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Frage zu Widerspruch

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Nicht offen für weitere Antworten.

Nastassja

Elo-User/in

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#1
Hallo zusammen,

ich bin etwas ratlos und hoffe ihr könnt mir helfen.

Mein Freund ist zu mir gezogen und ich habe dies auch der ARGE persönlich mitgeteilt. Wir waren zusammen dort weil ich eh meinen Fortzahlungsantrag abgeben mußte und mein Freund ALG II beantragen wollte.

Die SB fragte uns natürlich ob wir ein Paar seien, was wir bejahten, ich sagte ihr aber, dass wir keine eheähnliche Gemeinschaft seien. Sie gab mir dann ein Formblatt, wo 4 Möglichkeiten vorgegeben waren zum ankreuzen.
- länger als 1 Jahr zusammen leben
- gemeinsame Kinder
- füreinander einstehen
- Versorgung von Kindern oder Angehörigen

Ich sagte ihr, nichts davon trifft zu. Sie meinte, und wenn ihre Tochter krank ist, würde er sich dann nicht um sie kümmern. Mein Freund meinte, doch natürlich, (wäre ja auch unterlassene Hilfeleistung, sollte ich nicht da sein, etc.) Darauf sie, dann ist es für sie eine Partnerschaft/eäG und gab ihm keinen eigenen Antrag sondern nur die 2 Blätter zur Angabe zum Vermögen die er abgeben solle. Ich sollte dann ankreuzen, dass "Versorgung von Kindern oder Angehörigen gegeben ist".

Am nächsten Tag rief mich dann mein zuständiger SB an der die Geldleistungen bearbeitet und fragte mich in welchem Verhältnis Herr ... zu mir stehe, da ich ja einen Einzug angegeben habe (er meinte meinen Freund).
Ich sagte ihm er sei mein Freund, darauf er gut, ich berechne dann alles und lass ihnen den Bescheid zukommen.

So und nun zum Problem...
Der Bescheid kam und wir wurden natürlich als eine BG eingestuft und mir wurde der Alleinerziehenden Zuschlag aberkannt.

Ich weiß nun nicht genau, ob es Sinn macht da Widerspruch einzulegen oder einen Überprüfungsantrag zu stellen.
Natürlich trifft nichts von dem zu, was für eine eäG sprechen würde, weder Konto gemeinsam, die Einkäufe werden zu gleichen Teilen bezahlt, leben kein Jahr zusammen, sind nicht bereit füreinander einzustehen.. etc..

Dazu kommt, das ich nicht verstehe, warum ich nicht mehr alleinerziehend sein soll. Er beteiligt sich nicht an der Erziehung, wäre auch ein wenig seltsam, meine Tochter ist 17 und mein Freund Mitte 20.

Und das ein Paar was erst 2 Monate zusammen wohnt, und altersmäßig ein wenig weiter auseinander ist als vielleicht üblich ist, ganz sicher erstmal auf Probe zusammen wohnen möchte, ist doch verständlich oder? Scheinbar aber nicht für die ARGE.

Ich bin ratlos und weiß auch nicht, was ich nun tun soll. Dazu kommt, dass ich nicht weiß, ob ich die Kraft habe, mich auf einen langen Kampf mit der ARGE einzulassen.

Könnt ihr mir raten, was ich tun kann?

Lieben Dank und viele Grüße,
Nastassja
 

vagabund

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#2
Ich bin ratlos und weiß auch nicht, was ich nun tun soll. Dazu kommt, dass ich nicht weiß, ob ich die Kraft habe, mich auf einen langen Kampf mit der ARGE einzulassen.

Könnt ihr mir raten, was ich tun kann?

Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Doch das mußt du entscheiden.

Auf jeden fall hast du gute Chancen, diesen Kampf zu gewinnen.

Gegen den Bescheid Widerspruch einlegen.

