Fragebogen zur Beendigung Ihres Beschäftigungsverhältnisses auf ärztlichen Rat - Brauche Formulierungshilfe

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Amintha

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Habe für ALG1 den obengenannten Fragebogen bekommen und bin unsicher ob meine Erklärungen hilfreich sind oder nicht. Daher bitte ich um Hilfe.

Ich habe weder Mobile noch Scanner, daher tippe ich den Wortlaut:

1. Beschreibung des Arbeitsplatzes (Tätigkeiten eintragen mit Belastungen z.B. Heben, Tragen, Bücken, Nässe, Kälte, Staub)
Bücherstaub - weder Endreinigung nach Bautätigkeiten noch Staubentfernung auf Medien/Regalen. Alte Medien aussondern, Suche am Regal, Endkontrolle lösen schmerzhafte Hustenanfälle aus: Atemnot, Brustenge. Mittlerweile bin ich nur noch im Büro, weil meine Vorgesetzte nicht möchte, dass ich mit Atemmaske im Publikumsbereich bin: COPD, Asthma.

Reicht das so? Leider war nicht kein Platz mehr für die Arthrose (Heben, Tragen von Medien)

2. Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses
Vermeidung der gesundheitlichen Belastungen mit Arbeitgeber
Gespräch - Ja - Ergebnis
Mehrere Gespräche inklusive Kur 12/17-1/18. Seit August/September 18 bin ich nicht mehr im Publikumsbereich (Atemmaske) aber ERST! nach meiner Kündigung (Nachsatz lieber weglassen? Gespräche mit wechselnden Personen: Gesundheitsmanagement der Stadt, Leitung - soll ich die namentlich aufführen?

Begründung - Nein
Es gibt keine anderen Arbeitsplätze in einer Bibliothek. Überall sind Medien mit Staub, Teppichboden mit Staub. Auch im Büro habe ich Hustenanfälle.

Soll ich noch ergänzen, dass mein Krankenstand hoch ist? in 2018 habe ich es auf 5+3+3 Wochen gebracht.

Der nächste Knackpunkt ist die ärztliche Stellungnahme. Mein Doc ist zwar Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aber des Schriftdeutschen nicht so mächtig. Er hat mir im September ein Attest ausgestellt, um mir zu bescheinigen, dass ich aus gesundheitlichen Gründen gekündigt habe, aber ich musste seine Grammatik korrigieren. Nun würde ich schon gerne prophylaktisch Formulierungshilfen für meinen Arztbesuch am 16.10. dabeihaben. Könntet ihr mir helfen? Es geht um 2 Punkte:

Folgende Tätigkeiten können nicht mehr ausgeübt werden.
....

Die Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt (bitte keine Diagnose)
...

Ich habe daher am ... empfohlen, die Beschäftigung aufzugeben.

Hier kommt mein Problem = Es ist eine Gemeinschaftspraxis. Mit meiner Hausärztin hatte ich im Febr. 18 meine Kündigung besprochen, sie riet mir ab, erzählte mir Horrorstories, wie andere Patienten behandelt wurden, schlug mir vor, mich immer wieder krankzuschreiben bis Nov 2019 (Rentenmöglichkeit)
Ich kündigte im Mai 2018, da ihr Vorschlag meiner Arbeitsethik widersprach.
Im Juli 2018 war ich wegen akuter Bronchitis bei ihrem Kollegen - der mir sagte, meine Entscheidung sei das Beste für mich gewesen, er würde mir im September - bevor ich mich bei der Agentur melde - ein Attest schreiben. Das tat er auch.

Jetzt habe ich ein zeitliches Problem - meine Kündigung war am 22.5. - das Gespräch mit ihm 24.7., das Attest am 4.9. Ich will ihn aber nicht um die zeitliche Lüge bitten.

Was tun?


Nachsatz: Schade, dass ich von der Existenz diese Forums erst seit gestern weiss. Ich bin ein Grünschnabel was Arbeitslosigkeit betrifft - das Forum ist sehr informativ. Danke im Voraus für jedweden Tip.
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo Amintha, :welcome:

Habe für ALG1 den obengenannten Fragebogen bekommen und bin unsicher ob meine Erklärungen hilfreich sind oder nicht. Daher bitte ich um Hilfe.

Das ist so üblich bei einer Eigenkündigung, die man mit der gesundheitlichen Notwendigkeit begründen will.
Dir ist ja sicher bekannt, dass man bei unbegründeter Aufgabe eines Arbeitsplatzes mit einer Leistungssperre von 12 Wochen zu rechnen hat.

Ich habe weder Mobile noch Scanner, daher tippe ich den

Wirst du wahrscheinlich noch öfter benötigen, wer mit Behörden zu tun hat sollte sich das anschaffen, kann ja inzwischen schon jeder günstige Drucker.

Atemnot, Brustenge. Mittlerweile bin ich nur noch im Büro, weil meine Vorgesetzte nicht möchte, dass ich mit Atemmaske im Publikumsbereich bin: COPD, Asthma.

Dann geht man zum Arzt und lässt sich AU schreiben, dann ist auch die Begründung für eine Eigenkündigung viel plausibler.

Du arbeitest also trotzdem immer noch, dann könntest du ja parallel bereits nach einer anderen Stelle suchen, zumal das ja schon länger so ist ...

Nimm das NICHT persönlich, es könnten / werden die Argumente der AfA sein, dass es KEINEN ausreichenden Grund gegeben hat selber zu kündigen.

Reicht das so? Leider war nicht kein Platz mehr für die Arthrose (Heben, Tragen von Medien)

Kann ich dir nicht beantworten, das entscheidet die AfA, in der Regel kann zu medizinischen Problemen NUR ein Arzt was sagen, es müsste also eine Begutachtung durch den ÄD der AfA erfolgen.

So habe ich das erlebt (allerdings schon vor fast 20 Jahren) als ich mal aus gesundheitlichen Gründen gekündigt habe, ich war allerdings erst seit 4 Wochen dort beschäftigt und die Arbeit war einfach zu schwer für mich.

Mein Hausarzt hat mich dann AU geschrieben bis die Kündigungsfrist abgelaufen war ...
Ich bekam allerdings damals fast 4 Monate kein Geld, bis der ÄD (ärztlicher Dienst) dann die Berechtigung bestätigt hatte, dann wurde alles nachgezahlt.

2. Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses
Vermeidung der gesundheitlichen Belastungen mit Arbeitgeber
Gespräch - Ja - Ergebnis
Mehrere Gespräche inklusive Kur 12/17-1/18.

Das Formular kann ich leider im Moment nicht finden auf der AfA-Seite, die bauen mal wieder Alles um ...
Was sagt denn der Reha-Bericht zur weiteren Beschäftigung im aktuellen Berufsbereich, hast du den vorliegen ???

Wenn nicht solltest du dir den mal besorgen, vielleicht wurde dort ja die weitere Beschäftigung schon ausgeschlossen unter den aktuellen Arbeitsbedingungen.
Das könnte dir helfen bei der AfA, dann fragen die sich allerdings erst recht, warum du dort immer noch arbeitest unter weiterer Gefährdung deiner Gesundheit.

Seit August/September 18 bin ich nicht mehr im Publikumsbereich (Atemmaske) aber ERST! nach meiner Kündigung (Nachsatz lieber weglassen? Gespräche mit wechselnden Personen: Gesundheitsmanagement der Stadt, Leitung - soll ich die namentlich aufführen?

Kann ich nicht beurteilen, wenn es Möglichkeiten geben würde (gegeben hätte), dann sieht es schlecht aus für die Anerkennung bei der AfA, dass du wirklich unbedingt selber kündigen musstest.

Was dein AG da "angekündigt" hatte wurde ja ganz offensichtlich auch nach deiner Kündigung NICHT umgesetzt / angeboten ???

Auch im Büro habe ich Hustenanfälle.

Woran liegt es dort, auch Teppichboden und / oder eventuell "Toner-Staub" aus den Bürogeräten (Drucker / Kopierer) ???
Der steht im Verdacht Krebserregend zu sein, da würde ich vorgeschädigt überhaupt KEINEN Fuß mehr reinsetzen. :icon_evil:

Soll ich noch ergänzen, dass mein Krankenstand hoch ist? in 2018 habe ich es auf 5+3+3 Wochen gebracht.

Das ist doch kein besonders hoher Krankenstand, für Abhilfe bei Arbeitsbedingten Erkrankungen hat der AG zu sorgen, dafür wurde das "BEM" erfunden ... das soll bei häufiger AU zeitnah durchgeführt werden, um das zu ändern.

Das zählt zur "Fürsorgepflicht" des AG, das sollte also kein Grund zur Kündigung werden (können). :icon_evil:

Der nächste Knackpunkt ist die ärztliche Stellungnahme. Mein Doc ist zwar Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aber des Schriftdeutschen nicht so mächtig. Er hat mir im September ein Attest ausgestellt, um mir zu bescheinigen, dass ich aus gesundheitlichen Gründen gekündigt habe, aber ich musste seine Grammatik korrigieren.

Normal sollte dir das ein Arzt attestieren, bevor du die Kündigung überhaupt beim AG abgeben wirst, in welchem Deutsch der das macht dürfte die AfA dabei eher weniger interessieren.

Nun würde ich schon gerne prophylaktisch Formulierungshilfen für meinen Arztbesuch am 16.10. dabeihaben. Könntet ihr mir helfen?

Das dürfte sehr schwierig für uns hier werden, wir kennen ja deine gesamten, konkreten Arbeitsbedingungen auch nicht und was konkret da nun zur Kündigung führen musste.

Wir kennen auch nicht die Art Formulierungen, die genau bei deiner AfA dann die erwünschte Wirkung haben werden und du arbeitest immer noch, das ist dein größter Fehler dabei ... :sorry:

Wenn es NICHT mehr geht weil es der Gesundheit schadet, dann ist man AU und bleibt auch AU geschrieben ... mindestens bis das Arbeitsverhältnis beendet ist und bei Bedarf (aus der Sicht der behandelnden Ärzte) auch noch länger.

Eine AU kann auch nach Ablauf der Kündigungsfrist weiter laufen, wenn du noch gar nicht in der Lage sein solltest dich intensiv um eine neue Beschäftigung zu kümmern.
Dann muss die KK zunächst weiter Krankengeld zahlen.

Dann entfällt der Gang zur AfA vorerst und mit einer langfristigen AU ist auch eine Eigenkündigung (aus gesundheitlichen Gründen) dann später deutlich einfacher zu begründen.

Deine gesundheitlichen Einschränkungen sollten deinem Arzt ja bekannt sein und welche Tätigkeiten du dadurch in deinem Job nicht mehr machen kannst, wirst du ihm erklären oder aufschreiben müssen.
Dann kann er das Formular auch entsprechend ausfüllen, das gehört zu den Aufgaben der Ärzte, da sind die Ämter sicher so Einiges gewohnt, er ist bestimmt nicht der einzige Arzt mit "mangelhaftem" Schriftdeutsch.

Was Ärzte so schreiben kann in der Regel sowieso kein "normaler Mensch" lesen aber das nur nebenbei.

