Fragen zu 1euro Job (1 Betrachter)

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jens_ew

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Hallo

Ich soll mich morgen bei einem Arbeitgeber zu einer Arbeitsangelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vorstellen.


"Tätigkeit: Hilfsarbeiter/ in ohne nähere Tätigkeitsangabe
Stellenbeschreibung: 40 TN für gemeinnützige Tätigkeiten
Arbeitszeit: 40,0 Std./Woche
Befristet bis 30.04.2006"


Nun hab ich mich den Nachmittag hier mal belesen. Einige Sachen sind mir aber noch unklar.
Vorweg, ich habe an sich kein Problem mit solch einer Massnahme, da ich schon zu lange Arbeitssuchend bin.

Was mich aber wundert, wann bitte soll ich bei einer 40 Stunden Woche Bewerbungen schreiben, Telefonate führen, ect?
Nun hab ich hier gelesen das mehr als 32h/Woche nicht zulässig sind.
Kann ich mich darauf, bzw. worauf kann ich mich beim Gespräch morgen berufen?

Desweiteren wurde mir bisher keine Fortbildungs/Trainingsmassnahme
angeboten. Das Argument meiner Vermittlerin (deren erster Satz immer "...wenn Sie nicht... dann bekommen Sie Sanktionen" oder ähnliches ist)
war das ich bei der letzten EGV keine Bewerbungsnachweise vorgelegt habe.
(denke mal das geht auf mich, da ich mit diesem Bewerbungsbemühungen dokumentieren sehr schlampig bin)

In meiner EGV steht "Bereitschaftserklärung für die Aufnahme ... (MAE /1,30euro - Job...). Darf ich auf die 1,30euro bestehen wenn das so in der EGV steht?

So. das wärs erstmal. Mir brummt ehrlich gesagt der Kopf von dem Nachmmittag.
Ich würde mich freuen, wenn noch jemand ein paar Tipps und Hinweise geben könnte, damit ich da morgen ein bisschen selbstsicherer Auftreten kann. Ich lass mir nämlich ungern alles gefallen.

Danke,

,jens,
 

vagabund

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Hallo

40h/Woche sind eindeutig rechtswidrig!

Verlange eine schriftliche Begründung, welche Defizite deine SB bei dir sieht und warum die SB diese Maßnahme für dich als notwendig ansieht und wie sie dich in den ersten Arbeitsmarkt eingliedern soll!

VG
vagabund
 

Tinka

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40 Std. kommt überhaupt nicht in Frage!!!

..."Die zulässige Zeitgrenze für eine Arbeitsgelegenheit (AGH) liegt bei 20 Wochenstunden. Dies ergibt sich aus dem Verbot der Konkurrenz von AGHen zum 1. und 2. Arbeitsmarkt. Zudem bleiben die Betroffenen auch während der AGH erwerbsfähige Hilfebedürftige und sind dem Grundsatz des Förderns nach § 2 SGB II unterworfen und brauchen daher ausreichend Zeit um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Arbeit zu suchen (SG Bayreuth Beschluss v. 15.07.05 - S 4 AS 145/05 ER).
2. Eine AGH mit 30 Wochenstunden ist unzumutbar und ein Abbruch kann daher nicht nach § 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB II oder nach § 31 Abs. 1 Nr. 2 SGB II sanktioniert werden."...

Tacheles EV - Entscheidungsdatenbank
 

Onkel Tom

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Allgemein wird das mit den Ein Euro Jobs so gehalten, das eine 30 Stunden-
Woche abverlangt wird. Zusätzlich können 8 Stunden pro Woche für reine
Bewerbungsbemühungen aufgedonnert werden.
Dies geschieht vorzugsweise bei unter 25 Jährigen, die Defizite beim
Bewerbungsverlauf aufweisen. 40 Std. sind eindeutig zuviel.

Zudem gehen alle anderen Dinge, wie den Besuch bei der ARGE oder zu
Vorstellungsgesprächen dem Ein Euro Job vor. Viele Trägerfirmen wollen
hierbei eine Bestätigung dazu haben, verletzen jedoch das Persönlichkeits-
recht und dient oft dazu, das sich der Träger eine Prämie einstreicht ohne
eine tatsächliche Leistung dafür erbracht zu haben, falls es zur einer Ein-
stellung kommt.
Sieht ja auch nicht gut aus, von einem möglichen Arbeitgeber eine
Unterschrift ab zu schwatzen und ihn damit einen Ansatz zu liefern, das er
Dich auch zum Hungerlohn kaufen könnte.

