Frage zur Berechnung

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Melinda

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Zunächst mal ein herzliches Hallo in die Runde! :smile:

Durch Zuschläge bedingt fallen meine Lohnabrechnungen immer ganz unterschiedlich aus, so dass ich diese jeden Monat zur Neuberechnung der Leistung einreiche. Dies ergibt dann entweder eine Nachzahlung seitens der ARGE oder eine Rückzahlung meinerseits.

Ich habe jetzt im März für den Monat Februar eine Lohnnachzahlung vom Arbeitgeber erhalten (Lohnzahlung und Abrechnung erfolgen immer zum 15ten des Monats).
Diese Nachzahlung ist auf dem Lohnzettel für den laufenden Monat März explizit aufgeführt mit allen relevanten Daten (Bruttolohn, Steuern, Sozialversicherung, Nettolohn).

Nun wüßte ich doch gerne mal auf welcher Grundlage diese Nachzahlung nun berechnet wird, bevor ich den Lohnzettel einreiche.

Werden beide Brutto- und Nettolöhne einzeln zugrunde gelegt, so wie auch in der Abrechnung aufgeführt, oder wäre es auch regulär die beiden Brutto-, wie auch Nettobeträge zu addieren und daraus dann den Betrag zu ermitteln um den sich das Arbeitslosengeld 2 reduziert???

Ich kann das dank eines Rechners aus dem Net auf Euro und Cent genau ausrechnen und habe dabei festgestellt, dass bei Variante eins ein viel geringerer Betrag als anzurechnendes Einkommen abgezogen würde als bei Variante zwei.

Vielleicht kennt sich ja jemand speziell damit aus und kann mir dazu etwas Fundiertes sagen.

Danke schon mal für's Lesen.

Viele Grüße von Melinda
 

Arwen

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Zunächst mal ein herzliches Hallo in die Runde! :smile:
Hallo Melinda!

Durch Zuschläge bedingt fallen meine Lohnabrechnungen immer ganz unterschiedlich aus, so dass ich diese jeden Monat zur Neuberechnung der Leistung einreiche. Dies ergibt dann entweder eine Nachzahlung seitens der ARGE oder eine Rückzahlung meinerseits.
Kenne ich... um das zu vermeiden, habe ich einen Mittelwert der letzten 12 Monate gewählt bzw. etwas höher angesetzt, damit keine Rückforderungen kommen; den Betrag könnte ich jederzeit wieder ändern.

Ich habe jetzt im März für den Monat Februar eine Lohnnachzahlung vom Arbeitgeber erhalten (Lohnzahlung und Abrechnung erfolgen immer zum 15ten des Monats).
Diese Nachzahlung ist auf dem Lohnzettel für den laufenden Monat März explizit aufgeführt mit allen relevanten Daten (Bruttolohn, Steuern, Sozialversicherung, Nettolohn).

Nun wüßte ich doch gerne mal auf welcher Grundlage diese Nachzahlung nun berechnet wird, bevor ich den Lohnzettel einreiche.
Ich schätze, dass das Ewerbs-Einkommen insgesamt zur Berechnung zugrundegelegt wird und daraus dann der Freibetrag errechnet wird...

Werden beide Brutto- und Nettolöhne einzeln zugrunde gelegt, so wie auch in der Abrechnung aufgeführt, oder wäre es auch regulär die beiden Brutto-, wie auch Nettobeträge zu addieren und daraus dann den Betrag zu ermitteln um den sich das Arbeitslosengeld 2 reduziert???

Ich kann das dank eines Rechners aus dem Net auf Euro und Cent genau ausrechnen und habe dabei festgestellt, dass bei Variante eins ein viel geringerer Betrag als anzurechnendes Einkommen abgezogen würde als bei Variante zwei.
Die 100 Euro Freibetrag zum Beispiel, stehen Dir ja nicht pro Zahlung Erwerbseinkommen zu, sondern nur einmal auf die Komplettsumme Erwerbseinkommen. Wer das anders sieht, soll mich bitte korrigieren, ich bin kein wandelndes Gesetzbuch... ;)


Vielleicht kennt sich ja jemand speziell damit aus und kann mir dazu etwas Fundiertes sagen.
Ich google mal ein bisschen...

