mir bekannt wären.

Wenn du einen Bildungsgutschein hast, dann kannst du die Weiterbildung nur aus gutem Grund abbrechen. Zumindest habe ich das hier schon mehrfach im Forum gelesen. Hier stehen sonst ggf. sogar Schadensersatzforderungen im Raum, denn die Dinger sind alles andere als günstig.

Aber mal was anderes:
Ich habe ebenfalls hier im Forum schon mehrmals gelesen, dass ein ELO nicht dazu gezwungen werden kann einen solchen Gutschein einzulösen. Zumindest gab es wohl schon mehrfach erfolgreich Widersprüche gegen EGV-VAs in denen ELO verpflichtet wurde einen Bildungsgutschein einzulösen. Es erscheint mir logisch, dass du entsprechend auch nicht dazu gezwungen werden kannst einen solchen hier zu beantragen und für die WB im Rahmen der Maßnahme zu nutzen.
 

Toni77

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Mal bitte ausreichend anonymisieren und hoch laden.
Erstmal, danke für die Antworten. Das Schreiben habe ich da gelassen, damit meine Teilnahme an der Veranstaltung dem JC gemeldet werden kann. Es ist ein ganz normaler VV mit RfB mit Vorstellen beim Arbeitgeber zu einem bestimmten Termin. In der Beschreibung ist die Rede von einem Bewerbertag.

@Thani

Wäre die Aufnahme einer Arbeitsstelle solch ein wichtiger Grund? Und ist es denn sicher, dagegen Widerspruch einzulegen, ich meine ich werde mich darüber informieren. Ich weiß auch gar nicht ob ich die Prüfungen bestehen würde, da es sehr kompakt ist und Selbststudium erfordert. Es klingt für mich alles einfach richtig daneben.

@Regensburg

Ich kenne mich leider auch nicht aus, inwiefern das Schwarzarbeit sein könnte. Die Weiterbildung würde jedoch über den anschließenden Arbeitgeber laufen.
 

Regensburg

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Es ist ein sehr komisches Konstrukt, der meiner Meinung nach Rechtswidrig ist.
ZAF soll dich in einer Arbeit vermitteln, nicht in Weiterbildung, und das sogar über BGS -> hier stimmt etwas nicht...
 

Ahanit

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Ist das vieleicht so ein Schmarrn wie Flughafensicherheit?

Da werden die Stellen ja auch über Dienstleister besetzt und die Machen mit dir auch vorher die Ausbildung.. aber das die dafür den Bildungsgutschein wollen ist mir neu, aber auch logisch, denn wo käme man denn hin wenn die Firma ihre Leute auf eigene Kosten ausbilden würde, dann würde hire and fire ja zu unrentabel...

Ich habe ja auch einen Bildungsgutschein, auf dem Formular steht, das wenn du dein ausbildungsziel durch irgendwas gefärdest wie etwa unentschuldigtes Fernbleiben tatsächlich zur Kasse gebeten werden kannst.... Hab jetzt nicht den GEnauen Wortlaut im Sinn....
 

Thani

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Ich habe ja auch einen Bildungsgutschein, auf dem Formular steht, das wenn du dein ausbildungsziel durch irgendwas gefärdest wie etwa unentschuldigtes Fernbleiben tatsächlich zur Kasse gebeten werden kannst.... Hab jetzt nicht den GEnauen Wortlaut im Sinn....
Das war mir in der Form auch bekannt, finde ich aber persönlich auch fair. Kommt natürlich immer darauf an wie es der Träger handelt, wenn sie dir jedes mal wenn ein Zug Verspätung hat einen Strick draus drehen wollen ists madig. Aber generell sind die Dienstleister ja daran interessiert, dass du dort bleibst, weil sie ja gut Kohle bekommen..

Übrigens sollte es jeder Zeit möglich sein seine Weiterbildung zu Gunsten eines Arbeitsplatzes abzubrechen. Ob das aber sinnvoll ist auf lange Sicht, hängt natürlich von der Art der Weiterbildung ab, ob die was taugt oder nicht.

Allerdings ist es auch hier oft der Fall, dass der Maßnahmenträger von dir extra Unterschriften haben möchte. Hier sollte man vorher genau lesen, ob die einem nicht dann doch per Vertrag verbieten wollen, die Weiterbildung abzubrechen oder Schadensersatz audrücken wollen.
 

Toni77

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Also besser gucken, was man unterschreibt..:)

Apropos, Ich habe etwas darüber in der EGV gelesen. Ich zitier das mal, es hört sich für mich nicht verpflichtend an:

"Sämtliche Anträge auf Förderleistungen (z.B. Vermittlungsbudgets) bzgl. Arbeitsaufnahmen oder zur Unterstützung der Arbeitssuche sind jeweils vor Arbeitsaufnahme zu stellen"

Und wenn nichts weiteres in der EGV dazu steht, schätze ich, ist dieses nicht verpflichtend.

