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Frage zur Anrechnung von Geldeingängen aufs Einkommen noch vor ALGII Antragabgabe.

Bierdeckelchen

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#1
Hallo,

ich habe am 31.08.2017 einen formlosen Antrag zur Zusendung der Antragsunterlagen zwecks Fristwahrung gestellt. Unterlagen hab ich nun und Abgabetermin ist mitte September.

Ich habe am Montag 4.09.2017 schon einen Termin beim Arbeitsvermittler. Stehe also der Behörde schon zur "Verfügung". Nun meine Frage...soweit ich das sehe ist es ja sinnlos vor Antragsabgabe auf ein Darlehen bzw Vorschuss der laufenden Kosten zu bestehen. (Miete etc. )

Wenn der Antrag bewilligt wird gilt er ja Rückwirkend für August. Wenn ich mir jetzt von einer Privatperson ein Darlehen zur vorläufigen Deckung meiner Ausgaben hole wird das schon als Einkommen angerechnet und später bei Bewilligung wieder abgezogen (d.h. als Einkommen gewertet)?

Und wie sieht es mit Geldeingängen generell in den betreffenden 3 Monaten aus, die man als Kontoauszug abliefern soll? Dienen die zusätzlich der Vermögensfestellung bzw. Einkommenssituation?

Man man muß ja von irgendwas Leben. Kurz zu meiner Situation. Ich hatte studiert und Einkommen aus nebentätiger Selbstständigkeit und Unterstützung meiner Eltern (kein Bafög) Durch eine endgültig nichtbestande Prüfung folgte ende August die Exmatrikulation. Bin Ü25 und nenneswertes Vermögen ist nicht vorhanden.

Meine Sorge ist jetzt a.) das daß Amt anhand der Geldeingänge sieht he der hat ja nen Geldeingang und kam die 3 Monate über die Runden ist also nicht Hilfsbedürftig (waren im schnitt 400 Euro monatlich) und b.) wie sieht das mit Anrechnung von Geldeingängen vor bekanntwerden des ALG II Bescheides aus, bzw bevor man überhaupt weiß das daß Studium gelaufen ist und man auf ALG II angewiesen sein wird.

LG
 

22ohhappy

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#2
Hallo,

soweit ich weiß, macht man eine zweckgebunden Darlehensvertrag -und vor allem schriftlich!!
Sobald die Leistungen fließen, das Darlehen zurückzahlen.
 

22ohhappy

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#3
Hallo,
ich habe am 31.08.2017 einen formlosen Antrag zur Zusendung der Antragsunterlagen zwecks Fristwahrung gestellt.
Zweitens bezüglich der Kontoauszüge
Vermute, es geht eher darum auszuschließen, dass sich jemand arm rechnet-also falls du vorher hohe Geldeingänge hast und die an andere Leute überweist oder Vermögen, das über dem Freibetrag liegt, an andere überweist, damit du Leistung erhältst.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

erwerbsuchend

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#4
Und wie sieht es mit Geldeingängen generell in den betreffenden 3 Monaten aus, die man als Kontoauszug abliefern soll? Dienen die zusätzlich der Vermögensfestellung bzw. Einkommenssituation?
@ Bierdeckelchen,

genau dafür werden diese benötigt.

Ich hatte studiert und Einkommen aus nebentätiger Selbstständigkeit und Unterstützung meiner Eltern (kein Bafög)
Wohnst du noch bei deinen Eltern oder hast du eine eigene Wohnung? Solltest du noch zu Hause wohnen, dann solltest du bei der Antragsabgabe und in den Anträgen hervorheben, dass es keine BG oder HG gibt, also kein gemeinsames Wirtschaften aus einem Topf. Du bist deine eigene BG.

Meine Sorge ist jetzt a.) das daß Amt anhand der Geldeingänge sieht he der hat ja nen Geldeingang und kam die 3 Monate über die Runden ist also nicht Hilfsbedürftig (waren im schnitt 400 Euro monatlich)
Welche Geldeingänge hattest du im August? Wie planst du deine Ausgaben für den Monat September bis zur Bescheidung deines Antrages zu überbrücken? Soll das nur durch das oben von dir erwähnte angedachte Darlehen passieren? Wenn du komplett mittellos bist, dann solltest du einen Vorschuss auf die zu erwartende dir zustehende Leistung beantragen. Sollten deine Kontoauszügen darlegen, dass du die Zeit bis zur Bescheidung nicht finanziell überbrücken kannst, dann ist das JC gehalten, entsprechend schnell zu reagieren. Aber leider gibt es dafür keine genau Fristvorgabe.

und b.) wie sieht das mit Anrechnung von Geldeingängen vor bekanntwerden des ALG II Bescheides aus, bzw bevor man überhaupt weiß das daß Studium gelaufen ist und man auf ALG II angewiesen sein wird.
Es wird eben geprüft, ob du vor der Antragsstellung regelmäßige Einkommen/Einnahmen hattest und ob aus deren Art erkennbar ist, dass diese regelmäßig eintreffen. Es geht auch darum, ob du dein Geld in diesen Monaten angemessen verwendet und nicht verprasst, also vorsätzlich deine Notlage geschaffen hast. Die Angemessenheit muss dabei individuell betrachtet werden.
 

