Fragen, Fragen, nichts als Fragen ...

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Pusteblume001

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Hallo liebes Forum,
bei meinem ersten Termin zur Antragstellung wurde beiläufig gefragt wie meine Wohnverhältnisse aussehen.
Ich erklärte das ich in eine WG mit einem Bekannten wohne und auch die Frage ob wir den Mietvertrag zusammen unterschrieben haben beantwortete ich mit Ja. Soweit so gut ...

nun beim "2" termin zur Abholung der Antragsunterlagen... im Zimmer drin sollte ich erstmal Name meines Mitbewohners nennen. Ich bat den Bearbeiter diesen selbst anzuschreiben/o.a da ich nicht weiss ob mein Mitbewohner einverstanden gewesen wäre das ich über ihn Auskunft gäbe. Antwort war dann: Nee warum sollten wir den fragen , Sie stellen den Antrag und nicht ihr Mitbewohner ? :icon_eek: Dann wurde etwas erbost :icon_motz:auf mich eingeredet das man ja jetzt wo ich mich weigere den Namen zu nennen, erklärt das mein Verhalten komisch wäre und man annehmen müsse wir hätten eine Partnerschaft.... gab dann an das ich doch alle relevanten Angaben im Antrag tätigen werde.
Also toller Einstieg ins Gespräch ...

Nun sitz ich mit folgenden Unterlagen
- Anlage KDU
- einer Checkliste
- Mietbescheinigung
- Anlage VM
- Anlage EK
- Antrag auf Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts ...

am Tisch und es tun sich Fragen auf ..
eine wäre z.B.:

In der Anlage KDU wird unter Punkt A-1 nach der Gesamtgrösse der Wohnung gefragt .... würde da nun 90qm, Anzahl der Räume 4 , Bad 1, davon Wohnflächennteil 45qm, Anzahl Küche 1 eintragen da es so im Mietvertrag steht ...

Unter A-2
dann die Höhe der Grundmiete zb. 450 €, Höhe der Nebenkosten 100€ angeben.
Heizkosten weiss ich nicht da die nach meinem Wissen in den Nebenkosten drin sind...
und nun kommt der Punkt an dem ich nicht weiter komme ...

Punkt C Allgemeine Angaben zu den Wohnverhältnissen
Unterpunkt 1a : Wie viele Personen leben in der Wohnung/im Haus insgesamt?*(Ausfüllhinweise)

Und in den Ausfüllhinweisen steht ....
Zitat:" Geben Sie bitte die Anzahl der insgesamt in der Wohnung /in dem Haus lebenden Personen an , also auch Personen , die nicht zur Bedarfsgemeinschaft gehören. Die Angabe ist erforderlich, weil jeder Person ein entsprechender Mietanteil zugerechnet wird. Nicht anzugeben sind hingegen Mitglieder einer Wohngemeinschaft." :confused:

Ich teil mir ja die Miete, muss ich nun 1 oder 2 eintragen ..aber wir sind ja eine WG ... bitte um Hilfe.

Noch eine Sache ist mir unklar ...
laut Anlage KDU Punkt 4. Angaben zur Vermieterin/Vermieter (Die Angabe sind freiwillig.)*

Wie verhält sich das wenn laut Checkliste der Mietvertrag neben Anlage KDU und Mietbescheinigung vorgelegt werden muss.

Anlage KDU und die Mitbescheinigung sind kein Problem da in der Mietbescheinigung nur der Vermieter mit Namen steht.

Im Mietvertrag auf dem Deckbatt befinden sich aber die Angaben über Vermieter, meine Wenigkeit, und meinen Mitbewohner .. sprich Geburtsdaten, Personalausweisdaten, ehemaliger/letzter Wohnort, Telefonnummern... wenn ich das vorlege hätte ich ja auch heute den Namen meines Mitbewohners angeben können ...
und das versteh ich nicht ??? :icon_eek:

MfG Pusteblume001
 

KK aus C

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Ich verstehe das auch nicht und die anderen Foris hier offensichtlich ebenso.