Hier kommt mein Problem = Es ist eine Gemeinschaftspraxis. Mit meiner Hausärztin hatte ich im Febr. 18 meine Kündigung besprochen, sie riet mir ab,

Da hatte sie sicher nicht ganz Unrecht wenn sie dir abgeraten hat selber zu kündigen ..., du scheinst schon etwas älter zu sein (kurz vor dem Rentenalter wenn ich deinen weiteren Text richtig interpretiere ???), das sieht die AfA tatsächlich gar nicht gerne, schon gar nicht wenn du sehr lange bei dem AG gewesen bist. :icon_evil:

erzählte mir Horrorstories, wie andere Patienten behandelt wurden, schlug mir vor, mich immer wieder krankzuschreiben bis Nov 2019 (Rentenmöglichkeit)

Eine AU kann bis zu 78 Wochen mit Krankengeldanspruch ausgestellt werden, da kann ich ihr nur zustimmen, da brauchst du nicht mal mehr "Pausen" dazwischen zu machen, um 1 Jahr "voll zu bekommen" ... Urlaub hast du schließlich auch noch zu bekommen, vergiss das nicht.

Bist du krank bis zum Ende der Kündigungsfrist muss dir der Urlab ausgezahlt werden.

Ich kündigte im Mai 2018, da ihr Vorschlag meiner Arbeitsethik widersprach.

Was glaubst du wohl wen deine "Arbeits-Ethik" nun noch sonderlich interessieren wird, hast du einen "Orden" vom AG zum Abschied bekommen für deine gezeigte Arbeitsmoral ???

Tut mir leid aber diese Ärztin hat dir den einzig richtigen Rat gegeben, wenn du im November 2019 sowieso in Rente gehen kannst ... für "Arbeits-Moral und Ethik" kann man sich inzwischen NICHTS mehr kaufen. :icon_evil:

Wieviel Moral und Ethik hat denn dein AG aufgebracht, um dir zu ermöglichen (ohne weitere Schädigung deiner Gesundheit) noch bis zur Rente weiter arbeiten zu können ???

Im Juli 2018 war ich wegen akuter Bronchitis bei ihrem Kollegen - der mir sagte, meine Entscheidung sei das Beste für mich gewesen, er würde mir im September - bevor ich mich bei der Agentur melde - ein Attest schreiben. Das tat er auch.

Aber ZU SPÄT, denn du hattest ja bereits gekündigt und er KANN dir da NICHTS mehr anders datieren ... das siehst du völlig richtig.

Jetzt habe ich ein zeitliches Problem - meine Kündigung war am 22.5. - das Gespräch mit ihm 24.7., das Attest am 4.9. Ich will ihn aber nicht um die zeitliche Lüge bitten.

Das wird er ganz sicher auch nicht riskieren.
Lass dich endlich (auf DAUER) AU schreiben, vielleicht brauchst du dann die AfA vor der Rente gar nicht mehr, wie lange läuft denn dein Arbeitsvertrag jetzt noch ???


Zusehen, dass du dich intensiv um deine Gesundheit kümmerst, anstatt sie noch unnötig (wegen der Ethik) weiter zu gefährden ... damit du im November 2019 noch die Aussicht auf ein paar schöne Rentnerjahre haben wirst. :sorry:

Ich habe auch immer gerne gearbeitet aber als ich (mit Mitte 50) schwer krank wurde war ich mir endlich SELBER die wichtigste Person in meinem Leben ... :idea:

MfG Doppeloma
 

Amintha

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Ich hätte es - nach genauem Stöbern wissen müssen - dass die Oma mit dem Nudelholz um die Ecke kommt und auf mich losdrischt :biggrin:

Danke für deine harten und ehrlichen Erläuterungen - ich hatte mir das für mich ungünstige Ergebnis schon gedacht - aber meine Ethik ist mir die 12 Wochen Sperre wert. Schliesslich muss ich mich jeden Morgen im Spiegel ansehen können ohne zu speien.

Das schlechte Gewissen, meine Kollegen im Stich zu lassen, ist einfach zu stark; zu wissen, dass ich mit endlosen AUs die Kollegen zu 10 Monaten Doppelschichten und der Betreuung meiner zahllosen und umfangreichen Lektorate verurteile - nein, es soll jemand Junges/Gesundes meine Arbeit übernehmen.

Unsere Personalsituation ist entsetzlich (50% weniger Bibliothekare), da fällt ein Ausfall von 11 Wochen bei den Kollegen sehr ins Gewicht, auch wenn es für dich nicht so viel zu sein scheint. Im Moment bin ich noch krankgeschrieben - möchte aber einen sauberen Schreibtisch übergeben - daher will ich ab dem 17.10 wieder arbeiten.

Du arbeitest also trotzdem immer noch, dann könntest du ja parallel bereits nach einer anderen Stelle suchen, zumal das ja schon länger so ist ...

Nimm das NICHT persönlich, es könnten / werden die Argumente der AfA sein, dass es KEINEN ausreichenden Grund gegeben hat selber zu kündigen.

Da sich bei mir COPD/Asthma durch den Bücherstaub verschlimmert haben, kann ich als Bibliothekarin in keiner anderen Bibliothek arbeiten. Für den Buchhandel bin ich auch ungeeignet, da mir das Kaufmännische fehlt. Selbst als Dokumentarin/Archivarin wäre es unmöglich = Aktenstaub.

Was sagt denn der Reha-Bericht zur weiteren Beschäftigung im aktuellen Berufsbereich, hast du den vorliegen ?

Negatives Leistungsvermögen: Leistungseinschränkungen bestehen hinsichtlich der relevanten Gefährdungs- und Belastungsfaktoren. Vermieden werden sollten: schwere Hebe- und Tragebelastungen, Wirbelsäulenzwangshaltungen, Überkopfarbeiten, Arbeiten mit ständiger Einwirkung von Nässe, Kälte, Zugluft, Atemwegsreizstoffen, extrem schwankenden Temperaturen.
Die Rehabilitantin kam arbeitsfähig zum Heilverfahren. Die Entlassung erfolgt arbeitsfähig.

Ich hoffe, das war die richtige Stelle im Bericht? *Duckt sich hinters Sofa*

Was dein AG da "angekündigt" hatte wurde ja ganz offensichtlich auch nach deiner Kündigung NICHT umgesetzt / angeboten ???

Verstehe diesen Satz leider nicht - nach meiner Kündigung habe ich auf Anraten des Arztes mit einer Einweg-Schutzmaske gearbeitet. Die Leitung wollte mich aber so nicht im Publikumsbereich sehen, daher fiel das Aussondern alter Medien weg. Sie befürchtete, die Leser würden die Maske als Schutz vor ansteckenden Krankheiten sehen. Das wurde mir nicht mal von ihr sondern von einer Kollegin mitgeteilt :doh: Ich habe den Verdacht, dass viel hinter den Kulissen lief zwischen BEM, Leitung, Fachdezernent.

Woran liegt es dort, auch Teppichboden und / oder eventuell "Toner-Staub" aus den Bürogeräten (Drucker / Kopierer) ???
Der steht im Verdacht Krebserregend zu sein, da würde ich vorgeschädigt überhaupt KEINEN Fuß mehr reinsetze

Tja, durch die Bauarbeiten hatte ich einen Netzwerkdrucker mehrere Monate im Büro - aber ich glaube, es waren eher die alten Medien. Alte Bücher, DVDs, CDs werden im Büro aus dem EDV-System entfernt, entsichert, gestempelt etc. D.h. ich wähle im Publikumsbereich aus, schleife die Todeskandidaten hoch, bearbeite sie (dreckig, fleckig, staubig). Im Büro habe ich wenigstens die Möglichkeit meine Fenster weit zu öffnen, aber die Medien sind halt in Nasennähe. Bestandspflege ist eines der Haupttätigkeiten des Bibliothekars.

dafür wurde das "BEM" erfunden
Das BEM bemühte sich, als ich mich über die schweren Brandschutztüren beschwerte, meine Handgelenke schmerzten entsetzlich (geringer Erfolg) - aber als es um die staubvermeidenden Arbeitsbedingungen ging, sah sie es wie ich: dass sich meine Arbeitsbedingungen nicht verbessern könnten. Sie schlug mir weitere AUs vor.

Es ist zum Kotzen, ich hatte die Wahl zwischen Scylla und Charybdis: Meine Arbeit bleibt während der AU liegen, ich kann dann mit vielen Überstunden den Überhang abarbeiten, meine Kolleginnen müssen für mich die Abend- und Samstagsschichten übernehmen, der Krankenstand steigt durch diese Überbelastung. Oder, ich beisse die Zähne zusammen und komme, weil mich das schlechte Gewissen um den Schlaf bringt. Aus gesundheitlichen Gründen hatte ich 2015 von 39 auf 30 Stunden reduziert, meine Arbeit hatte sich allerdings durch noch mehr Personaleinsparung vermehrt.

Doppeloma, ich bin Jahrgang 1956, sehr leistungsorientiert und preussisch erzogen worden. Bitte verstehe die folgenden Zeilen als Erklärung und nicht als wehleidiges Jammern: Aus dieser Haut kann ich mit 62 Jahren nicht mehr raus, daher blieb mir kein anderer Weg, als die Reißleine mit der Kündigung zu ziehen. Die selbstschädigende Eigenausbeutung war mir durchaus klar, das hohe Maß dieser Selbstdestruktion allerdings erst während der Kur: Hashimoto, Vitiligo, COPD, Asthma, Daumensattelgelenksarthrose. Sollte der Preis der Rettungsleine eine 3-monatige Sperre sein, dann sollte es so sein.

wie lange läuft denn dein Arbeitsvertrag jetzt noch

Meine Kündigung ist für den 31.12.2018, da ich seit 1981 dort arbeite war die Frist lang, 6 Monate zum Quartalsende. Ab dem 27.10, bin ich dann mit Überstunden und Jahresurlaub nicht mehr im Dienst. Ab 1.November 2019 kann ich in die Rente mit 10,8% Abschlag = 42 Jahre und 2 Monate eingezahlt, 10 Monate arbeitslos.

Ich bin zu oft durch brennende Reifen gesprungen, jetzt ist Schicht. 3 Monate Sperre sind ok - sollte ich - wie von einigen hier im Forum beschrieben - von der Agentur mit Maßnahmen genervt werden - werde ich weitere Sperren in Kauf nehmen. Ich habe mich eh nur arbeitssuchend gemeldet weil mir die Sachbearbeiterin vom Rentenversicherungsamt eindringlich dazu geraten hat (krankenversichert). Ich habe genug gespart, um durchzuhalten und brauche nicht viel.

Ich habe auch immer gerne gearbeitet aber als ich (mit Mitte 50) schwer krank wurde war ich mir endlich SELBER die wichtigste Person in meinem Leben

Das lerne ich gerade auch, leider (wie gewohnt) auf selbstschädigende Weise (Eigenkündigung ohne vorheriges Stöbern im Elo-Forum) :idea:
 

Kerstin_K

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Ic kenne das aber auch, das Ärzte einfach nicht formulieren können. Mein Haisarzt ist auch so einer. Fachlich super, aber wenn der mal was schreiben muss, steht da alles mögliche, nur nicht das, was man braucht.

Meine Schwester ist inzwischen soweit, dass sie ihm die Sachen direkt in die Feder diktiert.
 

