Frage zur Grundsicherung, ergänzender Leistung und Lohnabzug

Sommer91

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Hi

Ich bin zu 80% behindert (schwerbehinderte)

Pyschich krank und Motorich eingeschränkt

Ich bekomme

617 Euro im Monat an Geld zum Leben

Das besteht aus Grundsicherung

Halbweisenrente und Kindergeld und Miete

Der Einzelfall hälfer wollte das ich in eine behinderwerstad gehe

Meine Frage wen ich in einer behindertenwerstad arbeite bekomme ich Lohn

Wirt Dieser von den sozieleistungen abgezogen zb vom Geld für Wohnen oder vom Geld zum Lebensunterhalt

Achso auf den 1 Arbeitsmarkt kan. Ich nicht arbeiten

Und in einer werstad will ich nicht arbeite wen ich Dan
Weniger Alls jetz zum Leben habe

PS arge und Co sind komplet bei mir raus
Habe
Mich zu Grundsicherung Amt abgeben
 

hansklein

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Lohnen tut es sich evtl. mit Blick auf eine evtl. spätere Rente.
Das bedeutet, sie werden rentenrechtlich so veranlagt, als ob sie 80 Prozent der sozialversicherungsrechtlichen Bezugsgröße verdienten.
2020 hat sich einiges verändert, lies bitte hier

Wegen der Frage der Anrechnung: Abzug Werkstattverdienst Schwerbehindertenwerkstatt
Die Berechnung des Einkommens aus Werkstattlohn ist recht kompliziert.

Vom Werkstattlohn wird ein achtel des Regelsatzes abgezogen. Ein Achtel des maßgeblichen Regelsatzes beträgt 48,88 Euro. Die Differenz beträgt 71,12 Euro. Zu dem Achtel des Regelsatzes 48,88 Euro werden nun noch ein 25% der Differenz (71,12 Euro) = 17,78 Euro addiert.


Regelsatz409 Euro ./. 8= 48,88 Euro
Werkstattlohn – 48,88 =Differenz120 Euro-48,88 Euro= 71,12 Euro
Differenz *25 %71,12 Euro * 25%= 17,78 Euro
anrechnungsfreies Einkommen48,88 Euro + 17,78 Euro= 66,66 Euro
vom Bedarf abzuziehendes Einkommen120 Euro – 66,66 Euro= 53,34 Euro
Ich würde an deiner Stelle nochmal direkt beim Sozialamt nachhaken, ob sich da was geändert hat, auch wegen Corona. Mir kommt die Summe, die du erhälst sehr gering vor, ist das eine eigene Wohnung?
 
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Sommer91

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Ja es ist meine eigene Wohnung

Mein gesetzlich Betreuer und mein sozilbeistad

Sagen das wehre das maximum was ich bezahlt bekomme 370 wahr für eine 45 qareatmeter Wohnung im Saarland
 

Seepferdchen 2010

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grün_fink

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Dein Grundsicherungsbedarf müsste eigentlich grob gesagt Regelbedarf 432€ plus Miete sein.

Demzufolge dürftest du eine relativ geringe Miete aktuell bezahlen.
617 Euro im Monat an Geld zum Leben
wenn ich rechne
617-432=185€
dann dürftest du momentan nur 185€ Miete bezahlen?
Stimmt das?
Oder geht da Geld direkt an den Vermieter vom Amt aus?
 

Sommer91

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Das gelt geht direkt vom sozielamt an den Vermieter in Höhe von 370 Euro warm miete

Wen das stimmt das ich mit werstad Gehalt 800 Euro häte müßte

Ich die Wohnung doch Selbt zahlen
 

hansklein

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Eher müsstest du die Miete nicht selbst zahlen, weil vom Werkstatt Verdienst nur ein kleiner Teil angerechnet werden darf.
Du müsstest zumindest 432 Euro zur Verfügung gestellt bekommen ( incl. Kindergeld, Halbwaisenrente) würde mit Miete gesamt 802€ machen. Ohne Werkstattgehalt.
 