VG
vagabund
 

HEXENWEIB

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#3
Hallo Nastassja,

mein Rat wäre, das Du auf jeden Fall Widerspruch einlegst. Ihr seit keine BG schon gar nicht bei diesem Altersunterschied, (was ich aber toll finde, das ihr es miteinander probiert) das muß denen von der ARGE klar gemacht werden. Außerdem zählst Du sehr wohl als Alleinerziehend, da Dein Freund nicht der leibliche Vater ist und Ihr ja noch nicht mal ein Jahr zusammen seit. Er kann vom Amt nicht einfach in eine Vaterrolle gesteckt werden, die es gar nicht gibt. Er soll auch auf einen eigenen Antrag unbedingt bestehen, da muß er sich auf alle Fälle durchsetzen, nur damit kann er Dir schon viel helfen.


Viel Glück für Euch.


-----------------------------------------------------------------------
Dies ist meine persönliche Meinung und hat keine Rechtsgrundlage.




Grüße vom HEXENWEIB
 

Nastassja

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#4
Hallo,

ich bin eurem Rat gefolgt und habe gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt.
Heute nun kam ein Brief der ARGE wo ich gebeten werde zusammen mit meinem Freund kommende Woche persönlich beim SB vorzusprechen.

Es kann da ja nur um den Widerspruch gehen. Hat jemand von euch eine Idee was mich/uns da erwartet? Könnte es sein, dass man mir/uns klar machen möchte, dass der Widerspruch sinnlos sei. Oder vielleicht auch, dass sich der SB mit uns einigt und wir dann den Widerspruch zurückziehen?

Ich bin verunsichert und hab ein wenig Bammel vor dem Termin.

Viele Grüße,
Nastassja
 
E

ExitUser

Gast
#5
Hallo,

ich bin eurem Rat gefolgt und habe gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt.
Heute nun kam ein Brief der ARGE wo ich gebeten werde zusammen mit meinem Freund kommende Woche persönlich beim SB vorzusprechen.

Es kann da ja nur um den Widerspruch gehen. Hat jemand von euch eine Idee was mich/uns da erwartet? Könnte es sein, dass man mir/uns klar machen möchte, dass der Widerspruch sinnlos sei. Oder vielleicht auch, dass sich der SB mit uns einigt und wir dann den Widerspruch zurückziehen?

Ich bin verunsichert und hab ein wenig Bammel vor dem Termin.

Viele Grüße,
Nastassja
Eigentlich wird der Widerspruch von einer Rechtsstelle überprüft. Ich glaube nicht, dass es da um den Widerspruch geht.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der SB euch als Bedarfsgemeinschaft eingestuft, weil dein Freund sagte, dass er sich im Notfall um dein Kind kümmern würde. Er hat das aber nur gesagt. Nimm das zurück, auch wenn es unmenschlich ist. Sag ihnen, was sie hören wollen, wenn es zu deinem Vorteil ist.

Sollte es sich bei dem Termin nicht um eine Vermittlung handeln, schätze ich, dass er von Euch etwas schriftlich wegen der Einstufung in eine BG braucht. Unterschreibe bitte nichts. Immer erst sagen "das muss ich mir erst nach Hause nehmen und in Ruhe durchlesen. Sie brauchen das ja nicht heute und sofort".
 

Nastassja

Elo-User/in

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#6
Hallo,

das es sich bei dem Termin um eine Vermittlung handeln könnte, glaube ich nicht. Denn wir sollen ja zum SB der für die Zahlungen zuständig ist und nicht zum Fallmanager. Und zeitlich passt das ja, der Widerspruch ging am Montag in die Post und der Brief kam heute. Ich habe mal gehört, dass ein Widerspruch auch an den jeweiligen SB geht, da der sich dazu auch äußern muß?

Hm, was könnte der SB denn schriftlich haben wollen, wegen der Einstufung als eine BG? Jetzt mache ich mir schon Gedanken, dass da irgendwelche (Fang)Fragen kommen...