Amintha

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Danke, Kerstin, genau das meinte ich: Formulierungshilfen, die ich dem Doc in die Feder diktieren kann. Wenn ich mit ausländischen Freunden spreche, mache ich mich oft über "gendercrazy German" lustig. Der richtige Gebrauch des Artikels, verschachtelte Nebensätze, erweiterter Infinitiv etc sind wirklich sehr sehr schwierig. Allerdings frage ich mich, wie ein ehemaliger Oberarzt aus Köln (vermutlich Pole) seine Formulierungsprobleme kaschieren konnte = Sekretärin?

Was hältst Du von dem hier?

Vielleicht so was wie:

Folgende Tätigkeiten können nicht mehr ausgeübt werden:

Patientin muss Staubansammlungen vermeiden z.B. in Regalen, in Büchern. Sie darf keine Tätigkeiten ausüben, in denen sie der Exposition auf Bücherstaub ausgesetzt ist: im Publikumsbereich (Freihandaufstellung), im Büro. Sie darf keine Medien aussondern, am Regal entlang Medien für Leser aussuchen, Medien vor der Bereitstellung für das Publikum entsichern, sich in Räumen mit Teppichboden aufhalten, im Reservemagazin alte/gebrauchte Medien für den Bücherbasar vorbereiten aka auszeichnen .

Die Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt (keine Diagnose):

Atemnot, Engegefühl in der Brust, Hustenanfälle, Reizhusten = die Passage hier vielleicht gespickt mit lateinischen Begriffen

Liebe Grüße an Doppeloma, dich und alle anderen Che Guevaras, Robin Hoods dieses Forums :cheer2:
 

Kerstin_K

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Über Grammatikfehler und so Kram musst Du dir wirklich keine Gedanken machen.

Ich meinte was anderes: Meine Schwester bekommt zum Beispiel 2x in der Woche Krankengynastik mit Hausbesuch. Dan meinte die Therapeutin, dass so ein Ball zum deauflegen ganz gut wäre. Ihre KK lehnte erstmal ab. Dann sollte der Arzt das begründen und schreibt nur, dass sie eine frühkindliche Hirnschädigung habe. Stimmt zwar, aber wie soll das belegen, warum sie nen Ball für die Gymnastik braucht? Da musste halt dazu, dass dieser für bestimmte Übungen erforderlich ist (Rücken, Gleichgewicht....).

Was Du da zusammengeschrieben hast, klingt nach ner heftigen Hausstauballergie. Sollte passen. Arbeistest Du in einer Bibliothek?
 

Amintha

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Korrekt, ich bin Bibliothekarin und arbeite in einer Öffentlichen Bibliothek deren Stadt unter dem Kuratel eines "Stärkungspaktes" kaputtgespart wird.

Nein, es ist keine Hausstauballergie sondern Bücherstauballergie - laut Aussage des Docs eine typische Krankheit unter Mitarbeitern in Bibliotheken und Archiven. Dies verstärkt mein COPD/Asthma und schwächt mein ohnehin angeschlagenes Immunsystem (Hashimoto).

Weisst du oder ein anderer Wissender dieses Forums ob ich bei der Agentur eine Begutachtung durch den Ärztlichen Dienst zusätzlich erfragen könnte?

Ich falle hoffentlich nicht arg zur Last mit meinen vielen Fragen.

Ich habe nicht nur gekündigt sondern werde auch nach Schleswig-Holstein umziehen (Luft). Dies bedeutet, dass ich in einer fremden Stadt dann noch keinen Arzt meines Vertrauens habe, der mir unbegrenzt AUs als Arbeitslose verschreiben könnte. Daher wäre mir der Ärztliche Dienst im Konfliktfall sehr lieb.

Die derzeitige Agentur hat am 12.10 bereits die andere informiert, dass ich ab dem 5.11. durch Umzug zur Verfügung stehe.

Als letztes noch, ich habe vom 27.10-31.12.18 Urlaub. Kann die Agentur mich trotzdem innerhalb dieser Zeit dazu verpflichten mehrfach anzutanzen oder geschieht das ab dem 1.1.19?

Ich falle hoffentlich nicht arg zur Last mit meinen vielen Fragen, aber ich habe bereits so viel falsch gemacht, dass ich weitere Eseleien vermeiden möchte.
 

Kerstin_K

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We.nn Du gesundheitlice Einschränkungen angibst, muss ein Vermittler Dich sogar zum äD schicken.

Mit Deinem Urlaub das wwiss ich nicht genau. Arbeitslos bist Du ja erst ab 01.01.

Aer in der Arbritssichend-Zeit muss man sich eigentlich auch schon der Vermittlung zur Verfügung stellen, kann eingeladen werden und muss sich auf Vermittlungsvorschläge bewerben.

Hättest Du die Möglichkeit, Dich für diese Zet AU schreiben zu lassen? Dann müsste Dir zwar Dein Arbeitgeber Deinen Urlaub auszahlen und Du würdest für diese Tage kein ALG bekommen, aber zumindest einem Inlands-Urlaub dürfte nichts im Wege sehen. Für einen Urlaub im Ausland bräuchtest Du allerdings die Genehmigung der Krankenkasse.
 

Doppeloma

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Hallo Amintha,

Danke für deine harten und ehrlichen Erläuterungen -

Danke, dass du verstanden hast wie das gemeint war ... verträgt auch nicht jeder User der hier neu reinkommt aber ich schreibe gerne Klartext.

Das schlechte Gewissen, meine Kollegen im Stich zu lassen, ist einfach zu stark; zu wissen, dass ich mit endlosen AUs die Kollegen zu 10 Monaten Doppelschichten und der Betreuung meiner zahllosen und umfangreichen Lektorate verurteile - nein, es soll jemand Junges/Gesundes meine Arbeit übernehmen.

Wenn du ab 01.01.2019 nicht mehr da bist müssen deine Kollegen auch für dich mit arbeiten, glaubst du ernsthaft, dass dann Ersatz für dich eingestellt wird ???

Unsere Personalsituation ist entsetzlich (50% weniger Bibliothekare), da fällt ein Ausfall von 11 Wochen bei den Kollegen sehr ins Gewicht, auch wenn es für dich nicht so viel zu sein scheint.

Die "dünne Personaldecke" ist aber NICHT dein Problem, dann muss der AG für mehr Personal sorgen und nicht das Vorhandene immer mehr kaputt "spielen".
Mit deinem Verhalten (durchhalten um JEDEN Preis auch um den Preis der eigenen Gesundheit) sorgst du nur dafür, diesen Gedanken der AG zu bestätigen.

Ich kenne dieses böse Spiel durchaus aus eigener Erfahrung, das findet NICHT nur in Bibliotheken statt, sondern überall am heutigen Arbeitsmarkt.

Bei uns wurden "Abgänge" (Eigenkündigungen / Krankheitsbedingt/ Rente) irgendwann auch nicht mehr ersetzt, der Rest Mitarbeiter hatte das auch so zu schaffen, obwohl die Aufgaben immer umfangreicher und komplizierter wurden ... das ist eine Spirale (vorerst noch) ohne Ende und macht die Menschen überall KRANK ...

Im Moment bin ich noch krankgeschrieben - möchte aber einen sauberen Schreibtisch übergeben - daher will ich ab dem 17.10 wieder arbeiten.

WOZU, um das aufzuarbeiten was während der aktuellen AU wieder für dich liegen geblieben ist, hast du schon deinen Resturlaub (Urlaub für 2018) eingereicht oder verzichtest du darauf auch noch großmütig ???

Denn im Urlaub müssen ja die Anderen auch für dich mitarbeiten, ODER es bleibt alles liegen und du kommst dann ab 01.01. nicht mehr zurück, um "aufzuräumen" ... :icon_evil:

So wie du das schilderst ist es gar nicht möglich einen "sauberen Schreibtisch" zu hinterlassen, es bleibt ja immer irgendwas übrig.

Du hast dir schon mit deiner Stundenreduzierung nur selber geschadet (weniger Arbeit wurde es ja auch nicht wie du schreibst), weniger Krankengeld / weniger ALGI und auch weniger Rente ... das schadet DIR und nicht dem AG ...

Negatives Leistungsvermögen: Leistungseinschränkungen bestehen hinsichtlich der relevanten Gefährdungs- und Belastungsfaktoren. Vermieden werden sollten: schwere Hebe- und Tragebelastungen, Wirbelsäulenzwangshaltungen, Überkopfarbeiten, Arbeiten mit ständiger Einwirkung von Nässe, Kälte, Zugluft, Atemwegsreizstoffen, extrem schwankenden Temperaturen.

Was nützt es wenn daran nach der Reha NICHTS geändert wird ...???

Die Rehabilitantin kam arbeitsfähig zum Heilverfahren. Die Entlassung erfolgt arbeitsfähig.

Wenn man dich Arbeits-Fähig entlassen hat für den vorhandenen Arbeitsplatz, dann hat man das offenbar für weiter machbar gehalten ... oder wurde in der Reha gar nicht über deine tatsächlichen, aktuellen beruflichen Belastungen gesprochen ???

Dann hätte man dich aber NICHT Arbeitsfähig entlassen dürfen, ehe da was verändert wird ...
Wer kam auf die Idee diese Reha zu machen, hat sie dir überhaupt irgendwas gebracht ?

Verstehe diesen Satz leider nicht - nach meiner Kündigung habe ich auf Anraten des Arztes mit einer Einweg-Schutzmaske gearbeitet.

Dein Satz in der Begründung (oben 1. Beitrag) klingt so, als würde der AG erst was ändern wollen, wenn du die Kündigung abgegeben hast.

Das ist ihm ja offenbar völlig EGAL warum du gekündigt hast, gibt dir das nicht zu denken, wie wenig Wertschätzung dir dein AG nach so vielen Jahren entgegen bringt ???

Meine Arbeit bleibt während der AU liegen, ich kann dann mit vielen Überstunden den Überhang abarbeiten, meine Kolleginnen müssen für mich die Abend- und Samstagsschichten übernehmen, der Krankenstand steigt durch diese Überbelastung.

SoSo, der Krankenstand steigt also weil du dir auch mal erlaubst krank zu sein, für die Arbeits-Abläufe ist der AG zuständig, du hättest auf keinen Fall kündigen DÜRFEN, der "Laden wird zusammenbrechen" wenn du gar nicht mehr da bist und dich nicht mehr ausnutzen lässt ... :doh:

Deinen Kollegen geht es dann auch nicht besser ...

Oder, ich beisse die Zähne zusammen und komme, weil mich das schlechte Gewissen um den Schlaf bringt.

Du solltest mal langsam ein schlechtes Gewissen bekommen, wie du mit DIR und deiner Gesundheit umgehst ... Hast du einen Partner, hast du Familie (Kinder / Enkel) oder ist die ARBEIT dein ganzer Lebensinhalt gewesen bisher ???

Aus gesundheitlichen Gründen hatte ich 2015 von 39 auf 30 Stunden reduziert, meine Arbeit hatte sich allerdings durch noch mehr Personaleinsparung vermehrt.

Es lag und liegt also gar nicht daran, ob du viel oder wenig oder gar nicht an deinem Arbeitplatz bist, merkst du denn nicht, dass deine (vermeintliche) Ethik vom AG nur mit "Füßen getreten wird", deinen Kollegen nützt deine "Opferbereitschaft" absolut NICHTS.

Doppeloma, ich bin Jahrgang 1956, sehr leistungsorientiert und preussisch erzogen worden.

