Fragen zu Arbeitszeugnis

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unionerdirk

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Da ich durch Insolvenz gekündigt wurde geht es nun um mein Arbeitszeugnis. Mein alter Arbeitgeber hatte mir eins geschrieben welches diverse Fehler beinhaltete. Ich habe nun mit ihm ausgemacht das ich es Korrekturschreibe und ihm dann zuschicke. Er pack es dann einfach in sein Briefpapier. Nun meine Frage ob das was ich da gemacht habe in Ordnung geht.

Herr xyz war ab 07/2006 in unserem Unternehmen zunächst als Aushilfe, später als angestellter Möbelträger beschäftigt. Sein Aufgabengebiet umfasste die üblichen Arbeiten in Umzug und Transport mit einfachen Montagearbeiten.


Seine Aufgaben erledigte er zu unserer vollen Zufriedenheit. Herr xyz arbeitete stets sehr Gewissenhaft und übernahm in seiner Laufbahn bei uns Verantwortung als Kolonnenführer. Er war bereit Fachwissen anzunehmen und Neues zu erlernen. Besonders hervorzuheben ist die Sorgfalt
im Bereich Überseeverpackung, die Herr xyz sich in seiner Tätigkeit schnell aneignete.


Herr xyz ist ein überaus zuverlässiger Mitarbeiter. Wir sind der Meinung, das Herr xyz im Bereich Umzüge und deren Möbelmontagen ein sehr hohes Potential und sehr wichtig Teamfähigkeit besitzt.


Auf Grund der Insolvenz unseres Unternehmens mussten wir uns leider von Herrn xyz einvernehmlich trennen.


Wir wünschen Herrn xyz für seinen weiteren beruflichen Werdegang viel Erfolg.

Danke im voraus.
 

wolliohne

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sollte kein Problem sein wenn ers unterschreibt.

Ausserdem hast du Anspruch darauf.
 

unionerdirk

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sollte kein Problem sein wenn ers unterschreibt.

Ausserdem hast du Anspruch darauf.

Das ist ja klar. Nur da sein Versuch eines zu schreiben ein wenig in die Hose ging, was die Rechtschreibung und Grammatik angeht, habe ich es ein wenig umformuliert. Wie kann ich denn daraus eine 2 machen?
 
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Das ist ja klar. Nur da sein Versuch eines zu schreiben ein wenig in die Hose ging, was die Rechtschreibung und Grammatik angeht, habe ich es ein wenig umformuliert. Wie kann ich denn daraus eine 2 machen?


aus
Seine Aufgaben erledigte er zu unserer vollen Zufriedenheit
einfach zu

Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte Herr XY zu unserer vollsten Zufriedenhheit.

obs stimmt, bleibt Dir überlassen.
 
E

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Die Sache mit der "vollsten" Zufriedenheit liest man zwar manchmal, sie ist aber sprachlicher Unsinn. Voller als voll kann man logischerweise nicht zufrieden sein.

Für eine einfache Tätigkeit ist das Zeugnis meiner Meinung nach durchaus als "gut" zu bewerten. Natürlich sollte vor allem darauf geachtet werden, daß die Tätigkeitsbeschreibung vollständig ist und nichts Wichtiges fehlt.

Noch besser wäre es, wenn da steht: "erledigte er stets zu unserer vollen Zufriedenheit".

Die gute Arbeitsqualität, Lernfähigkeit und auch der berufliche Aufstieg zum Kolonnenführer sind erwähnt.

Ebenso bei der sozialen Fähigkeiten die Teamfähigkeit. Ich würde das aber etwa dahingehend ergänzen: "Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzen und Kollegen [sofern zutreffend: und Kunden] war jederzeit einwandfrei."

Am Schluß vielleicht besser: "Wir danken Herrn xyz für die geleistete Arbeit und wünschen...". Das sind aber nur Feinheiten.
 

Irisanna

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HALT!!

Dieser Satz hier

Wir wünschen Herrn xyz für seinen weiteren beruflichen Werdegang viel Erfolg.

ist negativ!! Man wünscht dir für deinen BERUFLICHEN Werdegang viel Erfolg, das deutet darauf hin, dass es Differenzen zwischen dir und deinem AG gab.
Besser wäre ohne "beruflichen" oder aber "beruflichen und privaten".
 
E

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HALT!!

Dieser Satz hier



ist negativ!! Man wünscht dir für deinen BERUFLICHEN Werdegang viel Erfolg, das deutet darauf hin, dass es Differenzen zwischen dir und deinem AG gab.
Besser wäre ohne "beruflichen" oder aber "beruflichen und privaten".

dann nimm doch einfach


"Wir bedanken uns bei Herrn xy und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute."
 
E

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so sieht mein letztes aus. Hat mir aber bisher auch nichts gebracht.
 
E

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@Sancho

Nimm's bitte nicht persönlich, aber das Arbeitszeugnis, was du hier eingestellt hast, könnte man auch so lesen:

"seine Tätigkeitsfelder tangierten das gesamte Spektrum der kommunalen Verwaltungsarbeit... Abwicklung diverser Korrespondenzen... Zusammenstellung von Sachverhalten" -- das hört sich schön blumig an. Aber die Frage für jeden Personaler ist doch: was eigentlich hast du dort konkret gemacht?

