Frage zur Zumutbarkeit nach Bemessungsentgelt

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Aras

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Hallo,

innerhalb der ersten sechs Monate einer Arbeitslosigkeit sind Arbeitsangebote unzumutbar, wenn sie einen bestimmten Satz unter dem ALG1 Bemessungsentgelt liegen.

Jetzt ist der Fall, ich ich über die 6 Monate hinaus bin, die ersten knapp fünf Monate aber vor über zwei Jahren waren und zwar nach § 125, also weil ich ausgesteuert wurde und auf den Beginn einer Reha geartet habe. Vermutlich zählt es aber zu dieser Frist dazu, oder?
 

Doppeloma

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Hallo Aras,

innerhalb der ersten sechs Monate einer Arbeitslosigkeit sind Arbeitsangebote unzumutbar, wenn sie einen bestimmten Satz unter dem ALG1 Bemessungsentgelt liegen.

Richtig und danach darf das Einkommen (entsprechend der zugrunde liegenden Arbeitszeit /Wochenstunden) unter Abzug der arbeitsbedingten Aufwendungen (Werbungskosten /Fahrtkosten) NETTO NICHT niedriger sein, als der Betrag des Arbeitslosengeldes monatlich.

Schau dir mal den § 140 SGB III dazu genauer an. :icon_daumen:

§ 140 SGB III*Zumutbare Beschäftigungen

Jetzt ist der Fall, ich ich über die 6 Monate hinaus bin, die ersten knapp fünf Monate aber vor über zwei Jahren waren und zwar nach § 125, also weil ich ausgesteuert wurde und auf den Beginn einer Reha geartet habe. Vermutlich zählt es aber zu dieser Frist dazu, oder?

Das ist Vergangenheit, es beginnen diese Fristen (für die Zumutbarkeit) erneut bei einer neuen Arbeitslosigkeit, man hat ja nach über zwei Jahren auch nicht mehr unbedingt das gleiche Bemessens-Entgelt, es zählt ja (fast) immer das zuletzt erzielte Einkommen dafür.

MfG Doppeloma
 

Aras

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Das ist Vergangenheit, es beginnen diese Fristen (für die Zumutbarkeit) erneut bei einer neuen Arbeitslosigkeit, man hat ja nach über zwei Jahren auch nicht mehr unbedingt das gleiche Bemessens-Entgelt, es zählt ja (fast) immer das zuletzt erzielte Einkommen dafür.

Das derzeitige ALG1 ist in gleicher Höhe wie damals und beruht auf der gleichen Berechnung. Es ist nur eine Weiterbewilligung. Ich habe seitdem kein Erwerbseinkommen mehr gehabt. Allerdings Übergangsgeld im Rahmen einer Umschulung. Das wiederum beruht ebenfalls auf dem damaligen Einkommen. Zuletzt habe ich im Februar 2008 Erwerbseinkommen gehabt. Das ist die jeweilige Berechnungsgrundlage. Aufgrund Reha usw. greift bei mir die Regelung, dass der ALG1 Zeitraum (diese 2 Jahre mit 12 Monate Erwerbseinkommen) erhöht ist.

Wie rechnet man denn sowas aus?
Das Bemessungsentgelt sind 67,20 EUR; Leistungsentgelt 45 EUR und Tagessatz: 27 EUR.

Also ich bekomme jetzt 810 EUR. Das netto jetzt dürfte nicht niedriger sein? Oder hab ich da was falsch verstanden?
 
E

ExitUser

Gast
Einmal vorausgesetzt, daß deine Arbeitslosigkeitsdauer (im Sinne der Zumutbarkeitsregelung) jetzt länger als sechs Monate dauert und daher Nettoentgelte zu vergleichen sind:

Das Nettoentgelt einer dir angebotenen Beschäftigung darf nicht unter deinem Arbeitslosengeld, also nicht unter 810 Euro monatlich, liegen.

Lohnsteuer und Sozialabgaben lassen sich ja verhältnismäßig einfach ausrechnen, aber bei den dir entstehenden Werbungskosten (Fahrtkosten zur Arbeitsstätte, selbst beschaffte Arbeitsmittel, Gewerkschaftsbeiträge und ähnliches) solltest du genau nachrechnen, falls diese einen größeren Betrag ausmachen können.

Falls du zuvor in Teilzeit beschäftigt warst und jetzt eine Beschäftigung mit längerer Arbeitszeit angeboten bekommst, muß dieselbe Rechnung für den Stundenlohn aufgemacht werden. Zumutbarkeit darf also nicht allein durch eine längere Arbeitszeit hergestellt werden.
 
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