Frage zum Umgang mit inakzeptablen Vermittlungsvorschlägen (sowie zu abgelaufenen EGV und Corona-Verlängerung von ALG 1)

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Danilox

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Hallo Elo-Forum, hätte als Neuling drei (teils zusammenhängende) Fragen. Ich bekomme noch für wenige Monate ALG 1, habe meine Pflichtaufgaben (inkl. diverser VV) bisher immer erledigt, mein SB war immer fair und angenehm im Umgang.

1. Jetzt habe ich erstmals mehrere VV erhalten, die für mich aufgrund der Jobprofile schlicht nicht in Frage kommen. Diese kamen online über die AfA-Webseite, ohne RFB. Triftige Gründe zur Ablehnung im rechtlichen Sinn gibt es hier m.E. wohl leider nicht. (Die Stellen haben mit meiner Ausbildung 0,0 zu tun, was ja aber wohl meist irrelevant ist). Ich bin sicher, dass ich mindestens einen dieser Jobs bekommen würde, was ich in jedem Fall vermeiden, es mir aber natürlich auch nicht mit der AfA oder meinem SB verscherzen möchte (um dann evtl. nur noch VV für ZAF mit RFB zu erhalten).
Hättet ihr Tipps, was man in diesem Fall empfehlen kann oder vermeiden sollte? (Erstmal ignorieren wg. fehlender RFB? Ehrlich mit meinem SB besprechen? Bewerben und auf Absagen hoffen? ...)

2. Meine bisherige EGV lief vor ca. 2 Monaten aus, eine neue gibt es (wohl wegen Corona) bisher nicht.
Gilt die alte EGV jetzt quasi stillschweigend weiter, oder ist es rechtlich für mich momentan so, als hätte diese nie existiert?

3. Nach einer Info auf der AfA-Webseite und diversen Medienberichten sollen wohl alle, deren ALG 1 zwischen Mai und Dez. 2020 ausläuft, aufgrund Corona eine Verlängerung um 3 Monate bekommen. Auf Nachfrage bezüglich einer entsprechenden Bestätigung/Bewilligung wurde ich von der AfA auf den letzten Monat meiner aktuellen Bezugszeit vertröstet.
Habt ihr evtl. schon eine solche Verlängerungs-Bewilligung erhalten und kommt eine solche immer erst so kurz vor knapp? Kann man sicher mit dieser rechnen?

Ich hoffe den Beitrag nicht zu arg überfrachtet zu haben und würde mich über jegliche Tipps und Infos sehr freuen!
 

Ruhrpottmensch

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Mahlzeit

VVs ohne RFB kannste unter Ablage P einsortieren... ;)

Eine EGV im ALG1 Bezug ist wohl ein zahnloser Tiger (So habe ich es mir hier im Forum sagen lassen). Von daher ist es eigentlich unerheblich, dass Deine ausgelaufen ist (Meine auch schon -nach Papier- über zwei Monaten). Du muss halt die üblichen Pflichten erfüllen.

Japp... Bei mir (NRW - Ruhrgebiet) ist die Verlängerung schon mit Bescheid gekommen. Genau 3 Monate vor eigentlichen Ende des Anspruchs.
 

Danilox

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Du musst soweiso überhaupt nur auf VVs reagieren, die dich per Post erreichen. Nur im Online Portal zählt nicht.

Das war mir so auch nicht klar, danke Kerstin! Mich hat halt die VV-Seite im Online-Portal stutzig gemacht, wo die AfA ja jederzeit checken kann, ob "Zur Bewerbung aufgefordert" oder "Beworben" in der Status-Spalte steht. Aber selbst wenn sie mir daraufhin dann Post schicken, kann ich ja immer noch reagieren.
 