"vollste Zufriedenheit" -- steht zwar drin, aber der Satz wirkt wie ein Fremdkörper im übrigen Text, wie eine reine Floskel. Das Zeugnis ist nicht in sich stimmig.

"seine Fähigkeit, bereits vertraute Arbeitsabläufe ohne Schwierigkeiten auf ähnlich gelagerte Problemfälle zu übertragen" -- aha, für 08/15-Routinearbeiten war er also zu gebrauchen, aber was Neues hat er sich nicht angeeignet.

"Verständnis für die Zusammenhänge der Tätigkeitsfelder, mit denen er betraut war" -- Verständnis schon, aber auch Erfolge und Leistung?

"Die Vorgesetzten erfreute er durch seine Initiative" -- die offensichtlich nichts einbrachte -- "sein Engagement und sein tadelloses Verhalten" -- aber offensichtlich nicht durch Leistungen im Beruf.

Mein Fazit wäre da: entweder hat der Zeugnisersteller keine Ahnung von der Sache gehabt, oder es soll hier Unzufriedenheit des Arbeitgebers durch schöne Worte kaschiert werden. Mich wundert es nicht, daß du mit diesem Zeugnis Schwierigkeiten hast.
 

unionerdirk

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So siehts nun aus.

Herr xyz war ab 07/2006 in unserem Unternehmen zunächst als Aushilfe, später als angestellter Möbelträger beschäftigt. Sein Aufgabengebiet umfasste die üblichen Arbeiten in Umzug und Transport mit einfachen Montagearbeiten.


Seine Aufgaben erledigte er zu unserer vollen Zufriedenheit. Herr xyz arbeitete stets sehr Gewissenhaft und übernahm in seiner Laufbahn bei uns Verantwortung als Kolonnenführer. Er war bereit Fachwissen anzunehmen und Neues zu erlernen. Besonders hervorzuheben ist die Sorgfalt
im Bereich Überseeverpackung, die Herr xyz sich in seiner Tätigkeit schnell aneignete.


Herr xyz ist ein überaus zuverlässiger Mitarbeiter. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzen und Kollegen und Kunden war jederzeit einwandfrei. Wir sind der Meinung, das Herr xyz im Bereich Umzüge und deren Möbelmontagen ein sehr hohes Potential und sehr wichtig Teamfähigkeit besitzt.


Auf Grund der Insolvenz unseres Unternehmens mussten wir uns leider von Herrn xyz einvernehmlich trennen.


Wir danken Herrn xyz für die geleistete Arbeit und wünschen ihm für seinen weiteren beruflichen und privaten Werdegang viel Erfolg.
 
E

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Aus meiner Sicht sollte das so OK sein. Ich habe nachstehend nur noch ein paar kleine sprachliche und grammatikalische Korrekturen eingearbeitet - nur der Vollständigkeit halber. Viel Erfolg.

Herr xyz war ab 01. Juli 2006 in unserem Unternehmen zunächst als Aushilfe, später als angestellter Möbelträger beschäftigt. Sein Aufgabengebiet umfasste die üblichen Arbeiten in Umzug und Transport mit einfachen Montagearbeiten.

Seine Aufgaben erledigte er immer zu unserer vollen Zufriedenheit. Herr xyz arbeitete stets sehr gewissenhaft und übernahm in seiner Laufbahn bei uns Verantwortung als Kolonnenführer. Er war bereit, Fachwissen anzunehmen und Neues zu erlernen. Besonders hervorzuheben ist die Sorgfalt im Bereich Überseeverpackung, die Herr xyz sich in seiner Tätigkeit schnell aneignete.

Herr xyz ist ein überaus zuverlässiger Mitarbeiter. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war jederzeit einwandfrei. Wir sind der Meinung, dass Herr xyz im Bereich Umzüge und den dabei anfallenden Möbelmontagen ein sehr hohes Potential sowie eine sehr wichtige Teamfähigkeit besitzt.

Auf Grund der Insolvenz unseres Unternehmens mussten wir uns leider von Herrn xyz zum [Datum] einvernehmlich trennen.

Wir danken Herrn xyz für die geleistete Arbeit und wünschen ihm für seinen weiteren beruflichen und privaten Werdegang viel Erfolg.
 
E

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@Sancho

Nimm's bitte nicht persönlich, aber das Arbeitszeugnis, was du hier eingestellt hast, könnte man auch so lesen:

"seine Tätigkeitsfelder tangierten das gesamte Spektrum der kommunalen Verwaltungsarbeit... Abwicklung diverser Korrespondenzen... Zusammenstellung von Sachverhalten" -- das hört sich schön blumig an. Aber die Frage für jeden Personaler ist doch: was eigentlich hast du dort konkret gemacht?

