Fragen zu Anlagen von Erstantrag

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lema

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Hallo alle zusammen,

ich habe mich der Aufgabe gestellt und weitesgehend meinen Erstantrag ausgefüllt. Nun gibt es aber noch ein paar zu tätigende Angaben zu denen ich noch Fragen habe.

Erstmal erkläre ich meine Situation: Ich bin Ü25 war bisher Studentin - bin nun fertig geworden - und wohne noch bei meinen Eltern (in deren Eigenheim), aber in Form einer Wohngemeinschaft und habe keine Einkünfte, noch irgendwelche großen Ersparnisse.

So erstmal zur Anlage KDU:
1. Wenn ich angeben in einer WG zu wohnen, muss ich bei Gesamtgröße Wohnung, wirklich die Gesamtgröße angeben oder nur die Größe des Zimmers was ich bewohne? Oder ist im Antrag mit "davon Wohnflächenanteil" die Fläche meines Zimmers gemeint?
2. Muss ich bei "bezugsfertig seit" wirklich was angeben?
3. Ist es möglich, dass ich keine Grundmiete angebe, weil ich eigentlich keine zahle und mich nur an den Nebenkosten beteilige? Oder wäre es ratsam doch noch einen Mietvertrag mit meinen Eltern abzuschließen? Und wenn ja, inwiefern spielt es eine Rolle, wenn in den letzten Monaten keine Mietabzüge auf meinen Kontoauszügen erscheinen und der Mietvertrag z.b. erst ab 15.3. beginnt?
...Ich frage dies, weil ich verhindern will, dass am Ende noch vermutet wird, dass wir eine Haushaltgemeinschaft wären...

Nun zur Anlag VM:
4. Ich besitze eine BerufsunfähigkeitsPolice und weiß nicht ob dies unter 2.5 fällt, da ich nicht weiß was eine Prämienrückgewähr ist bzw. es nicht so ganz verstehe. Kann mir das bitte Jemand erklären?
5. Gibt es auch dafür eine Art Vermögensfreibetrag und wenn ja wie hoch isr der?
6. Außerdem besitze ich eine RiesterRente. Zählt dies unter Punkt 4. "Steuerlich gefördertes Altersvorsorgevermögen"?

Zum Schluß noch eine Frage zur Anlage EK:
7. Beim Punkt 1h wird man aufgefordert "Einkommen, das nicht regelmäßig erzielt wird (z.B. Zinsen)" anzugeben. Muss ich da nochmal die Zinsen von meinem Girokonto und meinem Sparkonto angeben?

So das war es.... sind ja auch genug Fragen und ich danke jetzt schon den Leuten, die mir die Fragen beantworten.
Ich hoffe es gibt Antworten, damit würdet ihr mir sehr helfen! ;)
 
H

hass4

Gast
AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

du hast jetzt durchgehend mietfrei bei deinen eltern gelebt? jetzt wo du auf alg II angewiesen bist wird die unterkunft kostenpflichtig?

einen untermietvertrag werden die dann wohl schon sehen wollen, da kannst du ja alles eintragen und von deinen eltern unterschreiben lassen als vermieter!

ohne mietvertrag wird wohl nichts laufen.
 

lema

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AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

Erstmal vielen Dank für die erste Antwort. Wäre schön, wenn Jemand bitte auch noch meine anderen Fragen beantworten könnte :icon_wink:

@hass4: Also ich habe zwar mietfrei gewohnt, habe mich aber an Nebenkosten (Strom etc.) beteiligt und das wiederum in bar. Ändert das etwas daran?
Ich sage mal so. Auf viel Geld bin ich eh nicht aus. Das wichtigste für mich ist, dass das JC für die Krankenkassen-Kosten und meinem Lebensunterhalt aufkommt. Würde mir dass das JC zahlen, auch wenn ich bei meinen Eltern weiterhin mietfrei wohne? Oder gehen die dann gleich davon aus, dass meine Eltern auch dafür genug Geld haben, was nicht der Fall ist?
 
H

hass4

Gast
AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

also ich würde das mit dem untermietvertrag machen, im schlimmsten fall gibt es nur den regelsatz und muss bei ablehnung widerspruch einlegen und wenn der auch abgelehnt wird zum sozialgericht und den mietzins einklagen!

police berufsunfähigkeit würde ich angeben und riester auch weil auch kontoauszüge verlangt werden, da geht das dann ja bestimmt hervor.

damit hat es sich dann mit den zinsen vom girokonto erledigt und es muss das sparkonto angegeben werden, eine kopie von der letzten buchung wird da bestimmt auch verlangt.

alles einreichen und abwarten was die dir für hürden aufstellen. es kann aber auch durch gehen, das hängt ja immer von der launenhaftigkeit und den wahnsinn den sich so manch einer im jobcenter antrainiert hat!!
 

Makale

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AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

Naja ... die TE ist zwar über 25, aber wohnt bei den Eltern. Da wohl beide Elternteile selbst nicht auf ALG II angewiesen sind bzw. "Überschüsse" von ihrem eigenen Bedarf erzielen greift hier wohl die "Sippenhaft". Das heißt insofern du im Eigenheim deiner Eltern keine komplette eigene Wohnung bewohnst führst du eine Haushaltsgemeinschaft mit ihnen. In dem Fall wäre aufgrund der familiären Bindung eine Aussage mit "WG" völliger Unfug. Wie das genau geregelt ist weiß ich (noch) nicht, aber ich könnt mir gut vorstellen, dass sie kein Cent vom Amt kriegt bzw. nur entsprechende SV-Beiträge ... (Würde ich persönlich auch "gerecht" finden - Wer sich ein Eigenheim leisten kann, kann auch für den Lebensunterhalt seiner Kinder über deren 25. Lebensjahr hinaus aufkommen)
 

lema

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AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

Also meine Mutter bezieht ALG I und meine Eltern müssen einen recht hohen Kredit vom Haus abzahlen. Es ist also nicht so, dass meine Eltern in Geld schwimmen!
Aber es wäre auch für mich ok, wenn das JC keine Miete zahlt. Jedoch (wie bereits gesagt) benötige ich Geld vom JC für KK und SV, denn das können meine Eltern nicht tragen.