Bierdeckelchen

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#5
Danke für die Antworten. Ich habe eine eigene Wohnung (zur Miete) und wohne auch alleine. Aus den Kontoauszügen sollte klar ersichtlich sein, daß das Einkommen für unvermeidbare Dinge wie Krankenkasse und Miete genutzt wurde. Ich plane die kosten für September vorsichtshalber mit einem zweckgebundenen Darlehensvertrag mit den Eltern. Sowohl Einkommen als auch Ausgaben bewegten sich im Bereich von 400 Euro pro Monat. +- 0 in der Endabrechnung sozusagen.

Ich habe halt gelesen das man ein Darlehen vom Amt wenn überhaupt erst nach der Antragsabgabe beantragen kann. Während der Bearbeitungszeit sozusagen, und nicht schon vorher. Ist das korrekt so?

Wäre ein Darlehensvertrag sinnvoll und vorteilhaft? Ich denke mal wenn mir die Eltern das Geld vorstrecken ohne diesen, weil das Darlehen vom Amt zu spät kommen würde, würde es bei Bewilligung voll und ganz angerechnet werden.

Ich will halt vermeiden das ich August und September komplett selber zahle (bzw meine Eltern) ich aber schon dem Amt zur Verfügung stehe. Das ist ja kein gegenseitiges geben und nehmen sondern wäre nur ein einseitiger Nachteil für mich.
 

Seepferdchen

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#7
Hallo @22ohhappy

mal ein Hinweis in eigener Sache, schau dir bitte mal diesen Thread an
zum Thema richtiges zitieren, hier wird das Schritt für Schritt erklärt.

https://www.elo-forum.org/technisch...itung-richtiges-zitieren-beitraegen-mehr.html

Bedenke richtiges zitieren spart dem Forum Ressourcen
(Server) daher schau dir mal diesen Beitrag aus dem Forum an, hier ist
Schritt für Schritt und bildlich gut von @Texter50 erklärt zum
Thema richtiges zitieren.

Auch sollte man an die user denken die mit dem Handy in das Forum kommen und ggf.erst "ellenlang" Zitate lesen sollen.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.
 

Bierdeckelchen

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#8
ALG II Bewilligung, teilweise Ablehnung wie gegen vorgehen?

Hallo,

folgender Sachverhalt: Ich wurde ende August exmatrikuliert von der Uni. Den ALG II Antrag habe ich im August gestellt und nun auch bewilligt bekommen. Allerdings nicht rückwirkend für den gesamten August sondern nur ab dem Exmatrikulationsdatum.

Begründung:Laut Bafög Gesetz habe ich bis zum Zeitpunkt der Exmatrikulation eine Ausbildung genossen, die dem Grunde nach förderfähig ist.

Ich habe aber kein Bafög erhalten und eine Zwischenprüfung endgültig nicht bestanden. Deshalb die Exmatrikulation. Im Bafög Gesetz gibt es dazu folgende Verwaltungsvorschrift:

Zitat:

Verwaltungsvorschrift zu § 15b Bafög Gesetz

Zu Absatz 4

15b.4.1 1Muss die Ausbildung infolge des endgültigen Nichtbestehens einer Vor- /Zwischenprüfung oder eines Moduls eingestellt werden, so endet der Anspruch auf Förderung dieser Ausbildung mit Ablauf des Monats der Bekanntgabe des betreffenden Prüfungsergebnisses. 2Vgl. aber Tz 15.3.6.

3Der anschließende Zeitraum bis zur Exmatrikulation gehört nicht mehr zum förderfähigen Teil der Ausbildung, selbst dann nicht, wenn die auszubildende Person an der Hochschule immatrikuliert bleibt und ihre Ausbildung im Folgesemester in einer anderen Fachrichtung fortsetzt.

Zitat ende.

Die Prüfung war schon im Juli und das Ergebniss somit auch schon im Juli bekannt. Exmatrikulationszeitpunkt und Prüfungskorrekturdauer liegen aber komplett in den Händen der Uni. Somit können unter umständen erhebliche finanzielle Nachteile entstehen.

Was meint ihr wie die Chancen stehen, auf Grundlage dieser Verwaltungsvorschrift gegen den Bewilligungsbescheid vorzugehen und doch noch den kompletten August angerechnet zu bekommen?

LG
 

Kerstin_K

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#9
Wie haben die das denn berechnet? Gibt es da nur einen Teil-Regeksatz im August?
 
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