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frage zur Verrechnung von Nebenverdienst

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Inkasso

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#1
ALG 2 Empfängerin arbeitet unter Kenntnis der ARGE seit 3 monaten als Lehrerin (französisch) für die VHS ( 3 Stunden in der Woche)
Und erhält nach Beendigung der Seminare rund 900 € für die Tätigkeit der letzten 3 Monate.

Frage :
Werden diese 900 € auf die letzten 3 Monate aufgeteilt ( Also 300 pro Monat= oder wird komplett mit dem Auszahlungs monat verrechnet ?

liebe Grüße
 

lopo

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#2
Hallo.

3) 1Einmalige Einnahmen sind von dem Monat an zu berücksichtigen, in dem sie zufließen. 2Abweichend von Satz 1 ist eine Berücksichtigung der Einnahmen ab dem Monat, der auf den Monat des Zuflusses folgt, zulässig, wenn Leistungen für den Monat des Zuflusses bereits erbracht worden sind. 3Einmalige Einnahmen sind, soweit nicht im Einzelfall eine andere Regelung angezeigt ist, auf einen angemessenen Zeitraum aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag anzusetzen.
http://www.gesetze-im-internet.de/algiiv/__2.html
 

Inkasso

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#3
Danke für die Antwort lopo

Einmalige Einnahmen sind, soweit nicht im Einzelfall eine andere Regelung angezeigt ist, auf einen angemessenen Zeitraum aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag anzusetzen.
------------
Das müsste doch eigentlich bedeuten das hier in dem 900 € VHS Fall jeweils 300 € pro Monat rückwirkend berrechnet werden ? Oder liege ich falsch ?
Es gab das Geld erst Nach 3 Monaten Arbeit als Lehrerin
--------------

Einmalige Einnahmen sind von dem Monat an zu berücksichtigen, in dem sie zufließen.
-----------
Nach diesem Text wird voll verrechnet !?


gruß
jürgen
 

lopo

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#4
Hallo Inkasso,

die nicht für alle verbindlichen Durchführungshinweise der Arbeitsagentur sagen hier folgendes :

Einmalige Einnahmen sind auf einen angemessenen Zeitraum aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag anzusetzen, soweit nicht im Einzelfall eine andere Regelung angezeigt ist (§ 2 Abs. 3 Satz 3 Alg II-VO). Sind Leistungen für den Monat des Zuflusses bereits erbracht worden, ist die Anrechnung in der Regel ab dem auf den Zufluss folgenden Monat vorzunehmen.

Der angemessene Zeitraum ist nach pflichtgemäßem Ermessen festzusetzen. Dabei sollte der Anrechnungszeitraum grundsätzlich so kurz wie möglich gehalten werden.

Die Anrechnung ist daher im Regelfall in einer Summe vorzunehmen, wenn der aus der einmaligen Einnahme anzurechnende Betrag geringer ist als die Differenz zwischen dem Gesamtbedarf und einem ggf. anzurechnenden laufenden Einkommen. Der Zuschlag nach § 24 und Zuschüsse nach § 26 sind dabei nicht in die Berechnung einzubeziehen.

Dabei sind im Rahmen der Ermessensausübung die Auswirkungen einer Beendigung des Leistungsbezuges auf laufende Eingliederungsmaßnahmen, den Zuschlag nach § 24 und insbesondere auf den Krankenversicherungsschutz zu berücksichtigen.

Insbesondere die Pauschale für angemessene private Versicherungen in Höhe von 30 € und die Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen (z. B. Kfz-Versicherung) sind für jeden Monat, für den einmaliges Einkommen angerechnet wird, zu berücksichtigen.

Nachlesen ab Randziffer 11.60

http://www.arbeitsagentur.de/zentra...stextAend-11-SGB-II-Zu-beruecks-Einkommen.pdf
 

Inkasso

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#5
Heute kam die Verrechnung wie von Lopo vorausgesagt.
Man bietet an die Einnahme in 3 bis 4 Raten mit der ARGE Zahlung zu verrechnen

Ich habe da noch eine Zusatzfrage in Zusammenhang mit der VHS Tätigkeit!

Die im letzten jahr an die VHS beglichene Gebühr (war Bedingung um das Zertifikat als Lehrerin zu bekommen ) von immerhin 200 € (war als Rechnung der ARGE beigefügt) ist von den Einnahmen (900) nicht abgezogen worden !

Die Zahlung der 900 von der VHS war im Dezember 06
Die Überweisung an die VHS im Vorfeld war im Juli 06

liebe grüße
 

Martin Behrsing

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#6
Die Zahlungen sind monatlich zu verrechnen. Sollten allerdings die 100 EUR Freibetrag angerechnet werden, können die 200 EUR nicht mehr gelten gemacht werden, da diese in dem Freibetrag enthalten sind.
 
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