Ich bin Jahrgang 52 und endlich in Altersrente, du darfst davon ausgehen, dass ich eine ähnliche Arbeits-Einstellung hatte, ich kannte es nicht anders auch von mir selber nicht ... :icon_evil:

Bitte verstehe die folgenden Zeilen als Erklärung und nicht als wehleidiges Jammern: Aus dieser Haut kann ich mit 62 Jahren nicht mehr raus, daher blieb mir kein anderer Weg, als die Reißleine mit der Kündigung zu ziehen.

Empfinde das nicht als Jammern, eher als beklagenswert, dass du noch immer nicht begriffen hast wie sehr du nicht nur deiner Gesundheit sondern auch deiner Altersrente damit geschadet hast deine Arbeitszeit zu reduzieren ... eigentlich für NICHTS ...

Denn das berufliche Dilemma in dem du weiter gesteckt hast musste ja nun durch die Kündigung endlich mal beendet werden ... dafür "akzeptierst" du eventuell auch noch eine finanzielle Strafe von der AfA ...
Hast du dafür "geackert und gespart" ???

Du kannst Krankengeld bekommen, da wirst du nicht "gesperrt" und es ist sogar (aus dem letzten Einkommen berechnet) höher als dein ALGI sein wird.
Deine Kollegen müssen mit der Arbeit zukünftig ohnehin OHNE dich auskommen, egal ob du dich jetzt bald wegen Krankheit schon verabschiedest oder erst in 2,5 Monaten.

Du gibst doch selber zu, dass eine Neueinstellung (wie du sie oben noch "ermöglichen" möchtest damit) gar nicht erfolgen wird ...

Die selbstschädigende Eigenausbeutung war mir durchaus klar, das hohe Maß dieser Selbstdestruktion allerdings erst während der Kur: Hashimoto, Vitiligo, COPD, Asthma, Daumensattelgelenksarthrose. Sollte der Preis der Rettungsleine eine 3-monatige Sperre sein, dann sollte es so sein.

Ist offenbar ALLES noch nicht Warnung genug (von deinem Körper), das war keine "Rettungsleine" das war unüberlegte "Aufgabe" ... begonnen hat das schon, als du die Arbeitszeit vermindert hast, in der Hoffnung dann weniger Arbeiten zu müssen.

Überstunden und Zuschläge bringen übrigens keine Renten-Punkte (werden auch nicht bei Lohnersatzleistungen mit einbezogen :icon_evil:), du bekommst jetzt alles nur noch für die Beiträge auf 30 Wochenstunden, der Einzige dem du damit einen echten "Gefallen" getan hast (finanziell) ist dein AG.

Meine Kündigung ist für den 31.12.2018, da ich seit 1981 dort arbeite war die Frist lang, 6 Monate zum Quartalsende. Ab dem 27.10, bin ich dann mit Überstunden und Jahresurlaub nicht mehr im Dienst.

Dann kannst du dich doch ebenso gut (nach Ablauf der Überstunden- Tage) AU schreiben lassen, der AG zahlt 6 Wochen Lohnfortzahlung und der Urlaub muss dir dann abgegolten werden, wenn du den nicht mehr fertig nehmen konntest wegen Krankheit. :idea:

WEM bitte tust du denn damit dann noch einen Gefallen dich NICHT AU schreiben zu lassen und dann lieber Krankengeld zu bekommen als sich um ALGI vielleicht streiten zu müssen... deinen Kollegen doch sicher nicht. :doh:

Ab 1.November 2019 kann ich in die Rente mit 10,8% Abschlag = 42 Jahre und 2 Monate eingezahlt, 10 Monate arbeitslos.

Das "kannst" du lt. Renten-Information der DRV, das "musst" du aber auch nicht wenn sich das noch hinausschieben lässt, sinken die Abschläge mit jedem späteren Monat ... hast du darüber schon mal nachgedacht ???

Ich bin zu oft durch brennende Reifen gesprungen, jetzt ist Schicht. 3 Monate Sperre sind ok - sollte ich - wie von einigen hier im Forum beschrieben - von der Agentur mit Maßnahmen genervt werden - werde ich weitere Sperren in Kauf nehmen.

Es ist gar nicht nötig eine Sperre in Kauf zu nehmen, wenn du dich statt dessen intensiv um deine Gesundheit kümmerst und Krankengeld beziehst ... auch dafür hast du in deinen 42 Arbeitsjahren schon genug Beiträge gezahlt ...

Ich habe mich eh nur arbeitssuchend gemeldet weil mir die Sachbearbeiterin vom Rentenversicherungsamt eindringlich dazu geraten hat (krankenversichert). Ich habe genug gespart, um durchzuhalten und brauche nicht viel.

Du musst nicht Alles glauben was man dir so "erzählt", bei Krankengeld (ca. 75 - 80 % vom letzten Netto) bist du auch krankenversichert und bekommst noch mehr Geld als später von der AfA (ca. 60 % vom letzten Netto), für die Rente zählt das auch alles mit ...
Ebenso ALGI, was dir nach Ablauf der Krankengeldzahlungen für bis zu 24 Monate auch noch zustehen würde ... (§ 145 SGB III)
Lies mal etwas in diesem Bereich ...

https://www.elo-forum.org/aussteuerung-nahtlosigkeit-145-sgb-iii-/

... und behalte dir deine "Altersvorsorge" besser für dein finanziell entspannteres Rentnerleben, anstatt es für solchen Unsinn zu verpulvern, der gar nicht nötig ist.

Du könntest über Krankengeld (bis zu 78 Wochen) und ALGI (nach der Aussteuerung) wahrscheinlich sogar noch die Rente ganz OHNE Abschläge erreichen ...

Niemand kann dich zwingen nächstes Jahr in Rente zu gehen nur weil das (theoretisch) möglich wäre, wenn dir das so egal ist kannst du auch noch eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragen, wenn das die KK oder die AfA verlangen würde ...

Das ALLES wäre völlig OHNE Eigenkündigung genau so möglich gewesen ... die Sperre ist übrigens in 12 Monaten dann verjährt bei der AfA ... das wird man dir dort allerdings auch nicht freiwillig verraten ...

Würde mich freuen, wenn ich dir vielleicht einige neue Denkanstöße geben konnte. :peace:

MfG Doppeloma
 

Amintha

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Wenn du ab 01.01.2019 nicht mehr da bist müssen deine Kollegen auch für dich mit arbeiten, glaubst du ernsthaft, dass dann Ersatz für dich eingestellt wird ?

Ja, es wird für mich Ersatz eingestellt, die Leitung kämpft dafür, dass die 6 Monate Wartezeit entfallen. Wird allerdings schwierig sein, denn sie brauchen einen bibliothekarischen Nerd für das EDV-System. Sie wollte mich dafür als Honorarkraft einstellen, ich habe dankend abgelehnt, da ich nach Norddeutschland ziehe. Die neue Sub-Leitung, die im Januar 2018 angefangen hatte, wird im November 2018 das Handtuch werfen. Also sucht sie für vorgestern 2 Bibls :icon_mrgreen:

Die "dünne Personaldecke" ist aber NICHT dein Problem, dann muss der AG für mehr Personal sorgen und nicht das Vorhandene immer mehr kaputt "spielen".
Mit deinem Verhalten (durchhalten um JEDEN Preis auch um den Preis der eigenen Gesundheit) sorgst du nur dafür, diesen Gedanken der AG zu bestätigen.

Ist dir der Begriff "Stärkungspakt" bekannt? Meine Stadt ist überschuldet und muss xxx Mio Eigenleistungen einsparen, um mit xxx Millionen unterstützt zu werden und xxx Millionen Schulden erlassen zu bekommen. Einsparungen können nur bei freiwilligen Leistungen einer Kommune erfolgen = Bibliothek. "Wir" versuchten, die Bibliothek am Laufen zu halten, die Zweigstellen zu erhalten, den Status Quo für die Leser zu erhalten.

Der AG ist mir kreuzegal! Der AG kann im Feuer brutzeln, dem AG wünsche ich die Pest, Cholera und Krätze an den Hals.

Es ging uns um die Leser, unser Selbstverständnis, das Fortbestehen der Bibliothek, wahrscheinlich auch um Größenwahn mit daraus resultierendem Gruppendruck. Ich habe mich daraus scheibchenweise befreit, war/ist sehr schmerzhaft.

WOZU, um das aufzuarbeiten was während der aktuellen AU wieder für dich liegen geblieben ist, hast du schon deinen Resturlaub (Urlaub für 2018) eingereicht oder verzichtest du darauf auch noch großmütig

Jahresurlaub+Überstunden eingereicht. Ich will mich auf das Wesentliche beschränken = Jahresstatistik vorbereiten, EDV-Angelegenheiten für 2019 in die Wege leiten etc. Dinge, ohne die die Kollegen 2019 in Schwierigkeiten kommen würden. Dokumente und Arbeitsanweisungen hatte ich bereits in mühevoller monatelangen Arbeit gemacht, damit sie wenigstens als Erste Hilfe was nachlesen können.

OK! Langer Rede, kurzer Sinn: Mami spielen, damit die Kinderchen nicht hungern und darben. Du darfst das Nudelholz nach mir werfen :icon_knutsch:

Du hast dir schon mit deiner Stundenreduzierung nur selber geschadet (weniger Arbeit wurde es ja auch nicht wie du schreibst), weniger Krankengeld / weniger ALGI und auch weniger Rente ... das schadet DIR und nicht dem AG ...

Korrekt, stimmt, stimmt und stimmt. Den Fehler hatte ich während der Kur eingesehen.

Wenn man dich Arbeits-Fähig entlassen hat für den vorhandenen Arbeitsplatz, dann hat man das offenbar für weiter machbar gehalten ... oder wurde in der Reha gar nicht über deine tatsächlichen, aktuellen beruflichen Belastungen gesprochen ???

Dann hätte man dich aber NICHT Arbeitsfähig entlassen dürfen, ehe da was verändert wird ...
Wer kam auf die Idee diese Reha zu machen, hat sie dir überhaupt irgendwas gebracht

Ja, ich thematisierte die Belastungen - aber ich habe darauf bestanden arbeitsfähig zu sein. Idee der Reha kam von meiner BEM, bezahlt hat die Rentenversicherung.

Die Reha hat mir Erkenntnisse gebracht, ich hatte 3 Wochen lang Zeit in mich zu gehen. Als ich dann im Januar zurückkehrte, voller Elan und dem festen Willen jetzt was an meiner Situation zu verändern, habe ich meinen Wunsch nach Arbeitserleichterung in einer großen Konferenz thematisiert. Die Reaktion einer Kollegin war: "Nö, wir haben alle zu viel". Eine Andere wollte helfen, unter der Bedingung, dass ihre Stelle dauerhaft stundenmäßig aufgestockt wird (utopisch, immer nur Aufstockung 3-monatsweise).