"vollste Zufriedenheit" -- steht zwar drin, aber der Satz wirkt wie ein Fremdkörper im übrigen Text, wie eine reine Floskel. Das Zeugnis ist nicht in sich stimmig.

"seine Fähigkeit, bereits vertraute Arbeitsabläufe ohne Schwierigkeiten auf ähnlich gelagerte Problemfälle zu übertragen" -- aha, für 08/15-Routinearbeiten war er also zu gebrauchen, aber was Neues hat er sich nicht angeeignet.

"Verständnis für die Zusammenhänge der Tätigkeitsfelder, mit denen er betraut war" -- Verständnis schon, aber auch Erfolge und Leistung?

"Die Vorgesetzten erfreute er durch seine Initiative" -- die offensichtlich nichts einbrachte -- "sein Engagement und sein tadelloses Verhalten" -- aber offensichtlich nicht durch Leistungen im Beruf.

Mein Fazit wäre da: entweder hat der Zeugnisersteller keine Ahnung von der Sache gehabt, oder es soll hier Unzufriedenheit des Arbeitgebers durch schöne Worte kaschiert werden. Mich wundert es nicht, daß du mit diesem Zeugnis Schwierigkeiten hast.

Das Zeugnis war auch für AGs ein Einser, weil es gezeigt hat, das ich schneller und mehr gemacht habe als "gefordert", das auch noch gut.

Es hat aber deswegen nicht weiter gebracht, weil die anderen Voraussetzung für einen Job gefehlt haben. Deswegen hat es mir nichts gebracht.
 

Susann

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Hi Sancho,

also Personaler lesen das schon so wie gurkenaugust es interpretierte. Nur können viele AG Zeugnisse nicht lesen - und Einserzeugnisse wirken eh wie höflich weggelobt.

Beispiel:
"seine Fähigkeit, bereits vertraute Arbeitsabläufe ohne Schwierigkeiten auf ähnlich gelagerte Problemfälle zu übertragen"

...ist einfach sehr lasch, bereits vertraute Arbeitsabläufe auf ähnliche... anwenden, würde ich von jedem Mitarbeiter selbstverständlich verlangen. Interessant wird es, wenn da steht, dass Du neue Problemlösungsstrategien entwickelt hast oder eigenständig dein bereits vorhandenes Wissen auf neue Aufgaben übertragen konntest.

Ich bin btw. sehr erstaunt, wie viel aus einer Bewerbung über einen Menschen zu erfahren ist.

OT, sorry.

Die letzte Variante von gurkenaugust finde ich in Ordnung, unionerdirk.

LG
Susann
 

Muzel

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Hallo Leidensgenosse!
Du solltest besser mein Zeugnis nicht lesen! Sei über meine Bewertung nicht böse. Ich schreibe dir konsequenzenlos und ohne das du böse bist meine Wertung deines Zeugnis.
Mich stört der Satz: Er war bereit Fachwissen anzunehmen und Neues zu erlernen.
Fachwissen wird bei Jobantritt verlangt. Wenn der AG dir die entsprechenden Fähigkeiten vermitteln musste, dann sieht das für dich schlecht aus.
Weiterhin wird in deinem Zeugnis deine Teamfähigkeit besonders heraus gestellt. Wenn die fachliche Qualifikation Lücken hat, wirkt das negativ.
Dann hört sich der Satz: "Herr XYZ ist ein zuverlässiger Mitarbeiter" im Kontext sehr schwach an. Dein Arbeitszeugnis müsste noch einmal überarbeitet werden.
 
E

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Hi Sancho,

also Personaler lesen das schon so wie gurkenaugust es interpretierte. Nur können viele AG Zeugnisse nicht lesen - und Einserzeugnisse wirken eh wie höflich weggelobt.

Beispiel:
"seine Fähigkeit, bereits vertraute Arbeitsabläufe ohne Schwierigkeiten auf ähnlich gelagerte Problemfälle zu übertragen"

...ist einfach sehr lasch, bereits vertraute Arbeitsabläufe auf ähnliche... anwenden, würde ich von jedem Mitarbeiter selbstverständlich verlangen. Interessant wird es, wenn da steht, dass Du neue Problemlösungsstrategien entwickelt hast oder eigenständig dein bereits vorhandenes Wissen auf neue Aufgaben übertragen konntest.

Ich bin btw. sehr erstaunt, wie viel aus einer Bewerbung über einen Menschen zu erfahren ist.

OT, sorry.

Die letzte Variante von gurkenaugust finde ich in Ordnung, unionerdirk.

LG
Susann

Ich kann nur schreiben, was zu mir gesagt wurde "das Zeugnis ist hervorragend/sehr gut" usw., das kam auch von Personalern. Ansonsten war es eine ABM/befristetes Arbeitsverhältnis, eine Übernahmechance gab es nicht, da Einstellungsstop (war 2004).

Ob solche "Einserzeugnisse " nur ein "Wegloben" sind, oder ob es vielleicht auch nur falsch geschrieben/interpretiert wurde/wird, ist Ansichtssache.

Wer alles nur Negatives sieht, wird auch nur negatives schreiben.
 
Status

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