Der Bürokratismus in dieser Branche zeigt seltsame Wege und kontrolliert
wird es auch kaum. Leider..

Sicherheit geht vor, gewöhne Dich besser daran, ein Logbuch zur Maßnahme
zu führen, falls Du da anfangen musst.
Es kann Dir im späteren Streitfall sehr nützlich sein.
 

jens_ew

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So. Nun war ich da heut bei der Info Veranstaltung.
Ich hab mich für meine MAE für ein Seniorenheim entschieden.
Meine Aufgaben dort sollen kein Pflegedienst sein, ehrer den alten Leutchen mal zuhören, Schach spielen, all sowas halt.
Völlig in Ordnung, hab ich soweit kein Problem mit, ist nur für 3 Monate und ich komm mal wieder ein bisschen vom PC weg.
KeinThema.

Allerdings ein Problem ist folgendes. Ich hab meinen Ansprechpartnern (1 Frau von der ARGE, eine vom Träger) versucht zu erklären das 40h/Woche nicht zulässig sind.
Zuerst waren sie wirklich super-freundlich, als dann aber ein widerspruch kam, kamen die beiden ins Schwimmen und die Freundlichkeit hat doch sehr nachgelassen (in etwa so wie ein Vetreter sich verändert wenn man doch nichts kaufen will).
Weniger als eine 35h Woche wollten sie nicht eingestehen.

Also 5h pro Woche für Bewerbungen schreiben, Telefonate, Vorstellungsgespräche.
Ich bleib aber dabei das das zeitlich bei weitem nicht nicht reicht für Bewerbungsaufwendungen.

Könnt Ihr mir sagen wie ich weiter vorgehen sollte?
Dazu sei gesagt, das ich nicht von vornherein sage das ich die MAE abbrechen will.

Noch eine Frage: Was soll das mit den 5 Urlaubstagen (auf 3 Monate), die aber unbezahlt sind?


Danke für die obigen Posts. Die haben mir schonmal sehr geholfen.


,jens,

(hätte der kurze Erfahrungsbericht in einen anderen Forumsbereich gemusst?)
 

Susann

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Hallo jens_ew,

"bezahlt" wird die stundenweise Mehraufwandsentschädigung nur für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden, allerdings las ich auch von Ausnahmen dazu. In meiner Vereinbarung mit dem Maßnahmeträger steht es zusätzlich drin.

Schau zu den Wochenstunden mal hier rein, es gibt Urteile dazu. Evtl. kann es helfen sie auszudrucken und dem SB vorzulegen.

Gruß
Susann
 

Susann

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Nochmal ich,

also ich habe einen Schock erlebt in der Praxis. Stell dir das nicht nett so vor, wie so ein Maßnahmeträger es dir im Vorstellungsgespräch verkauft und wenn Du das Ding unbedingt unterschreiben willst, laß darin vermerken welche genauen Tätigkeiten Du dort verrichten sollst und in welcher Funktion.

Dann können sie dich immerhin nicht fremd einsetzen, bei uns ist Leuten etwas ganz anderes und natürlich Tolles versprochen worden und das wurde nicht gehalten, vorsorglich in den Vertragsunterlagen offen gehalten.

Ich meine auch du dürftest dir eine Bedenkzeit nehmen und die Verträge mitnehmen, sie prüfen, wie das rechtlich genau ist weiß ich aber nicht. Das kann dir evtl. jemand sagen, der sich besser auskennt als ich.

Auch eben weil es kein Geld für Auszeiten bei Krankheit, Urlaub oder auch Arbeitsunfall gibt, kannst Du schnell Minus machen und von deinem Regelsatz die Kosten (Fahrgeld, Mehraufwand für Kleidung usw.) tragen müssen. Der Zuverdienst auf den viele Leute scharf sind, ist ein Witz, weil ja tatsächlich Kosten entstehen, die man sonst nicht hätte.

Ich prüfe aktuell selbst die Situation, wie ich da rauskomme. Mich kotzt es an, auch wenn ich sonst nicht solche Begriffe verwende, hier passt es absolut. Bleibe ich wo ich bin die ganzen 10 Monate, gehe ich seelisch kaputt.

Gruß
Susann
 

gregor_samsa

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seelisch kaputtgehn

@susann,

bei mir hat ein Monat Ein-Euro-Job gereicht, um mir seelisch einen
Knacks zu verpassen.