Hat noch Jemand hier etwas beizutragen? ... ich bin auch noch an weiteren Meinungen interessiert :icon_wink:

Auf jeden Fall werde ich später auch noch hier reinschreiben, wie ich es gemacht habe und was beim JC heraus kam.
 
H

hass4

Gast
AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

Naja ... die TE ist zwar über 25, aber wohnt bei den Eltern. Da wohl beide Elternteile selbst nicht auf ALG II angewiesen sind bzw. "Überschüsse" von ihrem eigenen Bedarf erzielen greift hier wohl die "Sippenhaft". Das heißt insofern du im Eigenheim deiner Eltern keine komplette eigene Wohnung bewohnst führst du eine Haushaltsgemeinschaft mit ihnen. In dem Fall wäre aufgrund der familiären Bindung eine Aussage mit "WG" völliger Unfug. Wie das genau geregelt ist weiß ich (noch) nicht, aber ich könnt mir gut vorstellen, dass sie kein Cent vom Amt kriegt bzw. nur entsprechende SV-Beiträge ... (Würde ich persönlich auch "gerecht" finden - Wer sich ein Eigenheim leisten kann, kann auch für den Lebensunterhalt seiner Kinder über deren 25. Lebensjahr hinaus aufkommen)

ja sicher hast du recht, aber sie will ja auch nicht viel mehr wie etwas taschengeld und die krankenkasse etc.

wer bei den behörden das minimalste erreichen will der muss immer über jedes ziel hinaus schießen, sonst gibt es nüsse!!!
 

gelibeh

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AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

In dem Fall wäre aufgrund der familiären Bindung eine Aussage mit "WG" völliger Unfug.
Nein, ist es nicht. z.B. Rounddancer hat mit seinem Kind auch in einer WG gewohnt. Mach einen Untermietvertrag, sonst machen die aus Euch doch noch eine Haushaltsgemeinschaft.
 

hans wurst

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AW: Fragen zu Anlangen von Erstantrag

Das heißt insofern du im Eigenheim deiner Eltern keine komplette eigene Wohnung bewohnst führst du eine Haushaltsgemeinschaft mit ihnen. In dem Fall wäre aufgrund der familiären Bindung eine Aussage mit "WG" völliger Unfug.

Unfug ist einzig und allein deine Aussage.

Nur weil man bei den Eltern wohnt, bildet man nicht automatisch eine HG/BG.

Bundessozialgericht B 14 AS 6/08 R

Leben Hilfsbedürftige in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten zusammen, so wird nach § 9 Abs. 5 SGB II vermutet, dass sie von ihnen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann. 

§ 9 Abs. 5 SGB II enthält die widerlegbare Vermutung, dass der Hilfsbedürftige von seinen Verwandten oder Verschwägerten unterstützt wird (Löns in: Ders. / Herold-Tews, SGB II, 2. A. 2009, § 9 Rn. 31). Bevor die Vermutungsregelung eingreift, muss zunächst eine Haushaltsgemeinschaft im Sinne des § 9 Abs. 5 SGB II zu bejahen sein. Das BSG führt in seiner Entscheidung zutreffend aus, dass das Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft von Amts wegen festzustellen ist.

Dafür, dass eine Haushaltsgemeinschaft bestehe, sei hingegen die Beklagte (Jobcenter) beweispflichtig.

Ein gemeinsames Wirtschaften ("Wirtschaften aus einem Topf"(HG)) geht über ein gemeinsames Zusammenleben hinaus. Die gemeinsame Nutzung von Bad, Küche und Gemeinschaftsräumen reicht hierfür nicht aus. Unterstützungen zur Behebung einer Notlage, die z.B. durch die Zahlungsunwilligkeit des Grundsicherungsträgers (ARGE) verursacht wird, begründeten noch nicht die Annahme des Wirtschaftens aus einem Topf.

Weitere Kriterien, die unter Berücksichtigung der Gesamtumstände gegen die Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft sprechen können, sind: die getrennte Kontoführung der Bewohner, der getrennte Einkauf von Lebensmitteln und sonstigen Artikeln des täglichen Bedarfs und auf jeweils eigene Rechnung, getrenntes Waschen der Wäsche, jeweils ein eigenes Zimmer der Bewohner innerhalb der Wohnung. Auch der Umstand, dass gelegentlich das Essen gemeinsam gekocht und eingenommen wird, genügt nicht für die Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft.
 

gerda52

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Nein, ist es nicht. z.B. Rounddancer hat mit seinem Kind auch in einer WG gewohnt. Mach einen Untermietvertrag, sonst machen die aus Euch doch noch eine Haushaltsgemeinschaft.

Kleiner Hinweis:

Untermietverträge werden zwischen Hauptmieter und Untermieter abgeschlossen. Da den Eltern das Haus gehört, kommt hier folglich nur ein stinknormaler Mietvertrag in Frage. :icon_pause:
 
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