Sommer91

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Srty das ich noch mal doof frage mite würde mir weiter gezahlt und der Lohn der
Werstad nur teils angerechnet

Zuwievielen Prozent
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Wen ich das richtig verstanden wehre es mit mite 800
 

hansklein

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Kann man ausrechnen. Ich muss aber nochmal nach korrigieren. siehe Beispielrechnung
Regelsatz 2020=432.-

Grundlage ist der §82 SGB XII
Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist ferner ein Betrag in Höhe von 30 vom Hundert des Einkommens aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit der Leistungsberechtigten abzusetzen, höchstens jedoch 50 vom Hundert der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28. Abweichend von Satz 1 ist bei einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder bei einem anderen Leistungsanbieter nach § 60 des Neunten Buches von dem Entgelt ein Achtel der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 zuzüglich 50 vom Hundert des diesen Betrag übersteigenden Entgelts abzusetzen. Im Übrigen kann in begründeten Fällen ein anderer als in Satz 1 festgelegter Betrag vom Einkommen abgesetzt werden.

Wieviel eine Werkstatt zahlt kommt auch drauf an, wenn du keine Zahl hast, musst du nachfragen. Info Lebenshilfe
Grund-Betrag: Der Grund-Betrag beträgt seit Januar 2020 mindestens 89 Euro monatlich. Jede Person im Arbeits-Bereich bekommt den gleichen Grund-Lohn.
  • Steigerungs-Betrag: Der Steigerungs-Betrag für Werkstatt-Beschäftigte ist unterschiedlich hoch. Es gibt verschiedene Modelle, die mit dem jeweiligen Werkstatt-Rat abgestimmt werden.
  • Arbeits-Förderungs-Geld: Das Arbeits-Förderungs-Geld heißt kurz auch: AFöG. Viele Beschäftigte bekommen im Arbeits-Bereich ein zusätzliches Arbeits-Förderungs-Geld von derzeit 52 Euro monatlich

  • Welche Sachen werden in der Werkstatt noch bezahlt?
    • Fahrt-Kosten: Die Fahrt-Kosten zur Werkstatt bezahlt das Amt. Für den Fahr-Dienst müssen Werkstatt-Beschäftigte nicht bezahlen. Die Fahrt zu der Werkstatt ist für sie kostenlos.
    • Beiträge zur Sozial-Versicherung: Wenn man arbeitet, muss man Beiträge zur Sozial-Versicherung zahlen (Beträge für die Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfall-Versicherung). Das ist zum Beispiel Geld für die spätere Rente. Oder wenn man krank wird und gepflegt werden muss. Oder wenn man einen Unfall hat. Wenn man in der Werkstatt arbeitet, muss man selbst keine Sozial-Versicherungs-Beiträge zahlen. Die Kosten übernimmt das Amt.

Das Gesetz hat sich dieses Jahr aber nochmal geändert, man muss eine Konkrete Lohnzusammensetzung haben, zur korrekten Berechnung.
Das Arbeitsförderungsgeld darf seit 2018 nicht mehr angerechnet werden.
Ein konkretes Beispiel, Lohn
Werkstattbruttoeinkommen in Höhe von 146 Euro, das sich aus einem Grundbetrag von 80 Euro, einem der individuellen Arbeitsleistung entsprechenden Steigerungsbetrag von 14 Euro und einem Arbeitsförderungsgeld von 52 Euro zusammensetzt. Da das Arbeitsförderungsgeld (52 Euro) als Einkommen unberücksichtigt bleibt, ist der Freibetrag auf der Grundlage des verbleibenden Bruttoeinkommens (94 Euro) zu berechnen (s. Kasten unten).

Quelle:
Werkstattbeschäftigte müssen ihr Einkommen nicht in voller Höhe zur Deckung ihres Grundsicherungsbedarfs einsetzen. Gesetzlich klargestellt ist seit 1. Januar 2018, dass das Arbeitsförderungsgeld in Höhe von 52 Euro, welches einen Teil des Werkstattlohnes bildet, bei der Grundsicherung nicht als Einkommen zu berücksichtigen ist. Von dem verbleibenden Einkommen dürfen außerdem Sozialversicherungsbeiträge, eine Arbeitsmittelpauschale in Höhe von 5,20 Euro sowie ein gesetzlich festgelegter Freibetrag wegen Erwerbstätigkeit in Abzug gebracht werden. Die Höhe des Freibetrages beläuft sich auf ein Achtel der Regelbedarfsstufe (RBS) 1 (das ist zurzeit ein Betrag von 53 Euro) plus 50 Prozent des diesen Betrag übersteigenden Entgelts.