Es war eine dieser AGHs, wo man buchstäblich die meiste Zeit
auf dem Stühlchen abgesessen war.

Kein Profiling als Grundlage hatte, und objektiv überqualifiziert
war (Facharbeiterbrief + Hochschulabschluss).

Das Ende vom Lied: ärztliche Diagnose lt. ICD-10
F 48 und F 32.9, im Volksmund

Burnout und Depression –

wg. krasser Unterforderung und nichts weniger
als Eingliederung.

Da Deine Beiträge eine hohe Intelligenz verraten:
sieh zu, dass Du da wegkommst …
 

Onkel Tom

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Mogelleien..

Susann liegt da ganz richtig..

Solange noch keine Unterschriften auf Vereinbarungen von Maßnahmenträgern
unterschrieben wurden, sind die ja soo Schei.freundlich und reden Dir echt
Honig um den Bart.
Versuche doch mal, wie Susann es empfiehlt, Dein Arbeitsort und Tätigkeits-
feld in den Vereinbarungen zu fixieren..
Meistens sind die dann nicht mehr soo freundlich, weil Maßnahmenträger im
Vordergrund daran interessiert sind, Dich die komplette Zeit universell aus-
beuten zu können. Dir bringt es nix, außer Seelische Folgeschäden.
Die meisten Masnahmenträger kungeln mit weiteren Maßnahmenträgern rum
und im Kreise der sogenannten Kooperationspartner werden auch gerne mal
Ein Euro Jobber ausgetauscht, hauptsache deren Aufträge laufen gut.

Es braucht sich ein Senior nur über Dich beschweren, da kann es passieren,
das Du einfach in einen anderen Bereich verschoben wirst..

Frage mal nach, wer Kooperationspartner ist und was diese machen..

Ich glaube, Du bekommtst darauf nur Antworten, mit denen Du nichts
genaues anfangen kannst.
 

Janina32

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hallo
kannst du mir mal Deine Erfahrungen im Seniorenheim schildern?
Mir wurde ähnliches wie die gesagt und im nachhinein mußte ich ganz andere dinge verrrichten die weit über "Schach" spielen gehen.
Gruß Janina
 
E

ExitUser

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Wie es aussieht wird bald das Thema 1 Euro Jobs für reguläre Arbeitgeber interessant...
 

sun2007

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Guckt mal hier:

1-Euro-Job - Wikipedia

Da steht unter 6.:
"Erfolgte die Zuweisung dagegen unmittelbar in der Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II, so umfasst der Rechtsschutz gegen eine rechtswidrige Maßnahme nur die Folgen eines Verstoßes gegen die festgelegten Pflichten (z. B. Sanktion – Leistungskürzung). Die Zuweisung an sich ist dann kein Verwaltungsakt und nicht per Widerspruch anfechtbar.[44] Da die Eingliederungsvereinbarung trotz ihres Zwangscharakters[45] ein öffentlich-rechtlicher Vertrag ist,[46] so ist die Arbeit aufzunehmen, auch wenn sie z. B. nicht zusätzlich ist."

Sobald man also eine EGV unterschrieben hat mit EEJ, braucht dieser EEJ nicht mal mehr das Merkmal der Zusätzlichkeit erfüllen - kann das sein oder liegt Wiki heir falsch? (Wie ich hoffe---???)

Also: Bloß nichts unterschrieben, EGV immer erst mit nach Hause nehmen und prüfen (lassen) - ich denke, zwei Wochen Zeit müssen die einem lassen.

Übrigens: Immer jemanden mitnehmen ist schon wichtig. Ich war mal da und mir wurde gar keine EGV vorgelegt sondern Wochen später nach Hause geschickt. Die war so daneben, dass ich sie handschrifltich in Teilen abgeändert habe und dann erst unterschrieben, mit Verweis auf ein Begleitschreiben, den ich bei jeder handschrifltichne Änderung zusätzlich angebracht habe. Daraufhin kam gegen mich eine Beschwerde, ich hätte mich am (Datum wie auf der EGV) geweigert, im Jobcenter eine EGV zu unterschreiben - aber ich war an dem Tag gar nicht da gewesen und an dem anderen Tag (sechs Wochen davor) war mir keine vorgelegt worden - die arbeiten also hemmungslos mit Lug und Betrug und stellen haarsträubende Behauptungen auf. Weil die so wenig Hemmungen haben, zu lügen und völlig aus der Luft gegriffene Behauptungen aufzustellen (in meinem Fall war es mein Glück, dass die so dumm waren, zu behaupten, ich hätte mich an dem falschen Datum geweigert - wenn die clever gewesen wären, hätten die auch behaupten können, ich hätte mich sechs Wochen zuvor geweigert, dies und das zu unterschreiben - ich war alleine und hätte nicht beweisen können, dass mir nichts vorgelegt worden war. Die sind sehr dumm und lügen sehr viel - aber es kann auch mal so kommen, dass Dumme Glück haben und somit mal auf eine Weise lügen, dass es zu deren Gunsten zusammenpasst.) ist es wirklich superwichtig, immer jemanden dabei zu haben, der Protokoll führt und am besten kein Wort sagt (alles, was der Beistand sagt, gilt als von mir gesagt).
 