Danke schon mal für's Lesen.

Viele Grüße von Melinda
Gruß von Arwen
 

Arwen

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Bisher habe ich nichts Eindeutiges gefunden...

...bei "foren.duisburg" (Forum der SBs) habe ich gerade über einen anders gelagerte Fall gelesen, in dem es darum ging, wie einmaliges Einkommen, das über mehrere Monate gestreckt wird, zu berechnen wäre bzgl. des 100 Euro Freibetrags z.B.

Die einen waren der Meinung, die 100 Euro seien jeden Monat der Anrechnung eines Teilbetrags des einmaligen Erwerbseinkommens zu gewähren, die anderen sagen, nein, nur einmal zu Beginn der Anrechnung.

Aber das hilft Dir jetzt ja auch nicht weiter.

Ich hoffe, hier können andere aus dem Forum helfen, sorry.

Gruß, Arwen
 

Melinda

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Hallo Arwen,


vielen Dank für die Blitzantwort und deine Bemühungen mir zu helfen.


Nächste Woche werde ich den Lohnzettel einwerfen und dann heißt es wohl abwarten und Tee trinken.


Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die ARGE das zu meinen Ungunsten (Variante zwei) berechnen wird und stelle mich mental darauf ein. ;)


Das sind wahrscheinlich Dinge auf die es keine eindeutige Antwort gibt, da sich teilweise nicht mal die SB einig sind; hinzu kommt noch, dass oftmals jede Region ihre eigenes Süppchen kocht und daher auch anders entscheidet.


Fazit: Ich lasse mich überraschen.


Gruß von Melinda
 

Arwen

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Ok und sehr gern gescheh'n

Habe mich noch einmal mit einem "Fach-H... äh Mann" kurzgeschlossen und heraus kam:

... dass die Abrechnungen sozusagen völlig schnuppe sind, weil immer der tatsächliche Einkommenseingang in dem Zuflussmonat gilt.

Also:

Einmal Gesamtbrutto - davon die Bereinigungsrechnung und dann das Ergebnis vom Netto abgezogen.

Und was die 100€ Grundfreibetrag betrifft: nur einmal pro Monat pro Person.

Wenn über 400€ Verdienst im Monat - aber das wirst Du ja evtl. wissen, da Du mir informiert "erscheinst" - können die Fahrkosten und andere "Werbungskosten" exakt abgerechnet werden, also auch über die 100€ hinaus. Du musst die tatsächlichen Kosten nur nachweisen können.

Gruß, Arwen
 

Melinda

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Hallo Arwen,

find ja super, dass du nicht locker läßt.

Na dann weiß ich jetzt, dass mir, bei der von dir noch mal aufgezeigten Berechnung, rund 115,00 Euro mehr als Einkommen angerechnet werden.

War wohl irgendwo auch logisch. *lach*

Ich habe das Ganze nun nochmal für beide Monate Februar und März errechnet und siehe da, unterm Strich ergibt sich trotzdem sogar noch ein Guthaben für mich.

Die Freibeträge sind mir natürlich bekannt und werden von mir auch genutzt. Die Fahrtkosten (Job Ticket-Inhaberin) werden in tatsächlicher Höhe abgesetzt; diese sind ja auch auf der Abrechnung klar ausgewiesen.

Das hat allerdings den Nachteil, dass ich keine KFZ-Kosten (Versicherung) geltend machen kann.

Sollte mir entgangen sein, dass das doch möglich ist, und du oder jemand anders darüber Bescheid wissen, bitte ich um Rückmeldung.

Gruß von Melinda
 

Arwen

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Das, was Du zu den Fahrtkosten sagst, stimmt nicht so ganz...

Die Fahrtkosten - und dazu gehört auch das Job-Ticket - sind Werbungskosten!