Fox29

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Im Gesetzestext zur Verlängerung steht drin, dass diese erst wirksam wird, wenn der Anspruch bis auf einen Tag Rest aufgebraucht wird. Erst dann ist die Agentur verpflichtet die Verlängerung zu bewilligen. Dass das in den meisten Fällen vorher geschieht hat mehrere Gründe 1. Soll die Verlängerung rechtzeitig im System sein, damit keine Zahlungslücke entsteht 2. Arbeiten die SBs hier vor, da es auch bestimmte Monate gibt in denen viele AlG Ansprüche auslaufen, weil es einfach Monate gibt in denen typischerweise mehr gekündigt wird 3. Sicherheit für die Leistungsempfänger und dadurch weniger Arbeit durch Rückfragen.

Also grundsätzlich ist Berlin bei dir ein wenig später als die anderen, aber noch im gesetzlichen Rahmen.
 

Danilox

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Im Gesetzestext zur Verlängerung steht drin, dass diese erst wirksam wird, wenn der Anspruch bis auf einen Tag Rest aufgebraucht wird.

Vielen Dank Fox, jetzt verstehe ich den gesetzlichen Rahmen auch besser.

Macht m.E. schon aus den von Dir genannten Gründen Sinn, das Ganze nicht so auf den letzten Drücker zu machen. Viele müssen zum Ende ihrer ALG 1-Zeit ja auch Richtung ALG 2 aktiv werden, die Verunsicherung und ggf. Mehrarbeit für die Ämter könnte man ja leicht vermeiden. Zumindest eine offizielle Info von der AfA an die Verlängerungs-Berechtigten hätte ich eigentlich erwartet, wenn das seit Monaten gesetzlich feststeht und man es bisher nur aus den Medien erfahren konnte. Aber zumindest bin ich dann jetzt mal guter Dinge, dass in den nächsten Wochen ein entsprechender Schrieb bei mir eintrudelt.
 

Fox29

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Zumindest eine offizielle Info von der AfA an die Verlängerungs-Berechtigten hätte ich eigentlich erwartet, wenn das seit Monaten gesetzlich feststeht und man es bisher nur aus den Medien erfahren konnte.
Steht groß und breit seit Beginn an auf der Webseite.

 

Danilox

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Steht groß und breit seit Beginn an auf der Webseite.

"Groß und breit" würde ich persönlich nicht sagen, wem es anfangs nicht aufgefallen ist, muss es schon unter (sehr vielen) Meldungen auf der Webseite finden. Aber stimmt natürlich, die Info ist online. Hätte trotzdem ne persönliche Info dazu erwartet, aber sei's drum, wird schon klappen mit der Verlängerung.
 

BerndB

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Wie hier schon geschrieben, brauchst du auf Vorschläge ohne Rechtsfolgenbelehrung nicht reagieren. Allerdings würde ich mir Gründe für die Nichtbewerbung kurz notieren und beim nächsten Gespräch beim Sachbearbeiter ansprechen, falls er es sowieso nicht von sich aus macht. Muss nicht sein, gehört aber zum guten Ton, der von beiden Seiten herrschen sollte.
 

Danilox

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Allerdings würde ich mir Gründe für die Nichtbewerbung kurz notieren und beim nächsten Gespräch beim Sachbearbeiter ansprechen, falls er es sowieso nicht von sich aus macht.

Das klingt nach einem guten Tipp, mache ich auf jeden Fall, danke Dir Bernd. Möchte das bisherige gute Verhältnis auch möglichst beibehalten.

Hatte mit der AfA bisher halt quasi keine Probleme, aber jetzt kommen schon ein paar Fragen bei mir auf:
Wie schnell kommt es in der Praxis zu Sperrzeiten, und wie lange dauert der Prozess von Verfehlung bis Sperre?
Wie wird konkret entschieden bzw. bewiesen, was eine "unmotivierte" Bewerbung bzw. Vorstellungsgespräch ist? (Ich meine keine krassen Fälle wie Beleidigungen oder Trunkenheit.)
Wie häufig kommt es zum Austausch zwischen AfA und einem potentiellen Arbeitgeber, und wie wahrscheinlich ist es (z.B. von einer ZAF) angeschwärzt zu werden?
Wobei ich mir schon denken kann, dass man diese Fragen kaum pauschal beantworten kann.
 
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