In dem Brief von denen steht eben auch nichts weiter drin, ausser das ich gebeten werde zusammen mit meinem Freund nächste Woche persönlich beim SB vorzusprechen.

Liebe Grüße,
Nastassja
 
E

ExitUser

Gast
#7
Hallo,

das es sich bei dem Termin um eine Vermittlung handeln könnte, glaube ich nicht. Denn wir sollen ja zum SB der für die Zahlungen zuständig ist und nicht zum Fallmanager. Und zeitlich passt das ja, der Widerspruch ging am Montag in die Post und der Brief kam heute. Ich habe mal gehört, dass ein Widerspruch auch an den jeweiligen SB geht, da der sich dazu auch äußern muß?

Hm, was könnte der SB denn schriftlich haben wollen, wegen der Einstufung als eine BG? Jetzt mache ich mir schon Gedanken, dass da irgendwelche (Fang)Fragen kommen...

In dem Brief von denen steht eben auch nichts weiter drin, ausser das ich gebeten werde zusammen mit meinem Freund nächste Woche persönlich beim SB vorzusprechen.

Liebe Grüße,
Nastassja

Mach dich nicht verrückt. Ich schätze tatsächlich, die benötigt Belege für deine mündlichen Aussagen wegen dem Widerspruch. Ich weiss auch nicht, was du ihr bereits unterschrieben hast und was nur mündlich gesagt worden ist.
 

gelibeh

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#8
ich kenne mich mit Thematik nicht so aus, aber ist das nicht unklug, da mit dem Freund hinzugehen? Vielleicht drehen die dann ein ganz mieses Ding draus
 

Nastassja

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#9
ich kenne mich mit Thematik nicht so aus, aber ist das nicht unklug, da mit dem Freund hinzugehen? Vielleicht drehen die dann ein ganz mieses Ding draus
Hallo,

habe ich mich auch gefragt, aber in dem Schreiben steht:
bitte ich Sie zusammen mit Herr ... persönlich am... vorzusprechen.

Keine Ahnung was mich da erwartet, ich hatte ja gehofft, dass hier jemand ähnliche Erfahrungen mit solchen Schreiben hat, oder sich damit auskennt.

Liebe Grüße,
Nastassja
 
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#10
Bekommt Dein Freund auch Geld von Denen oder kann der sich selbst unterhalten?

Wenn der sich selbst unterhält, dann würde ich an seiner Stelle da nicht hingehen. Die wollen Euch nur über den Tisch ziehen.

Und, wenn die was von Sorgen faseln, dann immer gleich dazu sagen das darunter nichts finanzielles zu verstehen ist. Also: Bücken=JA, Zahlen=NEIN.

Dein 25 jähriger Freund muss sowieso nicht für ein Kind von 17 Jahren aufkommen das er nicht gezeugt hat. Schon gar nicht nach 2 Monaten, soll wohl ein Witz sein.

=================================================

Wenn ihr da hingeht, dann gar nicht lange mit diesem SB-Gesockse rumlamentieren.

Ihr sagt:
- Wir sind keine Verantwortungs- und Einstehungsgemeinschaft.
- Wir sind eine Haushaltsgemeinschaft.
- Wir haben keine gemeinsamen Kinder.
- Wir machen das seid 2 Monaten.
- Mein Freund hat keinen Bedarf für meine 17 jährige Tochter und/oder für mich finanziell aufzukommen, weder heute, noch irgendwann.

Wenn die weiter dumme Fragen stellen: "Die Fragen wurde bereits beantwortet."

Wenn ihr da weiter rumredet, dann seid ihr selber schuld wenn die Euch das Wort im Mund rumdrehen. Am Ende muss sowieso der Anwalt ran, und der wird sich dann für Eure Märchenstunde bedanken.

P.S.: Falls Deine Tochter gerade eine Lehre macht und selbst genug Geld hat, Kindergeld, Unterhalt, Lehrgeld, dann kann sie aus der BG aussteigen. Könnte sich für Dich lohnen.
 
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