Die KFZ-Versicherung (ohne Kasko) gehört zu den gesetzlich geschuldeten VS und muss bei der Einzelanrechnung, also oberhalb der Anrechnungsmöglichkeit 401 Euro, berechnet werden.

Gruß, Arwen&Co.
 

Melinda

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Hallo Arwen & Co.,

seid ihr euch da ganz sicher? Es handelt sich bei mir ja nicht um Kilometergeld und wenn ich meinen Freibetrag mal ganz akribisch zerlege, dann paßt der Betrag (Pauschale für Wegstrecken zur Arbeit) für die Komponente "Job Ticket", der übrigens äußerst günstig ist, dort genau hinein. Eventuell ist das aber auch ein Zufall, keine Ahnung.

Jedenfalls würde eine Geltendmachung der Kosten für die KFZ-Nutzung nicht spektakulär aber doch höher zu Buche schlagen.

Entweder ich nutze öffentliche Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder ich fahre mit dem eigenen PKW.
Klare Sache, dass ich nicht eine Erstattung für beides in Anspruch nehmen kann.

Irgendwo las ich einmal, dass die KFZ-Versicherung nur dann berücksichtigt wird, wenn ich auch tatsächlich mit dem Auto zur Arbeit fahre.

Verstehe ich euch nun richtig, dass das nicht der Fall ist und ich die dementsprechende Versicherung trotzdem geltend machen kann?
Dann werde ich das natürlich beantragen.

Vielen Dank nochmal an Arwen & Co. von Melinda ;)
 

Arwen

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Ja Melinda, wir können eine "Klette" sein... :icon_twisted: ... wenn denn sonst niemand hier antwortet...

Also es ist so:

siehe § 11 SGB II



(2) 2, 3,4 1 Vom Einkommen sind abzusetzen
1. auf das Einkommen entrichtete Steuern,

2. Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung einschließ-lich der Beiträge zur Arbeitsförderung,

3. Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherun-gen oder ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind; hierzu gehören Beiträge
a) zur Vorsorge für den Fall der Krankheit und der Pflegebedürftigkeit für Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht versi-cherungspflichtig sind,
b) zur Altersvorsorge von Personen, die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Ren-tenversicherung befreit sind,
soweit die Beiträge nicht nach § 26 bezuschusst werden,
4. geförderte Altersvorsorgebeiträge nach § 82 des Einkommensteuergesetzes, soweit sie den Min-desteigenbeitrag nach § 86 des Einkommensteuer-gesetzes nicht überschreiten,

5. die mit der Erzielung des Einkommens verbunde-nen notwendigen Ausgaben,

6. für Erwerbstätige ferner ein Betrag nach § 30,

7. Aufwendungen zur Erfüllung gesetzlicher Unter-haltsverpflichtungen bis zu dem in einem Unter-haltstitel oder in einer notariell beurkundeten Unter-haltsvereinbarung festgelegten Betrag,

8. bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, deren Ein-kommen nach dem Vierten Abschnitt des Bundes-ausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 71 o-der 108 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch bei der Berechnung der Leistungen der Ausbildungs-förderung für mindestens ein Kind berücksichtigt wird, der nach den Vorschriften der Ausbildungs-förderung berücksichtigte Betrag.
2Bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die erwerbstätig sind, ist an Stelle der Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich abzuset-zen.
3
Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro, gilt Satz 2 nicht, wenn der erwerbsfähige Hilfebe-dürftige nachweist, dass die Summe der Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt
 

Melinda

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Vielleicht traut sich ansonsten niemand... :biggrin: Jedenfalls freue ich mich sehr, dass sich da jemand so intensiv um mein Anliegen kümmert.

Na und wenn mir das sogar im Kollektiv verklickert und mit einer Ansammlung Paragraphen untermauert wird, fülle ich mir doch gleich mal den dementsprechenden Antrag am PC aus. Selbigen werde ich dann nächste Woche gleich mit der Lohnabrechnung für den März einreichen.

Ich werde selbstverständlich dann auch berichten ob ich Erfolg hatte. ;)

Einen schönen Sonntag wünscht Melinda
 
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