Beispiel zum anrechenbaren Werkstatteinkommen
Verbleibendes Werkstattbruttoeinkommen: 94,00 € abzüglich ein Achtel der Regelbedarfsstufe 1: - 53,00
Differenz (= übersteigendes Entgelt): 41,00 € 50 Prozent des übersteigenden Entgelts in Höhe von 41 Euro sind 20,50 Euro. Der Freibetrag beläuft sich daher auf: ein Achtel der Regelbedarfsstufe 1: 53,00 € plus 50 % des diesen Betrag übersteigenden Entgelts: + 20,50 € Summe: 73,50 €
Insgesamt können bei diesem Beispiel folgende Beträge vom Werkstatteinkommen abgezogen werden: Werkstattbruttoeinkommen: 146,00 € abzüglich Arbeitsförderungsgeld: - 52,00 € abzüglich Arbeitsmittelpauschale: - 5,20 € abzüglich Freibetrag: - 73,50 €

Differenz: 15,30 € Bei Werkstattbeschäftigten mit einem monatlichen Einkommen von 146 € werden also 15,30 € auf die Grundsicherung angerechnet. 130,70 € dürfen Werkstattbeschäftigte, die ein Einkommen in dieser Höhe haben, für sich behalten.

Nach der Rechnung: Differenz: Bei Werkstattbeschäftigten mit einem monatlichen Einkommen von 146 € werden also 15,30 € auf die Grundsicherung angerechnet. 130,70 € dürfen Werkstattbeschäftigte, die ein Einkommen in dieser Höhe haben, für sich behalten.

Das heißt, von deinem Regelsatz dürften sie dann nach der Rechnung, bei dem Einkommen, lediglich 15,30€ abziehen, Rest wäre für dich.
 
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Sommer91

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Konkret würde ich bekommen 105
euro Grund Gehalt und

Und 120 arbeislohn
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Meinte die Sozialarbeiterin der
Lebenshilfe zu mir
 

hansklein

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Kannst du dir nochmal genau die Daten geben lassen und zwar:
Grundbetrag xxx€
Steigerungsbetrag xxx€
Arbeitsförderungsgeld xxx€
danach kann man rechnen, alternativ müsste sie dir auch sagen können, was für dich übrig bleibt. Die Rechnungen sind ja gleich.
Bleiben tut auf jeden Fall mehr, als wenn du nichts machst, größter Vorteil ist die Einzahlung von Rentenbeiträgen.
 

hansklein

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Supi. Das macht zusammen sogar 277€.
Rechnung:
Bruttoeinkommen=Grundbetrag+Steigerungsbetrag+AFG=
105.-€+120€+52€ Gesamtbrutto, AFG wird nicht angerechnet, verbleiben
277€-52€=225€

Verbleibendes Werkstattbruttoeinkommen: 225€

abzüglich 1/8 der Regelbedarfsstufe 1= 432€/8=54€
plus 50 % des diesen Betrag übersteigenden Entgelts: (225€-54€)*50%= 85,50€
Freibetrag=54€+85,50€=138,50€
277€ Werkstattbrutto
- 52€ AFG
- 5.20€ Arbeitsmittelpauschale
- 138,50€ Freibetrag
----------------------------
81,30€ würde auf die Grundsicherung angerechnet, 277€-81.,30€=185,70€ würden dir verbleiben wenn die Summen stimmen und ich keine Rechenfehler drin habe, vielleicht schaut noch einer drüber zur Kontrolle., Nat. ohne Gewähr meinerseits, jede Gesetzesänderung bekomme ich als Laie nicht mit, falls sich da noch etwas 2020 geändert haben sollte, wenn dann meistens eher zum Vorteil. Das müssten dir die zuständigen Stellen auch bestätigen können.
 
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