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Frage zur Senkung der Heizkosten

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daimont

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#1
Hallo!
Ich lese schon seit geraumer Zeit interessiert mit und bin auch schon so manchen Tipps bezüglich Widerspruch etc. gefolgt, mit Erfolg :icon_smile:

Nun habe ich aber folgendes Problem, und würde gerne Eure Meinungen dazu hören.
Wir wohnen zu viert in einem Einfamilienhaus und heizen mit Öl, d.h. wir stellen jedes halbe Jahr einen Antrag auf Übernahme der Heizkosten, warten den Bescheid ab, bestellen dann für die gewährte Höhe Öl und reichen die Rechnung ein.
Vom Mai 08 bis Okt. 08 haben wir €278,94 gewährt bekommen. Vom Nov. 08 bis Apr. 09 €1076,00. Das sind für 12 Monate zusammen €1354,94. Das dies natürlich bei diesem kalten und langen Winter nicht gereicht hat, brauch´ ich bestimmt nicht zu erwähnen. Wir mussten im Februar nochmal €600,00 tanken, welches wir aus "eigener Tasche" finanziert haben.
Nun gut...
Mein Problem ist nun folgendes:
Im April stellte ich erneut einen Antrag auf Übernahme der Heizkosten für 6 Monate. Gestern erhielt ich die Antwort:
"Für den Zeitraum vom 01.05.09 - 30.04.10 werden Heizkosten in Höhe von € 839,04 übernommen. Bitte stellen Sie Ihr Heizverhalten darauf ein."
Weiterhin steht dort: Mit den gewährten Heizkosten in Höhe von €839,04 können die Kosten für Warmwasser (12 x €18,96 = €227,52) nicht gedeckt werden. Diese sind bei Ihrer Ölbestellung selbst zu tragen.

Heißt das, ich darf für 12 Monate nur €611,52 Öl tanken. Wissen die eigentlich wieviele Liter das nur sind??
Ich habe letztes Jahr €1354,94 genehmigt bekommen, und jetzt nur weniger als die Hälfte?? Hat sich irgend etwas bei den Gesetzen geändert? Habe ich vielleicht etwas übersehen? Und warum genehmigen die mir 12 Monate, ich habe doch nur für 6 Monate beantragt (solange, wie mein aktueller Bescheid gültig ist). Ist es vielleicht günstiger für die, wenn Sie Heizkosten im Sommer gewähren?
Ich habe keine Ahnung, wie wir den nächsten Winter überstehen sollen. Bitte darum nach Tipps, bzw. Vorgehensweise / Widerspruch etc.

Danke im Vorraus!
 

Kerstin_K

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#2
Also eine Pauschalierung von Heizkosten ist schonmal rechtswidrig. Das ist auch gar nicht möglich, weil hier ja auch Faktoren reinspielen, die Du gar nicht beeinflussen kannst. Witterung, Isolierung, Ölpreis....

Ich würde gegen den Bescheid Widerspruch einlegen, erstmal soviel tanken, wie bewilligt wurde, damit ihr nicht im Kalten sitzt und dann bei Bedarf einen neuen Antrag stellen.
 
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ExitUser

Gast
#3
Siehe hierzu auch
Sozialgericht Dortmund​
Az.: S 29 AS 176/05​
Urteil vom 13.03.2006



 
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#4
Der Nachweis der selbstvorgelegten Gelder für die Nachlieferung ist der ARGE zur Übernahme ein zureichen.
Zum Warmwasseer: ARGE hat die Kosten der Beheizung komplett zu übernehme und darf dann die vom BSG festgestellten Sätze, ca. 1,9% der Regelsätze, gegenrechnen.
SB scheint hier dringenden Bildungsbedarf zu haben.
 
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10 Jan 2007
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#5
Der Nachweis der selbstvorgelegten Gelder für die Nachlieferung ist der ARGE zur Übernahme ein zureichen.
Zum Warmwasseer: ARGE hat die Kosten der Beheizung komplett zu übernehme und darf dann die vom BSG festgestellten Sätze, ca. 1,9% der Regelsätze, gegenrechnen.
SB scheint hier dringenden Bildungsbedarf zu haben.
 

daimont

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#6
Hallo nochmal und danke, für die bereits erteilten Antworten. Aber irgendwie bin ich mir über die weitere Vorgehensweise immer noch nicht ganz sicher: Vielleicht nochmal vorweg: unser Wohnraum ist "unangemessen" = 4 Personen, ca. 120 qm, KM € 540 (wir stocken die Mietzahlungen selbst immer auf).
Also kann ich das zuvor genannte Urteil (Heizkosten sind in der tatsächlichen Höhe zu übernehmen, wenn die Wohnung angemessen ist) schonmal nicht auf uns übertragen.
Nächster Punkt: Die Nachlieferung, welche von uns selbst bezahlt wurde (ca. €600,00) war im Februar. Kann ich die Rechnung jetzt immer noch einreichen?
Zum Warmwasser: diese 1,9% ziehen die uns immer schon vom Heizgeld ab. Zu Unrecht? Wie kann ich das belegen?

Vielen Dank nochmal!
 

redfly

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#7
Sollte die Wohnfläche vom Haus unangemessen sein, hat euch das Jobcenter bestimmt aufgefordert eine Teil des Hauses zu vermieten. Bei Eigentum kann das ein langwieriger Prozess werden. Wenn ja, habt ihr euch dann um die Vermietung (falls überhaupt möglich) bemüht? Sollte die Wohnfläche tatsächlich zu groß sein, kann die ARGE die Heizkosten deckeln. Aber nur wenn eine Reduzierung der genutzen Fläche möglich war, z. B. auch durch die Stilllegung einzelner Räume. Das ist im Prinzip nichts anderes als wenn bei einer Mietwohnung nicht mehr die volle Miete übernommen wird.
 
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