Motzbacke

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hi, ich habe eben gelesen das einige krank wurden durch ihren 1 euro job. ich habe jetzt 6 monate in einer stadtverwaltung meine zeit abgesessen und hatte auch nichts zu tun. ich hatte ca 4 tage im monat arbeit. das macht einem wirklich fertig den rest nur dasitzen . aber ich habe natürlich die zeit genutzt und hier gelesen. nach 5 monaten war ich so fertig dass ich mich eine woche krank schreiben lies. jetzt habe ich noch 5 tage vor mir und die schaffe ich noch. gruss eure Motzbacke
 

Susann

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Hallo Motzbacke,

keine Lust auf Verlängerung? :icon_twisted:

Mein Erfahrung ist, dass nur etwa 5-10% der Arbeitslosen sich trauen zu wehren, angefangen dabei die EGV mit nach Hause nehmen zu wollen oder eine Herausnahme aus sinnlosen Maßnahmen schriftlich beim SB einzufordern. Bei mir hat Letzteres funktioniert ganz ohne Gericht und Sanktion, allerdings habe ich zu keinem Zeitpunkt ein Geheimnis noch ein Gewese (Hunde die bellen, beissen nicht) daraus gemacht mir anwaltliche Unterstützung geholt zu haben und das ich bereit bin vor das SG zu gehen.

Weiterhin nehmen die meisten Leute den EEJ sehr ernst und verhalten sich so, als würden sie in einem echten Arbeitsverhältnis stehen. Alternativ wird geschwänzt und krank gefeiert. Ich finde gerade die pdf nicht zu den Änderungen ab April, soweit ich richtig erinnere, kann dann auch für sanktioniert werden, wenn Leute den EEJ "vermurksen", indem sie immer wieder kurz krank sind. Sprich der Druck wird zukünftig erhöht um produktive "Sklaven" zu erzeugen. So verstand ich es, bitte korrigieren wenn falsch.

Meine Zeit dort habe ich genutzt um mich über den Träger gründlich zu informieren und die Mitleidenskollegen über ihre Rechte. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle Arbeitslosen bei der Arge über den Tisch gezogen, weil ihnen die falsche Info gegeben wurde durch die SB, sie würden sanktioniert werden, wenn sie nicht umgehend die EGV unterschreiben. Und dort steht die Zuweisung in den EEJ fest drin, keiner von den SB rückt freiwillig die Info raus, dass es sich um einen öffentlich-rechtlichen Vertrag handelt der verhandelbar ist und man der Arge auf Gedeih und verderb ausgeliefert ist, sobald man den Wisch vor Ort unterschreibt!

Und ich saß mit drin bei den Mitarbeitern, die die Einstellungen vornahmen, ich habe die Manipulationen live miterlebt und hätte kotzen können, mit welchen Methoden dort den Leuten die Unterschriften unter den Vermittlungsvertrag (bringt dem Träger bei Arbeitsvermittlung, auch ZAF, ja 2000 Tacken) und die Datenübermittlung abzuluchsen. Es gibt extra Seminare, wo die Mitarbeiter geschult werden, wie mit Hartz IVlern umzugehen ist und wie Methoden (Manipulation), habe dazu leider keine Beweise. Was meint ihr, warum dort so viele Sozialpädagogen sitzen?

Es wird die Angst und die mangelnde Rechtssicherheit der Menschen schamlos ausgenutzt um sich zu bereichern an Fördergeldern (Träger), die SB erleichtern sich die Statistikbereinigung und natürlich auch Arbeit, wenn sie z.B. EGV nicht verhandeln brauchen, weil die Arbeitslosen brav alles unterschreiben.

Und warum können sie das tun? Ganz einfach weil die Menschen sich nicht trauen und/oder zu träge sind sich zu informieren und ins SBG II einzulesen oder noch keine wirklich schlechten Erfahrungen machten.

