Frage zur Berechnung der Höhe des ALG 1

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Hagen

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Hallo und guten Tag erst einmal!

Ich habe eine Frage und finde leider keine Antwort zu dieser.
Darum erlaube ich mir diese hier zu stellen und hoffe auf Hilfe :)

Folgende Frage:

1. Arbeitnehmer wird Oktober 2015 krank
2. Bekommt dann nach 6 Wochen Krankengeld vom AG.
3. Wird Ende Februar 2016 in der Krankheit entlassen
4. Bekommt bis April 2017 weiter Krankengeld
5. Fängt im Mai einen neuen Job an

Hat beim alten AG 4300 monatlich brutto gehabt und bekommt beim neuen monatlich 3549 brutto.

Leider wird er in der Probezeit entlassen, was erhält er nun an ALG 1… das letzte Netto-40%?

hat jemand Ahnung, wie man das ausrechnet?

Danke!

Beste Grüße
 

BerndB

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Hallo,
hier mal die ungefähre Richtung bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes nach meinem Wissensstand:
  • Es wird der Entgeltdurchschnitt der letzten 12 Monate genommen (§ 150 Abs. 1 SGB III + § 151 Abs. 1 Satz 1 SGB III).
    Es müssen dabei aber mindestens 150 Tage beitragspflichtiges Entgelt in diesem Zeitraum vorhanden sein.
  • Ist dies nicht der Fall, wird nach § 150 Abs. 3 SGB III verfahren. Man dehnt den Suchzeitraum nach Einkommen also auf zwei Jahre aus und nimmt den Durchschnitt daraus.
  • Sind in diesen zwei Jahren auch keine 150 Tage zu finden, wird das Arbeitslosengeld fiktiv bemessen (§ 152 Abs. 1 SGB III).
Differiert die Höhe des Einkommens, gilt: Ist das durchschnittliche Entgelt der letzten 12 Monate wesentlich niederer als der Durchschnitt der letzten 24 Monate, so ist der Durchschnitt aus den letzten 24 Monaten zu nehmen (§ 150 Abs. 3 Nr. 3 SGB III).
Aber: Meines Wissens (bin da unsicher) wird diese Regelung nur angewandt, wenn zunächst in den letzten 12 Monaten mindestens 150 Tage Entgelt vorhanden sind.

Vielleicht hilft dies etwas.
 

Katzenfan

Elo-User*in
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Ich möchte das hier nicht so stehen lassen:

Aber: Meines Wissens (bin da unsicher) wird diese Regelung nur angewandt, wenn zunächst in den letzten 12 Monaten mindestens 150 Tage Entgelt vorhanden sind.
Nein!
Gerade WENN keine 150 Tage mit beitragspflichtigem Arbeitsentgelt vorhanden sind, wird der Zeitraum automatisch auf 24 Monate erweitert.

Ist dies nicht der Fall, wird nach § 150 Abs. 3 SGB III verfahren. Man dehnt den Suchzeitraum nach Einkommen also auf zwei Jahre aus und nimmt den Durchschnitt daraus.

Die Regelung des § 150 Abs. 3 Nr. 3 ist dagegen NUR anzuwenden, wenn die oder der Arbeitslose dies verlangt und die zur Bemessung erforderlichen Unterlagen vorlegt.
(siehe Gesetzestext!)
 
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