Da zerbrach was in mir. Eine Woche später hatte mich die Yamagata-Grippe 5 Wochen lang in den Klauen. Ich erkannte, dass sich nichts ändern wird, dass ich gehen muss - zwar mit finanziellen Einbußen, aber einen anderen Weg sah ich nicht. Trotzdem kämpfte ich noch von Februar bis Mai mit mir, dem BEM, der Hausärztin - hatte Gespräche mit der Leitung (die mich nicht gehen lassen wollte aber nichts an meiner Situation ändern konnte/wollte). Es war Zufall, dass ich im Juli zu dem anderen Arzt ging, der mich als einziger unterstützte - leider zu spät, da hatte ich schon gekündigt.

wie wenig Wertschätzung dir dein AG nach so vielen Jahren entgegen bringt

Die Wertschätzung meines AG der Bibliothek gegenüber war schon immer gering. Die Gleichgültigkeit der Stadtverwaltung auch den Mitarbeitern gegenüber, erkannte ich schon Mitte der 80er Jahre, als mir ein behindertengerechter Stuhl nach einem doppelten Bandscheibenvorfall verweigert wurde, weil mir die Punkte fehlten. Ich habe mir den Stuhl dann selber gekauft.

SoSo, der Krankenstand steigt also weil du dir auch mal erlaubst krank zu sein, für die Arbeits-Abläufe ist der AG zuständig, du hättest auf keinen Fall kündigen DÜRFEN, der "Laden wird zusammenbrechen"

Es ist für mich ein Unterschied ob ich krank oder nicht mehr da bin, das habe ich mal einer Kollegin erklärt als sie mir ein schlechtes Gewissen machen wollte. Verstehst du? Wir alle haben zu dieser kranken Gruppendynamik beigetragen, der ganze Betrieb ist einfach zerrüttet und verrottet. Ich will es nicht mehr mit ansehen.

Eins werfe ich mir allerdings vor = ich hätte zuerst Arzt - Attest - Kündigung machen sollen.

Du solltest mal langsam ein schlechtes Gewissen bekommen, wie du mit DIR und deiner Gesundheit umgehst ... Hast du einen Partner, hast du Familie (Kinder / Enkel) oder ist die ARBEIT dein ganzer Lebensinhalt gewesen bishe

Erkannt, Treffer und versenkt :icon_redface: Ich war mit Leib und Seele Bibliothekarin, wollte nie Kinder (sterilisiert), brauchte keinen dauerhaften Partner. Wahrscheinlich hat diese Lebensentscheidung dazu geführt, dass ich es so lange ausgehalten habe.

Auch eine Erkenntnis in der Reha: Du entscheidest dich zur Selbstzerstörung wenn du so weitermachst.

Zu allen anderen Punkten, hauptsächlich die Krankschreibungssache, bzw. dem Link, muss ich nachdenken. Ich rechne dir die Mühe hoch an, die du dir mit mir Sturkopf machst, merci vielmals.

Im Moment bin ich einfach nur so unendlich müde, traurig und kraftlos und weiss nicht, wo ich die Kraft dafür herholen soll. Am 3.11. ziehe ich nach Flensburg und erhoffe mir da einen neuen Lebensabschnitt, einen ohne Kampf, verstehst du?

Fazit: Mehrere schlechte Entscheidungen getroffen, ungünstige Fakten geschaffen, c'est la vie. Als Ausweg bleibt mir die unendliche AU-Story? - in einer fremden Stadt, da ich am 3.11. nach Flensburg ziehe - mit unbekannten Ärzten - gefühlt wieder 1000 Untersuchungen, Rechtfertigungen, Erklärungen yadayadayada. Klingt nach viel kraftraubenden Kämpfen, was meinst?

Nur eins als Letztes:

Ist offenbar ALLES noch nicht Warnung genug (von deinem Körper), das war keine "Rettungsleine" das war unüberlegte "Aufgabe" ... begonnen hat das schon, als du die Arbeitszeit vermindert hast, in der Hoffnung dann weniger Arbeiten zu müssen.

Es wurmt mich unendlich, aber du hast völlig recht. Ich wollte mir einfach einen Tag Freiraum verschaffen, um den Preis, dass die anderen 4 Tage eine einzige Viecherei wurden.

Doofi over and out für heute :cool:
 

Doppeloma

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Hallo Amintha,

OK! Langer Rede, kurzer Sinn: Mami spielen, damit die Kinderchen nicht hungern und darben. Du darfst das Nudelholz nach mir werfen
:peace:

Sorry, ich musste herzhaft lachen bei diesem Satz, wenn du so weiter machst gibt es keinen Kuchen mehr wenn du endlich in Rente bist ... kein Nudelholz mehr übrig ... :icon_evil:

Ich verstehe dich und deine Beweggründe besser als es scheint wenn du meine Antworten liest, auch wenn ich nicht in städtischen Diensten war, ich bin nicht ganz uninteressiert an dem was so passiert "in der Welt" ...

Erkannt, Treffer und versenkt Ich war mit Leib und Seele Bibliothekarin, wollte nie Kinder (sterilisiert), brauchte keinen dauerhaften Partner. Wahrscheinlich hat diese Lebensentscheidung dazu geführt, dass ich es so lange ausgehalten habe.

War nicht meine Absicht dich irgendwie zu verletzen mit diesen Fragen, es ist aber leider oft so, dass der familiäre Hintergrund fehlt, wenn sich Jemand so intensiv über seine Arbeit definiert.

Ich wollte Kinder und ich habe 2, war trotzdem immer berufstätig und ich sehe mich in der Lage alleine zu leben und zurecht zu kommen aber ich muss es aktuell nicht.
Mein (2.) Männe ist mein "Fels in der Brandung" und wir haben viel zusammen durchstehen müssen, bis wir nun unseren Ruhestand auf Rügen genießen dürfen.

Es tut mir immer weh, solche Geschichten (von fast Gleichaltrigen) zu lesen auch wenn das in meinen Beiträgen / Antworten nicht unbedingt direkt zu erkennen ist.
Das ist meine Art von "Selbst-Schutz", das zu nahe an mich heran zu lassen ... sonst wäre ich nicht mehr in der Lage dazu sachliche Informationen zu schreiben.

Auch eine Erkenntnis in der Reha: Du entscheidest dich zur Selbstzerstörung wenn du so weitermachst.

Schade, dass du dafür erst diese Reha benötigt hast, für mehr war sie offenbar auch untauglich ... bei deiner Diagnose-Sammlung wäre doch eine Empfehlung zu EM-Rente angebracht gewesen ... :doh:

Die Entscheidung hätte trotzdem noch die DRV treffen müssen aber solche "geschönten" Reha-Ergebnisse kennen Viele hier im Forum, ICH kenne die auch ...

Mein "Schuss vor den Bug" war eine mechanische Herzklappe, die mir mit 55 Jahren eingebaut werden musste ... sonst könnte ich hier Niemanden mehr ärgern inzwischen. :icon_evil:

Trotzdem hatte ich den Eindruck man habe mich nun "teuer repariert" und ich habe wieder zu funktionieren, als sei NIX gewesen ... ich möchte das jetzt hier nicht ausdehnen aber da war für mich der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr WOLLTE ... wie man es immer von mir erwartet hatte ...

Zu allen anderen Punkten, hauptsächlich die Krankschreibungssache, bzw. dem Link, muss ich nachdenken. Ich rechne dir die Mühe hoch an, die du dir mit mir Sturkopf machst, merci vielmals.

Kein Problem, auch mit deinem Umzug lässt sich was anfangen, gibt es ansonsten Familie am neuen Wohnort oder warum soll es genau Flensburg sein ???
Ich nehme mal an von dort aus hättest du auch nicht mehr am bisherigen Arbeitsplatz arbeiten können ???
Da tun sich ja ganz neue Möglichkeiten auf und in meinem Kopf "rattert" es schon wieder ... ich kann auch ganz schön stur sein ... :icon_hihi:

Im Moment bin ich einfach nur so unendlich müde, traurig und kraftlos und weiss nicht, wo ich die Kraft dafür herholen soll. Am 3.11. ziehe ich nach Flensburg und erhoffe mir da einen neuen Lebensabschnitt, einen ohne Kampf, verstehst du?

Ja, ich verstehe dich, besser als du dir vorstellen kannst, darauf mussten wir fast 8 Jahre warten ... es war gut, dass wir nicht genau wussten, was uns noch Alles bevor steht bis dahin ...

Wenn du den Umzug als Grund nimmst bei der AfA könnte die Welt schon etwas anders aussehen, günstig wäre natürlich wenn du angeben könntest wegen "älterer Verwandtschaft" (Betreuung / Pflege) umgezogen zu sein.

Nein, die AfA wird das NICHT nachprüfen, ob es diese familiären Gründe wirklich gibt ... das könnte aber die Sperre verhindern ...

Fazit: Mehrere schlechte Entscheidungen getroffen, ungünstige Fakten geschaffen, c'est la vie. Als Ausweg bleibt mir die unendliche AU-Story? - in einer fremden Stadt, da ich am 3.11. nach Flensburg ziehe - mit unbekannten Ärzten - gefühlt wieder 1000 Untersuchungen, Rechtfertigungen, Erklärungen yadayadayada. Klingt nach viel kraftraubenden Kämpfen, was meinst?

Ich kenne Flensburg nicht (wir sind nur mal dran vorbei gefahren), ich denke aber, dass du mit deinen diversen Gesundheitsproblemen auch dort in Behandlung / Kontrolle bleiben musst, vermutlich auch einige Medikamente regelmäßig brauchst ???

Wirst dir also unbedingt dort (möglichst vernünftige) Ärzte suchen müssen ... das war durchaus auch eine unserer "Sorgen" als wir aus dem Berliner Raum nach Rügen umgezogen sind.
Wir haben beide so Einige "Baustellen", die man auch als Rentner nicht aus den Augen verlieren sollte ... und haben zunächst mal einen guten Hausarzt gesucht (UND auch gefunden).

Bei den nötigen Fachärzten hat er uns dann schon sehr gute Tipps gegeben und so waren wir nach wenigen Monaten wieder in den richtigen ärztlichen Händen ...
Von den früheren Ärzten hatten wir teilweise die Unterlagen direkt bekommen und von der Hausärztin hat sich der neue Arzt alles schicken lassen mit unserer Genehmigung, das war auch so mit ihr abgesprochen.

Wann beginnt dein regulärer Urlaub, die Überstunden solltest du nicht auszahlen lassen, das "kassiert" dann sogar die KK (als Lohnanteile), eine Urlaubs-Abgeltung wäre KEIN Problem.

Einen Hausarzt solltest du unbedingt zuerst finden und dann deine Krankenakte bei dem Aktuellen anfordern lassen ... bis 31.12. ist ja noch etwas Zeit festzustellen, ob es der richtige Arzt für dich und deine Probleme sein wird.

Es würde ja genügen wenn er dich noch AU schreibt, so lange dein Arbeitsvertrag noch nicht ganz beendet ist.

Es wurmt mich unendlich, aber du hast völlig recht. Ich wollte mir einfach einen Tag Freiraum verschaffen, um den Preis, dass die anderen 4 Tage eine einzige Viecherei wurden.

Ich ahne was du meinst, so ähnlich habe ich das zuletzt in meiner Firma (CallCenter / Schichtdienst "rund um die Uhr") auch gemacht, wollte nur an 4 Tagen arbeiten und dann mehr Erholungszeit haben.

Überstunden brauchte ich nicht mehr machen (ich war einem Schwerbehinderten gleichgestellt worden) das haben sogar meine Vorgesetzten so gesehen ("Machen Sie mal Feierabend, die Jüngeren können länger bleiben wenn sie wollen"), das lief überwiegend auf freiwilliger Basis.

