Fragen zu Darlehen Mietschulden und Anrechnung einer Überzahlung (1 Betrachter)

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Schopenhauer

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Hallo,

ich habe zwei Fragen und finde dazu im Internet sehr unterschiedliche Informationen.

Zunächst würde ich gerne wissen, zu wie viel Prozent das Jobcenter eine Überzahlung auf die monatlichen Leistungen aufrechnen darf.
Zur Sache: Ich habe im November 2016 einen Nebenjob angetreten und dies meinem Sachbearbeiter bei einem Termin im Oktober 2016 mitgeteilt, als mein Einkommen nicht angerechnet wurde, bat ich im Dezember 2016 nochmals schriftlich um Prüfung des Sachverhalts und erklärte, dass ich nicht möchte, dass es zu Überzahlungen kommt. Das Jobcenter hatte es leider trotzdem versäumt, mein Einkommen bis März 2017 zu berücksichtigen, weshalb es zu einer Überzahlung in Höhe von knapp 1400€ kam. Zu allem Übel bekam ich über ein Jahr später ein Schreiben des Zolls mit dem Hinweis, dass ein Strafverfahren wegen Betrugs gegen mich läuft. Ich erklärte der zuständigen Staatsanwaltschaft den Sachverhalt und legte entsprechende Nachweise vor, die belegten, dass ich das Jobcenter rechtzeitig informierte. Glücklicherweise bekam ich letzten Freitag die Rückmeldung der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren eingestellt wurde.

Außerdem zahle ich ein Darlehen wegen Mietschulden zurück, las jedoch an verschiedenen Stellen, dass solche Darlehen erst mit Beendigung des ALGII Bezuges zurückgezahlt werden müssen, jedoch fand ich bisher keinen entsprechenden Gesetzestext.

Meine konkreten Fragen:
Dürfen in der Summe aus Darlehen und Überzahlung in meinem Fall 30% monatlich aufgerechnet werden. obwohl das Jobcenter Schuld an der Überzahlung hat oder gilt auch hier die 10% Regelung?
Ist es wahr, dass Darlehen die gewährt wurden um Mietschulden zu begleichen, erst nach Beendigung des ALG II Bezuges zurückgezahlt werden müssen?

Danke für eure Hilfe und liebe Grüße
 

Zerberus X

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Zur Sache: Ich habe im November 2016 einen Nebenjob angetreten und dies meinem Sachbearbeiter bei einem Termin im Oktober 2016 mitgeteilt, als mein Einkommen nicht angerechnet wurde, bat ich im Dezember 2016 nochmals schriftlich um Prüfung des Sachverhalts und erklärte, dass ich nicht möchte, dass es zu Überzahlungen kommt.
Hast Du das mit:Kontoauszügen Und Einkommensbescheinigung belegt?
 

Schopenhauer

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Nein, aber ich habe aber dem JC gegenüber erklärt, wann und wieviel Geld ich bekomme. Das war vor Antritt des Jobs. In der Vergangenheit reichte dies aus und ich bekam dann ein Formular das zur Einkommensbescheinigung auszufüllen war. Das passierte diesmal nicht, weswegen ich zeitnah um erneute Prüfung und Nachberechnung bat.
 
G

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Gast
Hm, du kannst ja ausrechnen, was angerechnet wird. Kannst du das Geld dann nicht einfach auf dem Konto lassen und dann in einem Rutsch zurückzahlen?

So mache ich das, weil sie bei uns die Steuererstattung oder Nebenkostenguthaben immer erst Monate später anrechnen.

Die Anzeige ist eine Frechheit sondergleichen, allerdings nicht selten, dass sie ihre Fehler anderen anlasten. Ich würde da eine Beschwerdeorgie starten, auch wenn es nichts bringt.
 

Schopenhauer

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Hallo nochmal,

das Jobcenter hat die Aufrechnung der Darlehen nochmals überprüft und eingestanden, dass zu viel aufgerechnet wurde. Ist es richtig, dass sich das Gesetz zur maximalen Höhe von 10% in der Summe erst 2016 geändert hat und wenn ja, in welchem Monat genau trat dieses in Kraft?

Außerdem wurde anerkannt, dass das Jobcenter viel früher hätte mein Einkommen anrechnen müssen. Die Briefe sind dann auch plötzlich aufgetaucht und konnten letztendlich beweisen, dass ich den Antritt des Jobs rechtzeitig gemeldet hatte.
 
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