Wo ich Hoffnung habe ist dass wenigstens diejenigen, die wie ich schockartig durch die Realität geweckt wurden, wenigstens in Zukunft beherzigen: nur mit Beistand bei den Argen aufzuschlagen und sich auch zu wehren und für ihre Rechte einzustehen.

Gruß
Susann
 

sun2007

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Weiterhin nehmen die meisten Leute den Ein-Euro-Job sehr ernst und verhalten sich so, als würden sie in einem echten Arbeitsverhältnis stehen. Alternativ wird geschwänzt und krank gefeiert. Ich finde gerade die pdf nicht zu den Änderungen ab April, soweit ich richtig erinnere, kann dann auch für sanktioniert werden, wenn Leute den Ein-Euro-Job "vermurksen", indem sie immer wieder kurz krank sind. Sprich der Druck wird zukünftig erhöht um produktive "Sklaven" zu erzeugen. So verstand ich es, bitte korrigieren wenn falsch.

Bitte, finde doch mal die PDF oder die Information dazu, das interessiert mich brennend.

Meine Zeit dort habe ich genutzt um mich über den Träger gründlich zu informieren und die Mitleidenskollegen über ihre Rechte. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle Arbeitslosen bei der Arge über den Tisch gezogen, weil ihnen die falsche Info gegeben wurde durch die SB, sie würden sanktioniert werden, wenn sie nicht umgehend die EGV unterschreiben. Und dort steht die Zuweisung in den Ein-Euro-Job fest drin, keiner von den SB rückt freiwillig die Info raus, dass es sich um einen öffentlich-rechtlichen Vertrag handelt der verhandelbar ist und man der Arge auf Gedeih und verderb ausgeliefert ist, sobald man den Wisch vor Ort unterschreibt!

Und, wie gesagt, habe ich gerade gelesen (s. u.), dass, wenn man das erst mal unterschrieben hat, fällt plötzlich auch das Kriterium "Zusätzlichkeit" weg - obwohl ich das immer noch nicht so ganz glauben kann. Dann kann man sich nicht mal mehr wehren mit dem Argument, der EEJ sei gar nicht zusätzlich, schließlich hat man die EGV schon unterschrieben - stimmt das eigentlich wirklich so??

Und ich saß mit drin bei den Mitarbeitern, die die Einstellungen vornahmen, ich habe die Manipulationen live miterlebt und hätte kotzen können, mit welchen Methoden dort den Leuten die Unterschriften unter den Vermittlungsvertrag (bringt dem Träger bei Arbeitsvermittlung, auch ZAF, ja 2000 Tacken) und die Datenübermittlung abzuluchsen.

Was ist ZAF? Was ist das mit der Datenübermittlung?

Es gibt extra Seminare, wo die Mitarbeiter geschult werden, wie mit Hartz IVlern umzugehen ist und wie Methoden (Manipulation), habe dazu leider keine Beweise. Was meint ihr, warum dort so viele Sozialpädagogen sitzen?

Es wird die Angst und die mangelnde Rechtssicherheit der Menschen schamlos ausgenutzt um sich zu bereichern an Fördergeldern (Träger), die SB erleichtern sich die Statistikbereinigung und natürlich auch Arbeit, wenn sie z.B. EGV nicht verhandeln brauchen, weil die Arbeitslosen brav alles unterschreiben.

Ich habe sogar den bisher unbewiesenen Verdacht, dass Teamleiter der Jobcenter sich persönlich an den Fördergeldern beteiligen (das Geld mit den Trägern sozuagen aufteilen), ich habe auch Hinweise darauf, die aber leider auf mündlichen Aussagen des Teamleiters beruhen und keine harten Beweise darstellen.

Und warum können sie das tun? Ganz einfach weil die Menschen sich nicht trauen und/oder zu träge sind sich zu informieren und ins SBG II einzulesen oder noch keine wirklich schlechten Erfahrungen machten.

Wo ich Hoffnung habe ist dass wenigstens diejenigen, die wie ich schockartig durch die Realität geweckt wurden, wenigstens in Zukunft beherzigen: nur mit Beistand bei den Argen aufzuschlagen und sich auch zu wehren und für ihre Rechte einzustehen.

Gruß
Susann

Hi, bitte mal die PDF finden mit den Änderungen, vielen Dank.
 