Also ich würde ein ausgiebiges autogenes Training - vielleicht mit der Formel "ich bin ganz ruhig und entspannt und in der Arge gelingt es niemandem, mich zu ärgen" durchführen.
Dann den ganzen Krempel noch einmal nehmen und zur Arge dackeln. Dort bleibst Du gelassen und freundlich, bitte immer den Tonfall kontrollieren und so neutral wie möglich bleiben.

Wenn Du das Gefühl hast, es werden unnötige Unterlagen und Angaben gefordert, bitte nachfragen.
Schema: Das habe ich noch nicht gewusst. Ist das neu? Können Sie mir bitte sagen, in welcher Rechtsvorschrift das steht? Und in welchen §§? Und zu guter Letzt: Das möchte ich bitte schriftlich haben.

Wenn Du dieses Schema beherzigst, ruhig bleibst und höflich, geht es meist ohne Frust ab.

Mir gelingt es auch nicht immer. Wenn ich merke, dass mein Puls sich beschleunigt und mein Blutdruck steigt, versuche ich innerlich bis 5 zu zählen, einmal tief durchzuatmen und die Fassung zu bewahren. Wie gesagt, es gelingt mir nicht immer, aber immer öfter.

LG von KK
 

alvis123

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Hi Pusteblume...

deck beim kopieren des Mietvertrags einfach die nichtrelevanten Daten ab.
Gib einen Mitbewohner an und pass auf, dass sie Dir keine Bedarfsgemeinschaft unterjubeln.

MfG
 

Pusteblume001

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Hallo, danke für die Antworten ..
hab leider mal wieder eine kleine Frage ;)
am 13. Antrag gestellt, am17. Antragsunterlagen abgeholt und heute eingereicht .. heute wurde mir mitgeteilt das mein Antrag warscheinlich nicht genehmigt werden wird!

Grund: Mein letzter ALG I Bezugstag ist der 28.11. wo es noch einmal ALG I auf mein Konto gibt ...

Den Dezember hätt ich dann ja also Geld so die Meinung der SB ... und mir würde direkt (also ab dem 29.11) kein ALG II nach Ablauf des ALG I zustehen da ich ja noch Gelder aus ALG I am 28.11 bekommen werde ...

Lösungvorschlag der SB ziemlich zum Ende des Gesprächs:
Wir ändern ihren Vertrag um, sodass der Termin der Antragstellung erst im Dezember gilt damit Sie nicht nochmal alle Termine durchlaufen müssen. :confused:

Hab ich dann abgelehnt, weil mir das komisch vorkommt ...habe dann auf den Freibetrag hingewiesen ...als Antwort wurde mir gesagt das man das so nicht sehen darf ..da ALG I ja kein Geld aus sozialversichetem Einkommen wäre ??

Frage: Ist das so korrekt was mir mitgeteilt wurde?


Auch wurde mir mitgeteilt das evt. ein Ermittlungsdienst die WG inspizieren möchte ...
 

hergau

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Alg I gibt es meines Wissens rückwirkend für den Monat.
Alg II jedoch wird im voraus bezahlt.

das heißt, für den November bekommst Du am 30. das "Novembergehalt" .
Am 1. Dezember erhälst Du das Alg II für den Dezember.

Vielleicht hat da Deine Arge eine neue Sparmöglichkeit gesehen.
 

biddy

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Du hast am 13.11. den Alg-II-Antrag gestellt; ab da beginnt die Bedarfszeit.
Das letzte Arbeitslosengeld würde somit auf den Alg-II-Bedarf im November angerechnet werden, weil es in der Bedarfszeit zugeflossen ist

Kommt jetzt aber drauf an, wie hoch Dein Alg-II-Bedarf (ohne Arbeitslosengeldanrechnung) und dein Alg I ist ...

Wenn Du z.B. einen monatlichen Alg-II-Bedarf von 800 Euro hast und erhältst z.B. 530 € Arbeitslosengeld Ende November, also in der Bedarfszeit, dann wird erstmal das Alg I mit 30 Euro bereinigt (Versicherungspauschale / einen höheren Freibetrag gibt es nur für Einkommen aus Erwerbstätigkeit). Verbleiben 500 Euro anrechenbares Einkommen.
800-500 = 300 € ungedeckter Alg-II-Bedarf.

300 € : 30 Tage * 18 Tage = 180 € Alg II für November.