Der Dienstplan sah dann allerdings oft so aus, dass ich Anfang des Monats bis zu 6 oder 7 Tage durcharbeiten sollte (dann nur 1 Tag frei) und zum Ende des Monats dann die restlichen freien Tage bekam.
Liest sich zunächst "ganz nett" (jeden Monat ein kleiner "Urlaub") aber so hatte ICH mir das auch nicht vorgestellt, jedenfalls NICHT auf die Dauer ... :icon_evil:

Das habe ich auch nicht mehr lange durchgehalten und dann war FEIERABEND ... ich bin nervlich auf der Arbeit zusammengebrochen und das war mein allerletzter Arbeitstag im Februar 2008 ...

Habe meine Firma danach auch NIE WIEDER betreten ... obwohl man mir persönlich NIX getan hatte und sogar ernsthaft versucht hat, mich wieder rein kommen zu lassen, nach der ersten langen AU (fast 1 Jahr) wegen der Herz-OP ...

Es ging einfach nicht mehr, ich war diesem Stress einfach nicht mehr gewachsen ... :icon_evil:
Bis die DRV davon auch mal überzeugt war musste ich aber bis zum Sozialgericht ... das hatte ich mir nach fast 40 Jahren Berufstätigkeit auch anders vorgestellt.

Genug davon für heute, ich bin eine geborene "Nachteule", deswegen hat mir der Schichtdienst an sich nicht viel ausgemacht ... Vormittags solltest du also nicht mit Antworten von mir rechnen ... :icon_evil:

Schlaf gut !

MfG Doppeloma
 

Amintha

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Es tut mir immer weh, solche Geschichten (von fast Gleichaltrigen) zu lesen auch wenn das in meinen Beiträgen / Antworten nicht unbedingt direkt zu erkennen ist.

Ich bin nicht verletzt, Doppeloma; meine Lebensentscheidung wurde bewusst getroffen und passte zu mir.
Wenn dich die Geschichten nicht so berühren würden, wärst du hier nicht so engagiert und hilfsbereit! Deine Antworten sind klar, du redest Tacheles und das ist auch bitter nötig, um das Gespinst aus Hilflosigkeit, Resignation, falschen Informationen etc. zu durchbrechen. Betüddeln hilft bei dieser chirurgischen Methode nicht.:icon_daumen:

Trotzdem hatte ich den Eindruck man habe mich nun "teuer repariert" und ich habe wieder zu funktionieren, als sei NIX gewesen ... ich möchte das jetzt hier nicht ausdehnen aber da war für mich der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr WOLLTE ... wie man es immer von mir erwartet hatte

Genauso ging es mir in der Konferenz nach der Kur! Alle erwarteten von mir, dass es so weitergeht wie bisher, da ich ja nun "repariert" bin. Und da kam ich und wollte eine große, konkret beschriebene und ausgearbeitete Arbeitserleichterung! Welche Unverschämtheit! Welcher Verrat am jahrzehntelang etablierten gegenseitigen Ausbeuten!

Wenn du den Umzug als Grund nimmst bei der AfA könnte die Welt schon etwas anders aussehen, günstig wäre natürlich wenn du angeben könntest wegen "älterer Verwandtschaft" (Betreuung / Pflege) umgezogen zu sein.
Nein, die AfA wird das NICHT nachprüfen, ob es diese familiären Gründe wirklich gibt ... das könnte aber die Sperre verhindern

Nein, in Flensburg gibt es keine Verwandtschaft. Ich hatte mich nach der Kur in St Peter-Ording (12/17-1/18) dazu entschieden nach Schleswig-Holstein zu ziehen, weil mir das Klima unendlich gut tat. Meine Wahl fiel auf Flensburg, weil diese Stadt mehrere Kriterien erfüllte: gute Arztdichte, richtige Einwohnergröße, nah am Wasser, vielfältige Kulturangebote, wenig künstlichen Multi-Kulti-Krampf, Luftreinhalteplan eingehalten, derzeit chancenlose AfD, nicht zu weit weg vom Westküstenklinikum (Krankenhaus mit ausgezeichnetem Ruf was Atemwegs- und Skeletterkrankungen betrifft).

Ich habe als Kind im Prägealter 14 Jahre im Ausland verbracht, daher weiss ich nicht was Wurzeln sind, bin flexibel und fühle mich überall schnell heimisch. Ich musste, wegen meiner chronischen Malessen, den Traum in Großbritannien verrentet zu leben, aufgeben, da erschien mir Flensburg eine gute Wahl. Ich freue mich darauf.

Es hätte auch Rügen an der Küste sein können, nur nicht am Bodden, die Stechmücken sind auf Touristen trainiert. Ich sehe heute noch meinen damaligen Freund in einer Wolke aus melkwütigen Mücken, seine Schreie und das Gefluche. :icon_lol: Als wir dort waren, habe ich eine faszinierende ehemalige Biolehrerin kennengelernt, die im Naturschutz sehr aktiv war. So ein Rentnerleben wäre auch Klasse für mich gewesen.

Aus Neugierde: Falls du Wessie bist, fühlst du dich als Rüganer voll integriert oder wirst du angefremdelt? Dieser Gedanken hat mich letztendlich Abstand nehmen lassen von allen nordöstlichen Küstengebieten.

Einen Hausarzt solltest du unbedingt zuerst finden und dann deine Krankenakte bei dem Aktuellen anfordern lassen ... bis 31.12. ist ja noch etwas Zeit festzustellen, ob es der richtige Arzt für dich und deine Probleme sein wird.

Oh ja, ich brauche Ärzte, allein schon wegen Hashimoto. Die Schilddrüse muss regelmäßig überprüft werden. Das blöde Ding lässt sich bis jetzt einfach nicht richtig einstellen. Mir graut es davor - ich gehöre zur Rubrik "schwierige Patientin" weil ich vieles hinterfrage, alles genau wissen will, mir nichts aufschwatzen lasse etc. Meine derzeitige Ärztin ist auf Nachfrage bereit, mir alle Unterlagen schon mitzugeben.

Wann beginnt dein regulärer Urlaub, die Überstunden solltest du nicht auszahlen lassen, das "kassiert" dann sogar die KK (als Lohnanteile), eine Urlaubs-Abgeltung wäre KEIN Problem.

Überstunden vom 29.10-10.11. - Urlaub vom 12.11.-22.12. - Überstunde am 28.12. Wir haben zwischen den Jahren Zwangsurlaub, der vorgearbeitet werden muss.

*flüstert* Doppeloma, ich find es Klasse, dass du mir ein wenig aus deinem Leben erzählt hast, dein Schutzschild durchsichtig wurde - danke für das Vertrauen. Ich rechne es dir sehr hoch an! Und klar, es bleibt unter uns, du hast einen Ruf zu verlieren als harter Hund.

Bis denne :icon_hug:
 

Amintha

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We.nn Du gesundheitlice Einschränkungen angibst, muss ein Vermittler Dich sogar zum äD schicken.

Liebe Kerstin - ich hatte bereits gestern abend eine Antwort geschrieben, aber wahrscheinlich nicht abgeschickt nach der Vorschau :doh: Danke, das ist eine klare Ansage, die ich direkt beim ersten Gespräch ansprechen werde.

Aer in der Arbritssichend-Zeit muss man sich eigentlich auch schon der Vermittlung zur Verfügung stellen, kann eingeladen werden und muss sich auf Vermittlungsvorschläge bewerben.

Na gut, dann wird Flensburg halt mein Urlaub.

Hättest Du die Möglichkeit, Dich für diese Zet AU schreiben zu lassen? Dann müsste Dir zwar Dein Arbeitgeber Deinen Urlaub auszahlen und Du würdest für diese Tage kein ALG bekommen, aber zumindest einem Inlands-Urlaub dürfte nichts im Wege sehen.

Ich weiß nicht wie - meine zuständige Krankenversicherung hat ihren Sitz in NRW, ein Schleswig-Holsteinischer Arzt soll mich krankschreiben? Mir wurde von der Krankenkasse gesagt, dass mich mein Arbeitgeber am 31.12.2018 abmeldet, ich mich dann am neuen Sitz anmelden müsste, oder die Agentur macht es.. irgendwie so. Ausserdem kenne ich noch keinen Doc in Flensburg, bin doch ab dem 3.11 oben. Kann es nicht verschieben = Wohnung gekündigt, Spedition+Sozialkaufhaus bestellt, Datum für die Wohnungsübergabe festgezurrt (bibber).

Urlaub auszahlen lassen: Da kommt nicht viel bei rum, ich bin Steuerklasse 1, die wird abgezockt.

Meine Pflichten derzeit = eventuelle Termine bei der Agentur wahrnehmen, 1x am Tag an den Briefkasten gehen. Ich baue darauf, dass die Agentur vor Weihnachten anderes zu tun hat als mich zu nerven, mal sehen. Wenn ich eh eine Sperre von Jan-März 19 erwarten darf, dann habe ich ja quasi Urlaub. Ich bin eh gespannt was mir die Vermittlerin anbieten kann - ich habe einen Schmalspurjob und ausser Ehrenamt fällt mir nichts ein.
 

Doppeloma

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Hallo Amintha,

auch wenn das von @Kerstin-K kam, werde ich dir mal meine Gedanken dazu mitteilen.

Ich weiß nicht wie - meine zuständige Krankenversicherung hat ihren Sitz in NRW, ein Schleswig-Holsteinischer Arzt soll mich krankschreiben?

JEDER Kassenarzt in ganz D kann / darf dich AU schreiben, völlig EGAL bei welcher Krankenkasse du versichert bist, du musst auch nicht die KK wechseln wenn du das nicht möchtest. :icon_evil:

Wir sind auch noch immer bei unserer Brandenburger KK versichert, da waren wir schon unser "halbes Leben" als wir dann nach Rügen umgezogen sind.
Manchmal haben wir sogar den Eindruck, dass die jetzt viel "wohlwollender" mit uns umgehen, nur damit wir nicht in die regionale KK wechseln werden ... :icon_hihi:

Kann "Einbildung" sein aber wir haben bisher (nun schon fast 5 Jahre) noch keine ernsten Probleme gehabt, die Ärzte rechnen dort ab, wo der Patient versichert ist, dafür gibt es ja keine "Wahl-Grenzen" mehr. :icon_evil:

Mir wurde von der Krankenkasse gesagt, dass mich mein Arbeitgeber am 31.12.2018 abmeldet, ich mich dann am neuen Sitz anmelden müsste, oder die Agentur macht es.. irgendwie so.

Das ist ja auch korrekt, der AG zahlt ja zukünftig keine Beiträge mehr für dich weil das Arbeits-Verhältnis nicht mehr besteht = Abmeldung vom AG zum 31.12.2018.
Bist du ab 01.01.2019 bei der (neuen) AfA gemeldet (mit Bescheid im Leistungsbezug), dann wirst du darüber auch wieder versichert sein = die melden dich zum 01.01.2019 wieder bei deiner KK an (wenn du selbst die KK NICHT wechseln möchtest).

Falls du die KK aus persönlichen Gründen wechseln möchtest, dann musst du bei der AfA mit dem Antrag zusammen die Mitgliedsbescheinigung der neuen KK einreichen, die melden dich also dort an, wo DU das entscheidest.

Bist du bereits AU geschrieben, dann läuft die Krankenversicherung DIREKT über diese AU bei der Krankenversicherung wenn dein Arbeitsverhältnis dann "abgemeldet" wurde ... darum sollte es dann auch keine Lücken mehr in der AU-Bescheinigung geben nach Ende deines Arbeitsvertrages.

