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Frage zum Bausparvertrag

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tom_tom

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Hallo,

ich bin berufstätig, da aber meine Frau arbeitslos ist bilden wir eine Bedarfsgemeinschaft.

Ich habe voriges Jahr meinen Bausparvertrag nach Ablauf der 7 Jahre gekündigt, da ich dringend ein neues Auto brauche. Als Wachmann liegen einige Arbeitsplätze und auch die Arbeitszeiten so ungünstig, daß ich auf ein Auto angewiesen bin. Da mein derzeitiges Auto Baujahr 1993 ist und wir schon des öfteren in der letzten Zeit teure Reparaturen hatten und mein Wagen eigentlich ohne weitere, teure Reparaturen nicht mehr im öffentlichen Verkehr fahren dürfte, habe ich den Bausparvertrag Ende letzten Jahres gekündigt.

Das AA weiß, daß es den Bausparvertrag gibt und verlangt nun - zum ersten Mal seit Einführung von HartzIV überhaupt - einen Kontoauszug darüber. Darauf steht, daß der BSV gekündigt wurde. Dem AA haben wir die Auszahlung der Bausparsumme nicht gemeldet.

Nun meine etwas bange Frage: kann man mir das ausgezahlte Geld als Vermögen anrechnen und evtl. sogar noch etwas anhängen, so vonverwegen Unterschlagung oder Verletzung der Meldepflicht? Die Ämter sind in der Beziehung ja besonders einfallsreich und sehr unterschiedlich in ihrem Handeln und den evtl Konsequenzen :(
Ich bin schon in Verhandlungen mit meinem Autohändler, daß er mir ein günstiges Auto beschafft, da ja auch das Auto nur bis max. 5000 Euro wert sein dürfte.
Kann das Amt das ALG 2 streichen und verlangen, daß das Geld aus dem Bausparer aufgebraucht wird?

PS: würde es helfen, wenn wir von unserer Werkstatt ein Gutachten machen lassen, aus dem hervorgeht, was alles an Reparaturen nötig wäre und was das kosten würde?
 
E

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Hallo, tom_tom,

willkommen im Forum!

Wenn die Arge schon von dem Bausparer wusste, handelt es sich, soviel ich weiss, um eine Vermögensumwandlung und nicht um ein anrechenbares Einkommen.

Dein Schonvermögen, und ich nehme jetzt mal an, daß es sich darum handelt, kannst Du doch für ein nötiges Auto verwenden.

Viele Grüße,
angel
 

tom_tom

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Hallo Angel,

danke für die nette Aufnahme im Forum.

Nun, welches Vermögen? Wir sind so blank wir ein Rasiermesser - wir haben kein Vermögen, deshalb können wir uns weitere Reparaturen nicht leisten und deshalb wurde der Bausparer gekündigt, damit wir uns von den paar "Mark" wenigstens eine Gehhilfe leisten können.

Ich habe lediglich eine Lebensversicherung, meine Frau hatte eine Lebensversicherung, die aber als Rente monatlich ausgezahlt werden wird, wenn sie in 30 Jahren ausläuft und für unsere Tochter haben wir eine Ausbildungsversicherung. Mehr ist da nicht - keine Sparbücher oder dergleichen.

Aber es ist halt die Angst: kann man uns ans Bein ... weil wir den Auslauf bzw. die Kündigung der Versicherung und die darauffolgende Auszahlung der Bausparsumme nicht gemeldet haben?

Wie hoch wäre überhaupt unser "Freibetrag"? Wir sind eine dreiköpfige Familie, Mama und Papa momentan beide 34, Tochter 12.
 
E

ExitUser

Gast
Bei Antragstellung gilt als Schonvermögen:

für Euch beide Erwachsenen 150 Euro pro Lebensjahr, mindestens aber 3100 Euro (pro Nase),
für das Kind ein Grundfreibetrag von 3100 Euro.

Dazu kommen dreimal 750 Euro Freibetrag für notwendige Anschaffungen.

Waren die Höhen der Versicherungen (wobei meines Wissens die nicht verwertbare, weil erst zum Rentenalter auszahlbare, nicht zählt) und des Bausparers der Arge beim Erstantrag bekannt?
Und habt ihr Alg II nicht nur als Darlehen erhalten?

Viele Grüße,
angel
 

tom_tom

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Die ArGe kennt alle Versicherungen seit Antragstellung 2004 (meine Frau bekam vorher Arbeitslosenhilfe, ging dann quasi über ins ALG 2). Sprich, bis auf den Bausparer sind der ArGe die Beträge laut Angabe durch die Versicherer bekannt. Nach dem Bausparer wurde wie gesagt bisher nie wieder seit der ersten Antragstellung gefragt. Allerdings stand der Betrag ja immer auf den Verdienstbescheinigungen, möglich, daß dem Amt dadurch aufgefallen ist, daß dahingehend keine Zahlungen mehr erfolgt sind und deshalb die Forderung auf Vorlage des Kontoauszuges?!

Und nein - es ist kein Darlehen.
 
E

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Gast
Wenn Ihr Alg II nicht als Darlehen bekommen habt, und der Arge der Bausparvertrag beim Erstantrag bekannt war, haben die das anscheinend zum Schonvermögen gerechnet. Dann wäre die "Umwandlung" in ein Auto soweit in Ordnung. Kommen die Gesamtwerte der Versicherungen (Rückkaufswert oder wie das heißt), der Bausparer und aller Barbeträge incl. Kontenstände denn auf eine Summe unter dem Schonvermögen?

Viele Grüße,
angel
 

tom_tom

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waren zwischenzeitlich bei der ArGe und, was soll ich sagen, die wollte nur wissen, ob wir es von Anfang an gemeldet haben, daß es den Bausparer gibt. Mehr hat die nich interessiert.

Daß der bereits an uns ausgezahlt wurde ... wurscht. Wenn das Amt Bescheid wußte ist das rülle, ob und wann der ausgezahlt wurde. Na toll, und wir zerbrechen uns hier den Kopf.

Behalte aber dieses Forum trotzdem im Hinterkopf und Auge, hier wird man über Sachen aufgeklärt, ... ;)

unsere ArGe hat sowieso/nämlich ihre eigenen Gesetze :icon_dampf:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo, tom_tom,

freut mich, daß es keine Probleme gab!
Es ist schön, auch mal eine "Entwarnung" zu hören, bzw. zu lesen.
Übrigens hat nicht nur Eure Arge eigene Gesetzt, es gibt so viele Auslegungen von Hartz IV-Gesetzen, wie es Sachbearbeiter gibt. Den Eindruck bekommt man zumindest beim Forumdurchstöbern.

Viel Spaß mit dem Autochen,
angel
 
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