Wenn Du mehr Arbeitslosengeld erhältst als Du Alg-II-Bedarf hast, ist der 1. Dezember als Antragszeitpunkt ok; würdest ja eh kein Alg II im Nov. erhalten.

Quellen: https://www.harald-thome.de/media/files/SGB II DA/DA-9--20.04.2009.pdf
 

Pusteblume001

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Danke biddy,
für deine Ausführung ...
also mein ALG I liegt bei 980€, mein ALG II Bedarf bei 320 €Miete + 359€ Standardsatz also 679€...
Zusammenfassend, wenn ich alles richtig verstanden habe heisst das... so um den 28.11 {oder je nach dem wann ueberwiesen wird vielleicht auch am 30.11.} gibt es den normalen ALG I Satz von
980 €.
Ab dem 01.12. kommt dann die Ueberweisung des ALG II ...

....verwirrt :icon_mad:bin ich noch da mir mitgeteilt wurde das ich im Dezember nix bekommen, weil ich ja am 28.11 noch ALG I ueberwiesen bekomme ..

MfG pusteblume001 & thx
 

biddy

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....verwirrt :icon_mad:bin ich noch da mir mitgeteilt wurde das ich im Dezember nix bekommen, weil ich ja am 28.11 noch ALG I ueberwiesen bekomme ..
Ich weiß auch gerad' nicht, wie es dann mit dem Anteil des Arbeitslosengelds aussieht, der über Deinen Bedarf im anteiligen Monat November hinausgeht ... ob der Rest des Alg I dann auf Deinen Alg-II-Bedarf im Dezember angerechnet werden kann. Du hast ja den Antrag schon im November gestellt, also kann es dann im Dezember auch nicht mehr zum Vermögen zählen ... also der Rest des Arbeitslosengeldes jetzt, welches in der Alg-II-Bedarfszeit (mit Anrechnung des Alg I) zugeflossen ist ... Bin auch schon ganz :icon_mad:...

Dann geh' auf Nummer sicher und mach's so, wie die SB vorgeschlagen hat, denn Du hast ja in dem Fall nichts zu verlieren: Antragstellung mit Wirkung zum 1. Dezember und somit vollen Alg-II-Anspruch im Dezember.
Bedarfszeit/Monatsprinzip (Randziffer 9.4)

(2) Die Bedarfszeit beginnt mit der Wirksamkeit der Antragstellung. Bei der Berechnung des Leistungsanspruchs wird das Einkommen, das während der Bedarfszeit zufließt, dem in dieser Zeit bestehenden Bedarf gegenüber gestellt. ...
Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/zentr...etzestext-11-SGB-II-Zu-beruecks-Einkommen.pdf

Kein Arbeitslosengeld mehr im Dezember, also auch kein anrechenbares Einkommen auf's Alg II, da Antragstellung = Beginn der Bedarfszeit erst ab 1. Dezember und somit interessiert Einkommen im November nicht.

„mit Wirkung zum“ (Randziffer 37.1a)

(1a) Bei der Ermittlung des wirklichen Willens ist auch zu erfragen, ob der Antragsteller Leistungen ab einem bestimmten Zeitpunkt begehrt (Antragstellung mit Wirkung zum …). Von Bedeutung ist dies z.B. bei vorzeitiger Antragstellung im Falle eines auslaufenden Arbeitslosengeld I-Anspruches (Rechtskreiswechsler). Es ist daher zu ermitteln, ob der Antragsteller aufstockende Leistungen nach dem SGB II begehrt oder (nahtlose) Leistungen im Anschluss an Arbeitslosengeld I.
Quelle: https://www.harald-thome.de/media/files/SGB II DA/FH-37---20.05.2009.pdf
 

alvis123

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Hi pusteblume...

Selbstverständlich hat Biddy recht. Wenn es so wie beschrieben läuft, dann muss Ende November das volle ALG2 für Dezember gezahlt werden.
Da Du aber aus dem ALG1-Anspruch kommst, steht Dir noch der sogenannte "Armutsgewöhnungszuschlag" zu. Dieser wird aus der Differenz ALG1 zu ALG2 errechnet. Am besten, Du stellst zur Überprüfung die Beträge hier ein.

MfG
 
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