Ausserdem kenne ich noch keinen Doc in Flensburg, bin doch ab dem 3.11 oben. Kann es nicht verschieben = Wohnung gekündigt, Spedition+Sozialkaufhaus bestellt, Datum für die Wohnungsübergabe festgezurrt (bibber).

Darum hast du ja noch genug Zeit dir dort einen Arzt zu suchen, der zunächst mal deine AU-Bescheinigung übernehmen könnte (wenn ihr euch "beschnuppert" habt), wenigstens noch während dein Arbeitsverhältnis besteht.

Deinem AG kann es ja letztlich egal sein, ob er dann Lohn für deinen Urlaub zahlt oder als "Lohnfortzahlung im Krankheitsfall", das endet in jedem Falle mit dem Ende der Kündigungsfrist und dann MUSS die KK das übliche Krankengeld übernehmen (berechnet nach deinem letzten Einkommen).

Urlaub auszahlen lassen: Da kommt nicht viel bei rum, ich bin Steuerklasse 1, die wird abgezockt.

Urlaubsabgeltungen sind aber steuerbegünstigt, da kannst du noch gut was zurück bekommen bei der nächsten Einkommenssteuer-Erklärung, wenn du bisher noch nie eine gemacht haben solltest, dann wird es höchste Zeit. :idea:

Als Rentner bist du die ersten Jahre unbedingt dazu verpflichtet ... dazu später (auf Wunsch / bei Bedarf) mehr, warum das so ist.

Meine Pflichten derzeit = eventuelle Termine bei der Agentur wahrnehmen, 1x am Tag an den Briefkasten gehen. Ich baue darauf, dass die Agentur vor Weihnachten anderes zu tun hat als mich zu nerven, mal sehen. Wenn ich eh eine Sperre von Jan-März 19 erwarten darf, dann habe ich ja quasi Urlaub.

Derzeit hast du noch keine besonderen Pflichten, theoretisch arbeitest du ja noch bei deinem bisherigen AG, was soll man da schon laufend mit dir zu besprechen haben ... besonders wo bald der Zuständigkeitswechsel (durch den Umzug) ansteht.

Während einer Sperre hast du allerdings KEINEN Urlaub, denn du musst der Vermittlung trotzdem zur Verfügung stehen und dann hast du täglich deinen Briefkasten zu leeren usw.
Inzwischen wird zumindest die Krankenversicherung schon ab Beginn einer Sperre gezahlt, das war mal anders ... da war man den 1. Monat nicht mal versichert.

Ich bin eh gespannt was mir die Vermittlerin anbieten kann - ich habe einen Schmalspurjob und ausser Ehrenamt fällt mir nichts ein.

Na-Ja, vom Ehrenamt kann man ja kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten, was man dir so "anbieten" könnte hat zumindest einige Kriterien zu erfüllen, die du im § 140 SGB III finden kannst.

Das solltest du zur Not auswendig lernen und dann wird es wohl NIX geben was man dir "zumutbar" anbieten könnte, zumal die AG auch nicht wirklich so "wild" sind auf die rentennahe Generation, wie uns die Politik das immer erzählen möchte. :icon_evil:

Je mehr DU dazu einforderst (Arbeitsmarkt-Analyse / Beratung / Vermittlung), umso eher wird man dich in Ruhe lassen. :idea:

Noch mehr Ruhe wäre natürlich (vorerst) möglich wenn du im Januar einfach mitteilen kannst, dass du weiterhin (auf nicht absehbare Zeit) AU geschrieben bist, dann möchte man sich mit dir erst (bei der AfA) befassen wenn du wieder gesund und vermittelbar bist. :idea:

Bis dahin könnte sich dann auch die "Sperr-Frage" durch Zeitablauf erledigt haben ... :peace:
Das wird auch von der "Geduld" deiner KK abhängen, wie lange man akzeptiert, dass du AU geschrieben bist, jedenfalls wenn Krankengeld zu zahlen ist.
Da sind aber ALLE gesetzlichen KK gleich inzwischen, es muss / soll eben überall gespart werden, besonders bei den Kranken ...

Ich bin nicht verletzt, Doppeloma; meine Lebensentscheidung wurde bewusst getroffen und passte zu mir.

Dann ist es ja gut, mir ist direkt eine unserer Trainerinnen aus dem CallCenter eingefallen (wir hatten regelmäßig Schulungen auf die neuen Angebote und Geräte, ich war zuletzt Kundenbetreuerin bei einem Mobilfunk-Anbieter), sie hat uns auch in der ersten Schulung "aufgeklärt", dass sie KEINE Kinder will und das auch nicht zu diskutieren gedenkt. :icon_evil:

Sie war es leid, dass man immer wieder versucht hat, an ihre (angeblich) "angeborenen Mutterinstinkte" zu appellieren, ich fand das sehr offen von ihr und akzeptiere das durchaus auch, dass Frauen nicht "automatisch" auch Mütter werden (wollen) "müssen".

Für mich war das kein Lebensweg, ich kam aus einer Kinderreichen Familie, aber das müssen Frauen auch dann für sich selbst entscheiden dürfen, ich hatte aber trotzdem meinen ganz persönlichen "Plan" dafür.

Mit über 40 wollte ich ganz sicher KEINE Kinder mehr (wie meine Mutter, sie bekam dann sogar noch Zwillinge) und wenigstens 2 sollten es sein (bis ich 30 bin :bigsmile:) aber mehr nicht unbedingt. :icon_evil:

Diesen Plan konnte ich umsetzen, wenn auch nicht so ganz ohne Schwierigkeiten, meine beiden Mädels sind fast 10 Jahre auseinander ... aber mit 29 Jahren hatte ich meine Familienplanung erfolgreich abgeschlossen. :icon_biggrin:

Inzwischen haben wir 2 süße Enkel, die uns viel Freude machen und gerne mal bei Oma und Opa auf Rügen die Ferien verbringen.
Vor meiner OP war der erste Enkel-Nachwuchs unterwegs und ich hatte große Angst, das gar nicht mehr zu erleben ...

Wenn dich die Geschichten nicht so berühren würden, wärst du hier nicht so engagiert und hilfsbereit! Deine Antworten sind klar, du redest Tacheles und das ist auch bitter nötig, um das Gespinst aus Hilflosigkeit, Resignation, falschen Informationen etc. zu durchbrechen. Betüddeln hilft bei dieser chirurgischen Methode nicht.

Das siehst du völlig richtig, ich versuche immer möglichst noch die größten Fehler zu verhindern, teilweise gerade WEIL ich sie selber irgendwann gemacht habe und zu spät dann die "eingebrockte Suppe" auslöffeln musste.

Genauso ging es mir in der Konferenz nach der Kur! Alle erwarteten von mir, dass es so weitergeht wie bisher, da ich ja nun "repariert" bin.

Bei mir war es zuerst die KK, der ich "unbedarft" meinen AHB-Reha-Bericht überlassen hatte, man wolle mir doch "helfen" nun schnell wieder gesund (= Arbeits-FÄHIG) zu werden, dass dafür NUR die behandelnden Ärzte zuständig sind, habe ich erst später verstanden.

Im Reha-Bericht (Herz-Reha) stand geschrieben, dass man "annimmt" ich könne in ca. 8 weiteren Wochen soweit sein, die Arbeit wieder aufzunehmen, also bekam ich dann ein Schreiben, dass der MDK (angeblich) beschlossen habe ich könne nun wieder arbeiten gehen.
Es waren schon fast 12 Wochen nach der AHB das war wohl "KK-Geduld" genug, mein AG hätte mir gerne das "Hamburger Modell" ermöglicht (der behandelnde Arzt war auch dafür) aber die KK hatte KEINEN Bock mehr Krankengeld dafür zu zahlen und hat das als überflüssig abgelehnt.

Und da kam ich und wollte eine große, konkret beschriebene und ausgearbeitete Arbeitserleichterung! Welche Unverschämtheit! Welcher Verrat am jahrzehntelang etablierten gegenseitigen Ausbeuten!

Dazu kann ich mich also nicht beklagen, das wurde ohne großes Brimborium angeboten, nach Empfehlung unseres Betriebsarztes, der wenig Begeisterung zeigte, dass ich überhaupt dort wieder arbeiten "wollte".
Später habe ich erfahren, dass er mich bei der KK unterstützt hätte wegen der "langsamen Wiedereingliederung" aber ich habe das einfach "hingenommen" und erst mal meinen ganzen offenen Urlaub genommen, den mir die Chefin (aus echter Sorge) förmlich "aufgedrängt" hatte.

Schon in der vorbereitenden Schulung stellte ich dann fest, dass ich das Alles gar nicht mehr "packen und behalten KANN", nach 2 Stunden bekam ich schon gar nichts mehr richtig mit und ich (die TAFFE Doppeloma) bekam immer mehr Panik vor den Kundengesprächen, das gab es früher nicht ... :icon_evil:

So bekam mich die KK dann nach knapp 7 Monaten Arbeitsversuch, komplett psychisch fertig zurück und schickte mich nun nach weniger als 4 Monaten in psychosomatische Reha ...
Den Bericht bekam die KK NICHT mehr und der MDK hatte bereits (vor der Reha-Aufforderung) die weitere Arbeit bei meiner Firma ausgeschlossen (das wurde zumindest auch in der Reha bestätigt = Entlassung weiter AU), andere Arbeit gab es dort ebenfalls nicht.
Entlassen hat mich mein AG aber trotzdem nicht, also konnte man mich (vor der Aussteuerung nach 78 Wochen) auch nicht in die Arbeitsvermittlung der AfA abdrängen. :icon_evil:

Bei der AfA wurde ich dann (nach der Aussteuerung) zum ÄD geschickt, in diesem Falle ist das Vorschrift (heute wird meist per "Aktenlage" begutachtet) und anschließend schriftlich aufgefordert EM-Rente zu beantragen ...
Dann hat man mich bei der AfA 18 Monate fast in Ruhe gelassen und brav mein ALGI überwiesen ... bis der Anspruch abgelaufen war ... da war meine EM-Rente bereits am Sozialgericht "in Arbeit" ...

Es hätte auch Rügen an der Küste sein können, nur nicht am Bodden, die Stechmücken sind auf Touristen trainiert. Ich sehe heute noch meinen damaligen Freund in einer Wolke aus melkwütigen Mücken, seine Schreie und das Gefluche........ So ein Rentnerleben wäre auch Klasse für mich gewesen.

Bei uns (ganz im Norden der Insel) sind kaum Mücken, es gibt überhaupt sehr wenige "Fliegviecher", außer Möven und viele andere Vögel, sogar Fledermäuse "wohnen" wohl in der Nähe und ziehen in der Dämmerung ihre Kreise zwischen unseren Wohnhäusern.
Trotzdem haben wir uns gleich für JEDES Zimmer ein (fest installiertes) Gaze-Fenster "gezimmert", denn mich haben die Stechtiere auch immer besonders gerne gehabt, ich kann mich gerade an meinen letzten Mückenstich gar nicht mehr erinnern. :icon_kratz:

Nächsten Februar sind es schon 5 Jahre, es ist Wahnsinn wie die Zeit vergeht wenn man sich "zu Hause" angekommen fühlt und keine besonderen Sorgen mehr hat, für uns war es in JEDER Hinsicht die richtige Entscheidung ...

