Frage zur Erbenhaftung

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hansa

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Hallo zusammen,

hat vielleicht jemand Erfahrung wie es mit der Erbenhaftung aussieht?

Situation:
Eine Bedarfsgemeinschaft bewohnt eine bezahlte Eigentumswohnung.
Im Grundbuch steht der Mann, also ich, als Eigentümer. Nach meinem
Tod erbt meine Frau, die wesentlich jünger ist. Danach ?
Ab wann, oder bei wem kann der Staat im Zuge der Erbenhaftung sich
die Wohnung unter den Nagel reißen ???

Ein Thema, über das meines Erachtens viel zu wenig nachgedacht wird!
Hier sollte, wenn möglich, Vorsorge getroffen werden. Aber wie ???
 

hansa

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So einfach wird es uns die ARGE sicher nicht machen.
Kann vielleicht jemand aus eigener Erfahrung darüber berichten?
 

hansa

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Bitte erklär mal was die ARGE nach dem Tod von Dir und Deiner Frau damit zu tun hat

Das ist es eben ... niemand denkt daran! - auch Du nicht.

habe dies gefunden:
§35 Erbenhaftung
(1) Der Erbe eines Empfängers von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ist zum Ersatz der Leistungen verpflichtet, soweit diese innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall erbracht worden sind und 1 700 Euro übersteigen. Die Ersatzpflicht ist auf den Nachlasswert im Zeitpunkt des Erbfalles begrenzt.
(2) Der Ersatzanspruch ist nicht geltend zu machen,
1. soweit der Wert des Nachlasses unter 15 500 Euro liegt, wenn der Erbe der Partner des Leistungsempfängers war oder mit diesem verwandt war und nicht nur vorübergehend bis zum Tode des Leistungsempfängers mit diesem in häuslicher Gemeinschaft gelebt und ihn gepflegt hat,
2. soweit die Inanspruchnahme des Erben nach der Besonderheit des Einzelfalles eine besondere Härte bedeuten würde.
(3) Der Ersatzanspruch erlischt drei Jahre nach dem Tod des Leistungsempfängers. § 34 Abs. 3 Satz 2 gilt sinngemäß.
Quelle: Erbenhaftung
 

Muzel

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Ob deine Frau letztendlich ausziehen muss, hängt von der Größe der Eigentumswohnung ab. Ich denke mal, dass deine Frau auch bedürftig ist und nicht in der Lage für deine Schulden (Sozialgeld) aufzukommen.
 

hansa

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Ich denke mal, dass deine Frau auch bedürftig ist und nicht in der Lage für deine Schulden (Sozialgeld) aufzukommen.
Genau da liegt ja der Hase im Pfeffer begraben. Dann ist nämlich
zu befürchten, daß die ARGE sich die Wohnung unter den Nagel
reisst und sich somit schadlos hält.
 
E

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Gast
hallo hansa,

dem könntest du zuvorkomen, also der arge, indem du deine frau mit ins grundbuch eintragen lässt und ihr deinen anteil per behinderntestament hinterlässt. desweiteren gäbe es die möglichkeit sie als "vorerben" einzusetzen und sie kommt sofort komplett ins grundbuch als eigentümerin. aber hier bitte die grenzen des schonvermögens beachten. was auch ginge: belaste dein eigentum, dann wird die wohnung schlicht unluckrativ für die arge. wer dich da beraten kann wäre ein notar, bzw. ein fachanwalt "erbrecht". bei dedarf PN an mich. hab einen guten an der hand.

liebe grüße von barbara
 

Muzel

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Wenn man als Vorerbe eingetragen wird, dann darf man über das Grundeigentum nicht verfügen. Das heißt nicht, dass der Staat seine Ansprüche nicht daraus befriedigen darf.
Wie meinst du das mit dem Behindertentestament? Bei dieser Testamentsform wird nach meiner Kenntnis der Behinderte mehr oder weniger enterbt, damit der Staat sich nicht die Sozialhilfe für den Behinderten spart.
 

hansa

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Das mit dem Behindertentestament ist hier keinesfalls praktizierbar.
Die Sache mit dem Vorerben könnte schon interessanter sein.
Da muß ich mal mehr Informationen sammeln.
 

Muzel

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So wie ich das kenne, werden im Behindertentestament die speziellen Leistungen für den Behinderten angerechnet (behindertengerechter Umbau) und der Behinderte bekommt im Testament ganz wenig, damit die Sozialhilfe aus der Leistungspflicht nicht befreit wird.
 
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