Wobei, ich habe gerade auch gelesen habe, man müsse sogar eine Ausbildung annehmen. Klar ist mir die Sache jedenfalls noch nicht.

Wie ist es eigentlich, muss man das erstbeste annehmen wenn man aber noch weitere Bewerbungen laufen hat? Oder gibt es irgendwie Regelungen wie lange man Zeit hat, einen Arbeitsvertrag zu prüfen?
 
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Toni77

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Zumindest gab es wohl schon mehrfach erfolgreich Widersprüche gegen EGV-VAs in denen ELO verpflichtet wurde einen Bildungsgutschein einzulösen.
Weißt du vielleicht, worauf solch eine Widerspruch basiert oder wie andere sich darin dazu geäußert haben?

Hier sollte man vorher genau lesen, ob die einem nicht dann doch per Vertrag verbieten wollen, die Weiterbildung abzubrechen oder Schadensersatz audrücken wollen.
Wie könnte ich so etwas ablehnen, mit welcher Begründung?

Und was passiert, wenn die Formalitäten bis zu Beginn (7.5.) der WB nicht geklärt sind?

Desweiteren ist mir unklar, wie ich mich an meinen SB wende. Gehe ich da zum JC und vereinbare einen Termin oder teile ich telefonisch dieses mit? Und wäre es rechtlich in Ordnung wenn ich lediglich diesen BGS per Post erhalten würde oder muss ein Verhandlungsgespräch zwingend stattfinden?

Zudem: Kann ich auf Grund eines Vorstellungsgespräches mit möglicher Arbeitsaufnahme (7.5.) bereits diesem BGS widersprechen?

Ich hoffe, jemand hat dazu einen besseren Überblick als ich. Vielen Dank.
 
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Toni77

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Es kamen nochmal einige Fragen auf, es wäre gut, wenn jemand der Bescheid weiß, darauf antwortet bzw. ich hol das nochmal durch diese Antwort nach oben.
 

Nena

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Kann ich auf Grund eines Vorstellungsgespräches mit möglicher Arbeitsaufnahme (7.5.) bereits diesem BGS widersprechen?
Nein, zumindest nicht erfolgreich. (Vorstellungsgespräche gibt es mehr als anschließend Stellen zu besetzen sind -> die Mehrzahl der Bewerbenden hat danach also keinen Job.)
 
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Toni77

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Ich fasse die Fragen nochmal zusammen:

1. Weißt du vielleicht, worauf solch eine Widerspruch basiert oder wie andere sich darin dazu geäußert haben?

* Widersprüche gegen EGV-VAs in denen ELO verpflichtet wurde einen Bildungsgutschein einzulösen

2. Wie könnte ich eine vertragliche Klausel wie das Verbot eines Abbruchs solch einer Maßnahme sowie Schadensersatzforderungen bei Abbruch ablehnen, mit welcher Begründung?/Ist so eine Klausel verpflichtend?

3. Muss bei einem BGS immer ein Verhandlungsgespräch stattfinden oder kann dieser per Post zugesandt werden ohne vorherige Verhandlungen?

Danke
 

noillusions

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Ich fasse die Fragen nochmal zusammen:

1. Weißt du vielleicht, worauf solch eine Widerspruch basiert oder wie andere sich darin dazu geäußert haben?

* Widersprüche gegen EGV-VAs in denen ELO verpflichtet wurde einen Bildungsgutschein einzulösen
Habe von so was noch nicht gelesen, aber die Kombi von BGS bei dem man sich einen Träger aussuchen kann und das "Aussuchen" dann aber erzwungen wird klingt für mich widersprüchlich.
Ein anderer Ansatz wäre zu schauen, ob gegen die Bestimmungen und Verfahrensweisen bezüglich eines BGS verstoßen wurde.
2. Wie könnte ich eine vertragliche Klausel wie das Verbot eines Abbruchs solch einer Maßnahme sowie Schadensersatzforderungen bei Abbruch ablehnen, mit welcher Begründung?/Ist so eine Klausel verpflichtend?
Bin mir sicher dass kein Schadenersatz in einer EGV-VA zulässig ist.
3. Muss bei einem BGS immer ein Verhandlungsgespräch stattfinden oder kann dieser per Post zugesandt werden ohne vorherige Verhandlungen?

Danke
Nein, es muß ein Beratungsgespräch stattfinden.
 

Toni77

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Tausend Dank, hat mir echt weiter geholfen.

bzgl. 1. Ich hab mir da nichts ausgesucht. Da kam einfach ne VV mit RfB rein und für den Job benötigt es eine Weiterbildung und die Zeitarbeitsfirma verwies darauf sich umgehend einen BGS ausstellen zu lassen. Und es ist echt krass, weil ich weiß selber wie schwer es ist so einen BGS zu bekommen, wenn man was machen will, was einen wirklich weiter bringt. Und bei mir ist es jetzt genau das Gegenteil. Aber gut, ich klär das dann mit dem JC und meld mich dann nochmal, was passiert ist.
 
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