Susann

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Hi,

ich meine da gab es auch hier im Portal einen Artikel zu... *ich suche noch*

ZAF = Zeitarbeisfirma

Das mit der Zusäztlichkeit ist wohl tatsächlich ein Problem, ich kam leider noch immer nicht weiter bei meiner Recherche, auch Verdi konnte mir da keine Auskünfte geben bislang.

So wie sich all das darstellt, ist es rechtlich alles andere als klar, was in Sachen EEJ läuft. Du wirst also leider keine verbindliche allgemeine Richtschnur finden, nach der EEJber "einfach raus können aus ihrer Verpflichtung", sprich der EGV. Zudem die EGV teilweise sehr unterschiedlich formuliert wurden durch die Argen, sprich ohne individuelle Prüfung durch einen Anwalt/Elo-Initiative wird es schwer.

ARGE Zeiten / arge Seiten :: Index zum Thema Datenübermittlung von RAin Heide Flügge

Jetzt brennt mein Essen gleich an *lol*, ich melde mich später.

Gruß
Susann
 
E

ExitUser

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Hallo jens_ew,

tatsächlich geleistete Arbeitsstunden,

Gruß
Susann
öhm, die Leute die sozialversicherungspflichtig Arbeiten, erhalten ihr Geld auch für "geleistete Arbeitsstunden", bekommen die dann auch einen MAE oder Lohn? (kleiner Nachdenker. :icon_wink:)



P. S.
welche Recherche?
 

Susann

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Hallo Sancho,

verstehe grad nicht, was Du von mir wissen möchtest.

*grml* ich finde den link nicht, Mist...

Gruß
Susann
 

Susann

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Na,

ich suche den blöden Link mit den aktuellen Änderungen zu den EEJs.

Gruß
Susann
 

Onkel Tom

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brüll brüll..

Ich suche auch schon vergebens nach den Aktuallisierungen der Gesetz /
Verordnungs-
änderungen zu den Ein Euro Jobs.

Im Vorfeld kann ich jedoch bestätigen, das es zukünftig einfacher werden soll, Ein Euro JobberInnen
effizienter auf dem ersten Arbeitsmarkt einsetzen zu können.

Das Thema "Zusätzlichkeit" entspricht dann nur noch die Petersielie in der Remolarde des
Ein Euro Job Profit.

Sorry, aber nach drei Jahren intimer Erfahrungen mit Hartz 4, kann mann nur noch so reden..

Wenn Du nun die Kackpfanne verteilen sollst und diese wieder einsammeln musst,
hat sich das mit der Zusätzlichkeit erledigt !

Dies gehört im Arbeitsbereich des Altenpflegers.


@ Tom_ , Kläre mich bitte auf, wenn Du was an die Sonne bekommst.
 

Motzbacke

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@ Susann

hi susann - NEIN ich werde sicher nicht verlängern.
mir hat mein SB gesagt : Das ist gut und dann finden sie bestimmt ein job dort. das fand ich gut. also bin ich hin zur stadt ( komische leute arbeiten da)
ich habe die vereinbarung unterschrieben mit 40 std woche . Ich bin mit elan an die sache aber nach 6 wochen fragte ich dort wie es mit jobs aussieht. man sagte mir das niemand von drausen eingestellt wird mann hätte einen internen jobcenter und da hole man sich ihre leute . BOING was war denn jetzt los dachte ich. das klingt ja ganz anders als mir versprochen wurde aber ich machte weiter ich lies meine 40 std auf 30 reduzieren und dann auf 25 std pro woche und ging zum SB und beantragte 2 teuere fortbildungskurse - die sofort genemigt wurden. ich sitze morgens meine zeit ab und gehe abends auf die schule. und in 5 tagen bin ich wieder in der statistik hartz 4 und mein leben geht weiter.
 

Susann

Elo-User*in
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Hi,

ich finde gerade alles Mögliche, sowas hier, als Stellenangebot getarnt...

Bürgernetz für Witten | AM Arbeitsgelegenheiten | Online-Forum e.V.

Man achte auf den sozialpolitischen Hinweis.

Hallo Motzbacke,

immerhin, mir wurde der Bildungsgutschein verweigert, weil ich ja den EEJ hatte. So unterschiedlich läuft es in den Argen und dazu von SB zu SB. Jo, der öffentliche Dienst bedient sich aus dem internen Stellenmarkt, hat man dir vorher vermutlich auch nicht erzählt.

Kannst Du wenigstens ein gutes Zeugnis mitnehmen?

Gruß
Susann
 
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