Frage zum Hinzuverdienst bei ALG1, was muß gemeldet werden man bezahlt wird, aber keine Sekunde gearbeitet hat?

Antihartzer19

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Stand jetzt bin ich ab Ende Juni wieder im Bezug von ALg1.
Ich habe ja auch einen Nebenjob, der auf dem entsprechenden Formular in der Vergangenheit immer gemeldet wurde.
(Stunden und Verdienst)
Jetzt ist es das das der Nebenjob seit März nicht ausgeführt werden kann, der Arbeitgeber aber bis jetzt uns ein
Kurzarbeitergeld auszahlt auf Basis der Zeiten, die wir gehabt hätten.
Gesetzt des Falls das geht so weiter - Was wird dann dem Arbeitsamt gemeldet?
Muß für eine Anrechnung einer Nebentätigkeit zwingend auch gearbeitet werden? Und wird es angerechnet? Ich arbeite ja nicht.
Oder reicht nur die Überweisung des Kurzarbeitergeldes aus? Es geht um 270 € im Monat.
 

Sodele

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Für geringfügig Beschäftigte gibt es kein Kurzarbeitergeld! Wenn, dann sind es 'Geldgeschenke' des Arbeitgebers. Solange er Dich bei der Krankenkasse noch nicht abgemeldet hat, bist Du bei ihm beschäftigt - und bekommst also aktuell Arbeitsentgelt - egal ob Du tatsächlich arbeitest oder nicht. Denn Deinen "Lohn" wird er sicherlich auch bei seiner Steuererklärung als "Last" angeben um seine Steuerhöhe (die vom Erlös der Firma errechnet wird) zu mindern!
Es gibt viele "Nebenjobber" die pauschal bezahlt werden, auch wenn sie mal mehr und mal weniger arbeiten! Und der Verdienst wird dann beim ALG angerechnet!

Denk aber ggfs. an einen erhöhten Freibetrag (wenn Du in den letzten 18 Monaten mindestens 12 Monate gearbeitet hast, ist der Freibetrag der Durchschnitt der letzten 12 Monatseinkommen!).
 

Antihartzer19

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@ Sodele
Es ist ein freiwilliges "Kurzarbeitergeld" des Arbeitgebers.
Die Lohnabrechnung entsprecht der eines Minjobs mit den dafür fälligen Sozialangaben an die Knappschaft.
Und es werden auch Arbeitsstunden angegeben um daraus das Gehalt zu berechnen oder darzustellen. Also 60 % der vereinbarten Arbeitsstunden damit es aufgeht.
Hat man rückgerechnet.
Aber gearbeitet habe ich ja nicht. Zurück zur Frage: Was würde dem Arbeitsamt gemeldet.
 

Sodele

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Und es werden auch Arbeitsstunden angegeben um daraus das Gehalt zu berechnen oder darzustellen. Also 60 % der vereinbarten Arbeitsstunden damit es aufgeht.
Hat man rückgerechnet.
Aber gearbeitet habe ich ja nicht. Zurück zur Frage: Was würde dem Arbeitsamt gemeldet.

Wenn Arbeitsstunden angegeben werden, wird auch der Arbeitgeber - bei Nachfrage der Agentur für Arbeit - diese Stunden und auch das Einkommen angeben. Und somit ist es Arbeitseinkommen.
Und der Agentur für Arbeit wird das Beschäftigungsverhältnis durch Datenabgleich auch bekannt, wenn der Arbeitgeber es ordnungsgemäß gemeldet hat.
 

Antihartzer19

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Und der Agentur für Arbeit wird das Beschäftigungsverhältnis durch Datenabgleich auch bekannt,
Ja, das ist aber schon lange bekannt. Rechne diesen Nebenjob schon immer mal seit Jahren ab. Auch mit Günstigerregelung.
Der Nebenjob wird ja auf einem zusätzlichen Formular abgerechnet. Und dort wird eingetragen bei welche Stunden gearbeitet worden sind während der Arbeitslosigkeit.
aber was würde dort eingetragen wenn ich nicht arbeite? Im Formular heißt es "tatsächlich gearbeitete Arbeitsstunden pro Woche".
Es würde aber ein Einkommen erzielt werden? Aber wie soll das auf die Wochen wegen den 15 Stunden aufgeteilt werden?
 
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Kerstin_K

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Der Arbeitgeber muss diese Bescheinigung für das Arbeitsamt ausfüllen. Wenn das eine grössere Firma mit Personalabteilung ist, dann machen die das vermutlich nicht zum ersten Mal. Ansonsten muss der Arbeitgeber eben bei der AfA oder sonstwo in Erfahrung bringen, wie das auszufüllen ist. Mwist gibt es auch Ausfüllhinweise.
 

Antihartzer19

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Der Arbeitgeber muss diese Bescheinigung für das Arbeitsamt ausfüllen.
Ja hat er in der Vergangenheit immer gemacht. So groß ist die Firma nun auch nicht. Sie haben eine externe Mitarbeiterin, die vom Steuerberater geschickt immer bei Bedarf diese Dinge an einzelnen Tagen dort erledigt. Falls ich mal rauskriege wie es mit der Anrechnung bei einer Nebentätigkeit mit Arbeitszeit von Null gehandhabt wird melde ich mich wieder.
 

Kerstin_K

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DIe Anrechnung ist nicht das Problem, dafür sit die Arbeitszeit nicht entscheidend. Bei der Arbeitszeit geht es nur darum, dass die AfA wissen will, ob du unter 15 Stunden in der Woche bleibst undsie schauen, ob der Mindestlohn nicht unterschritten wird. Dafür brauchen sie die Stunden.
 

Antihartzer19

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Ich könnte natürlich mich für einen Tag mal abmelden und den Verdienst in diesen Tag packen.

Hatte ich in der Vergangenheit schon immer mal so gehandhabt. Damit ich anrechnungsfrei bleibe. Es wurde noch nie etwas abgezogen.

Denn bescheinigt werden nur Arbeitstage an denen ich auch Arbeitslos war.

Eigentlich hoffe ich das der Laden bald mal wieder aufmacht.
 

Antihartzer19

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Mein Nebenjob beginnt ganz vorsichtig, testweise für einige Stunden und mit neuen Hygienregime am kommenden Sonntag.
 
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