Aus Neugierde: Falls du Wessie bist, fühlst du dich als Rüganer voll integriert oder wirst du angefremdelt? Dieser Gedanken hat mich letztendlich Abstand nehmen lassen von allen nordöstlichen Küstengebieten.

Schade, dass du solche Gedanken hast, es ist meist eher umgekehrt, ich kenne Viele, die in den "alten Bundesländern" auf die Dauer nicht "warm" geworden sind ...
Ich bin geborene Ost-Berlinerin, lebte aber schon lange im "Speckgürtel", was man auch immer mehr an den Preisen / Mieten bemerkt hat.
Mein Männe ist eine waschechte Nordsee-Krabbe, wir haben uns auf der DRV-Umschulung (Ende der 90-er des letzten Jahrtausends :icon_hihi:) "im Westen" kennenglernt und ER ist für mich in den "Osten" übergesiedelt.

Unseren ersten gemeinsamen Urlaub haben wir hier auf Rügen gemacht in dem Ort wo wir jetzt wohnen, ER wollte unbedingt Rügen kennenlernen, ich war als Kind schon mal auf Rügen gewesen und es war eine sehr schöne Erinnerung.
Wir lieben beide das Meer aber die Nordsee ist uns zu heftig, uns gefällt es hier besser (hier ist IMMER Wasser da :bigsmile:) und unserer Gesundheit auch, so haben wir bald gemeinsam davon geträumt HIER mal den Lebensabend zu verbringen.

Als es dann endlich möglich war, sind wir (nach fast 8 Jahren) endlich wieder 2 Wochen in Urlaub hier gewesen und mit dem Vor-Vertrag für die Wohnung wieder zurück gefahren, der Maler war auch schon bestellt ... :cheer2:

Es war als wären wir endlich dort ankommen, wo wir schon IMMER BEIDE hingehört haben, wir wurden wirklich bisher von Jedem freundlich aufgenommen, Niemand fragt wo du her kommst, ob Ost oder West ... :icon_evil:

Wir sind ja irgendwie "Beides", es interessiert aber Keinen, wir fühlen uns hier heimisch und das von der ersten Sekunde an. :icon_daumen:

Meine jüngere Tochter plant nun auch nach Rügen umzuziehen, sie hat in Hamburg studiert und findet als Lehrerin überall Arbeit und ihr Mann ist aus Kiel, wir kennen damit also überhaupt KEIN Berührungsängste. :icon_evil:
Es gibt überall Menschen mit denen man "kann" und mit denen man nicht "kann", ich glaube wir beide würden uns auch sehr gut verstehen ... :peace:

Mir graut es davor - ich gehöre zur Rubrik "schwierige Patientin" weil ich vieles hinterfrage, alles genau wissen will, mir nichts aufschwatzen lasse etc. Meine derzeitige Ärztin ist auf Nachfrage bereit, mir alle Unterlagen schon mitzugeben.

Schon wieder eine Gemeinsamkeit, denn so sind wir auch "gestrickt" und machen nicht Alles was Ärzte so meinen, nur weil sie einen Kittel anhaben, wir sind auf "Augenhöhe" mit unserem Hausarzt und das ist immer die wichtigste "Bank" ... Sogar eine tolle Schmerztherapeutin hat mein Männe gefunden, obwohl uns das erst Sorgen bereitet hatte (die sind sehr rar), der Termin war schon fest, ehe wir umgezogen sind ...

Für Fachärzte muss man meist nach Bergen (in die dortige Klinik), das sind etwa 20 km von uns, aber man kann mit dem Zug fahren ODER Männe nutzt inzwischen den Fahrdienst dafür, den die Pflegekasse bezahlt.

Meine "Klappe" kann ich hier vor Ort prüfen lassen, Internist und HNO ist hier ansässig.
Wir kommen auch miteinander klar, muss ja nur 1 Mal im Jahr dort hin (zum Ultraschall) so lange alles in Ordnung ist, den Rest macht der Hausarzt ... bei Problemen ist sowieso Klinik fällig ... gute Herzkliniken sind in Stralsund, Greifswald und Rostock.

*flüstert* Doppeloma, ich find es Klasse, dass du mir ein wenig aus deinem Leben erzählt hast, dein Schutzschild durchsichtig wurde - danke für das Vertrauen. Ich rechne es dir sehr hoch an! Und klar, es bleibt unter uns, du hast einen Ruf zu verlieren als harter Hund.

Wie du nun lesen musst bin ich kaum noch zu bremsen, wenn man Interesse signalisiert, was ich hier preisgebe ist nur wenig (sehr wenig) aus meinem Leben und das kann JEDER wissen ... "der Lack ist sowieso schon lange ab" ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

Amintha

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Bist du bereits AU geschrieben, dann läuft die Krankenversicherung DIREKT über diese AU bei der Krankenversicherung wenn dein Arbeitsverhältnis dann "abgemeldet" wurde ... darum sollte es dann auch keine Lücken mehr in der AU-Bescheinigung geben nach Ende deines Arbeitsvertrages.

Nur zum besseren Verständnis:
AUs bis zum 31.12.18 schicke ich dann an meinen AG+ DAK Wuppertal
AUs ab 1.1.19 an ... Agentur Flensburg (?) und DAK Flensburg

Urlaubsabgeltungen sind aber steuerbegünstigt, da kannst du noch gut was zurück bekommen bei der nächsten Einkommenssteuer-Erklärung

*Seufz* - wie hast du bloß erraten, dass ich mir davor seit Jahren drücke? Ich habe die Steueridentifikationsnummer priestermäßig aufgehoben, aber nach meinem letzten Umzug befand sich das Finanzamt in der Pampa, während der Übergangsfrist wollte mir das Amt die neue Interimsnummer nicht per Telefon durchgeben und na ja... :icon_pfeiff: Es ist mir bekannt, dass ich als Rentner die EKS machen muss. *grummel, schmoll*

Wie sieht es als Arbeitlose/AUlerin aus? Steuer oder nicht? *hoffnungsvoller Blick*

Das siehst du völlig richtig, ich versuche immer möglichst noch die größten Fehler zu verhindern, teilweise gerade WEIL ich sie selber irgendwann gemacht habe und zu spät dann die "eingebrockte Suppe" auslöffeln musste.

Ja, das habe ich sofort angenommen, da ich vor meinem ersten Posting aufmerksam das Forum durchlas und mir Notizen machte. Deine Posts sind mir sofort aufgefallen, und ich hatte gehofft, du würdest mir antworten, da du aus Erfahrung und gegebenem Lehrgeld heraus schriebst. Haste ja auch :icon_knutsch:

Je mehr DU dazu einforderst (Arbeitsmarkt-Analyse / Beratung / Vermittlung)

Könntest du das ein wenig ausführen oder mir Links zum Verhalten meinerseits geben, bitte? Einiges habe ich bereits aus Forenbeitragen notiert - danke an alle, die ihre Erfahrungen preisgaben:icon_klatsch::
- Telefon/Mailadresse löschen lassen, alles nur postalisch kommen lassen (Formular dazu ist bereits auf meinem PC)
- alles nur auf Papier, mit Kopie und Eingangsstempel
- nichts sofort unterschreiben (EGV), zuerst im Forum prüfen lassen ... bin aber auch Mitglied im SOVD, ist das auch ok?
- sollte mir INGA angeboten werden, genau erfragen: Warum gerade dort? Welche Besserung im Vergleich zur normalen Beratung? Gibt es über INGA mehr Kontake zu Arbeitgebern als in der üblichen Beratung?
- Rechtsbehelfsbelehrung/Rechtsrelevanzien nur schriftlich akzeptieren
- bei Vermittlungsvorschlägen direkt um die Formularanträge bitten, die Bewerbungskosten/Fahrtkosten erstatten - auch den Bescheid dazu in schriftlicher Form danach
- interessiert und aufgeschlossen wirken
- § 140 SGB III auswendig lernen (die Formel 20%, 30%, gleich hatte ich schon) - Sorgen macht mir der Passus, dass ein Umzug zumutbar ist. Ich bin doch grad umgezogen :icon_motz:

Noch mehr Ruhe wäre natürlich (vorerst) möglich wenn du im Januar einfach mitteilen kannst, dass du weiterhin (auf nicht absehbare Zeit) AU geschrieben bist, dann möchte man sich mit dir erst (bei der AfA) befassen wenn du wieder gesund und vermittelbar bist

Ich werde es versuchen, kann mich allerdings schlecht als hilfsbedürftig verkaufen. Habe immer noch die Entschuldigung zweier Ärzte im Ohr, dass sie erst an meinen Werten erkannten, wie es um mich steht. Kennst du ja sicherlich, gell? Rückwärts 10 km täglich im tiefen Schnee barfuss, bergauf zur Schule? Gejagt von Mammuts, Säbelzahntigern, die du einhändig erlegt hast?

Ohne Faxen, du hast eine Menge durchgemacht. Ich finde es generell eine bodenlose Sauerei, dass Menschen in einer hilfsbedürftigen Lage vom (Sozial-,Medizin-)system eher im Stich gelassen und abgewimmelt werden, als Hilfe und Schutz zu erhalten! Dass gerade die, die Hilfe benötigen, und denen daher die Kraft fehlt, für sich einzustehen, irgendwoher dann doch noch Kraft zusammenkratzen müssen, um nicht im Behördenwirrwarr unterzugehen oder mit Nachteilen im Stich gelassen werden. Das Schlimmste dabei ist: Das System ist von Menschen gemacht - es sind Menschen die die Vorschriften auslegen und wiederum Menschen, die es anderen Menschen antun.

Gut, dass es dieses Forum und engagierte Schreiber gibt!

Wir sind ja irgendwie "Beides", es interessiert aber Keinen, wir fühlen uns hier heimisch und das von der ersten Sekunde an.

Es freut mich, dass ihr euch heimisch fühlt und angenommen wurdet!

Wie gesagt, die ehemalige Biolehrerin auf Rügen hatte mich nachhaltig beeindruckt - ich war ungefähr 1996 dort - aber so sorgfältig sie auch ihre Worte wählte, ich spürte schon Schuld, die selbe Herkunft wie die der Westheuschrecken zu teilen, die Rügen ausverkaufen wollten und den Naturschutz gefährdeten. Zu der Zeit war halt noch vieles frisch, auch wenn sie/ich die gleiche politische Einstellung teilten. Nun, ich habe diese Scheu behalten. Ausser Rügen hatte ich noch Stralsund, Rostock, Greifswald in Betracht gezogen, aber aufgrund der damaligen Zusammensetzungen im Rat wusste ich, dass ich dort nicht glücklich werden könnte.

Ja, Doppeloma, ich glaube auch, dass wir uns sehr gut verstehen und die Köpfe heißreden würden :feiern: um dann gemeinsam in den Sonnenuntergang zu blinzeln.
 

Amintha

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Fabian

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Wenn Sie ein ärztliches Attest hat, gesundheitliche Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz und eine andere Position in dem Unternehmen nicht möglich ist, sollte das AAmt dies akzeptieren ohne Sperrzeit. Darüber hinaus hat Sie Ihren Arbeitsplatz verloren, da könnte man doch auch eine Entschädigungsabfindung in Betracht ziehen?
 
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